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	<title>Angioplastie - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-11-09T20:08:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+Wikt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Angioplastie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;perkutane transluminale Angioplastie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PTA&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, perkutan: [[latein]]isch &amp;#039;&amp;#039;durch intakte Haut&amp;#039;&amp;#039;; transluminal: lateinisch &amp;#039;&amp;#039;innerhalb der Lichtung des Gefäßes verlaufend&amp;#039;&amp;#039;; Angioplastie: {{grcS|&amp;#039;&amp;#039;αγγειοπλαστεία&amp;#039;&amp;#039;}}, ursprünglich „das Töpfern“, „die Gefäßschaffung“, hier im Sinne von „Aufweitung“, vergleiche [[Angiogenese]], [[Vaskulogenese]]), ist ein Verfahren zur Erweiterung oder Wiedereröffnung verengter oder verschlossener [[Blutgefäß]]e (meistens [[Arterie]]n, seltener auch [[Vene]]n) mittels Ballondilatation oder anderer Verfahren (Laser, [[Thrombektomiekatheter]] usw.). Der Ziel sollte eine Reststenose von nicht über 30 % bzw. ein [[Druckgradient]] von nicht über 10 mmHg sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Kessel 2010, Seite 66&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Ballonkatheter]] werden fast immer von der Leiste aus über einen Führungsdraht und Führungskatheter in die [[Stenose]] (Engstelle) platziert und mit Druck (8–12 [[Bar (Einheit)|bar]]) aufgeblasen, hierdurch wird meist die Engstelle beseitigt und eine Operation vermieden. Zusätzlich werden häufig [[Stent]]s (Drahtgeflechte, die das Gefäß von innen schienen und offen halten sollen) implantiert ([[Stentangioplastie]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An den Herzkranzgefäßen spricht man von einer perkutanen transluminalen &amp;#039;&amp;#039;Koronar&amp;#039;&amp;#039;angioplastie (PTCA).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Koronarangioplastie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Angioplasty-scheme.svg|mini|hochkant|PTCA&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;A vor&amp;lt;br /&amp;gt;B während und&amp;lt;br /&amp;gt;C nach Dilatation&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Einengung eines Seitenastes („[[Schneepflugphänomen]]“) ist eine mögliche Komplikation.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Perkutane transluminale Koronarangioplastie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (PTCA), auch {{enS|percutaneous coronary intervention}} (dt.: Perkutane Koronarintervention, PCI) werden Techniken zur Erweiterung eines verengten oder Wiedereröffnung eines verschlossenen [[Herzkranzgefäß]]es ohne offene Operation genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die PTCA wird im Rahmen einer [[Herzkatheteruntersuchung]] nach einer [[Koronarangiographie]] durchgeführt. Durch einen von der Leistenarterie ([[Arteria femoralis]]) oder über die Unterarmarterie ([[Arteria radialis]]) eingeführten speziellen Führungskatheter wird ein [[Ballonkatheter]] vorgeschoben. An dessen [[Lage- und Richtungsbezeichnungen#Generelle Lage- und Richtungsbezeichnungen|distalem]] Ende befindet sich ein Ballon, der in der Gefäßverengung (&amp;#039;&amp;#039;[[Stenose]]&amp;#039;&amp;#039;) mit ca. 8–12 [[Bar (Einheit)|bar]] expandiert wird. Die Verengung wird dadurch erweitert und ein ungestörter Blutfluss ermöglicht. Hierbei macht man sich auch die Elastizität der Gefäße zu Nutze: die am [[Arteriosklerose|Plaque]] befindlichen Kalkanlagerungen werden in die Gefäßwand gedrückt und verbleiben dort. Um eine erneute Verengung zu verhindern, wird heutzutage meist ein [[Stent]] implantiert. Die präventive Anlage eines Stents kann hierbei die Prognose deutlich verbessern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DOI10.1056/NEJMoa1305520&amp;quot;&amp;gt;David S. Wald, Joan K. Morris, Nicholas J. Wald, Alexander J. Chase, Richard J. Edwards, Liam O. Hughes, Colin Berry, Keith G. Oldroyd: &amp;#039;&amp;#039;Randomized Trial of Preventive Angioplasty in Myocardial Infarction.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[New England Journal of Medicine]].&amp;#039;&amp;#039; 2013, S.&amp;amp;nbsp;130901000028008, [[doi:10.1056/NEJMoa1305520]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Abhängig vom Stenoseort, der Gefäßgröße, Vorerkrankungen wie [[Diabetes mellitus]] werden mit [[Stent#Mit Medikamenten beschichtete (medikamentenfreisetzende) Stents (drug eluting stents)|Medikamenten beschichtete Stents]], in seltenen Fällen, z.&amp;amp;nbsp;B. bei erneuter Enge in einem Stent (In-Stent-Restenose) werden auch mit [[Medikament-freisetzender Ballonkatheter|Medikamenten beschichtete Ballons]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selten werden Laser oder Diamantbohrer ([[Rotablation]]) statt des Ballonkatheters eingesetzt, um die Stenose zu beseitigen oder für eine klassische PTCA vorzubereiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine PTCA wird als geplanter Eingriff bei der chronischen [[Koronare Herzkrankheit|koronaren Herzkrankheit]] zur Verbesserung der Symptome und als lebensrettender Notfalleingriff beim akuten [[Herzinfarkt]] (dann als Akut-PTCA bezeichnet) durchgeführt. Bei akutem Koronarsyndrom kann mit einer frühen PTCA die Überlebensrate verbessert und die Zahl der Reinfarkte gesenkt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Chris P. Gale, Alexander Parkhomenko, Aylin Yildirir, Mohamed Sami Mourali, Raban Jeger |Titel=2017 ESC Guidelines for the management of acute myocardial infarction in patients presenting with ST-segment elevation The Task Force for the management of acute myocardial infarction in patients presenting with ST-segment elevation of the European Society of Cardiology (ESC) |Sammelwerk=European Heart Journal |Band=39 |Nummer=2 |Datum=2018-01-07 |ISSN=0195-668X |Seiten=119–177 |DOI=10.1093/eurheartj/ehx393}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Gemäß dem [[Occluded Artery Trial]] ist eine Gefäßeröffnung nicht mehr sinnvoll, wenn seit dem Infarkt mehr als zwei Tage vergangen sind. Ist eine PTCA nicht möglich, wird ein [[Koronararterien-Bypass]] durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ballondilatation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der [[Ballonkatheter|Ballondilatation]] im Rahmen einer PTA versteht man in der interventionellen [[Radiologie]], der [[Kardiologie]] und der [[Angiologie]] eine Methode zur Aufdehnung krankhaft verengter Blutgefäße mittels eines an einem Gefäßkatheter angebrachten Ballons, der erst an der [[Stenose|verengten]] Stelle entfaltet wird. Dazu wird der Füllungsdruck des Ballons mit wässriger Flüssigkeit langsam auf einen Wert von 6–20&amp;amp;nbsp;bar erhöht. Dabei wird der Katheter z.&amp;amp;nbsp;B. über eine [[Femoralarterie]] (Beinschlagader) eingeführt und unter Röntgenkontrolle zur verengten Stelle vorgeschoben. Das Verfahren dient dazu, Engstellen, die v.&amp;amp;nbsp;a. durch [[Atherosklerose|atherosklerotische]] Veränderungen („Gefäßverkalkung“) entstehen, so aufzudehnen, dass sie den Blutstrom nicht mehr oder weniger stark behindern. Entwickelt wurde das Verfahren vom deutschen Kardiologen [[Andreas Grüntzig]] und 1977&amp;lt;ref&amp;gt;A. Grüntzig: &amp;#039;&amp;#039;Die perkutane transluminale Rekanalisation chronischer Arterienverschlüsse mit einer neuen Dilatationstechnik.&amp;#039;&amp;#039; Baden-Baden/Köln/New York 1977.&amp;lt;/ref&amp;gt; bekanntgemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moderne Methoden im Bereich der Kunststoffverarbeitung ermöglichen die Konstruktion und Weiterentwicklung solcher Ballons, um die Qualität individuell auf die Bedürfnisse der Patienten anzupassen. Wichtig ist hierbei die Flexibilität der Ballons sowie ihre Druckfestigkeit. Eine weltweit verbreitete Form ist der Monorail-Ballonkatheter nach [[Tassilo Bonzel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anwendung ===&lt;br /&gt;
Zur Anwendung kommt die Methode bei für die jeweilige Organversorgung wichtigen Arterien ([[Schlagader]]n) wie&lt;br /&gt;
* der [[Aorta descendens]] (bei [[Aortenisthmusstenose]], ISTA)&lt;br /&gt;
* den [[Arteria carotis communis|Halsschlagadern]] (bei Hirndurchblutungsstörungen bzw. Schlaganfällen),&lt;br /&gt;
* den [[Nierenarterie]]n (u.&amp;amp;nbsp;a. bei einer Form von [[Bluthochdruck]]),&lt;br /&gt;
* den Becken- und [[Arteria femoralis|Oberschenkelarterien]] (bei [[Periphere arterielle Verschlusskrankheit|peripherer arterieller Verschlusskrankheit]], pAVK) oder&lt;br /&gt;
* den [[Koronararterie|Herzkranzgefäßen]] (bei [[Koronare Herzkrankheit|Koronarer Herzkrankheit]], KHK).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Drug Eluting Balloons ====&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Medikamenten-beschichtete Ballonkatheter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Medikament-freisetzende Ballonkatheter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (engl. &amp;#039;&amp;#039;drug-eluting balloon&amp;#039;&amp;#039;, kurz DEB, oder &amp;#039;&amp;#039;drug-coated balloon&amp;#039;&amp;#039;) ist eine Weiterentwicklung der herkömmlichen Ballonkatheter.&amp;lt;ref&amp;gt;Bruno Scheller et al.: &amp;#039;&amp;#039;Treatment of Coronary In-Stent Restenosis with a Paclitaxel-Coated Balloon Catheter.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;N Engl J Med&amp;#039;&amp;#039;. 2006 Nov 16;355(20):2113-24. PMID 17101615, [http://content.nejm.org/cgi/content/full/355/20/2113 Volltext]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Bruno Scheller et al.: &amp;#039;&amp;#039;Two year follow-up after treatment of coronary in-stent restenosis with a paclitaxel-coated balloon catheter.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Clinical Research in Cardiology]]&amp;#039;&amp;#039; 2008 [[doi:10.1007/s00392-008-0682-5]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Ballonoberfläche ist hierbei mit einem Medikament beschichtet, das an der Stelle der [[Stenose|Gefäßverengung]] aufgetragen wird. Zurzeit wird das [[Zytostatikum]] [[Paclitaxel]] verwendet. Das Medikament soll ein gefäßverengendes Überwuchern der erweiterten Stelle verhindern. Im Gegensatz zur [[Stent]]-Therapie verbleibt nach dem Eingriff kein mechanisch wirkender Fremdkörper im Körper. Der Einsatz beschränkt sich zurzeit auf In-Stent-[[Restenose]] und Gefäßaufzweigungen (Bifurkationen) im Koronarbereich sowie Nierenarterien, [[Arteria femoralis|Femoralarterien]] und Unterschenkelarterien im peripheren Bereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Komplikationen ==&lt;br /&gt;
Mögliche Komplikationen sind die Gefäßruptur (unter 1 %), Embolisation durch abgelöste Cholesterolfragmente (unter 1 %) und örtliche Komplikationen an der Einstichstelle (bis 8 %). Die Stents können sich verschieben oder brechen.&amp;lt;ref&amp;gt;Kessel 2020, Seiten 69–70&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der innere Teil der Gefäßwand ([[Intima]]) kann einreißen, das Gefäßlumen kann hierbei im schlimmsten Fall komplett verlegt werden. Bei Eingriffen am Herzen kann es zu einer Blutung in den Herzbeutel mit möglicher [[Herzbeuteltamponade|Tamponade]] oder ins Gewebe kommen. Ggf. muss hier gefäß- oder kardiochirurgisch eingegriffen werden. Bei der Aufdehnung eines Gefäßes in der Nähe einer Aufzweigung kann die Aufdehnung eines Hauptastes zum Verschluss eines Seitenastes führen (vergleiche [[Schneepflugphänomen]]). Dies wird bei kleinen Ästen häufig billigend in Kauf genommen. Sind zwei gleichwertige Gefäße betroffen, gibt es Techniken, dies zu vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirksamkeit ==&lt;br /&gt;
Die Wirksamkeit einer Angioplastie ist abhängig von der klinischen Situation, in der sie durchgeführt wird. Als Therapieerfolg wird dabei nicht die technische Eröffnung oder Erweiterung eines Blutgefäßes betrachtet, sondern die Symptombesserung oder auch Lebensverlängerung der Patienten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Akuter Myokardinfarkt ===&lt;br /&gt;
Beim akuten [[Myokardinfarkt]] ist die schnellstmögliche Eröffnung der verschlossenen Herzkranzarterie der Standard der Therapie und hat zu einer drastischen Reduktion der Sterblichkeit von Infarktpatienten geführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ESC-STEMI&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Borja Ibanez et al. |Titel=2017 ESC Guidelines for the management of acute myocardial infarction in patients presenting with ST-segment elevation |Sammelwerk=European Heart Journal |Band=39 |Nummer=2 |Datum=2018-01-07 |Seiten=119-177 |DOI=10.1093/eurheartj/ehx393}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;ESC-NSTEMI&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jean-Philippe Collet et al. |Titel=2020 ESC Guidelines for the management of acute coronary syndromes in patients presenting without persistent ST-segment elevation |Sammelwerk=European Heart Journal |Band=42 |Nummer=14 |Datum=2021-04-07 |Seiten=1289-1367 |DOI=10.1093/eurheartj/ehaa575}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chronische Angina pectoris ===&lt;br /&gt;
1999 stellte die MASS-Studie keine Reduktion von Tod oder Infarkten durch Koronoarangioplastie fest.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=W. A. Hueb, G. Bellotti, S. A. de Oliveira, S. Arie, C. P. de Albuquerque |Titel=The Medicine, Angioplasty or Surgery Study (MASS): a prospective, randomized trial of medical therapy, balloon angioplasty or bypass surgery for single proximal left anterior descending artery stenoses |Sammelwerk=Journal of the American College of Cardiology |Band=26 |Nummer=7 |Datum=1995-12 |ISSN=0735-1097 |Seiten=1600–1605 |DOI=10.1016/0735-1097(95)00384-3 |PMID=7594092}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1997 kam die RITA-2-Studie zu dem Ergebnis, dass Angioplastie zwar die Symptome mildere, jedoch die Patienten einem erhöhten Risiko aussetze, was gegeneinander abgewogen werden müsse.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Coronary angioplasty versus medical therapy for angina: the second Randomised Intervention Treatment of Angina (RITA-2) trial. RITA-2 trial participants |Sammelwerk=[[The Lancet]] |Band=350 |Nummer=9076 |Datum=1997-08-16 |ISSN=0140-6736 |Seiten=461–468 |PMID=9274581}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die MASS-II-Studie von 2004 schlussfolgert nach einem Jahr Follow-up, dass eine Angioplastie nicht besser half als eine medikamentöse Behandlung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Whady Hueb, Paulo R. Soares, Bernard J. Gersh, Luiz A. M. César, Protásio L. Luz |Titel=The medicine, angioplasty, or surgery study (MASS-II): a randomized, controlled clinical trial of three therapeutic strategies for multivessel coronary artery disease: one-year results |Sammelwerk=Journal of the American College of Cardiology |Band=43 |Nummer=10 |Datum=2004-05-19 |ISSN=0735-1097 |Seiten=1743–1751 |DOI=10.1016/j.jacc.2003.08.065 |PMID=15145093}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch nach 5 Jahren Follow-up lieferte eine Angioplastie keine Vorteile gegenüber einer medikamentösen Behandlung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Whady Hueb, Neuza Helena Lopes, Bernard J. Gersh, Paulo Soares, Luiz A. C. Machado |Titel=Five-year follow-up of the Medicine, Angioplasty, or Surgery Study (MASS II): a randomized controlled clinical trial of 3 therapeutic strategies for multivessel coronary artery disease |Sammelwerk=Circulation |Band=115 |Nummer=9 |Datum=2007-03-06 |ISSN=1524-4539 |Seiten=1082–1089 |DOI=10.1161/CIRCULATIONAHA.106.625475 |PMID=17339566}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine randomisierte Studie mit 2287 Probanden zeigte 2007 keine Vorteile einer Angioplastie gegenüber einer medikamentösen Behandlung für Patienten mit stabiler [[Koronare Herzkrankheit|koronarer Herzkrankheit]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=William E. Boden, Robert A. O’Rourke, Koon K. Teo, Pamela M. Hartigan, David J. Maron |Titel=Optimal medical therapy with or without PCI for stable coronary disease |Sammelwerk=The New England Journal of Medicine |Band=356 |Nummer=15 |Datum=2007-04-12 |ISSN=1533-4406 |Seiten=1503–1516 |DOI=10.1056/NEJMoa070829 |PMID=17387127}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Meta-Analyse von 2013 kommt zu dem Schluss, dass aufgrund des unbelegten Nutzens der Angioplastie, eine medikamentöse Behandlung vorzuziehen sei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Sabu Thomas, Rohit Gokhale, William E. Boden, P. J. Devereaux |Titel=A meta-analysis of randomized controlled trials comparing percutaneous coronary intervention with medical therapy in stable angina pectoris |Sammelwerk=The Canadian Journal of Cardiology |Band=29 |Nummer=4 |Datum=2013-04 |ISSN=1916-7075 |Seiten=472–482 |DOI=10.1016/j.cjca.2012.07.010 |PMID=23010084}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Meta-Analyse von 2014, die 5 Studien mit 5286 Probanden umfasste, konnte gegenüber einer medikamentösen Behandlung keine Vorteile einer Angioplastie erkennen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Kathleen Stergiopoulos, William E. Boden, Pamela Hartigan, Sven Möbius-Winkler, Rainer Hambrecht |Titel=Percutaneous coronary intervention outcomes in patients with stable obstructive coronary artery disease and myocardial ischemia: a collaborative meta-analysis of contemporary randomized clinical trials |Sammelwerk=JAMA internal medicine |Band=174 |Nummer=2 |Datum=2014-02-01 |ISSN=2168-6114 |Seiten=232–240 |DOI=10.1001/jamainternmed.2013.12855 |PMID=24296791}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 2019 kommen die Autoren eines Artikels in der Fachzeitschrift der &amp;#039;&amp;#039;British Cardiac Society&amp;#039;&amp;#039; zu dem Schluss, dass bislang keine Evidenz vorliege, dass eine Angioplastie Symptome mildern könne.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Rasha K. Al-Lamee, Alexandra N. Nowbar, Darrel P. Francis |Titel=Percutaneous coronary intervention for stable coronary artery disease |Sammelwerk=Heart (British Cardiac Society) |Band=105 |Nummer=1 |Datum=2019-01 |ISSN=1468-201X |Seiten=11–19 |DOI=10.1136/heartjnl-2017-312755 |PMID=30242142}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Grund für die mangelnde Wirksamkeit sehen Experten, dass die meisten Infarkte nicht von den Arterien ausgelöst werden, in welchen der Blutfluss behindert ist. Eine Angioplastie werde jedoch meist nur auf letztere angewendet. Die eigentlich den Infarkt auslösenden [[Stenose]]n würden daher gar nicht behandelt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Torsten Doenst, Axel Haverich, Patrick Serruys, Robert O. Bonow, Pieter Kappetein |Titel=PCI and CABG for Treating Stable Coronary Artery Disease: JACC Review Topic of the Week |Sammelwerk=Journal of the American College of Cardiology |Band=73 |Nummer=8 |Datum=2019-03-05 |ISSN=1558-3597 |Seiten=964–976 |DOI=10.1016/j.jacc.2018.11.053 |PMID=30819365}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Idee der Angioplastie liege die falsche Vorstellung zugrunde, dass die Arterien erst langsam an einer Stelle verstopfen, dann eine [[Angina pectoris]] hervorriefen und anschließend von dieser Stelle ein Herzinfarkt ausginge.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michael B. Rothberg |Titel=Coronary artery disease as clogged pipes: a misconceptual model |Sammelwerk=Circulation. Cardiovascular Quality and Outcomes |Band=6 |Nummer=1 |Datum=2013-01-01 |ISSN=1941-7705 |Seiten=129–132 |DOI=10.1161/CIRCOUTCOMES.112.967778 |PMID=23322809}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hals/Kopf ===&lt;br /&gt;
Die technischen Ergebnisse an den [[Halsschlagader]]n sind sehr gut; etwa 80 % der behandelten Gefäße bleiben über längere Zeit offen. Das gilt auch für die kleineren Gefäße innerhalb des Kopfes.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michael P. Marks, Joan C. Wojak, Firas Al-Ali, Mahesh Jayaraman, Mary L. Marcellus, John J. Connors, Huy M. Do |Titel=Angioplasty for Symptomatic Intracranial Stenosis |Sammelwerk=Stroke |Band=37 |Nummer=4 |Datum=2006-04 |Seiten=1016–1020 |DOI=10.1161/01.STR.0000206142.03677.c2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei symptomatischen Patienten ist die Indikation daher schon bei moderaten Verengungen ([[Arteria carotis interna]]: mindestens 50 %) gesichert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ross Naylor, Barbara Rantner et al. |Titel=European Society for Vascular Surgery (ESVS) 2023 Clinical Practice Guidelines on the Management of Atherosclerotic Carotid and Vertebral Artery Disease |Sammelwerk=European Journal of Vascular and Endovascular Surgery: The Official Journal of the European Society for Vascular Surgery |Band=65 |Nummer=1 |Datum=2023-01 |ISSN=1532-2165 |Seiten=7–111 |DOI=10.1016/j.ejvs.2022.04.011 |PMID=35598721}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wolfgang Reith, Armin Bachhuber |Titel=Aktuelle Studienlage und S3-Leitlinie Schlaganfall |Sammelwerk=Die Radiologie |Band=65 |Nummer=2 |Datum=2025-01-25 |ISSN=2731-7056 |Seiten=94–99 |DOI=10.1007/s00117-024-01415-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der klinische Erfolg hängt von der Ausdehnung und dem Alter des Schlaganfalls ab. Die Indikation für vorbeugende Eingriffe bei asymptomatischen Patienten ist umstritten, da hier das signifikante Risiko für Komplikationen gegen den fraglichen Nutzen abzuwiegen ist. Das Schlaganfallrisiko liegt auch ohne Eingriff nur bei 1 %/Jahr, und jeder zweite Schlaganfall entsteht durch Verschlüsse anderswo, nicht an der diskutierten Verengung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=John D. Barr, John J. Connors, David Sacks, Joan C. Wojak, Gary J. Becker, John F. Cardella, Bohdan Chopko, Jacques E. Dion, Allan J. Fox, Randall T. Higashida, Robert W. Hurst, Curtis A. Lewis, Terence A. S. Matalon, Gary M. Nesbit, J. Arliss Pollock, Eric J. Russell, David J. Seidenwurm, Robert C. Wallace, SIR Standards of Practice Committees |Titel=Quality improvement guidelines for the performance of cervical carotid angioplasty and stent placement |Sammelwerk=AJNR. American journal of neuroradiology |Band=24 |Nummer=10 |Datum=2003 |ISSN=0195-6108 |Seiten=2020–2034 |PMC=8148938 |PMID=14625227}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eingeweidearterien ===&lt;br /&gt;
An den Nierenarterien werden technisch ausgezeichnete Resultate bis 100 % erzielt, ebenso in Bezug auf den klinischen Nutzen bei renaler [[Hypertonie]]. Eine chronische [[Niereninsuffizienz]] bessert sich nach dem Eingriff nur in etwa einem Drittel der Patienten.&amp;lt;ref&amp;gt;Kessel 2010, Seite 150&amp;lt;/ref&amp;gt; Für die [[Mesenterialarterie]]n gibt es sehr gute Ergebnisse, mit klinischer Symptomfreiheit zunächst über 90 %, nach 30 Monaten noch 54 %.&amp;lt;ref&amp;gt;Kessel 2010, Seite 162&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Extremitäten ===&lt;br /&gt;
An der [[Bauchaorta]] und den [[Beckenarterie]]n werden initiale Erfolgsraten von bis zu 100 % berichtet, nach 5 Jahren noch 70–85 %. (Seite 95) Am Oberschenkel sind es initial 85–95 %, nach 5 Jahren 42–55 % je nach vorherigem Verschlussgrad, bei Anwendung von Stents etwas höher.&amp;lt;ref&amp;gt;Kessel 2010, Seite 108&amp;lt;/ref&amp;gt; Unterhalb des Kniegelenkes können nur etwa 20 % der Gefäße wie gewünscht erweitert werden. Immerhin können durch solche Eingriffe noch 70 % der Extremitäten über 2 Jahre ohne Amputation erhalten werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Kessel 2010, Seiten 138–139&amp;lt;/ref&amp;gt; Für die Angioplastie der [[Arteria subclavia]] und [[Arteria axillaris]], die den Arm versorgen, gibt es keine randomisierten Studien. In Fallserien sind Eröffnungsraten von 80 % mit gutem Langzeitverlauf beschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;Kessel 2010, Seite 205&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Thrombektomie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Robert A. Morgan, Eric Walser (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbook of Angioplasty and Stenting Procedures&amp;#039;&amp;#039;. Springer, London 2010, ISBN 978-1-84800-398-9, E-Book: ISBN 978-1-84800-399-6. [[doi:10.1007/978-1-84800-399-6]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Angioplasty|Angioplastie}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://www.cirse.org/index.php?pid=85 Cardiovascular and Interventional Radiological Society of Europe]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4134337-2|LCCN=sh85005031}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Therapeutisches Verfahren in der Radiologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Therapeutisches Verfahren in der Kardiologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Therapeutisches Verfahren in der Angiologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Invasives Therapieverfahren]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Yoursmile</name></author>
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