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	<title>Anna Leonowens - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Anna_Leonowens&amp;diff=514193&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Halbgeviertstrich, Links normiert, Kleinkram</title>
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		<updated>2025-06-08T16:21:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Halbgeviertstrich, Links normiert, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Leonowens Portrait.jpg|miniatur|Robert Harris (1849–1919): &amp;#039;&amp;#039;Portrait of Anna H. Leonowens&amp;#039;&amp;#039; (Ausschnitt) Öl auf Leinwand, 76,2&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;60&amp;amp;nbsp;cm. Confederation Centre Art Gallery, Charlottetown]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anna Harriette Leonowens&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* 6. November [[1831]] in [[Ahmednagar]], [[Indien]] als &amp;#039;&amp;#039;Ann Hariett Emma Edwards&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Habegger417&amp;quot;&amp;gt;Habegger: &amp;#039;&amp;#039;Masked.&amp;#039;&amp;#039; 2014, S. 417.&amp;lt;/ref&amp;gt;; † [[19. Januar]] [[1915]] in [[Montreal]], [[Kanada]]) war eine britisch-indische Lehrerin und Schriftstellerin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anna Leonowens wurde berühmt durch ihre Bücher und Erzählungen über ihren fünfjährigen Aufenthalt von 1862 bis 1867 in Siam (heute [[Thailand]]), wohin sie gerufen wurde, um die etwa fünfzig Kinder des Königs von Siam, König [[Mongkut]] &amp;#039;&amp;#039;(Rama IV.)&amp;#039;&amp;#039;, in englischer Sprache zu unterrichten. Ihre Geschichte war Grundlage des biographischen Romans &amp;#039;&amp;#039;Anna and the King of Siam&amp;#039;&amp;#039; („Anna und der König von Siam“) von [[Margaret Landon]] aus dem Jahr 1944, der als [[Broadway (Theater)|Broadway]]-[[Musical]] &amp;#039;&amp;#039;[[The King and I]]&amp;#039;&amp;#039; („Der König und ich“) adaptiert und mehrmals verfilmt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später wirkte sie in den USA und Kanada als Vortragsreisende, Orientexpertin, Frauenrechtlerin und Dozentin für [[Sanskrit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Jugend ==&lt;br /&gt;
Anna Leonowens wurde 1831 in [[Ahmednagar]] geboren, das damals zur [[Bombay (Präsidentschaft)|Präsidentschaft Bombay]] [[Britisch-Indien]]s gehörte und im heutigen Bundesstaat [[Maharashtra]] liegt. Ihr Mädchenname war Edwards, im Taufregister wurden die Vornamen Ann Hariett Emma eingetragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Habegger417&amp;quot;/&amp;gt; Ihr Vater war der aus [[Middlesex]] stammende Tischler und Feldwebel bei den [[Sappeur|Sappers und Miners]] der Bombay Army Thomas Edwards, ihre Mutter die [[Anglo-Inder]]in Mary Ann Glascott, Tochter eines Offiziers der Bombay Army und dessen vermutlich einheimischer Partnerin.&amp;lt;ref&amp;gt;Habegger: &amp;#039;&amp;#039;Masked.&amp;#039;&amp;#039; 2014, S. 20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anna hatte eine ältere Schwester, Eliza. Ihr Vater starb drei Monate vor Annas Geburt. Leonowens machte später bewusst falsche Angaben über ihre Herkunft. So gab sie ihren Mädchennamen mit Crawford an, während Edwards der Mädchenname ihrer Mutter gewesen sei, und behauptete, aus [[Caernarfon]] (Wales) zu stammen. Mit dieser gefälschten Herkunftsgeschichte wollte sie wahrscheinlich ihre teilweise nicht-europäische Herkunft verdecken, die in der damaligen Zeit als minderwertig angesehen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Habegger: &amp;#039;&amp;#039;Masked.&amp;#039;&amp;#039; 2014, S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Deborah Cohen: &amp;#039;&amp;#039;Family Secrets. Shame and Privacy in Modern Britain.&amp;#039;&amp;#039; Oxford University Press, Oxford/New York 2013, S. 32.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihr Rufname war zunächst Harriett(e) und nicht Anna.&amp;lt;ref&amp;gt;Morgan: &amp;#039;&amp;#039;Bombay Anna.&amp;#039;&amp;#039; 2008, S. 33.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz nach Annas Geburt heiratete die Mutter erneut: Patrick Donohoe, einen katholischen Iren, damals Korporal in der Pioniertruppe, später Ingenieur im Dienst des Amts für öffentliche Bauarbeiten.&amp;lt;ref&amp;gt;Habegger: &amp;#039;&amp;#039;Masked.&amp;#039;&amp;#039; 2014, S. 40.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Familie Donohoe zog mit dem Regiment des Stiefvaters mehrmals innerhalb des westlichen Indiens um, ab ca. 1841 lebte sie in [[Deesa]]&amp;lt;ref&amp;gt;Morgan: &amp;#039;&amp;#039;Bombay Anna.&amp;#039;&amp;#039; 2008, S. 36.&amp;lt;/ref&amp;gt; ([[Gujarat]]), damals eine wichtige Garnisonsstadt der [[Britische Ostindien-Kompanie|Britischen Ostindien-Kompanie]].&amp;lt;ref&amp;gt;Habegger: &amp;#039;&amp;#039;Masked.&amp;#039;&amp;#039; 2014, S. 32, 51.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anna besuchte eine Mädchenschule der Bombay Education Society in Byculla (heute ein Stadtteil von [[Mumbai]]), die vor allem „gemischtrassige“ Kinder britischer Soldaten ausbildete, deren Väter gestorben oder abwesend waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Habegger: &amp;#039;&amp;#039;Masked.&amp;#039;&amp;#039; 2014, S. 13–14, 42 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihre eigene Angabe, ein Internat in Wales besucht zu haben und erst im Alter von 15 Jahren nach Indien, ein für sie angeblich „fremdes Land“ gekommen zu sein, ist höchst unplausibel.&amp;lt;ref&amp;gt;Habegger: &amp;#039;&amp;#039;Masked.&amp;#039;&amp;#039; 2014, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Dezember 1845 war auch Thomas Leon Owens, ein aus Irland stammender Protestant, zwei Jahre lang als Sekretär des Zahlmeisters im 28. Regiment in Deesa stationiert. Er war überdurchschnittlich gebildet, informierte sich über soziale Fragen, bezog Stellung zu ihnen und stellte zuweilen Autoritäten infrage. Anna verliebte sich in ihn.&amp;lt;ref&amp;gt;Habegger: &amp;#039;&amp;#039;Masked.&amp;#039;&amp;#039; 2014, S. 53–54.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihr Stiefvater lehnte die Beziehung zunächst ab, möglicherweise weil er Leon Owens als unzuverlässig ansah und seine Stieftochter an einen erfolgversprechenderen Versorger verheiraten wollte.&amp;lt;ref&amp;gt;Habegger: &amp;#039;&amp;#039;Masked.&amp;#039;&amp;#039; 2014, S. 55–56.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ende 1847 wurde Donohoe als stellvertretender Aufseher der öffentlichen Bauarbeiten in die britische Kolonie [[Aden]] versetzt. Ob Anna und der Rest der Familie ihn dorthin begleiteten oder in Indien blieben, ist ungewiss. Spätestens ab 1849 lebte die Familie dann dauerhaft in [[Pune]] (heutiger Bundesstaat Maharashtra).&amp;lt;ref&amp;gt;Habegger: &amp;#039;&amp;#039;Masked.&amp;#039;&amp;#039; 2014, S. 57.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anna und Thomas Leon Owens heirateten am 25. Dezember 1849 in der anglikanischen Kirche von Pune. Ihr Stiefvater scheint sich schließlich mit der Beziehung der beiden abgefunden zu haben, jedenfalls ist die Eheurkunde auch von ihm unterzeichnet. Das steht im Widerspruch zu Annas eigener Darstellung, der Stiefvater, den sie als „Haustyrannen“ bezeichnet, hätte die Verbindung erbittert abgelehnt und jeden Kontakt abgebrochen. Überlieferte Briefe dokumentieren jedoch, dass sie auch später längere Besuche bei der Familie in Pune abstattete.&amp;lt;ref&amp;gt;Habegger: &amp;#039;&amp;#039;Masked.&amp;#039;&amp;#039; 2014, S. 49–50.&amp;lt;/ref&amp;gt; Thomas fügte seinen Mittel- und Nachnamen bereits bei der Hochzeit zu &amp;#039;&amp;#039;LeonOwens&amp;#039;&amp;#039; zusammen und schrieb ihn spätestens ab 1853 als &amp;#039;&amp;#039;Leonowens&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Habegger: &amp;#039;&amp;#039;Masked.&amp;#039;&amp;#039; 2014, S. 75.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch vor ihrer Hochzeit, die ihren eigenen Angaben nach erst 1851 stattfand, will Leonowens drei Jahre lang mit dem [[Orientalistik|Orientalisten]] Reverend George Percy Badger und seiner Ehefrau durch Ägypten und den Nahen Osten gereist sein. Diese Reise wird von neueren Biographien als Erfindung betrachtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Morgan: &amp;#039;&amp;#039;Bombay Anna.&amp;#039;&amp;#039; 2008, S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wahrscheinlich hatte Leonowens von Badger, mit dem sie vielleicht bekannt war, Berichte über dessen Reisen gehört oder gelesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Habegger: &amp;#039;&amp;#039;Masked.&amp;#039;&amp;#039; 2014, S. 60–71.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihre Persischkenntnisse können schlicht damit erklärt werden, dass in den 1840er-Jahren Persisch noch [[Verkehrssprache]] in Pune war.&amp;lt;ref&amp;gt;Morgan: &amp;#039;&amp;#039;Bombay Anna.&amp;#039;&amp;#039; 2008, S. 54–55.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reisen und Lehrtätigkeit in Australien und Asien ==&lt;br /&gt;
In ihrer Ehe gebar Anna Leonowens insgesamt vier Kinder, von denen nur zwei überlebten, die Tochter Avis (1854–1902) und der Sohn [[Louis Leonowens|Louis]] (1856–1919). Anders als von ihr erzählt, war Thomas kein erfolgreicher Offizier (sie „verlieh“ ihm nachträglich den Rang eines [[Major]]s)&amp;lt;ref&amp;gt;Habegger: &amp;#039;&amp;#039;Masked.&amp;#039;&amp;#039; 2014, S. 72.&amp;lt;/ref&amp;gt;, sondern hatte Schwierigkeiten, eine berufliche Stellung zu halten. Dadurch war die Familie gezwungen, oft umzuziehen. Sie verließen Indien im November 1852 und lebten bis 1855 in [[Perth]] ([[Western Australia|Westaustralien]]), wo Thomas im britischen Kommissariat arbeitete, während Anna Ende 1853 eine „Schule für junge Damen“ eröffnete.&amp;lt;ref&amp;gt;Habegger: &amp;#039;&amp;#039;Masked.&amp;#039;&amp;#039; 2014, S. 105–118.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anschließend lebten sie in der 300 Meilen weiter nördlich gelegenen Sträflingskolonie Lynton.&amp;lt;ref&amp;gt;Habegger: &amp;#039;&amp;#039;Masked.&amp;#039;&amp;#039; 2014, S. 119–129.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1857 zogen sie nach [[Singapur]],&amp;lt;ref&amp;gt;Habegger: &amp;#039;&amp;#039;Masked.&amp;#039;&amp;#039; 2014, S. 129–133.&amp;lt;/ref&amp;gt; ab 1858 lebten sie in [[Penang]] (damals Teil der britischen [[Straits Settlements]], heute Malaysia), wo Thomas Leonowens ein Hotel betrieb.&amp;lt;ref&amp;gt;Habegger: &amp;#039;&amp;#039;Masked.&amp;#039;&amp;#039; 2014, S. 133.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er starb um 1859 an einem Schlaganfall. Anna reiste mit ihren Kindern zurück nach Singapur, wo sie ihre neue Identität als gebürtige Waliserin und Witwe eines Majors annahm.&amp;lt;ref&amp;gt;Morgan: &amp;#039;&amp;#039;Bombay Anna.&amp;#039;&amp;#039; 2008, S. 1, 70–73.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort baute sie mithilfe von Freunden eine kleine Schule auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Anna and Louis Leonowens.jpg|mini|Fotografie von Anna Leonowens (ca. 1862), daneben ihr Sohn Louis]]&lt;br /&gt;
Im Februar 1862 lud sie der siamesische König [[Mongkut]] ein, seine Kinder und die der Höflinge in der englischen Sprache zu unterrichten. Sie nahm das Angebot kurzentschlossen an und reiste nach [[Bangkok]]. Während Louis sie begleitete, schickte sie die damals 7-jährige Avis auf ein Internat in London und sah sie sechs Jahre lang nicht wieder.&amp;lt;ref&amp;gt;Habegger: &amp;#039;&amp;#039;Masked.&amp;#039;&amp;#039; 2014, S. 143, 165.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während ihres Aufenthalts in Siam erteilte sie den Kindern des Königs Englisch-Unterricht. Sie trat ihren Dienst am 3. April 1862 an. Möglicherweise half sie dem König zeitweise auch bei der Beantwortung englischsprachiger Korrespondenz.&amp;lt;ref&amp;gt;Habegger: &amp;#039;&amp;#039;Masked.&amp;#039;&amp;#039; 2014, S. 171.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie blieb bis Juli 1867 in Siam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Späteres Leben in Nordamerika und Deutschland ==&lt;br /&gt;
Nach ihrem fünfjährigen Aufenthalt in Siam reiste Anna Leonowens in die Vereinigten Staaten, wo sie sich im New Yorker Bezirk [[Staten Island]] niederließ, an einer Mädchenschule unterrichtete und ihre Bücher schrieb. Ab 1872 hielt sie auf Einladung der Schriftstellerin [[Annie Adams Fields]] Vorträge in Boston&amp;lt;ref&amp;gt;Rita K. Gollin: &amp;#039;&amp;#039;Annie Adams Fields. Woman of Letters.&amp;#039;&amp;#039; University of Massachusetts Press, Amherst/Boston 2002, S. 132.&amp;lt;/ref&amp;gt; und ging 1872–73 auf eine erste Vortragsreise durch die USA.&amp;lt;ref&amp;gt;Habegger: &amp;#039;&amp;#039;Masked.&amp;#039;&amp;#039; 2014, S. 336.&amp;lt;/ref&amp;gt; Leonowens wurde eine anerkannte Orientexpertin.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Yang08_33&amp;quot;/&amp;gt; Im Sommer 1878 gab sie einen Sanskrit-Kurs am [[Amherst College]] in Massachusetts.&amp;lt;ref&amp;gt;Morgan: &amp;#039;&amp;#039;Bombay Anna.&amp;#039;&amp;#039; 2008, S. 186.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend zog sie zu ihrer Tochter Avis nach [[Halifax (Nova Scotia)|Halifax]] in der kanadischen Provinz [[Nova Scotia]],&amp;lt;ref&amp;gt;Morgan: &amp;#039;&amp;#039;Bombay Anna.&amp;#039;&amp;#039; 2008, S. 184.&amp;lt;/ref&amp;gt; wo ihr Schwiegersohn Thomas Fyshe in leitender Position bei der [[Bank of Nova Scotia]] arbeitete.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Anne Innis Dagg]]: &amp;#039;&amp;#039;The Feminine Gaze. A Canadian Compendium of Non-Fiction Women Authors and Their Books.&amp;#039;&amp;#039; Wilfried Laurier University Press, Waterloo (Ontario) 2001, S. 167, Eintrag &amp;#039;&amp;#039;Leonowens, Anna Harriette Edwards&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Auftrag der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;The Youth’s Companion&amp;#039;&amp;#039; reiste Leonowens 1881 durch Russland und schrieb eine Reihe von Artikeln darüber.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Yang08_33&amp;quot;&amp;gt;Hao-Han Helen Yang: &amp;#039;&amp;#039;Authorising the Self. Race, Religion and the Role of the Scholar in Anna Leonowens’ &amp;#039;&amp;#039;The English Governess at the Siamese Court&amp;#039;&amp;#039; (1870)&amp;#039;&amp;#039;. In: Sue Thomas: &amp;#039;&amp;#039;Victorian Traffic. Identity, Exchange, Performance.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge Scholars Publishing, Newcastle 2008, S. 33.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihr Sohn Louis ging unterdessen erneut nach Siam, wo er als Offizier in der Kavallerie diente und eine Handelsgesellschaft für Teakholz gründete, die noch heute existiert. Anna Leonowens rief in Halifax einen Literaturzirkel und einen [[William Shakespeare|Shakespeare]]-Club ins Leben.&amp;lt;ref&amp;gt;Morgan: &amp;#039;&amp;#039;Bombay Anna.&amp;#039;&amp;#039; 2008, S. 192.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem gründete sie 1887 die &amp;#039;&amp;#039;Victoria School of Art and Design&amp;#039;&amp;#039;, die heute als [[NSCAD University|Nova Scotia College of Art and Design]] (NSCAD) bekannt ist. Von 1888 bis 1893 lebte sie mit ihrer Tochter und ihren Enkeln in [[Kassel]] in der damaligen preußischen Provinz [[Hessen-Nassau]]. Nach 19 Jahren der Trennung traf sie in London  ihren Sohn Louis wieder und nahm – nach dem Tod seiner Frau Caroline (Tochter einer Siamesin und eines britischen Diplomaten) – dessen Kinder in ihre Obhut.&amp;lt;ref&amp;gt;Morgan: &amp;#039;&amp;#039;Bombay Anna.&amp;#039;&amp;#039; 2008, S. 198.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kanada zurückgekehrt, wurde Leonowens im Jahr 1895 erste Vorsitzende der &amp;#039;&amp;#039;Women’s Suffrage Association&amp;#039;&amp;#039; (Verein für [[Frauenwahlrecht]]) in Halifax.&amp;lt;ref&amp;gt;Morgan: &amp;#039;&amp;#039;Bombay Anna.&amp;#039;&amp;#039; 2008, S. 202.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit ihrer Enkelin Anna Fyshe reiste sie 1897 erneut nach Europa. Bis 1901 studierte sie als Gasthörerin an der [[Universität Leipzig]] beim Indologen [[Ernst Windisch (Sprachwissenschaftler)|Ernst Windisch]] [[Sanskrit]] und klassische indische Literatur, während die Enkelin eine Klavierausbildung am [[Königliches Konservatorium der Musik zu Leipzig|Konservatorium der Musik]] absolvierte.&amp;lt;ref&amp;gt;Morgan: &amp;#039;&amp;#039;Bombay Anna.&amp;#039;&amp;#039; 2008, S. 53, 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Habegger: &amp;#039;&amp;#039;Masked.&amp;#039;&amp;#039; 2014, S. 8, 90.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Anschluss daran lehrte Leonowens als Dozentin für Sanskrit an der [[McGill University]] in [[Montreal]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Yang08_33&amp;quot;/&amp;gt; Ihre letzte Vorlesung hielt sie im Alter von 78 Jahren.&amp;lt;ref&amp;gt;John Gullick: &amp;#039;&amp;#039;Adventurous Women in South-East Asia. Six Lives.&amp;#039;&amp;#039; Oxford University Press, 1995, S. 142.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Leonowens 001.jpg|mini|Grab der Anna Leonowens auf dem Friedhof Mont-Royal in Montreal]]&lt;br /&gt;
Leonowens liegt auf dem [[Friedhof Mont-Royal]] in Montreal begraben. Sie ist die Großtante des Schauspielers [[Boris Karloff]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reiseberichte ==&lt;br /&gt;
Leonowens verfasste nach ihrer Rückkehr aus Siam selbst Artikel über ihr Leben und Arbeiten am Königshof und schrieb 1870 ihre erfolgreichen Memoiren, &amp;#039;&amp;#039;The English Governess at the Siamese Court&amp;#039;&amp;#039;, denen 1873 die Erzählung &amp;#039;&amp;#039;Romance of the Harem&amp;#039;&amp;#039; folgte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leonowens Kritiker bemängelten historische Ungenauigkeiten, Ausschmückungen, eine übertriebene Darstellung ihrer eigenen Rolle sowie eine betont feministisch-kritische Betrachtung des Lebens am siamesischen Hofe. Historische Tatsachen, einige offensichtliche Fehler und abweichende Berichte anderer, zur gleichen Zeit in Siam anwesender Ausländer widerlegen heute viele ihrer Aussagen. Historiker sind der Meinung, die Lehrerin habe ihre eigenen Fähigkeiten übertrieben und den König als Narren diffamiert, obwohl sie in Wirklichkeit kaum mit ihm in Berührung kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon der Titel ihrer Erinnerungen ist demnach unpassend, da sie nicht als &amp;#039;&amp;#039;governess&amp;#039;&amp;#039; (Erzieherin) angestellt wurde, was eine umfassende Betreuung der Prinzen und Prinzessinnen bedeutet hätte, sondern ausschließlich als Lehrerin für englische Sprache. Obwohl sie behauptet, fließend Thai gesprochen zu haben, sind die in ihren Aufzeichnungen gegebenen Beispiele völlig unverständlich.&amp;lt;ref&amp;gt;William Warren: &amp;#039;&amp;#039;Who Was Anna Leonowens?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Travelers&amp;#039; Tales Thailand.&amp;#039;&amp;#039; San Francisco 2002, S. 86.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mongkuts Sohn und Nachfolger, König [[Chulalongkorn]] &amp;#039;&amp;#039;(Rama V.)&amp;#039;&amp;#039;, soll sich ihrer Enkelin Anna Fyshe zufolge bei einer Begegnung in London 1897 persönlich bei Leonowens beschwert haben, warum sie ein so „boshaftes“ Buch geschrieben habe, das seinen Vater „äußerst lächerlich“ dastehen lasse und ihn dem Spott der Welt aussetze. Leonowens bestand aber darauf, dass ihre Aufzeichnungen wahrheitsgetreu seien.&amp;lt;ref&amp;gt;Habegger: &amp;#039;&amp;#039;Masked.&amp;#039;&amp;#039; 2014, S. 354.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekanntheit durch Roman, Filme und Musical ==&lt;br /&gt;
International bekannt wurde Leonowens Geschichte allerdings erst 1944 durch den semi-fiktionalen biographischen Roman &amp;#039;&amp;#039;Der König und ich&amp;#039;&amp;#039; (Originaltitel: &amp;#039;&amp;#039;Anna and the King of Siam&amp;#039;&amp;#039;) der amerikanischen Schriftstellerin [[Margaret Landon]], die sich mit dem Leben von Leonowens befasst hatte. Auf diesem Buch und den Schriften Leonowens basieren neben dem Broadway-Musical &amp;#039;&amp;#039;[[The King and I]]&amp;#039;&amp;#039; (1951, mit [[Gertrude Lawrence]] und [[Yul Brynner]]) insgesamt vier Verfilmungen:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Anna und der König von Siam]]&amp;#039;&amp;#039; (1946, Kinofilm mit [[Irene Dunne]] und [[Rex Harrison]], Originaltitel: &amp;#039;&amp;#039;Anna and the King of Siam&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Der König und ich (1956)|Der König und ich]]&amp;#039;&amp;#039; (1956, Musicalverfilmung mit [[Deborah Kerr]] und [[Yul Brynner]], Originaltitel: &amp;#039;&amp;#039;The King and I&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Anna und der König von Siam&amp;#039;&amp;#039; (1972, Fernsehserie mit Samantha Eggar und Yul Brynner, Originaltitel: &amp;#039;&amp;#039;Anna and the King&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Anna und der König]]&amp;#039;&amp;#039; (1999, Kinofilm mit [[Jodie Foster]] und [[Chow Yun-Fat]], Originaltitel: &amp;#039;&amp;#039;Anna and the King&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allesamt beschreiben die Kinderlehrerin in der Position einer Erzieherin und Gouvernante mit einer einflussreichen Beziehung zu dem damaligen König. Dies steht im Widerspruch zur Einschätzung des Historikers [[Alexander Brown Griswold|Alexander Griswold]], der in seiner Biographie König Mongkuts&amp;lt;ref&amp;gt;A. B. Griswold: &amp;#039;&amp;#039;King Mongkut of Siam.&amp;#039;&amp;#039; Asia Society, New York 1961.&amp;lt;/ref&amp;gt; bezweifelt, dass Leonowens eine größere Rolle im Leben des Herrschers oder seiner Kinder gespielt habe.&amp;lt;ref&amp;gt;William Warren: &amp;#039;&amp;#039;Who Was Anna Leonowens?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Travelers&amp;#039; Tales Thailand.&amp;#039;&amp;#039; San Francisco 2002, S. 87.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine erste kritischere Auseinandersetzung mit der Biographie Leonowens veröffentlichte der britische Naturforscher [[William Syer Bristowe|W. S. Bristowe]] im Jahr 1976.&amp;lt;ref&amp;gt;W. S. Bristowe: &amp;#039;&amp;#039;Louis and the King of Siam.&amp;#039;&amp;#039; Chatto &amp;amp; Windus, London 1976, ISBN 0-7011-2164-5. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch heute protestiert die thailändische Regierung gegen den Mythos Leonowens, was unter anderem auch der Grund war, dass der Film &amp;#039;&amp;#039;[[Anna und der König]]&amp;#039;&amp;#039; in [[Malaysia]] und nicht in Thailand gedreht wurde. Anders als in den drei vorhergegangenen Verfilmungen bemühten sich die Produzenten, den Anforderungen der thailändischen Regierung gerecht zu werden. Dennoch wurde dem Film das gleiche Schicksal zuteil wie dem Musical &amp;#039;&amp;#039;The King and I&amp;#039;&amp;#039; aus dem Jahre 1956. In Thailand darf er nicht aufgeführt werden. Dies würde den mit hohen Freiheitsstrafen bedrohten Straftatbestand der [[Majestätsbeleidigung in Thailand|Majestätsbeleidigung]] erfüllen.&amp;lt;ref&amp;gt;Kobkua Suwannathat-Pian: &amp;#039;&amp;#039;Kings, Country and Constitutions. Thailand&amp;#039;s Political Development, 1932–2000.&amp;#039;&amp;#039; RoutledgeCurzon, London/New York 2003, ISBN 0-7007-1473-1, S. 199–200.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Glen Lewis: &amp;#039;&amp;#039;Virtual Thailand. The Media and Cultural Politics in Thailand, Malaysia and Singapore.&amp;#039;&amp;#039; Routledge, 2006, S. 154.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
* Anna Harriette Leonowens: &amp;#039;&amp;#039;The English Governess at the Siamese Court. Being Recollections of Six Years in the Royal Palace at Bangkok.&amp;#039;&amp;#039; 1870; [http://www.gutenberg.org/etext/8678 The Project Gutenberg EBook]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
;biographischer Roman (semi-fiktional)&lt;br /&gt;
* [[Margaret Landon]]: &amp;#039;&amp;#039;Der König und ich&amp;#039;&amp;#039; (Originaltitel: &amp;#039;&amp;#039;Anna and the King of Siam&amp;#039;&amp;#039; [1943]). Deutsch von [[Walter Jelen-Jelinek]]. Illustrationen von [[Margaret Ayer]]. Bearbeitet von Angela Troni. Vollständige Taschenbuchausgabe. Knaur, München 2000, 448 S., ISBN 3-426-61873-7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Sachliteratur&lt;br /&gt;
* [[Renate Haas]]&amp;#039;&amp;#039;: Töchter des Imperialismus. Die Auslandslehrerinnen Thekla Trinks und Anna Harriette Leonowens&amp;#039;&amp;#039;. In: Werner Hüllen/Friederike Klippel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Sprachen der Bildung - Bildung durch Sprachen im Deutschland des 18. und 19. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039; (= Wolfenbütteler Forschungen, Bd. 107). Harrassowitz, Wiesbaden 2005, S. 289–310, ISBN 978-3-447-05264-1.&lt;br /&gt;
* Alfred Habegger: &amp;#039;&amp;#039;Masked. The Life of Anna Leonowens, Schoolmistress at the Court of Siam.&amp;#039;&amp;#039; University of Wisconsin Press, Madison 2014&lt;br /&gt;
* Susan Kepner: &amp;#039;&amp;#039;Anna (and Margaret) and the King of Siam.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Crossroads. An Interdisciplinary Journal of Southeast Asian Studies&amp;#039;&amp;#039;, Band 10, Nr. 2, 1996, S. 1–32.&lt;br /&gt;
* Susan Morgan: &amp;#039;&amp;#039;Bombay Anna. The Real Story and Remarkable Adventures of &amp;#039;&amp;#039;The King and I&amp;#039;&amp;#039; Governess.&amp;#039;&amp;#039; University of California Press, Berkeley 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119152959}}&lt;br /&gt;
* {{Findagrave|2663|Anna Harriet &amp;#039;&amp;#039;Edwards&amp;#039;&amp;#039; Leonowens}}&lt;br /&gt;
* [http://www.gutenberg.org/etext/8678 The English Governess at the Siamese Court] Englische Originalversion im freien Projekt Gutenberg.org&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119152959|LCCN=n/85/802448|NDL=00523750|VIAF=29697022}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Leonowens, Anna}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anna Leonowens| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Englisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reiseliteratur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Indologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (McGill University)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brite]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1831]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1915]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Leonowens, Anna&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Edwards, Anna Harriette; Edwards, Ann Hariett Emma&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=britische Lehrerin und Schriftstellerin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=6. November 1831&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Ahmednagar]], Indien&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. Januar 1915&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Montreal]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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