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	<title>Anisakidose - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T16:42:12Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Anisakidose&amp;diff=247342&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Cymothoa exigua am 12. Dezember 2025 um 13:46 Uhr</title>
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		<updated>2025-12-12T13:46:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox International Classification of Diseases 11&lt;br /&gt;
| Code-01 = 1F61&lt;br /&gt;
| Data-01 = Anisakiasis&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Anisakiasis 01.svg|mini|Lebenszyklus von Anisakis simplex]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Anisakis-Würmer - Meister der Fortpflanzung.webm|mini|Video: Anisakis-Würmer – Meister der Fortpflanzung (Quelle: TerraX)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:004 Fish parasites marked with circles - anisakis nematode parasites in mackerel fish caught in Norway.jpg|mini|Anisakis-Nematoden in Makrelen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anisakidose&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anisakidosis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Krankheit]], die durch die [[Fadenwürmer]]  der Familie [[Anisakidae]] verursacht wird. Wenn die Anisakidose durch &amp;#039;&amp;#039;[[Anisakis simplex]]&amp;#039;&amp;#039; verursacht wird, spricht man auch von einer &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anisakiasis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. [[Fische]] sind [[Stapelwirt]] dieser Parasiten. Der Fadenwurm wird über rohen, beispielsweise [[Sushi]] oder [[Matjes]], oder ungenügend gegarten Fisch übertragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kühn&amp;quot;&amp;gt;Thomas Kühn, Jaime García-Màrquez, Sven Klimpel: &amp;#039;&amp;#039;Adaptive Radiation within Marine Anisakid Nematodes: A Zoogeographical Modeling of Cosmopolitan, Zoonotic Parasites.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;PLoS ONE.&amp;#039;&amp;#039; 2011, Band 6, Nummer 12, S.&amp;amp;nbsp;e28642 {{DOI|10.1371/journal.pone.0028642}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Prävalenz]] bei [[Heringe]]n liegt bei rund 70 %, weshalb die Erkrankung im Deutschen auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heringswurmkrankheit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Arztebl&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Anisakidose (Heringswurmkrankheit).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Dtsch Arztebl&amp;#039;&amp;#039; 1990; 87(41): A-3116 ([https://www.aerzteblatt.de/archiv/105031/Die-Anisakidose-(Heringswurmkrankheit) online.]) Abgerufen am 11. Februar 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Epidemiologie und Krankheitsentstehung ==&lt;br /&gt;
Jährlich erkranken weltweit etwa 20.000 Menschen, vor allem an den Meeresküsten Europas und Asiens, wobei vermutlich eine hohe Dunkelziffer besteht. Häufigster Auslöser ist &amp;#039;&amp;#039;[[Anisakis simplex]]&amp;#039;&amp;#039;, aber auch &amp;#039;&amp;#039;[[Pseudoterranova decipiens]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Contracaecum]]&amp;#039;&amp;#039;- Arten können diese Erkrankung auslösen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kühn&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Endwirt für [[Anisakidae]] fungieren vor allem Meeressäugetiere. Sie scheiden die Eier mit dem Kot aus und die daraus schlüpfende Larve wird von [[Krill|Kleinkrebsen]] aufgenommen, diese werden wiederum direkt oder indirekt über [[Kopffüßer]] von Fischen gefressen. Die 20 bis 30 mm langen Larven sitzen in Knötchen an der Oberfläche von Organen, vor allem die von &amp;#039;&amp;#039;Anisakis simplex&amp;#039;&amp;#039; auch in der Muskulatur, weshalb er der häufigste Erreger ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DOI10.3390/ani10122374&amp;quot;&amp;gt;Juan Carlos Ángeles-Hernández et al.: &amp;#039;&amp;#039;Genera and Species of the Anisakidae Family and Their Geographical Distribution.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Animals.&amp;#039;&amp;#039; 2020, Band 10, Nummer 12, S.&amp;amp;nbsp;2374 {{DOI|10.3390/ani10122374}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Mensch steckt sich durch den Verzehr von rohen Fischen oder Kopffüßern an. Eine kurzzeitige Erhitzung über 70&amp;amp;nbsp;°C oder ein Durchfrieren über 24 Stunden bei −20&amp;amp;nbsp;°C tötet die Larven sicher ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Arztebl&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die krankheitsauslösende Wirkung der Larven beruht auf zwei Mechanismen: direkter Gewebsschaden und [[Allergie|allergische]] Reaktionen. Es können sich [[Granulom]]e in der [[Tela submucosa|Submucosa]] mit [[Eosinophiler Granulozyt|eosinophilen]] [[Infiltration (Medizin)|Infiltraten]] (Eosinophiles Granulom) und [[Ödem]]e im Bereich der Verletzungen durch die Larven bilden. Im Darm werden Abszesse oder eosinophile Infiltrate beobachtet. Im Bereich der verkapselten Larven in der Darmwand kann es schlimmstenfalls auch zur Entstehung von [[Darmkrebs]] kommen. Eine Weiterentwicklung der Larven zu den Adulten findet im Zufallswirt Mensch nicht statt. Die Larven können im menschlichen Körper zwei bis drei Wochen überleben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DOI10.3390/ani10122374&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Krankheitsverlauf ==&lt;br /&gt;
Eine Anisakidose kann asymptomatisch, akut / subakut oder chronisch verlaufen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DOI10.3390/ani10122374&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten Symptome sind ein Fremdkörpergefühl zwischen den Zähnen, eine verstopfte Nase und Halskribbeln. Sieben bis zwölf Stunden nach der Infektion kommen Oberbauchbeschwerden, Übelkeit, Aufstoßen, Husten, Schluckstörungen und Erbrechen dazu. Letzteres kann bei [[Magengeschwür]]en blutig sein. In 95 % der Fälle wandert die Larve durch die [[Magenschleimhaut]] und es dominieren Oberbauchbeschwerden bis zum Absterben oder der chirurgischen Entfernung der Larven. Darmbeschwerden können nach 36 Stunden auftreten. Sie sind durch starke [[Blähung]]en und Bauchschmerzen gekennzeichnet. Schlimmstenfalls kann ein  [[Darmverschluss]] auftreten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DOI10.3390/ani10122374&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei mehrfachen Kontakt mit den Parasiten kann es zu allergischen Reaktionen kommen. Von den 28 bekannten Anisakis-[[Allergen]]en ist eines hitzestabil, wird also durch Erhitzen nicht deaktiviert. Es kann zu [[Angioödem]]a, [[Arterielle Hypotonie|Blutdruckabfall]], [[Bronchospasmus|Bronchospasmen]], einem [[Anaphylaxie|anaphylaktischen Schock]] oder [[Asthma bronchiale|Asthma]] kommen oder bestehende allergische Erkrankungen wie Asthma oder eine [[Atopisches Ekzem|allergische Dermatitis]] können sich verschlechtern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DOI10.3390/ani10122374&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manchmal treten in der Akutphase gar keine Beschwerden auf und die Wurmknötchen in der Darmwand bereiten erst nach mehreren Wochen Darmbeschwerden. Dies macht es meist unmöglich, eine entsprechende Diagnose zu stellen, da sich selbst die Patienten meist gar nicht mehr an die Fischmahlzeit erinnern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Arztebl&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Differentialdiagnostisch kommen zahlreiche andere Erkrankungen in Betracht: [[Appendizitis]], Magengeschwür, Tumoren, [[Cholezystitis]], [[Peritonitis]], [[Morbus Crohn]], [[Divertikulitis]], [[Darminvagination]], Darmverschluss anderer Ursache, andere [[Nahrungsmittelallergie]]n sowie bakterielle, virale und andere parasitäre Darminfektionen. Die Diagnose kann am sichersten mittels [[Gastroskopie|Magenspiegelung]] gestellt werden. Ein [[Computertomografie|CT]] kann die Entzündungsherde im Darm nachweisen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DOI10.3390/ani10122374&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandlung ==&lt;br /&gt;
In der Frühphase können die Larven im Rahmen einer Magenspiegelung entfernt werden, so lange sie noch nicht durch die Magenschleimhaut gewandert sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Arztebl&amp;quot; /&amp;gt; Ansonsten werden die Wurmgranulome, meist endoskopisch, aus der Darmwand entfernt. Eine medikamentelle Behandlung ist nicht etabliert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Arztebl&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorbeugung ==&lt;br /&gt;
Temperaturen über 60&amp;amp;nbsp;°C oder unter −20&amp;amp;nbsp;°C überlebt der Erreger nicht. Eine Infektion lässt sich vermeiden, wenn der rohe Fisch eine Zeit lang [[Schockfrosten|schockgefroren]] oder in [[Salzlake]] [[Einlegen|eingelegt]] wird. Heringe müssen seit Inkrafttreten der Fischverordnung 1988 sofort ausgenommen werden, was das Einwandern der Larven in das Fischfleisch nach dem Tod des Fisches verhindert, und vor einer Weiterverarbeitung [[Tiefkühlen|tiefgefroren]] werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Arztebl&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parasitose des Menschen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zoonose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parasitose bei Fischen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Cymothoa exigua</name></author>
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