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	<title>Angkor Wat - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Xneb20: /* Nationale Bedeutung */ sprache</title>
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		<updated>2026-04-06T10:52:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Nationale Bedeutung: &lt;/span&gt; sprache&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel| behandelt die kambodschanische Tempelanlage. Zur ehemaligen US-amerikanischen Crossover-Band siehe [[Angkor Wat (Band)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Angkor Wat.jpg|mini|hochkant=1.4|Angkor Wat (2005)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Angkor Wat&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Khmer-Sprache|Khmer]]: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ângkôr Vôtt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; {{lang|km|អង្គរវត្ត}}; &amp;#039;&amp;#039;ângkôr&amp;#039;&amp;#039; bedeutet „Stadt“, &amp;#039;&amp;#039;[[Wat|vôtt]]&amp;#039;&amp;#039; „Tempelanlage“) ist die bekannteste [[Tempel]]anlage in der Region [[Angkor]] in [[Kambodscha]]. Der Tempel befindet sich zirka 240&amp;amp;nbsp;km nordwestlich der Hauptstadt [[Phnom Penh]] in der Nähe von [[Siem Reap (Stadt)|Siem Reap]], rund 20 Kilometer nördlich des Sees [[Tonle Sap (See)|Tonle Sap]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Suryavarman II in procession.jpg|mini|König Suryavarman II., Gründer von Angkor Wat in der auf dem Relief der Galerie dargestellten Prozession]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Angkor Wat, Camboya, 2013-08-15, DD 029.JPG|mini|[[Apsara]]s]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Facade of Angkor Wat.jpg|mini|Eine Zeichnung der Fassade von Angkor Wat durch [[Henri Mouhot]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Angkor1866.jpg|mini|Fotografie von Angkor Wat von [[Émile Gsell]] während der Ernest-Doudart-de-Lagrée-Expedition (1866)]]&lt;br /&gt;
Im 10. Jahrhundert wurden unter [[Yasovarman I.]] (regierte 889–910) zahlreiche Bewässerungsanlagen und [[Stausee]]n angelegt, die unter anderem dazu beitrugen, dass mehrmals im Jahr Reis geerntet werden konnte. Diese erfolgreiche Landwirtschaft führte zu Nahrungsüberschüssen und brachte dem [[Khmer (Volk)|Khmer]]-Reich großen Reichtum. So kam es, dass das südlich von [[Kaiserreich China|China]] gelegene Land zu einem regionalen Machtzentrum [[Südostasien]]s wurde und die Khmer in der Lage waren, große Städte und gewaltige Tempelanlagen zu errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1113 bestieg König [[Suryavarman II.]] den Thron und regierte bis etwa 1150. Er baute die Macht Angkors, damals &amp;#039;&amp;#039;Kambuja&amp;#039;&amp;#039; genannt, in mehreren Kriegszügen gegen die benachbarten [[Champa|Cham]], gegen [[Đại Việt]] (vgl. [[Geschichte Vietnams]]) und das [[Mon]]-Königreich [[Haripunjaya]] weiter aus. Daneben ließ er Tempelanlagen in Angkor restaurieren und neue errichten, darunter Angkor Wat. Die Anlage wurde als Staatstempel des Königs im südöstlichen Teil der schon unter [[Suryavarman I.]] errichteten früheren Hauptstadt Yasodharapura erbaut und diente der Verehrung Vishnus. Es gibt auch Hinweise, wie die ungewöhnliche Ausrichtung Angkor Wats nach Westen, der Himmelsrichtung des Todesgottes [[Yama (Todesgott)|Yama]], die dafür sprechen, dass es der Totentempel Suryavarman II. war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MG57&amp;quot;&amp;gt;{{BibISBN|272001091X|Seiten=57}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da weder die Gründungs[[stele]] noch andere Inschriften aus dieser Zeit aufgefunden wurden, die sich auf das Bauwerk beziehen, ist der ursprüngliche Name unbekannt. Es wird angenommen, dass es nach [[Vishnu]] benannt wurde, mit dem sich der König als [[Vishnuismus|Vishnuist]] im Unterschied zu seinen Vorgängern, die [[Shivaismus|Shivaisten]] gewesen waren, identifizierte, und demnach Vrah Vishnuloka („heiliger Wohnsitz von Vishnu“) hieß und später, angelehnt an den posthumen Titel des Gründers &amp;#039;&amp;#039;Paramavishnuloka&amp;#039;&amp;#039; („er, der die himmlische Welt des Vishnu betreten hat“),&amp;lt;ref name=&amp;quot;MG7&amp;quot;&amp;gt;{{BibISBN|272001091X|Seiten=7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Preah Pisnulok&amp;#039;&amp;#039;. Die Arbeiten scheinen rasch nach dem Tod des Königs eingestellt worden zu sein, so dass einige der Reliefs unvollendet blieben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://huntingtonarchive.osu.edu/seasia/angkor.html |titel=Angkor Wat |werk=The John C. and Susan L. Huntington Photographic Archive of Buddhist and Asian Art |hrsg=[[Ohio State University]] |abruf=2011-08-14 |sprache=en |archiv-url=https://web.archive.org/web/20110720024524/http://huntingtonarchive.osu.edu/seasia/angkor.html |archiv-datum=2011-07-20 |offline=yes |archiv-bot=2022-10-03 11:08:02 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1177 wurde Angkor von den [[Champa#Vijaya|Cham]], traditionellen Feinden der Khmer, erobert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Marilia Albanese |Hrsg=[[National Geographic Society]] |Titel=Angkor |TitelErg=National Geographic Art Guide |Verlag=G+J/RBA GmbH &amp;amp; Co. KG |Ort=Hamburg |Datum=2006 |ISBN=978-3-937606-77-4 |Seiten=33 |Originaltitel=I tesori di Angkor |Originalsprache=it |Übersetzer=Wolfgang Hensel}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Jayavarman VII.]] gelang es schließlich, die Invasoren zu besiegen und das Khmerreich wiederherzustellen. 1,5&amp;amp;nbsp;km nördlich von Angkor Wat ließ er die neue Hauptstadt [[Angkor Thom]] mit dem [[Bayon]] als buddhistischen Haupttempel errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im späten 13. Jahrhundert wandelte sich Angkor Wat vor dem Hintergrund der durch Jayavarman VII. initiierten religiösen Revolution nach und nach von einer hinduistischen Kultstätte in eine des [[Theravada]]-Buddhismus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Marilia Albanese |Titel=Angkor |TitelErg=National Geographic Art Guide |Datum= |Seiten=148}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu dieser Zeit wurde &amp;#039;&amp;#039;Angkor Wat&amp;#039;&amp;#039; zum Namen des Tempelkomplexes. Anders als die anderen Tempel Angkors verwahrloste die Anlage zwar im 16. Jahrhundert etwas, wurde aber nie vollständig verlassen. Die im Vergleich gute Erhaltung hängt mit dem Wassergraben zusammen, der Angkor Wat gegen das Vordringen des Waldes schützt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MG59&amp;quot;&amp;gt;{{BibISBN|272001091X|Seiten=59}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der ersten Besucher aus dem Westen war der portugiesische [[Kapuziner]] Antonio da Magdalena, der 1586 nach Angkor kam. Er beschrieb seinen Eindruck von Angkor Wat dem portugiesischen Historiker [[Diogo de Couto]] zufolge „als so außergewöhnlich, dass man es weder mit einem Stift beschreiben, noch mit einem anderen Monument in der Welt vergleichen kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Alison Behnke |Titel=Angkor Wat |TitelErg=Unearthing Ancient Worlds |Verlag=Twenty-First Century Books |Ort=Minneapolis |Datum=2009 |ISBN=0-8225-7585-X |Seiten=10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In den nächsten Jahrhunderten blieben es Missionare und Kaufleute aus dem Westen, die Angkor Wat Beachtung schenkten. Dies änderte sich erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als ausgelöst durch die begeisterten Reiseberichte des französischen Naturalisten [[Henri Mouhot]], der die Tempelanlage 1860 erkundete, Forscher auf Angkor Wat aufmerksam wurden und ihm folgten, wie [[Adolf Bastian]] und [[Ernest Doudart de Lagrée]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;MG51&amp;quot;&amp;gt;{{BibISBN|272001091X|Seiten=51}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ersten Fotografien von Angkor Wat machte 1865 der Schotte [[John Thomson (Fotograf)|John Thomson]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;AA40&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michael Freeman, Claude Jacques |Titel=Ancient Angkor |Auflage=2. |Verlag=River Books Ltd |Ort=Bangkok |Datum=2003 |ISBN=974-8225-27-5 |Kapitel=Kapitel: Central Angkor |Seiten=40 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mouhot datierte Angkor Wat auf die Antike und konnte sich einen Bau durch die Khmer, auch aus der damaligen historischen Situation heraus, nicht vorstellen. Er verglich Angkor Wat mit dem Tempel Salomos, von einem antiken [[Michelangelo]] errichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.cambodianview.com/documents/articles/Brief_Presentation.pdf |text=Brief Presentation to a Volunteer Group of Glenbow Museum in the Asian Gallery who visited the centre in May 28, 2005 |wayback=20060823131709}} abgerufen am 3. März 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 20. Jahrhundert wurde Angkor Wat intensiv von dem französischen Institut [[École française d’Extrême-Orient]] restauriert und erstmals von 1908 bis 1911 unter der Leitung von Jean Commaille von Erde und Vegetation befreit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MG57&amp;quot; /&amp;gt; Die tatsächliche Geschichte wurde von da an durch diese und weitere [[Renovierung|Renovationen]] und damit zusammenhängende stilistische und [[Epigraphik|epigrafische]] Befunde auf dem gesamten Gelände erschlossen. Der Bürgerkrieg und die Herrschaft der Roten Khmer unterbrachen diese Arbeiten. Das Monument blieb unbeschädigt, doch Statuen, meist aus der Post-Angkor-Zeit, wurden gestohlen oder zerstört.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.autoriteapsara.org/en/angkor/history/war.html abgerufen am 3. März 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tempel ist ein Nationalsymbol und beeinflusst auch die internationalen Beziehungen zu Thailand, Frankreich und den Vereinigten Staaten. Angkor Wat ist seit ihrer ersten Version von ungefähr 1863 auf der Nationalflagge Kambodschas abgebildet. So war es auch das kulturelle Erbe Angkor Wats und Angkors insgesamt, welche die Franzosen dazu motivierte, [[Geschichte Kambodschas#Französische Kolonialherrschaft (1863–1953)|Kambodscha 1863 zu kolonisieren]] und der Vorherrschaft von Vietnam und [[Siam]] zu entreißen. Dies führte zu Forderungen Kambodschas an Thailand im Nordwesten des Landes, welches die Thai 1431 erobert hatten. Seit seiner Unabhängigkeit 1953 kontrolliert Kambodscha Angkor Wat. Inmitten des Vietnamkriegs besuchte [[Jacqueline Kennedy]] auf Einladung des Königs den Tempel.&amp;lt;ref&amp;gt;Kenton Clymer: &amp;#039;&amp;#039;The United States and Cambodia, 1870–1969: From Curiosity to Confrontation.&amp;#039;&amp;#039; Routledge, London 2004, ISBN 978-1-134-35899-1, [https://books.google.de/books?id=Aft8tzTpw_UC&amp;amp;pg=PA23 S. 23.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umland der Tempelanlage ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Angkor Satellit mit Karte.jpg|mini|Gesamtanlage [[Angkor]]s]]&lt;br /&gt;
Angkor Wat ist nur ein Teil der viel umfassenderen Gesamtanlage [[Angkor]] mit seiner Vielzahl von historischen Bauensembles, von denen [[Angkor Thom]] das größte ist (siehe auch: [[Angkor#Tempel|Tempel in Angkor]]).&lt;br /&gt;
Wie auch die anderen großen Tempelareale in Angkor, war Angkor Wat von Siedlungen umgeben. Stein als Baumaterial war allerdings religiösen Bauwerken vorbehalten, weshalb von den weltlichen Bauten, auch den Residenzen der Herrscher, keine erhalten sind.&lt;br /&gt;
Untersuchungen mit [[LIDAR]] in den Jahren 2012 und 2015 zeigten weitere Siedlungsreste.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://derstandard.at/2000038749061/Mittelalterliche-Siedlungen-in-Kambodscha-entdeckt Mittelalterliche Siedlungen in Kambodscha entdeckt] derstandard.at&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.theguardian.com/world/2016/jun/11/lost-city-medieval-discovered-hidden-beneath-cambodian-jungle Revealed: Cambodia&amp;#039;s vast medieval cities hidden beneath the jungle] theguardian.com, abgerufen am 16. Juni 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Datierung ===&lt;br /&gt;
Meist wird die Errichtung des Angkor Wat, wie oben beschrieben, König Suryavarman II. zugeschrieben. Manche Forscher datieren die Bauzeit in spätere Zeiten und weisen dazu auf stilistische und religionshistorische Studien hin. Bereits 1927 argumentierte [[Philippe Stern (Kunsthistoriker)|Philippe Stern]], dass der Stil dieses Tempels eine Verfeinerung des [[Bayon]]-Stils (spätes 12. Jahrhundert bis Mitte des 13. Jahrhunderts) darstelle und er daher später entstanden sein müsse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bauzustand ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Monks at Angkor.jpg|mini|Mönche in Angkor Wat]]&lt;br /&gt;
Die gewaltigen Bauten weisen zahlreiche Schäden auf. Witterungseinflüsse, die tropische Vegetation und menschliche Zerstörungskraft, wie die Plünderungen durch die [[Siam]]esen im 15. Jahrhundert, haben den Tempeln zugesetzt. Ein weiterer Grund für den Zerfall ist, dass sich die Khmer ab dem 13. Jahrhundert dem [[Buddhismus]] zuwandten, weshalb keine neuen Tempel mehr errichtet wurden. Hinzu kam die Abholzung sämtlicher Wälder durch die Khmer sowie Missernten durch versiegendes Wasser und den damaligen Klimawandel. Die Anlage diente aber spätestens seit dem 16. Jahrhundert als buddhistisches Heiligtum, an dem zwischen 1546 und 1747 über 40 Inschriften angebracht wurden, die Inhalte des [[Theravada]]-Buddhismus vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem es, bedingt durch die politische Lage in Kambodscha, auch in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kaum möglich war, Restaurierungsarbeiten vorzunehmen (Ausnahme war die Kampagne des [[Archaeological Survey of India]] in den 1980er Jahren), sind inzwischen unterschiedliche Organisationen damit beschäftigt, den weiteren Zerfall von Angkor Wat zu stoppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den [[Fremdenverkehr|Touristen]] gehören [[Buddhistisches Mönchtum|buddhistische Mönche]] zu den täglichen Besuchern des Tempels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baukunst ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Angkor-Wat-from-the-air.JPG|mini|Luftbild des Areals mit umgebendem Wassergraben, im Hintergrund der [[Westlicher Baray|Westliche Baray]]]]&lt;br /&gt;
Die Gebäude wurden aus kunstvoll gestaltetem [[Sandstein]] zusammengesetzt. Die zahlreichen Kanäle der Anlage dienten den Arbeitern auch dazu, die riesigen Steinbrocken mit Flößen zu transportieren. Für den Bau wurden die Blöcke mit besonderen Schleifanlagen so bearbeitet, dass sie ohne erkennbare Zwischenräume aufeinandergesetzt werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das komplette Areal misst inklusive des Wassergrabens in West-Ost-Richtung knapp 1,5 km und in Nord-Süd-Richtung knapp 1,3 km. Der Wassergraben ist zwischen 170 und 190&amp;amp;nbsp;Meter breit und umschließt das innere Areal. Er stellt nach der gängigen Interpretation den &amp;#039;&amp;#039;Ur-Ozean&amp;#039;&amp;#039; dar, womit er sich zusammen mit den zahlreichen Bauten der Tempelanlage in das Bild eines symbolischen Universums einordnet. Im Zentrum steht ein markanter Tempel mit fünf nach [[Lotus (Botanik)|Lotusblüten]] geformten Türmen ([[Prasat (Bauform)|Prasat]]), die einen [[Quincunx]] bilden. Der größte Turm ist 65&amp;amp;nbsp;m hoch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele der Tempelwände sind mit steinernen Figuren dekoriert, die Tänzerinnen – so genannte [[Apsara]]s – darstellen. Jede Figur hat eigene, besondere Merkmale, so dass sie sich untereinander nicht gleichen. Die [[Relief|Basreliefs]] der dritten Galerie weisen insgesamt mehr als 1000&amp;amp;nbsp;m² Fläche auf und stellen historische Szenen und Episoden aus dem [[Ramayana]] und [[Mahabharata]] sowie den in der Khmer-Architektur populären Schöpfungsmythos des [[Milchozean|Quirlen des Milchozeans]] dar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MG66&amp;quot;&amp;gt;{{BibISBN|272001091X|Seiten=66}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nationale Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Angkor Wat fungiert als herausragendes nationales Symbol, das repräsentativ für die Khmerkultur und das heutige kambodschanische Volk steht. Es findet sich daher als Abbildung in vielfältigen staatlichen Zusammenhängen, wie auf der Nationalflagge, den Geldscheinen. Selbst in der Zeit des Regimes der [[Rote Khmer|Roten Khmer]] war eine goldene [[Umriss|Silhouette]] des Tempels Teil der [[Flagge Kambodschas|kambodschanischen Flagge]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1990 und 2016 wurde Angkor von der privaten Firma [[SOKIMEX]] betreut, die das Gelände von der Regierung gepachtet hatte und dafür die Eintrittsgelder kassierte. Seit 2016 ist die gesamte Anlage unter staatlicher Kontrolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Galerie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Flag of Cambodia.svg|Angkor Wat auf der [[Flagge Kambodschas]]&lt;br /&gt;
 Angkor Wat Rainbow Bridge.jpg|Blick vom westlichen Damm auf die Tempelplattform&lt;br /&gt;
 500-r-kambodscha.jpg|500-[[Riel (Währung)|Riel]]-Banknote&lt;br /&gt;
 Going into angkor wat.jpg|Allee zum Haupttempel&lt;br /&gt;
 Angkor sunrise.JPG|Der Tempel am Morgen&lt;br /&gt;
 Angkor-4+.JPG|Flachrelief an der Ecke&lt;br /&gt;
 Angkor Wat, Camboya, 2013-08-15, DD 030.JPG|Innerer Hof&lt;br /&gt;
 Angkor Wat, Camboya, 2013-08-15, DD 037.JPG|Der zentrale Turm von Angkor Wat&lt;br /&gt;
 Angkor Wat upper gallery apsara.jpg|Eine Apsara in der obersten Galerie&lt;br /&gt;
 Angkor Wat, Camboya, 2013-08-16, DD 079.JPG|Morgenstimmung in Angkor Wat&lt;br /&gt;
 Angkor Wat, Camboya, 2013-08-16, DD 090.JPG|Flachrelief&lt;br /&gt;
 2016 Angkor, Angkor Wat, Stupa.jpg|[[Stupa]] im äußeren Tempelbezirk&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Helen Candee]]: &amp;#039;&amp;#039;Angkor, the Magnificent&amp;#039;&amp;#039;. Frederick A. Stokes, New York 1924.&lt;br /&gt;
* Damian Evans, C. Pottier, R. Fletcher, S. Hensley, I. Tapley, A. Milne, M. Barbetti: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.pnas.org/cgi/doi/10.1073/pnas.0702525104 A new archaeological map of the world’s largest pre-industrial settlement complex at Angkor, Cambodia.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Proceedings of the National Academy of Sciences]].&amp;#039;&amp;#039; (PNAS) Band 104, Nr. 36, 2007, {{ISSN|0027-8424}}, S. 14277–14282.&lt;br /&gt;
* Michael Falser: &amp;#039;&amp;#039;[http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/ojs/index.php/transcultural/article/view/9083 Krishna and the Plaster Cast. Translating the Cambodian Temple of Angkor Wat in the French Colonial Period].&amp;#039;&amp;#039;, Transcultural Studies, 2. 2011, S. 6–50.&lt;br /&gt;
* Michael Falser: &amp;#039;&amp;#039;Angkor Wat. A Transcultural History of Heritage.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Angkor in France. From Plaster Casts to Exhi ition Pavilions.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Angkor in Cambodia. From Jungle Find to Global Icon.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin 2020, ISBN 978-3-11-033572-9.&lt;br /&gt;
* Michael Freeman, Claude Jacques: &amp;#039;&amp;#039;Ancient Angkor.&amp;#039;&amp;#039; Asia Books-River Books, Bangkok 1999, ISBN 974-8225-27-5.&lt;br /&gt;
* [[Rolf Goetz]]: &amp;#039;&amp;#039;Die wundersame Flora rund um die kambodschanische Tempelstadt Angkor.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Palmgarten.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt 83/1. 83. Jg. 2019, ISSN 0176-8093 S. 60–69.&lt;br /&gt;
* Michel Petrotchenko: &amp;#039;&amp;#039;Focusing on the Angkor Temples.&amp;#039;&amp;#039; Amarin Printing, Bangkok 2011, ISBN 978-616-90744-0-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dokumentationen ==&lt;br /&gt;
* [https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/ancient-apocalypse-angkor-wat-100.html &amp;#039;&amp;#039;Ancient Apokalypse: Angkor Wat.&amp;#039;&amp;#039;] TV-Dokumentation von Marc Tiley; GB 2023, Deutsche Synchronfassung: [[ZDFinfo]] 2023.&lt;br /&gt;
* [https://www.zdf.de/video/dokus/wunderwerke-der-weltgeschichte-100/wunderwerke-der-weltgeschichte-angkor-wat-kambodschas-antike-tempelstadt-100 &amp;#039;&amp;#039;Wunderwerke der Weltgeschichte, Angkor Wat - Kambodschas antike Tempelstadt.&amp;#039;&amp;#039;] (Originaltitel: &amp;#039;&amp;#039;Temple d&amp;#039;Angkor Vat: Mégastructure XXL.&amp;#039;&amp;#039;) TV-Dokumentation von Marina Boyenval, F 2020, deutsche Synchronfassung D 2021 für [[ZDF]] ({{youtube|id=2LZ3EV94ARI}} permanent abrufbar).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ta Prohm Kel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikivoyage|Angkor Archäologischer Park}}&lt;br /&gt;
* {{Weblink Welterbe |Nummer=668}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.sydney.edu.au/arts/our-research/centres-institutes-and-groups/angkor-research-program.html |titel=Angkor Research Program |hrsg=[[University of Sydney]] |abruf=2020-12-19 |sprache=en |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.swrfernsehen.de/schaetze-der-welt/angkor-vat-kambodscha-folge-7-100.html |titel=Angkor Vat, Kambodscha |titelerg=([[Schätze der Welt]], Folge 7) |werk=[[SWR Fernsehen|swrfernsehen.de]] |datum=2010-12-03 |abruf=2020-12-19 |format=Streaming-Video; 13:18&amp;amp;nbsp;Minuten |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{DDB-Suche|&amp;quot;Angkor Wat&amp;quot;}}&lt;br /&gt;
* {{Sketchup|1a78c6f702dba5c7d93505b327f6553d}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Johannes Marchl |url=https://media.neuland.br.de/file/1813426/c/website/angkor-die-raetselhafte-stadt.mp3 |titel=Angkor – die rätselhafte Stadt |werk=[[Bayern 2|Bayern-2]]-Sednung „[[Radiowissen|radioWissen]]“ |datum=2020-12-21 |abruf=2020-12-19 |format=mp3-Audio; 21,4&amp;amp;nbsp;MB; 23:17&amp;amp;nbsp;Minuten |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=13.41246 |EW=103.86677 |type=landmark |region=KH}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4386310-3|LCCN=sh/91/005313|NDL=|VIAF=249376582}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kambodschanische Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hinduistischer Tempel in Kambodscha]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buddhistischer Tempel in Kambodscha]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buddhistischer Wallfahrtsort]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Kambodscha]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Asien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buddhistischer Tempel in Asien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Welterbe Angkor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hinduistischer Tempel in Asien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz (Angkor)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geisterstadt]]&lt;/div&gt;</summary>
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