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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Anmutung</id>
	<title>Anmutung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T07:46:53Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Anmutung&amp;diff=794957&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;CommonsDelinker: Ersetze Royal_Arms_of_England.svg durch Royal_arms_of_England.svg (von  CommonsDelinker angeordnet: File renamed: Criterion 6)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Anmutung&amp;diff=794957&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2023-09-21T20:11:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ersetze Royal_Arms_of_England.svg durch &lt;a href=&quot;https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Royal_arms_of_England.svg&quot; class=&quot;extiw&quot; title=&quot;commons:File:Royal arms of England.svg&quot;&gt;Royal_arms_of_England.svg&lt;/a&gt; (von  &lt;a href=&quot;https://commons.wikimedia.org/wiki/User:CommonsDelinker&quot; class=&quot;extiw&quot; title=&quot;commons:User:CommonsDelinker&quot;&gt;CommonsDelinker&lt;/a&gt; angeordnet: &lt;a href=&quot;/index.php?title=C:COM:FR&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;C:COM:FR (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;File renamed&lt;/a&gt;: &lt;a href=&quot;/index.php?title=C:COM:FR&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;C:COM:FR (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Criterion 6&lt;/a&gt;)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Correct display of Fraktur with ZWNJ.svg|mini|Eine heute veraltete [[Frakturschrift]] kann beim Betrachter eine Anmutung von [[Historizität]], von &amp;#039;&amp;#039;altmodisch&amp;#039;&amp;#039; oder auch von &amp;#039;&amp;#039;Guter alter Zeit&amp;#039;&amp;#039; hervorrufen, was etwa auf Speisekarten von traditionell ausgerichteten Restaurants bewusst genutzt wird.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Royal arms of England.svg|mini|upright|Im [[Wappen Englands]] aus dem Jahr 1198 wird der [[Löwe (Wappentier)|Löwe als Wappentier]] verwendet, um dadurch eine Anmutung von Stärke und Macht zu erzielen.]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anmutung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anmutungsqualität&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) eines Objektes oder einer Situation ist die schwer zu bestimmende, eher vage Wirkung dieser Erscheinung auf einen Betrachter über einen oder mehrere [[Wahrnehmung]]skanäle ([[Visuelle Wahrnehmung|visuell]], [[Auditive Wahrnehmung|auditiv]], [[Haptische Wahrnehmung|haptisch]], [[Olfaktorische Wahrnehmung|olfaktorisch]]). Sie ist von den Eigenschaften des betrachteten Objektes oder den Zügen einer erlebten Situation abhängig, außerdem von der [[Sozialisation]] des Betrachters und der Umgebung, in der das Objekt dargestellt ist oder die Situation auftritt. Die Anmutung eines Objekts kann etwa zwischen verschiedenen [[Kulturraum|Kulturräumen]], Religionen oder [[Ethnie]]n erheblich variieren, zudem ändert sie sich tendenziell mit der Zeit. So haben bewusst als &amp;#039;&amp;#039;modern&amp;#039;&amp;#039; gestaltete [[Gebrauchsgegenstand|Gebrauchsgegenstände]] oft bereits nach mehreren Jahren eine Anmutung von &amp;#039;&amp;#039;unmodern&amp;#039;&amp;#039;.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort in seiner heutigen Bedeutung entstammt den Wissenschaftsdisziplinen [[Gestalttheorie]] und [[Gestaltpsychologie]]. Es wird als [[Fachausdruck]] von Angehörigen der [[Gestaltung|gestaltenden]] Berufe verwendet, wie Industrie- und anderen [[Designer]]n, [[Grafiker]]n, [[Typographie]]-Experten und [[Layout]]ern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich bedeutet das Wort aber etwas völlig anderes, nämlich eine Zumutung im Sinne von [[Zumutbarkeit]].&amp;lt;ref&amp;gt;G. Wahrig: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Wörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; Gütersloh 1974, ISBN 3-570-06588-X.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Design und Kunst ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ferrari F8 Tributo IMG 3272.jpg|mini|Die Anmutung von teuren [[Sportwagen]] wird vom Hersteller bewusst auf subjektive, durch das Design erzielte optische Attribute wie Dynamik und Schnelligkeit ausgelegt. Dies wird in der Regel ergänzt durch das bewusste Auslegen der Abgas- bzw. Auspuffanlage auf einen „sportlichen“ akustischen Eindruck, der an den [[Motorsport|Rennsport]] erinnern soll.]]&lt;br /&gt;
[[Designer]] und [[Künstler]] übermitteln mit gestalterischen Mitteln Werte und Qualitäten und legen es dabei durchaus auch auf unterschwellige Anmutungen an. Sie sind für die [[Antizipation (Psychologie)|Antizipation]] von Objekten durch unterschiedliche Betrachter und Zielgruppen speziell geschult.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Designpraxis bezeichnet man mit Anmutung die von einem Entwurf geweckten, oft unbewussten Erwartungen. Die spontane Anmutung ist ein wichtiger Indikator für die Übereinstimmung von Intention und Form eines Entwurfs. Im [[Grafikdesign]] sollte beispielsweise eine überzeugende Zigarettenpackung nicht wie ein Kosmetikprodukt anmuten, ein [[Signet]]entwurf für eine Bank sollte nicht für den einer Fast-Food-Kette gehalten werden können usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei grafischen Benutzerschnittstellen ([[GUI]]) von Computern spricht man meist von [[Look and Feel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Typographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Frankfurter Allgemeine logo.svg|mini|Beispiel für eine bewusste Verwendung von Typographie im Logo der [[Frankfurter Allgemeine Zeitung|Frankfurter Allgemeinen Zeitung]]. Die Frakturschrift betont die [[Konservatismus|bürgerlich-konservative]] Ausrichtung des Blatts, während die nüchterne, moderat modern anmutende Schrift darunter als Gegenpol Aktualität und Modernität betont.]]&lt;br /&gt;
In der Gestaltung von Druckerzeugnissen aller Art sowie von Internet-Seiten spielt der [[Satz (Druck)|Schriftsatz]] eine wichtige Rolle für die Anmutung bzw. den erzielten Gesamteindruck, den z.&amp;amp;nbsp;B. eine Zeitungsseite oder eine Online-Nachrichtenseite hervorruft. Darin gehen Faktoren ein wie [[Schriftart]], [[Kapitälchen]], [[Ligatur (Typografie)|Ligaturen]], [[Laufweite]] und [[Spationierung]] (die Buchstabenabstände und Zeichenabstände) sowie die Wortabstände. Dabei wird durch die Gestaltung beim Leser auch ein emotionaler Eindruck erzeugt, was je nach Textsorte und Publikation sinnvoll sein kann und auch bewusst eingesetzt wird. In Massenmedien wie Tageszeitungen wird eher darauf geachtet, eine hohe [[Leserlichkeit]] auf Kosten einer – dabei auch nicht sachgerechten – emotionalen Wirkung (Anmutung) der Gesamtgestaltung zu erzielen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://mediencommunity.de/node/688 Anmutung der Schrift.] Mediencommunity.de, abgerufen am 4. November 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vokalqualität und Vokalquantität ==&lt;br /&gt;
Bereits in den 1920er Jahren wurde gezeigt, dass hohe, vordere Vokale wie /i/ eher mit kleinen Objekten assoziiert werden und tiefe, hintere Vokale wie /u/ mit großen Objekten.&amp;lt;ref&amp;gt;Edward Sapir: &amp;#039;&amp;#039;A study in phonetic symbolism.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Experimental Psychology.&amp;#039;&amp;#039; 12, 1929, S. 2251–1239.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nicht nur die Vokalqualität (z. B. /i/ versus /u/) scheint eine Rolle bei diesem Effekt zu spielen, sondern auch die Vokalquantität (lange versus kurze Vokale). So tendieren Versuchspersonen dazu, Wörter mit kurzen Vokalen (z. B. „mutto“) mit kurzen Gegenständen zu assoziieren und Wörter mit langen Vokalen (z. B. „muhto“) mit länglichen Gegenständen – obwohl es sich bei der Vokalqualität um eine [[Zeit|temporale Eigenschaft]] handelt und bei der Ausdehnung eines Objekts um eine visuelle.&amp;lt;ref&amp;gt;Fabian Bross: [https://www.researchgate.net/publication/323749384_Cognitive_associations_between_vowel_length_and_object_size_A_new_feature_contributing_to_a_boubakiki_effect &amp;#039;&amp;#039;Cognitive associations between vowel length and object size: A new feature contributing to a bouba/kiki effect.&amp;#039;&amp;#039;] In: M. Belz, C. Mooshammer, S. Fuchs, S. Jannedy, O. Rasskazova, M. Zygis (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Proceedings of the Conference on Phonetics &amp;amp; Phonology in German-Speaking Countries.&amp;#039;&amp;#039; Humboldt-Universität, Berlin 2018, S. 17–20.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maluma und Takete ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Maluma und Takete.jpg|mini|Maluma und Takete]]&lt;br /&gt;
Grundlegende Forschungen zum Nachweis der Anmutungsqualität führte der Psychologe  [[Wolfgang Köhler (Psychologe)|Wolfgang Köhler]], einer der Begründer der [[Gestaltpsychologie]], 1929 durch.  Köhler stellte Versuchspersonen eine runde und eine eckige Figur vor und bat sie, den Formen das Wort &amp;#039;&amp;#039;Maluma&amp;#039;&amp;#039; oder das Wort &amp;#039;&amp;#039;Takete&amp;#039;&amp;#039; zuzuordnen. In 90 % der Fälle ordneten die Probanden der runden Form &amp;#039;&amp;#039;Maluma&amp;#039;&amp;#039; und der spitzen Form &amp;#039;&amp;#039;Takete&amp;#039;&amp;#039; zu.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.oktopus.ch/psychologie.html Artikel bei oktopus]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hieraus leitete Köhler den Nachweis ab, dass es eine intuitive, gefühlsmäßige Verbindung zwischen Sprache und optischen Darstellungen gibt, also Laute mit der Wahrnehmung von Formen korrespondieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bouba und Kiki ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Booba-Kiki.svg|mini|Auch dieses Bild zeigte, verschiedene Menschen bezeichnen die linke Form mehrheitlich als &amp;#039;&amp;#039;kiki&amp;#039;&amp;#039; und die rechte Form als &amp;#039;&amp;#039;bouba&amp;#039;&amp;#039;.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2001 replizierten [[V. S. Ramachandran]] und [[Edward Hubbard]] Köhlers Experiment mit den [[Nichtwort]]en &amp;#039;&amp;#039;kiki&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;bouba&amp;#039;&amp;#039; und baten US-Amerikaner und indische Tamil-Sprecher, diese den nebenstehenden Umrissen zuzuordnen. In beiden Gruppen ordneten 95 % bis 98 % der kurvigen Form &amp;#039;&amp;#039;bouba&amp;#039;&amp;#039; und der gezackten Form &amp;#039;&amp;#039;kiki&amp;#039;&amp;#039; zu. Das menschliche Gehirn solle demnach abstrakte Formen und Klänge in konsistenter Art miteinander verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://www.maluma.de/malumaworld/maluma/_ber_Maluma/_ber_maluma.html Maluma und Takete]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Anmutungsqualität.&amp;#039;&amp;#039; In: [http://www.wissenschaft-online.de/abo/lexikon/psycho/1008 &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Psychologie.&amp;#039;&amp;#039;] wissenschaft-online.de&lt;br /&gt;
* [http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/anmutung.html &amp;#039;&amp;#039;Anmutung.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Gabler Wirtschaftslexikon.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ästhetik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Bouba/kiki effect]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;CommonsDelinker</name></author>
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