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	<title>Anna-Lülja Praun - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T20:39:01Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Anna-L%C3%BClja_Praun&amp;diff=677497&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TU Graz Communications: Ergänzung Kategorie, Weblink, WP Link</title>
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		<updated>2025-03-05T13:09:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ergänzung Kategorie, Weblink, WP Link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anna-Lülja Praun&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geb. Simidoff, * [[29. Mai]] [[1906]] in [[Sankt Petersburg]]; † [[28. September]] [[2004]] in [[Wien]]) war eine bulgarisch-österreichische [[Architekt]]in und [[Designer]]in. Sie gehörte zu den weiblichen Pionieren der österreichischen Baukunst und war eine der ersten Frauen, die in Österreich Architektur studierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Beruf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anna-Lülja Simidoff war die Tochter einer russischen Gynäkologin und eines bulgarischen Juristen. Mit der Familie zog sie zunächst nach [[Sofia]], dann in die Schweiz und wuchs nach eigener Einschätzung &amp;#039;&amp;#039;mehrsprachig, liberal und kosmopolitisch&amp;#039;&amp;#039; auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1924 begann sie das Studium der Architektur an der Technischen Hochschule in [[Graz]] bei [[Friedrich Zotter]] und [[Wunibald Deininger]]. Von 1930 bis 1936 lebte und arbeitete sie mit dem steirischen Architekten und überzeugten Sozialisten [[Herbert Eichholzer]] zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1937 arbeitete sie im Atelier von [[Clemens Holzmeister]] in Wien. Sie war beteiligt an den Projekten für das Parlament in [[Ankara]] und das Festspielhaus in [[Salzburg]]. 1938 wurde sie nach dem [[Anschluss (Österreich)|„Anschluss“]] verhaftet, aber nach Durchsuchung ihrer Wohnung noch am selben Tag freigelassen. Sie lebte hierauf in Frankreich und Bulgarien und kehrte erst 1942 wieder nach Wien zurück. Im gleichen Jahr heiratete sie den aus einer Tischlerdynastie stammenden Architekten Richard Praun, mit dem sie gemeinsam Möbel entwarf. 1943 wurde ihr ehemaliger Lebensgefährte Eichholzer vom NS-Regime als „Kommunist“ ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1947 arbeitete Praun an der Wiederherstellung des im Krieg schwer beschädigten [[Schloss Belvedere|Schlosses Belvedere]] in Wien mit. Ab 1952 hatte sie ein eigenes [[Atelier]] in Wien. Sie entwarf Häuser, Einrichtungen, Geschäfte, Möbel, Beleuchtungskörper und Keramik (diese gemeinsam mit [[Gudrun Baudisch]]).&lt;br /&gt;
1953–1959 arbeitete sie parallel zur Arbeit im eigenen Atelier in dem 1925 von [[Josef Frank (Architekt)|Josef Frank]] gegründeten Einrichtungshaus „Haus und Garten“ mit. Das Haus der Galeristen Sailer in [[Salzburg]] trägt ihre Handschrift. Anna-Lülja Praun entwarf 1959 eine „Bank zum Ausruhen“ für den Dirigenten [[Herbert von Karajan]] im unverkennbaren Praun-Stil, den der Architekturkritiker [[Otto Kapfinger]] in einer Rede im [[Museum Angewandte Kunst]] 1999 folgendermaßen charakterisierte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&amp;#039;&amp;#039;Das Geheimnis von Anna-Lülja Prauns Raumgestaltungen und Gegenständen liegt in einer aus Lebenserfahrung und Handwerkskunst destillierten Modernität, die der Zeit und dem Geist, aber keinem Zeitgeist verpflichtet ist; liegt in einer Schlichtheit, die sich nie zum [[Purismus (Kunst)|Purismus]] verselbstständigte; liegt in einem ausgeklügelten Funktionieren, das sich von der plakativen Formelhaftigkeit des [[Funktionalismus (Design)|Funktionalismus]] unterscheidet; und in einem künstlerischen Esprit, der Eleganz und Behaglichkeit ins Gleichgewicht bringt.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie hatte als Motto:&lt;br /&gt;
::&amp;#039;&amp;#039;Die Gültigkeit der Form muss so lange  währen, wie das Material hält.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Komponisten [[György Ligeti]] baute sie sein Haus um und entwarf den gesamten Innenbereich. Daraus stammt auch ihr für Ligeti maßgeschneidertes [[Stehpult]]. Sie arbeitete für [[Wolfgang Denzel]], dessen Häuser, Geschäfte und Jachten sie ausstattete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anna-Lülja Praun starb am 28. September 2004 in ihrem Haus in der [[Josefstadt (Wien)|Josefstadt]] in Wien. Sie wurde am [[Grinzinger Friedhof]] (Gruppe 4, Nummer 26) bestattet. Anlässlich ihres 100. Geburtstag wurde 2006 an dem Haus, in dem sie bis zu ihrem Tod lebte und arbeitete, eine Gedenktafel für sie angebracht. Der gesamte Nachlass der Architektin befindet sich im [[Museum für angewandte Kunst (Wien)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2004 drehte [[Walter Wehmeyer]] den Film &amp;#039;&amp;#039;Magie der Klarheit&amp;#039;&amp;#039; über Anna-Lülja Praun.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://walterwehmeyer.wordpress.com/filme/ Filmografie],  auf walterwehmeyer.wordpress.com, abgerufen am 6. August 2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
2004, &lt;br /&gt;
== Ehrungen und Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1981 [[Preis der Stadt Wien für Bildende Kunst|Preis der Stadt Wien für angewandte Kunst]]&lt;br /&gt;
* 1997 Verleihung der Ehrenmitgliedschaft der ÖGFA – [[Österreichische Gesellschaft für Architektur]] in einem Festakt in der Säulenhalle des MAK.&lt;br /&gt;
* 1999 Ehrung durch die bulgarische Kulturministerin Emma Moskova im Bulgarischen Kulturinstitut, Haus Wittgenstein, Wien.&lt;br /&gt;
* 2001 [[Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst]] I. Klasse&lt;br /&gt;
* 2002 [[Liste der Ehrendoktoren der Technischen Universität Graz|Ehrendoktorat der TU Graz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausstellungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1986 Ausstellung in der Galerie Würthle, Wien, zum 80. Geburtstag. Organisiert und kuratiert von Aneta Bulant-Kamenova und Dany Denzel.&lt;br /&gt;
* 1994 Ausstellung in der Galerie Gadenstätter, Zell am See.&lt;br /&gt;
* 1996 Ausstellung in der Galerie Serafin, Wien.&lt;br /&gt;
* 1997 Ausstellung in der Buchhandlung Minerva, Stubenring 5, 1010 Wien. Organisiert von ÖGFA – Österreichische Gesellschaft für Architektur, kuratiert von Judith Eiblmayr.&lt;br /&gt;
* 1999 Festspielausstellung in der Galerie Sailer, Salzburg.&lt;br /&gt;
* 2001 Ausstellung &amp;quot;Möbel in Balance – Werk- und Lebensschau&amp;quot; im Haus Wittgenstein in Wien, zum 95. Geburtstag. Projektleitung und Organisation Lisa Fischer, Kuratierung und Gestaltung Judith Eiblmayr. Diese Wanderausstellung war auch in Salzburg, 2001, Graz, 2002 und Sofia, 2002 zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Aneta Bulant-Kamenova: Anna-Lülja Praun: Möbel, Einrichtungen, Bauten; Katalog zur Ausstellung in d. Galerie Würthle vom 26. September bis 8. Oktober 1986. Galerie Würthle, Wien 1986.&lt;br /&gt;
* Aneta Bulant-Kamenova / Daniela Denzel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Anna-Lülja Praun – Möbel, Einrichtungen, Bauten: zum 90. Geburtstag von Anna-Lülja Praun am 29. Mai 1996, erweiterte Ausgabe des Kataloges anlässlich der Ausstellung in der Galerie Würthle vom 26. September bis 8. Oktober 1986&amp;#039;&amp;#039;. Wien 1996, ISBN 3-908541-13-1.&lt;br /&gt;
* Cornelia Escher: &amp;#039;&amp;#039;Praun, Anna-Lülja&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeines Künstlerlexikon – Internationale Künstlerdatenbank – Online&amp;#039;&amp;#039;, hg. v. Andreas Beyer, Bénédicte Savoy and Wolf Tegethoff. Berlin, New York: K. G. Saur, 2021.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url= https://www.degruyter.com/database/AKL/entry/_40231389/html|titel= Allgemeines Künstlerlexikon|abruf=2024-07-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Lisa Fischer (Kulturhistorikerin)|Lisa Fischer]] und Judith Eiblmayr (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Anna-Lülja Praun: Möbel in Balance ; Werk- und Lebensschau zum 95. Geburtstag&amp;#039;&amp;#039;. Pustet, Salzburg 2001, ISBN 3-7025-0435-4.&lt;br /&gt;
* Martina Kandeler-Fritsch: &amp;#039;&amp;#039;Entwicklungslinien und Grundsätze im Werk von Anna-Lülja Praun&amp;#039;&amp;#039;, Diplomarbeit 2008.&lt;br /&gt;
* Judith Eiblmayr: &amp;#039;&amp;#039;Anna-Lülja Praun. 1906–2004.&amp;#039;&amp;#039; In: Ingrid Holzschuh, Sabine Plakolm-Forsthuber (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Pionierinnen der Wiener Architektur&amp;#039;&amp;#039;. Birkhäuser, Basel 2022, ISBN 978-3-0356-2628-5, S. 112–127.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Judith Eiblmayr: [https://www.nextroom.at/article.php?id=5752 Mit dem Maß der sozialen Kompetenz], nextroom, 5. Mai 2001&lt;br /&gt;
* [http://www.baunetz.de/db/news/?news_id=79215 Nachruf in der Architektenzeitung BauNetz]&lt;br /&gt;
* [http://www.nextroom.at/article.php?article_id=5521 Porträt über die Architektin in Standard/Rondo]&lt;br /&gt;
* [https://oegfa.at/institution/ehrenmitglieder-1/anna-luelja-praun ÖGFA-Österreichische Gesellschaft für Architektur Ehrenmitgliedschaft]&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119377381}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119377381|LCCN=nr2002000740|VIAF=63940908}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Praun, Anna-Lulja}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Designer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst I. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Technischen Universität Graz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Technischen Universität Graz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1906]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2004]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Praun, Anna-Lülja&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichische Architektin und Designerin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=29. Mai 1906&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Sankt Petersburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. September 2004&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TU Graz Communications</name></author>
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