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	<title>Anna Pröll - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T00:50:15Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Schreiben: HC: Entferne Kategorie:Person, für die in Bayern ein Stolperstein verlegt wurde; Ergänze Kategorie:Person, für die in Augsburg ein Stolperstein verlegt wurde</title>
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		<updated>2025-03-19T12:15:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Entferne &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Person,_f%C3%BCr_die_in_Bayern_ein_Stolperstein_verlegt_wurde&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Person, für die in Bayern ein Stolperstein verlegt wurde (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Person, für die in Bayern ein Stolperstein verlegt wurde&lt;/a&gt;; Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Person,_f%C3%BCr_die_in_Augsburg_ein_Stolperstein_verlegt_wurde&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Person, für die in Augsburg ein Stolperstein verlegt wurde (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Person, für die in Augsburg ein Stolperstein verlegt wurde&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anna Pröll&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[12. Juni]] [[1916]] in [[Augsburg-Pfersee]] als &amp;#039;&amp;#039;Anna Nolan&amp;#039;&amp;#039;; † [[28. Mai]] [[2006]] in [[Augsburg]]) war eine deutsche [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandskämpferin]] in der [[Zeit des Nationalsozialismus]].&lt;br /&gt;
Als Jugendliche war sie im &amp;#039;&amp;#039;Augsburger Widerstand&amp;#039;&amp;#039; aktiv und wurde 1934 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zu einer Haftstrafe von insgesamt 21 Monaten Gefängnis verurteilt. Nach ihrer Entlassung kam sie als &amp;#039;&amp;#039;[[Schutzhaft|Schutzhäftling]]&amp;#039;&amp;#039; in ein [[KZ]]. Bis ins hohe Alter trat Anna Pröll als eine der letzten Überlebenden des Augsburger Widerstandes für Antifaschismus und Demokratie ein&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.vvn-augsburg.de/3_portraets/Proell_Anni/proell.html |titel=VVN/BdA Augsburg - Anni Pröll |autor= |werk=vvn-augsburg.de  |datum=2002-09-10 |zugriff=2016-03-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, wurde dafür 2002 mit dem [[Bundesverdienstkreuz]] ausgezeichnet und 2003 erste  [[Liste der Ehrenbürger von Augsburg|Ehrenbürgerin von Augsburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Proell anna gedenktafel augsburg.JPG|mini|Gedenktafel für Anna Pröll in der Augsburger Straße in Pfersee]]&lt;br /&gt;
Geprägt wurde ihre Überzeugung bereits aus ihrer Familie: Anna Nolan erlebte die Verhaftung von Vater und Mutter. 1931 schloss sich die 15-jährige Anna dem [[Kommunistischer Jugendverband Deutschlands (1918)|Kommunistischen Jugendverband]] (KJVD) an, nachdem sie ihren Vater [[Karl Nolan]] von einer [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]]-Versammlung abgeholt und dort eine Rede über die Arbeitsbedingungen von Frauen in Augsburg gehört hatte. Als 1933 Annas Mutter Rosa Nolan als Mitglied der [[Rote Hilfe Deutschlands|Roten Hilfe]] verhaftet wurde, „gab es ein Stocken in der politischen Arbeit für uns … Wir Jungen, wir haben ja schon vorher Polizeiverhöre geübt. Man war also schon gefasst, dass das kommen kann. Dann, wie meine Eltern verhaftet waren, bin ich jeden Tag nach der Arbeit vor dem Katzenstadel gestanden, wo meine Mutter einsaß.“ Karl Nolan war Kriegsteilnehmer im Ersten Weltkrieg gewesen. Er hatte dort so Schreckliches erlebt, dass ihm Friedensarbeit neben der Arbeit im Turn- und Sportverein zum wichtigsten Lebensinhalt wurde. 1932 verteilte er Flugblätter gegen den Krieg und wurde deswegen von einem Soldaten angezeigt. Nolan wurde zu einem Jahr Zuchthaus verurteilt wegen „[[Zersetzung der Wehrkraft]]“. Noch im Jahre 1932 musste er seine Strafe antreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anna Nolan war eine der wichtigsten Figuren der Gruppe Jugendlicher, die den Widerstand in Augsburg versuchten. Eines der 1933 in [[Augsburg-Oberhausen|Oberhausen]] verteilten Flugblätter lautete: „Proleten! Kampfgenossen! Unaufhaltsam wütet der Mordfaschismus weiter. Täglich fordert der Aasgeier des Kapitalismus neue Opfer. 50.000 revolutionäre Arbeiter schmachten im Kerker. Wollt Ihr sie wie Freiwild den faschistischen Tyrannen ausgesetzt lassen? Arbeiter heraus! Duldet es nicht länger. Es ist Blut von Eurem Blut. Darum kämpft mit uns Kommunisten!“ Anna Pröll sagte 1999 dazu:&lt;br /&gt;
„Da hatte man eine andere Sprache als heute - wir wollten die Menschen aufrütteln.“&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle: Interview Anna Pröll 1999, Archiv Josef Pröll&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1933 flog die Augsburger Jugendgruppe auf. Dennoch fanden sich in der Stadt wieder Jugendliche, die sich nicht von der Brutalität der Polizei und der SS abschrecken ließen und die Arbeit weiterführten. Mittlerweile hatten sich die Grausamkeiten im KZ Dachau herumgesprochen. Man wusste, dass der Augsburger KPD-Chef [[Leonhard Hausmann]] von dem SS-Wachmann Ehmann ermordet worden war.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv Josef Pröll&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Kreis der jugendlichen Widerständler erweiterte sich. Sie rekrutierten sich auch aus sozialistischen und christlichen Gruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1934 wurden Anna Nolan, ihre Widerstandsgruppe und Annas Vater Karl, der inzwischen aus der Haft entlassen worden war, vor Gericht gestellt. Vater und Tochter wurden wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerichtsakten Bay. Staatsarchiv München&amp;lt;/ref&amp;gt; Die 17-jährige Anna wurde zu einer Haftstrafe von insgesamt 21 Monaten im [[Gefängnis Aichach|Frauengefängnis Aichach]] verurteilt. Als sie dort unerlaubt Kontakt zu einer Genossin aufnahm, bestrafte man sie mit [[Dunkelhaft]]. Nach ihrer Entlassung kam sie wie alle politisch Verurteilten in „[[Schutzhaft (Nationalsozialismus)|Schutzhaft]]“ und wurde ins [[KZ Moringen]] gebracht. Im KZ Moringen war sie unter den politischen Häftlingen die Jüngste. Nur durch die Hilfe der mitgefangenen Frauen überlebte sie. „Die gegenseitige Solidarität im Lager prägte mich für mein ganzes Leben“, berichtete sie.&amp;lt;ref&amp;gt;Zitat Anna Pröll: Interview 1999; Archiv Pröll&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später wurden die Frauen ins [[KZ Ravensbrück]] verlegt. Anna Nolan wurde vorher entlassen. [[Heinrich Himmler]]  hatte das KZ Moringen besucht und Anna gefragt: „Was hältst du nun von unserem dritten Reich?“ Anna Nolan antwortete: „Ich habe es nur von der schlechtesten Seite kennengelernt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle: Wortprotokoll, Himmler im KZ Moringen&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie wurde dennoch entlassen. Der einzige Grund: Sie war blond und hatte blaue Augen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von nun an musste sie sich täglich bei der Polizei in Augsburg melden. Auch ihr Privatleben wurde ständig überwacht und von Nachbarn im Auftrag der Polizei bespitzelt. Sie heiratete [[Josef Pröll (Widerstandskämpfer)|Josef Pröll]]. Da beide schon einige Jahre KZ-Haft hinter sich hatten, war die Hochzeit von der Polizei verboten worden. Josef Pröll war 1933 erstmals verhaftet worden und verbrachte bis Kriegsende mehr als acht Jahre in verschiedenen Konzentrationslagern, darunter [[KZ Dachau]], [[KZ Buchenwald]] und [[KZ Natzweiler]]. Seine beiden Brüder [[Fritz Pröll]] und Alois Pröll starben eines gewaltsamen Todes in den Konzentrationslagern Dachau und [[KZ Mittelbau-Dora|Dora]].&amp;lt;br/&amp;gt;Annas Vater Karl Nolan wurde im Alter von 39 Jahren im KZ Dachau ermordet.&amp;lt;ref&amp;gt;Quellen: Int. Rotes Kreuz Arolsen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis ins hohe Alter trat Anna Pröll als eine der letzten Überlebenden des &amp;#039;&amp;#039;Augsburger Widerstandes&amp;#039;&amp;#039; für [[Antifaschismus]] und Demokratie in Augsburg ein. Sie war langjähriges Mitglied der [[VVN-BdA]]. Wegen ihrer Verdienste regten der Vorsitzende der israelitischen Kultusgemeinde Gernot Römer und die Historikerin [[Annette Eberle]] anlässlich des 80. Geburtstages von Anna Pröll 1996 bei dem damaligen [[Oberbürgermeister]] [[Peter Menacher]] ([[Christlich-Soziale Union in Bayern|CSU]]) die Verleihung der [[Ehrenbürgerschaft]] an sie an. Dies wurde damals abgelehnt.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch den Dokumentarfilm &amp;#039;&amp;#039;Anna, ich hab Angst um dich&amp;#039;&amp;#039; von ihrem Sohn [[Josef Pröll (Filmemacher)|Josef Pröll]] und Wolfgang Kucera, der das Leben Anna Prölls von 1916 an beschreibt, wurde ihr mutiges Leben so bekannt, dass sie vom damaligen Augsburger Oberbürgermeister [[Paul Wengert]] ([[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]) im Jahr 2003 doch als Ehrenbürgerin der Stadt Augsburg ausgezeichnet wurde. Sie ist die erste Frau seit 215 Jahren, an die in Augsburg die  Ehrenbürgerwürde verliehen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Jahr vor der Ehrung in Augsburg wurde Anna Pröll am 10. September 2002 in der [[Bayerische Staatskanzlei|Bayerischen Staatskanzlei]] in [[München]] mit dem [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Bundesverdienstkreuz]] ausgezeichnet. Der [[Bayerischer Ministerpräsident|Bayerische Ministerpräsident]] [[Edmund Stoiber]] (CSU) überreichte die Urkunde. Anna Pröll sagte, sie nehme die Auszeichnung nur als Ehrung derjenigen an, die die Konzentrationslager nicht überlebten. Im Namen der Lagergemeinschaft Ravensbrück/Freundeskreis (LGRF) gratulierte ihr deren Vorsitzende [[Rosel Vadehra-Jonas]]. Unter anderem sagte sie: „Diese Auszeichnung ist eine Würdigung Deines langen und aufopferungsvollen Kampfes gegen den Faschismus und Deines unermüdlichen Engagements gegen das Vergessen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Wochen vor ihrem neunzigsten Geburtstag starb Anna Pröll am 28. Mai 2006.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenken ==&lt;br /&gt;
Am 1. November 2008 wurde an ihrem Geburtshaus in der Augsburger Straße 5 in Pfersee eine Gedenktafel mit einem Zitat Anna Prölls angebracht: „Ich möchte, dass die Kinder ohne Angst vor der Zukunft aufwachsen können. Nie mehr sollen Menschen Krieg oder [[Faschismus]] erleiden müssen.“ 2018 wurde eine Schule in [[Gersthofen]] nach Anna Pröll benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/muenchen/dachau/erinnerungskultur-echo-des-unrechts-1.4664932 &amp;#039;&amp;#039;Echo des Unrechts&amp;#039;&amp;#039;], Süddeutsche Zeitung, 1. November 2019&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 2021 wurden auf dem Gelände der Schule Stolpersteine für Anna Pröll und ihren Ehemann verlegt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.myheimat.de/gersthofen/kultur/feierliche-stolpersteinverlegung-an-der-anna-proell-mittelschule-d3327684.html Feierliche Stolpersteinverlegung an der Anna-Pröll-Mittelschule]&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 20. August 2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|123622298}}&lt;br /&gt;
* [http://www.vvn-augsburg.de/3_portraets/Proell_Anni/proell.html Porträt über Anna Pröll] auf der Seite der [[Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes|VVN/BdA]] Kreisverband Augsburg&lt;br /&gt;
* [http://www.anna-film.de/ Seite des Films über Anna Pröll]&lt;br /&gt;
* [http://www.augsburgwiki.de/index.php/AugsburgWiki/ProellAnna Anna Pröll im Augsburg-Wiki]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=123622298|VIAF=64919195}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Proll, Anna}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Jugendwiderstands im Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Augsburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Träger des Bundesverdienstkreuzes (Ausprägung ungeklärt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die in Augsburg ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der VVN-BdA]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Ravensbrück]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Moringen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1916]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2006]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Pröll, Anna&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Nolan, Anna (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Widerstandskämpferin in der Zeit des Nationalsozialismus&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. Juni 1916&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Augsburg-Pfersee]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. Mai 2006&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Augsburg-Pfersee]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Schreiben</name></author>
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