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	<title>Angrivarier - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T09:22:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Angrivarier&amp;diff=365313&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Klaaschwotzer: /* Einleitung */ Nachweis: Link zum Digitalisat</title>
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		<updated>2025-10-02T09:45:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einleitung: &lt;/span&gt; Nachweis: Link zum Digitalisat&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Karte Stammesherzogtum Sachsen um 1000.png|mini|hochkant=1.5|Das Stammesherzogtum Sachsen um das Jahr 1000, Engern in der Mitte]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Angrivarier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Angrevarier&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Angarier&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Engern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, {{laS|Angrivarii, Angarii}}, {{grcS|Ἀγγριουάριοι|Angriouárioi}}) waren ein [[Germanen|germanisches]] Volk, das an der mittleren [[Weser]], vornehmlich auf dem rechten Ufer zwischen [[Steinhuder Meer]] und dem Zufluss der [[Aller]], wohnte und nördlich an die [[Chauken]] (an der unteren Weser) und [[Dulgubnier]] (in der heutigen Lüneburger Heide), südlich an die [[Cherusker]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meyer582&amp;quot;&amp;gt;Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage, Band&amp;amp;nbsp;1, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig/Wien 1888, S.&amp;amp;nbsp;582 ([https://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=100786 Link zum Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt;, westlich an die [[Ampsivarier]] und Westfalen sowie östlich an die erst seit den [[Sachsenkriege (Karl der Große)|Sachsenkriegen]] belegten [[Ostfalen]] grenzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Angrivarier ==&lt;br /&gt;
Als [[Germanicus]] im Jahre 16 n.&amp;amp;nbsp;Chr. gegen die Cherusker vorrückte ([[Germanicus-Feldzüge]]), sollen die Angrivarier laut [[Tacitus]] in seinem Rücken einen Aufstand erregt haben, der durch Stertinius bald zur Ruhe gebracht wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Tacitus, &amp;#039;&amp;#039;[[Annales (Tacitus)|Annales]]&amp;#039;&amp;#039; 2,8.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da die Stelle nur in einem Textzeugen überliefert ist und Germanicus eigentlich gerade erst die [[Ems]] überquert hatte und auf die [[Weser]] und das Siedlungsgebiet der Angrivarier zumarschierte, haben Historiker &amp;#039;&amp;#039;Angrivarier&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;[[Ampsivarier]]&amp;#039;&amp;#039; [[Emendation (Editionsphilologie)|emendiert]].&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Pfitzner: &amp;#039;&amp;#039;Die Annalen kritisch beleuchtet&amp;#039;&amp;#039;, I Halle 1869.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Karl Nipperdey: &amp;#039;&amp;#039;P. Cornelius Tacitus erklärt von Karl Nipperdey. Erster Band. Ab Excessu divi Augusti&amp;amp;nbsp;I–VI.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1915.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Karl Ernst Georges: &amp;#039;&amp;#039;Ausführliches lateinisches Handwörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; II, Berlin 1913.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Emendation ist jedoch nicht unumstritten. Im weiteren Verlauf des Feldzuges, nach der Schlacht bei [[Idistaviso]] an der Weser, stellten sich die Angrivarier gemeinsam mit den [[Cherusker]]n in der [[Schlacht am Angrivarierwall]] den Römern entgegen.&amp;lt;ref&amp;gt;Tacitus, &amp;#039;&amp;#039;Annales&amp;#039;&amp;#039; 2,19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Auflösung des cheruskischen Bundes erweiterten sie ihre Grenzen südwärts und entrissen unter Kaiser [[Nerva]] mit den [[Chamaven]] den [[Brukterer]]n die Gegend nördlich der [[Lippe (Fluss)|Lippe]] und an der Quelle der [[Ems]]. Später breiteten sie sich noch weiter nach Süden und Westen aus, schlossen sich unter dem auch auf das Land (Angaria, Engern) übergegangenen Namen der Angrivarier oder Engern dem [[Sachsenbund]] an und bildeten deren mittleren Teil.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meyer582&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Widukind von Corvey]] berichtet, dass der [[Sachsen (Volk)|sächsische]] Stamm in drei große Teilstämme aufgeteilt war, nämlich die Westfalen, die Ostsachsen (Ostfalen) und die Engern. Diese Dreiteilung wird dadurch bestätigt, dass in den [[Sachsenkriege (Karl der Große)|Sachsenkriegen]], nach den Reichsannalen, die Teilstämme unter ihrem jeweiligen Heerführer separate Vereinbarungen trafen. Im Jahr 775 unterwarfen sich die Engern im Raum [[Bückeburg]] mit ihrem Anführer Bruno nach einer Niederlage [[Karl der Große|Karl dem Großen]] und nahmen das [[Christentum]] an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Besch&amp;quot;&amp;gt;Werner Besch (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Sprachgeschichte – ein Handbuch zur Geschichte der deutschen Sprache und ihrer Erforschung.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Walter de Gruyter, Berlin/New York 2000, ISBN 3-11-015882-5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Landschaft Engern ==&lt;br /&gt;
Aus dem Siedlungsgebiet der Angrivarier (deutsch Engern) formte sich im [[Mittelalter]] die Provinz &amp;#039;&amp;#039;Angaria&amp;#039;&amp;#039; (deutsch: Engern), eine der drei großen Provinzen im [[Stammesherzogtum Sachsen]], zwischen [[Westfalen (Stammesherzogtum Sachsen)|Westfalen]] und [[Ostfalen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Provinz Engern war der zentrale, beiderseits der [[Weser]] gelegene Teil des Herzogtums. Die Provinz lag zwischen Westfalen im Westen und grenzte im Osten an Ostfalen. Es umfasste in etwa das gesamte Einzugsgebiet der Weser ab der Vereinigung von [[Werra]] und [[Fulda (Fluss)|Fulda]], abzüglich [[Aller]] und [[Leine (Aller)|Leine]] (oberhalb ihres Zusammenflusses) im Osten. Im nördlichen Westen war die [[Hunte]] Grenzfluss.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meyer628&amp;quot;&amp;gt;Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage, Band&amp;amp;nbsp;5, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig/Wien 1888, S.&amp;amp;nbsp;628&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herzogtum Engern ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gaukarte des Christiani Vlrici Grvpen Anno 1740.png|mini|hochkant=1.5|&amp;#039;&amp;#039;TABULA ANGARIAE IN [[Erzbistum Paderborn|DIOECESI PATERBORNENSI]]&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;Karte des [[Christian Ulrich Grupen]], 1740]]&lt;br /&gt;
Im Jahr 1180 wurde das Herzogtum Sachsen auf dem [[Gelnhäuser Urkunde|Gelnhäuser]] Reichstag geteilt: Das [[Erzbistum Paderborn|Bistum Paderborn]] und jene Teile, die im Bereich des [[Erzbistum Köln|Erzbistums Köln]] lagen, wurden dabei zu einem [[Herzogtum Westfalen|neuen Herzogtum]] zusammengefasst und unterstanden zunächst dem Erzbistum Köln. Der andere Teil kam als Herzogtum Westphalen und Engern an den [[Askanier]] [[Bernhard III. (Sachsen)|Bernhard III.]] Grund für die Teilung war die [[Reichsacht|Achtserklärung]] gegen [[Heinrich der Löwe|Heinrich den Löwen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung „Engern“ wurde bis 1806 im Titel des Herrschers des jüngeren Herzogtums Sachsen („Herzog von Sachsen, Engern und Westfalen“) geführt, siehe [[Geschichte Sachsens]]. Mit der Übernahme Westphalens 1815 kam die Titulatur „Westfalen und Engern“ an den preußischen König [[Friedrich Wilhelm III. (Preußen)|Friedrich Wilhelm III.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der „Gau Engern“, der in der sächsischen Provinz Westfalen lag, ist mit der Provinz historisch verbunden, jedoch nicht mit ihr identisch.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ledebur248&amp;quot;&amp;gt;Leopold von Ledebur: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeines Archiv für die Geschichtskunde des Preußischen Staates&amp;#039;&amp;#039;, Band&amp;amp;nbsp;13, Verlag Mittler, Berlin-Posen-Bromberg 1834, S.&amp;amp;nbsp;248&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name &amp;#039;&amp;#039;Engern&amp;#039;&amp;#039; hat sich als Name des Mittelteils des Herzogtums Sachsen nur bis in das ausgehende Mittelalter erhalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meyer582&amp;quot; /&amp;gt; Auch könnte der Name der Stadt [[Enger]] damit in Verbindung stehen, wenn auch einiges gegen diese Vermutung spricht.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Weitz: &amp;#039;&amp;#039;Vom sächsischen Volksführer Widukind und der Kultstätte Enger&amp;#039;&amp;#039;, Hrsg. Stadt Enger in Westfalen, Enger, Bielefeld 1938&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:DE-ST 15-0-82-340 Brehna COA.svg|mini|hochkant=0.6|Herzogtum Engern]]&lt;br /&gt;
Der Schild zeigt im silbernen Felde drei, zu zwei und eins gestellte, rote [[Seeblatt|Seeblätter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelalter wurde nachträglich ein Wappen ersonnen, um die Nachkommenschaft und damit einen Legitimitätsanspruch auf Engern nachzuweisen. Die [[Askanier]] verwendeten es in ihren Herzogtümern in [[Anhalt]] und dem Restherzogtum [[Sachsen-Wittenberg]] und daraus abgeleitet die [[Grafschaft Brehna]]. Nachdem Sachsen-Wittenberg 1423 an [[Friedrich I. (Sachsen)|Friedrich I.]] gekommen war, führten es auch die Herzöge aus dem [[Haus Wettin]], und ab 1815 die Könige von Preußen im [[Großes Wappen Preußens|Großen Wappen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso findet es sich in mehreren Gemeindewappen der Region zwischen [[Wiehengebirge]] und [[Teutoburger Wald]] wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Löhne]] sowie [[Grafschaft Tecklenburg|Grafschaft]] und Stadt [[Tecklenburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Land Engern ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Rutz-17-Länderlösung.png|mini|hochkant|Das Land Engern im [[Neugliederung des Bundesgebietes#Alternativ: 17-Länder-Modell nach Rutz|17‑Länder‑Modell nach Rutz]]]]&lt;br /&gt;
In seinem [[Neugliederung des Bundesgebietes#Alternativ: 17-Länder-Modell nach Rutz|17-Länder-Modell]] schlug der Geograph [[Werner Rutz]] 1995 die Errichtung eines &amp;#039;&amp;#039;Engern&amp;#039;&amp;#039; genannten Landes vor,&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Rutz: &amp;#039;&amp;#039;Die Gliederung der Bundesrepublik in Länder: ein neues Gesamtkonzept für den Gebietsstand nach 1990.&amp;#039;&amp;#039; Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 1995, S. 82–95.&amp;lt;/ref&amp;gt; das in der Hauptsache aus [[Ostwestfalen-Lippe]] und den östlich angrenzenden [[Niedersachsen|niedersächsischen]] Gemeinden bestehen sollte, also in etwa dem südlichen Teil des historischen Engern entspräche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Angrivarierwall]]&lt;br /&gt;
* [[Stift Enger]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{RGA|1|333||Angriwarier|[[Reinhard Wenskus]]}} ([https://books.google.de/books?id=4ci-m8oJocsC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA323#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false online])&lt;br /&gt;
* Naturwissenschaftlicher und Historischer Verein für das Land Lippe (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lippische Mitteilungen aus Geschichte und Landeskunde.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 48–50, Meyersche Hofbuchhandlung Verlag Max Staerke, Detmold 1995.&lt;br /&gt;
* {{RE|I,2|2192|2193|Angrivarii|[[Maximilian Ihm]]|RE:Angrivarii}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Germanischer Stamm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altsachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike Ethnie (Germania magna)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Klaaschwotzer</name></author>
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