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	<title>Angina pectoris - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T14:25:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Angina_pectoris&amp;diff=81105&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-10245-30: /* Epidemiologie */ Sonst hätte Deutschland 100.000.000 Einwohner. Die deutsche Bevölkerung 2022 ist älter als die &quot;europäische Standardbevölkerung 2013&quot;, siehe Quelle.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Angina_pectoris&amp;diff=81105&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-02-15T08:42:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Epidemiologie: &lt;/span&gt; Sonst hätte Deutschland 100.000.000 Einwohner. Die deutsche Bevölkerung 2022 ist älter als die &amp;quot;europäische Standardbevölkerung 2013&amp;quot;, siehe Quelle.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt das medizinische Symptom. Die Rockgruppe ist unter dem Namen [[The Angina Pectoris]] zu finden.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
| 01-CODE = I20&lt;br /&gt;
| 01-BEZEICHNUNG = Angina pectoris&lt;br /&gt;
| 02-CODE = I20.0&lt;br /&gt;
| 02-BEZEICHNUNG = Instabile Angina pectoris&lt;br /&gt;
| 03-CODE = I20.1&lt;br /&gt;
| 03-BEZEICHNUNG = Angina pectoris mit nachgewiesenem Koronarspasmus&lt;br /&gt;
| 04-CODE = I20.8&lt;br /&gt;
| 04-BEZEICHNUNG = Sonstige Formen der Angina pectoris&lt;br /&gt;
| 05-CODE = I20.9&lt;br /&gt;
| 05-BEZEICHNUNG = Angina pectoris, nicht näher bezeichnet&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Infobox International Classification of Diseases 11&lt;br /&gt;
| Code-01 = BA40&lt;br /&gt;
| Data-01 = Angina pectoris&lt;br /&gt;
| Code-02 = BA40.0&lt;br /&gt;
| Data-02 = Instabile Angina pectoris&lt;br /&gt;
| Code-03 = BA40.1&lt;br /&gt;
| Data-03 = Stabile Angina pectoris&lt;br /&gt;
| Code-04 = BA40.Y&lt;br /&gt;
| Data-04 = Sonstige näher bezeichnete Angina pectoris&lt;br /&gt;
| Code-05 = BA40.Z&lt;br /&gt;
| Data-05 = Angina pectoris, nicht näher bezeichnet&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Blausen 0022 Angina.png|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Angina pectoris&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;AP&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, lateinisch für „Brustenge“, von &amp;#039;&amp;#039;angor&amp;#039;&amp;#039; „Beklemmung, Angst“, und &amp;#039;&amp;#039;pectus&amp;#039;&amp;#039; „Brust“; auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stenokardie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref&amp;gt;{{dwds.de |Stichwort=Angina pectoris}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{dwds.de |Stichwort=Stenokardie}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ist ein anfallartiger [[Brustschmerz|Schmerz in der Brust]], der durch eine Durchblutungsstörung des Herzens typischerweise im Rahmen einer [[Koronare Herzkrankheit|koronaren Herzkrankheit]] (KHK) ausgelöst wird. Meist beruht diese auf einer [[Stenose|Engstelle]] eines oder mehrerer [[Koronargefäß|Herzkranzgefäße]]. Angina pectoris ist somit ein [[Symptom]] bzw. die Bezeichnung für die klinischen Symptome einer akuten [[Koronarinsuffizienz]]. Medikamente zur Behandlung der Angina pectoris werden als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Antianginosa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Benennung als „Angina pectoris“ stammt von [[William Heberden]], der 1768 diesen Symptomenkomplex beschrieben hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans Hugo Lauer|Hans H. Lauer]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichtliches zur Koronarsklerose.&amp;#039;&amp;#039; BYK Gulden, Konstanz 1971 (Aus dem Institut für Geschichte der Medizin der Universität Heidelberg), S. 20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Veraltete Synonyme sind &amp;#039;&amp;#039;Herzbräune&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Brustbräune&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedrich Ludwig Kreysig]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte einer Brustbräune (angina pectoris oder Syncope Anginosa Parry) nebst Leichenöffnung.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Ernst Horn (Mediziner)|Ernst Horn]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Archiv für medizinische Erfahrung.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1803.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans Hugo Lauer|Hans H. Lauer]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichtliches zur Koronarsklerose.&amp;#039;&amp;#039; BYK Gulden, Konstanz 1971 (Aus dem Institut für Geschichte der Medizin der Universität Heidelberg), S. 20.&amp;lt;/ref&amp;gt; und &amp;#039;&amp;#039;Herzbeklemmung&amp;#039;&amp;#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Epidemiologie ==&lt;br /&gt;
2022 lebten in Deutschland gemäß einer Hochrechnung der [[Allgemeine Ortskrankenkasse|AOK]] 4,9 Millionen Erwachsene über 30 Jahren mit koronarer (ischämischer) Herzkrankheit, wobei Regionen in Ostdeutschland (außer Berlin) und das Saarland überdurchschnittlich viele Erkrankungsfälle aufwiesen. Die wichtigsten Risikofaktoren sind Alter, [[Tabakrauchen]] und niedriges Einkommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor= |Titel=Gesundheitsatlas Deutschland Koronare Herzkrankheit |Hrsg=K. Schüssel, H. Weirauch, A. Schlotmann, G. Brückner, H. Schröder |Verlag=Wissenschaftliches Institut der AOK |Ort=Berlin |Datum=2022}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die koronare Herzkrankheit ist weltweit die häufigste Todesursache. Industrieländer haben höhere Erkrankungsraten, Deutschland im europäischen Vergleich überdurchschnittlich. Allerdings sank die Sterblichkeit über die letzten Jahrzehnte ab, bedingt durch verminderte Risikofaktoren und bessere medizinische Versorgung. 2022 gab es 126.000 Todesfälle durch KHK, entsprechend 126 pro 100.000 Einwohner (altersstandardisiert).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gbe.rki.de/DE/Themen/Gesundheitszustand/KoerperlicheErkrankungen/HerzKreislaufErkrankungen/KoronareHerzerkrankungSterblichkeit/koronareHerzerkrankungSterblichkeit_node.html?darstellung=0&amp;amp;kennzahl=1&amp;amp;zeit=2022&amp;amp;geschlecht=0&amp;amp;standardisierung=3 |titel=Koronare Herzkrankheit: Sterblichkeit |werk=Gesundheitsberichterstattung |hrsg=Robert-Koch-Institut |datum=2025 |abruf=2025-05-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 2023 wies die [[Todesursachenstatistik]] in Deutschland für die chronische [[Koronare Herzkrankheit|KHK]] 21 % und den akuten [[Myokardinfarkt]] 13 % der Todesfälle aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Gesundheit/Todesursachen/Tabellen/sterbefaelle-herz-kreislauf-erkrankungen-insgesamt.html |titel=Die 10 häufigsten Todesfälle durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen |hrsg=Statistisches Bundesamt |datum=2024-08-19 |sprache=de |abruf=2025-05-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Patienten mit einer stabilen Angina pectoris hatten 2003 eine jährliche Sterblichkeit von 2–3 %.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Erdmann&amp;quot;&amp;gt;[[Erland Erdmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Klinische Kardiologie: Krankheiten des Herzens, des Kreislaufs und der herznahen Gefäße.&amp;#039;&amp;#039; Springer Verlag, Berlin/Heidelberg 2011, ISBN 978-3-642-16481-1, S. 14 ({{Google Buch |BuchID=pRkjBAAAQBAJ |Seite=PA14 |Hervorhebung=Angina pectoris Epidemiologie |Linktext=Vorschau}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pathophysiologie ==&lt;br /&gt;
Bei den meisten Patienten besteht eine [[Koronarsklerose]], deren Zusammenhang mit der Angina pectoris Ende des 18. Jahrhunderts von [[Caleb Hillier Parry]] erstmals ausführlicher dargestellt wurde. Unter der Belastung kommt es zu einer Minderdurchblutung ([[Ischämie]]) des Gewebes und dadurch zu den typischen Symptomen. Eine Sonderform ist die [[Prinzmetal-Angina]], hier wird eine vorübergehende Ischämie des [[Myokard]]s durch einen [[Spasmus]] der Koronararterien ausgelöst. Die Dauer eines solchen Anfalls liegt zwischen Sekunden und Minuten. Auch das „[[Mikrovaskuläre Angina pectoris|Kardiale Syndrom&amp;amp;nbsp;X]]“ löst eine Angina pectoris aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome ==&lt;br /&gt;
[[Datei:AMI pain front.png|mini|Typische Schmerzlokalisation und ‑intensität bei Angina pectoris&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:#8B0000&amp;quot;&amp;gt;Rot:&amp;lt;/span&amp;gt; häufig und stark&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:#FE8080&amp;quot;&amp;gt;Rosa:&amp;lt;/span&amp;gt; selten und schwächer]]&lt;br /&gt;
[[Datei:AMI pain back.png|mini|Typische Schmerzlokalisation am Rücken]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angina pectoris tritt bei den Betroffenen regelmäßig bei körperlicher Belastung ab einer individuellen Grenze auf, seltener unter psychischer Belastung. Setzt oder legt der Kranke sich hin, hört der Schmerz auf (sogenannte „typische AP“). Schmerzen aus anderen Ursachen sind nicht in dieser Form belastungsabhängig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine schon in Ruhe spürbare AP gilt als „instabil“, d.&amp;amp;nbsp;h. es droht unmittelbar ein Herzinfarkt. Die Schmerzen werden oft als Brennen, „[[Refluxösophagitis|Sodbrennen]]“, Reißen oder krampfartiger Druck in der [[Herz]]gegend ([[Kardialgie]]) beschrieben, nicht links, sondern mittig hinter dem [[Sternum|Brustbein]]. Es kann aber auch vorkommen, dass der Schmerz in Schultern und Oberarmen, Halsregion, in den Oberbauch und Rücken verortet wird. Dazu klagen die Betroffenen über Atemnot, kalten Schweißausbruch und Todesangst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Nitroglycerin]] erweitert die Blutgefäße und kann einen AP-Anfall unterbrechen, was die Diagnostik erleichtert. Viele Herzkranke führen ein Sprühfläschen mit diesem Medikament („Nitro-Spray“) ständig mit sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brustschmerzen mit unsicherer Belastungsabhängigkeit werden als atypische Angina pectoris bezeichnet, solche mit ganz anderer Charakteristik als „nichtangiöser Brustschmerz“. Dieser Einstufung folgend sind die Wahrscheinlichkeiten für eine koronare Herzkrankheit für Männer und Frauen verschiedener Lebensalter tabelliert. Aus der Vortest-Wahrscheinlichkeit ergibt sich die Indikation für apparative Untersuchungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christian Albus, Jörg Barkhausen, Eckart Fleck, Jörg Haasenritter, Oliver Lindner, Sigmund Silber |Titel=The Diagnosis of Chronic Coronary Heart Disease |Sammelwerk=Deutsches Ärzteblatt international |Datum=2017-10-20 |ISSN=1866-0452 |DOI=10.3238/arztebl.2017.0712 |PMC=5686296 |PMID=29122104 |Online=https://www.aerzteblatt.de/10.3238/arztebl.2017.0712 |Abruf=2025-05-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Vortestwahrscheinlichkeit ab 15 % werden als Basisdiagnostik Blutuntersuchung, ein 12-Kanal-[[Elektrokardiogramm|EKG]] und eine [[Echokardiografie|Echokardiographie]] empfohlen, bei einer mittleren Vortestwahrscheinlichkeit (15–85 %) auch eine funktionelle [[Ergometrie|Belastungsuntersuchung]] oder ein [[Computertomographie des Herzens|Cardio-CT]]. Hochrisikopatienten gelangen in der Regel gleich zur invasiven [[Herzkatheteruntersuchung|Angiographie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klassifikation ==&lt;br /&gt;
Die Angina pectoris wird abhängig von Symptomen, Auftreten und Prognose unterteilt in die stabile Angina pectoris und die instabile Angina pectoris.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gerok&amp;quot;&amp;gt;[[Wolfgang Gerok]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Innere Medizin: Referenzwerk für den Facharzt.&amp;#039;&amp;#039; 11., völlig neu bearb. und erw. Auflage. Schattauer Verlag, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-7945-2222-4, S. 142, {{URN|nbn:de:101:1-2015060920056}} ({{Google Buch |BuchID=OJhqMMF8syYC |Seite=PA142 |Hervorhebung=Angina pectoris |Linktext=Vorschau}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Sonderform stellt die mikrovaskuläre Angina pectoris dar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NHLBI&amp;quot;&amp;gt;[https://www.nhlbi.nih.gov/health-topics/coronary-heart-disease &amp;#039;&amp;#039;What Is Coronary Microvascular Disease?&amp;#039;&amp;#039;] National Heart, Lung, and Blood Institute; abgerufen am 10. Dezember 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stabile Angina pectoris ===&lt;br /&gt;
Eine stabile AP liegt bei Patienten vor, die über einen längeren Zeitraum über gleichbleibende und unter ähnlichen Umständen reproduzierbare Beschwerden klagen. Die Symptome lassen typischerweise nach wenigen Minuten Ruhe nach und lassen sich durch [[sublingual]]e [[Nitroglycerin#Medizin|Nitroglyceringabe]] bessern. EKG-Veränderungen treten in der Regel nicht auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gerok&amp;quot; /&amp;gt; Ursächlich sind in der Regel [[Koronare Herzkrankheit|Stenosen der Herzkranzgefäße]].&lt;br /&gt;
Bei manchen Patienten kann es durch Fortsetzung der auslösenden Belastung nach einigen Minuten zu einer Besserung der Symptome kommen. Man spricht dann von einem &amp;#039;&amp;#039;Durchwanderungsphänomen&amp;#039;&amp;#039;. Erklärt wird dies mit Umgehungskreisläufen am Myokard.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gerok&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [[Prinzmetal-Angina]] stellt eine Sonderform der stabilen Angina pectoris dar. Sie wird durch [[Vasospasmus|spastische Gefäßverengungen]] an den Koronararterien hervorgerufen und tritt oft belastungsunabhängig auf. Bei einer Prinzmetal-Angina können EKG-Veränderungen wie z.&amp;amp;nbsp;B. ST-Streckenhebungen auftreten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gerok&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die stabile Angina pectoris wird mit Hilfe der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;CCS-Klassifikation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Klassifikation der Canadian Cardiovascular Society) in vier Schweregrade eingeteilt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;background:#FF9933&amp;quot;|Stadium&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;background:#FF9933&amp;quot;|Definition&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|class=&amp;quot;hintergrundfarbe8&amp;quot;| CCS I&lt;br /&gt;
| keine Einschränkung der normalen körperlichen Aktivität&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Angina pectoris nur bei starken, schnellen oder anhaltenden Belastungen&amp;lt;ref&amp;gt;Andere Angabe: „Angina bei sehr schwerer, sehr langer oder sehr schneller körperlicher Belastung“. Quelle: &amp;#039;&amp;#039;Aktuelles Wissen Hoechst&amp;#039;&amp;#039;, [[Farbwerke Hoechst]], Literatur Service. Peter Gerber, Otto Wicki: &amp;#039;&amp;#039;Stadien und Einteilungen in der Medizin&amp;#039;&amp;#039;, Georg Thieme Verlag, Stuttgart / New York 1990, ISBN 3-13-743901-9, S. 51, mit der dortigen Quelle: Lucien Campeau: &amp;#039;&amp;#039;Grading of angina pectoris&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Circulation]], Jahrgang 54 (1975), S. 522–523.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|class=&amp;quot;hintergrundfarbe8&amp;quot;| CCS II&lt;br /&gt;
| leichte Einschränkung der normalen körperlichen Aktivität&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Angina pectoris beim Gehen oder Treppensteigen mit erhöhter Geschwindigkeit oder nach Mahlzeiten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gehen von mehr als 100&amp;amp;nbsp;m oder Treppensteigen von mehr als 1 Etage in normaler Geschwindigkeit&lt;br /&gt;
Bergaufgehen, Kälte, emotionalem Stress&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|class=&amp;quot;hintergrundfarbe8&amp;quot;| CCS III&lt;br /&gt;
| deutliche Einschränkung der normalen körperlichen Aktivität&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Angina pectoris bei Gehen von weniger als 100&amp;amp;nbsp;m oder nach Treppensteigen von einer Etage in normaler Geschwindigkeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|class=&amp;quot;hintergrundfarbe8&amp;quot;| CCS IV&lt;br /&gt;
| Angina pectoris bei jeder körperlichen Belastung oder bereits in Ruhe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|+ Canadian Cardiovascular Society (CCS): Stadieneinteilung der stabilen Angina pectoris&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://ccs.ca/app/uploads/2020/12/Ang_Gui_1976.pdf |titel=Grading of angina pectoris |titelerg=Campeau Lucien. Grading of angina pectoris. Circulation 1976;54:522–523 |hrsg=Canadian Cardiovascular Society |datum=1976 |abruf=2021-03-18 |format=PDF}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Instabile Angina pectoris ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Coronary angiography of a STEMI patient, showing partial occlusion of left circumflex coronary artery.jpg|mini|Hochgradige Verengung einer Koronararterie]]&lt;br /&gt;
Die instabile Angina pectoris ist die einfachste Form eines [[Akutes Koronarsyndrom|akuten Koronarsyndroms]]. Sie geht mit einem großen Herzinfarktrisiko einher. Kennzeichnend sind Änderungen in der Symptomatik, wie beispielsweise das erstmalige Auftreten von Angina-pectoris-Beschwerden, das Auftreten von Beschwerden in Ruhe oder die Zunahme der Anfallsdauer, Anfallshäufigkeit oder Schmerzintensität.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Krakau&amp;quot;&amp;gt;Harald Lapp, Ingo Krakau: &amp;#039;&amp;#039;Das Herzkatheterbuch: Diagnostische und interventionelle Kathetertechniken.&amp;#039;&amp;#039; 3., vollst. überarb. und erw. Auflage. Georg Thieme Verlag, Stuttgart / New York, NY 2009, ISBN 978-3-13-112413-5, S. 202 ({{Google Buch |BuchID=OrQFdEQLv8gC |Seite=PA202 |Hervorhebung=Angina pectoris |Linktext=Vorschau}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als instabil werden auch Angina-pectoris-Beschwerden vor (&amp;#039;&amp;#039;Präinfarktangina&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Präinfarktsyndrom&amp;#039;&amp;#039; als Unterform der instabilen Angina)&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Larsen: &amp;#039;&amp;#039;Anästhesie und Intensivmedizin in Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie.&amp;#039;&amp;#039; (1. Auflage 1986) 5. Auflage. Springer, Berlin/Heidelberg/New York u.&amp;amp;nbsp;a. 1999, ISBN 3-540-65024-5, S. 180 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie innerhalb von zwei Wochen nach einem Myokardinfarkt bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hombach&amp;quot;&amp;gt;Vinzenz Hombach: &amp;#039;&amp;#039;Interventionelle Kardiologie, Angiologie und Kardiovaskularchirurgie: Technik, Klinik, Therapie.&amp;#039;&amp;#039; Schattauer Verlag, Stuttgart 2001, S. 324 ({{Google Buch | BuchID=ezJ6IKRtcVcC | Seite=PA324 | Hervorhebung=Angina pectoris | Linktext=Vorschau}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; Typischerweise ist auch die Wirkung von Nitroglycerin herabgesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Erdmann&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der instabilen AP liegt in der Regel eine koronare Gefäßerkrankung und [[Arteriosklerose]] zugrunde. In diesem Rahmen kommt es zu einem lokalen Einriss von arteriosklerotischen Plaques in Koronararterien. Dies führt zu einer mechanischen Teilverlegung sowie reflektorischen Verengung der Arterien durch [[Vasospasmus]]. Ein sich bildender [[Thrombus]] kann einen akuten [[Myokardinfarkt]] auslösen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Krakau&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Angina decubitus&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Angina nocturna&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Gerd Herold]] |Titel=Innere Medizin |Ort=Köln |Datum=2007 |Seiten=210}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) ist eine Form der instabilen Angina pectoris mit insbesondere nachts im Liegen auftretenden thorakalen Schmerzen. Ursache hierfür ist die Überlastung der vorgeschädigten Herzmuskulatur bei vermehrtem venösen Blutrückstrom im Liegen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=C. Thomas |Titel=Spezielle Pathologie |Verlag=Schattauer |Ort=Stuttgart/New York |Datum=1996 |ISBN=3-7945-1713-X |Seiten=172 |Online={{Google Buch | BuchID=XTlWQV4BFhUC | Seite=PA172 | Hervorhebung=Instabile Angina | Linktext=Vorschau}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot; style=&amp;quot;background:#FF9933&amp;quot;| Braunwald-Klassifikation der instabilen Angina pectoris&amp;lt;ref name=&amp;quot;PMID2752565&amp;quot;&amp;gt;E. Braunwald: &amp;#039;&amp;#039;Unstable angina. A classification.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Circulation]].&amp;#039;&amp;#039; Band 80, Nummer 2, August 1989, {{ISSN|0009-7322}}, S.&amp;amp;nbsp;410–414, PMID 2752565.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe8&amp;quot;&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stadium&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ||colspan=&amp;quot;3&amp;quot;| Klinische Umstände&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe8&amp;quot;&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;A&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt; Sekundäre Angina pectoris als Folge von nicht kardialen Erkrankungen&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;B&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt; Primäre Angina pectoris&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;C&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt; Instabile Angina pectoris innerhalb von 2 Wochen nach einem [[Myokardinfarkt]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|class=&amp;quot;hintergrundfarbe8&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schweregrad I&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt; Neu aufgetretene Angina pectoris bei Belastung ohne Beschwerden in Ruhe&lt;br /&gt;
| IA&lt;br /&gt;
| IB&lt;br /&gt;
| IC&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|class=&amp;quot;hintergrundfarbe8&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schweregrad II&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt; Ruhe-Angina innerhalb der letzten zwei Monate, aber nicht innerhalb der letzten 48&amp;amp;nbsp;Stunden&lt;br /&gt;
| IIA&lt;br /&gt;
| IIB&lt;br /&gt;
| IIC&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|class=&amp;quot;hintergrundfarbe8&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schweregrad III&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt; Ruhe-Angina innerhalb der letzten 48&amp;amp;nbsp;Stunden&lt;br /&gt;
| IIIA&lt;br /&gt;
| IIIB&lt;br /&gt;
| IIIC&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Unterteilung nach medikamentöser Therapie:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stufe&amp;amp;nbsp;1&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Keine Medikation • &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stufe&amp;amp;nbsp;2&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Orale Medikation mit [[Betablocker|β-Blockern]], [[Isosorbidmononitrat|Nitraten]], [[Calciumantagonist]]en • &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stufe&amp;amp;nbsp;3&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Medikamentöse Maximaltherapie (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Nitroglycerin#Medizin|Nitroglycerin]] i.v.)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Unterteilung nach [[Elektrokardiogramm|EKG]]-Befund:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Patienten &amp;#039;&amp;#039;mit&amp;#039;&amp;#039; ST-Streckenveränderungen im Beschwerdezustand • Patienten &amp;#039;&amp;#039;ohne&amp;#039;&amp;#039; ST-Streckenveränderungen im Beschwerdezustand&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mikrovaskuläre Angina pectoris ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Mikrovaskuläre Angina pectoris}}&lt;br /&gt;
Bei der mikrovaskulären Angina pectoris (früher auch &amp;#039;&amp;#039;Kardiales Syndrom&amp;amp;nbsp;X bezeichnet&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Erdmann&amp;quot; /&amp;gt; kommt es durch eine Fehlfunktion der kleinsten Gefäße (sog. Mikrogefäße) im Herzen zu einer lokalen Durchblutungsstörung&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hombach&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;NHLBI&amp;quot; /&amp;gt;. Frauen scheinen häufiger betroffen zu sein als Männer, allerdings existieren hierzu verschiedene Ergebnisse&amp;lt;ref name=&amp;quot;NHLBI&amp;quot; /&amp;gt;. Die krankhaften Veränderungen in der koronaren Mikrozirkulation sind oft mit kardiovaskulären Risikofaktoren wie [[Diabetes mellitus]] oder [[Arterielle Hypertonie|Bluthochdruck]] verbunden&amp;lt;ref name=&amp;quot;NHLBI&amp;quot; /&amp;gt;. Patienten mit einer mikrovaskulären Angina pectoris stehen im Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko für kardiale Ereignisse, auch wenn die Langzeitprognose dieser Patienten noch nicht vollständig geklärt ist&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Coronary Vasomotion Abnormalities. |Hrsg=H. Shimokawa |Verlag=Springer |Ort=Singapore |Datum=2021 |ISBN=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=H. Shimokawa, A. Suda, J. Takahashi, C. Berry, P.G. Camici, F.&amp;amp;nbsp;Crea, J.&amp;amp;nbsp;Escaned, T.&amp;amp;nbsp;Ford, E.&amp;amp;nbsp;Yii, J.C.&amp;amp;nbsp;Kaski et al. |Titel=Clinical characteristics and prognosis of patients with microvascular angina: An international and prospective cohort study by the Coronary Vasomotor Disorders International Study (COVADIS) Group. |Sammelwerk=Eur Heart J |Band=42 |Nummer=44 |Datum=2021 |PMID=34038937 |Seiten=4592–4600,}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandlung ==&lt;br /&gt;
Es ist notwendig, die Risikofaktoren für koronare Herzkrankheit zu minimieren (Tabakentwöhnung, Gewichtsreduktion, Blutfettkontrolle). Die Leitlinien empfehlen bei chronischer, stabiler Erkrankung prinzipiell [[Statin]]e unabhängig von den Blutfettwerten, zudem vorbeugende Dauertherapie mit [[Acetylsalicylsäure|ASS]] und/oder anderen Gerinnungshemmern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Holger Eggebrecht et al. |url=https://allgemeinarzt.digital/medizin/chronisches-koronarsyndrom-die-aktuellen-leitlinien-im-vergleich/ |titel=Chronisches Koronarsyndrom: Die aktuellen Leitlinien im Vergleich |werk=Allgemeinarzt.digital |datum=2024-11-10 |sprache=de |abruf=2025-05-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zusätzlich können [[Betablocker]] verordnet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nvl2024&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.awmf.org/service/awmf-aktuell/nationale-versorgungsleitlinie-chronische-khk |titel=Nationale VersorgungsLeitlinie Chronische KHK |hrsg=Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.&amp;amp;nbsp;V. |datum=2024-09-03 |sprache=de |abruf=2025-05-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Abhängig vom Schweregrad der Erkrankung kann ein Eingriff im Linksherzkatheterlabor erforderlich werden, bei dem Engstellen erweitert ([[PTCA]]) oder mit einem [[Stent]] versorgt werden. Wenn mehr als zwei Koronargefäße verengt sind oder der linke Hauptstamm, dann eignet sich meist eine [[Bypass (Medizin)|Bypass-Operation]] besser.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nvl2024&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim akuten Anfall länger als fünfzehn Minuten („[[akutes Koronarsyndrom]]“) folgt die Erstversorgung den Empfehlungen für Herzinfarkte, d.&amp;amp;nbsp;h. Nitroglycerin, Antikoagulation, ggf. intravenöse Schmerzmittel, Sauerstoff und schnellstmöglicher Transport in ein Akutzentrum mit Linksherzkatheter, wo ggf. Wiedereröffnung verschlossener Gefäße möglich ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://ll.dgk.org/gl_toc/index.php?GL_id=88 |titel=Akutes Koronarsyndrom ACS |werk=DGK Leitlinien |hrsg=Deutsche Gesellschaft für Kardiologie |datum=2023 |abruf=2025-05-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Differenzialdiagnose ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot; style=&amp;quot;background:#FF9933&amp;quot;| Differentialdiagnosen bei Patienten mit Brustschmerzen in der Hausarztpraxis in %&amp;lt;ref name=&amp;quot;ESC 2002&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.escardio.org/knowledge/guidelines/Chest_Pain.htm | wayback= 20131216035804| text=&amp;#039;&amp;#039;Management of Chest Pain (ESC Clinical Practice Guidelines)&amp;#039;&amp;#039;.}} Leitlinien der [[European Society of Cardiology]] zu Brustschmerz von 2002; abgerufen am 5. Dezember 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe8&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Diagnosen || Klinkman&amp;lt;ref name=&amp;quot;PMID8163958&amp;quot;&amp;gt;M. S. Klinkman, D. Stevens, D. W. Gorenflo: &amp;#039;&amp;#039;Episodes of care for chest pain: a preliminary report from MIRNET. Michigan Research Network.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Journal of family practice.&amp;#039;&amp;#039; Band 38, Nummer 4, April 1994, {{ISSN|0094-3509}}, S.&amp;amp;nbsp;345–352, PMID 8163958.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;n=396&amp;lt;/small&amp;gt; || Lamberts&amp;lt;ref name=&amp;quot;ESC 2002&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;n=1875&amp;lt;/small&amp;gt; || Svavarsdottir&amp;lt;ref name=&amp;quot;PMID8704488&amp;quot;&amp;gt;A. E. Svavarsdóttir, M. R. Jónasson, G. H. Gudmundsson, K. Fjeldsted: &amp;#039;&amp;#039;Chest pain in family practice. Diagnosis and long-term outcome in a community setting.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Canadian family physician Médecin de famille canadien.&amp;#039;&amp;#039; Band 42, Juni 1996, {{ISSN|0008-350X}}, S.&amp;amp;nbsp;1122–1128, PMID 8704488, {{PMC|2146490}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;n=190&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|class=&amp;quot;hintergrundfarbe8&amp;quot;| Atmung || {{0}}5 || {{0}}3 || {{0}}6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|class=&amp;quot;hintergrundfarbe8&amp;quot;| Kardial || 16 || 22 || 18&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|class=&amp;quot;hintergrundfarbe8&amp;quot;| Lungenembolie ||&amp;amp;nbsp; ||&amp;amp;nbsp; || {{0}}2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|class=&amp;quot;hintergrundfarbe8&amp;quot;| Magen-Darm-Trakt || 19 || {{0}}2 || {{0}}4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|class=&amp;quot;hintergrundfarbe8&amp;quot;| Orthopädisch || 36 || 45 || 49&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|class=&amp;quot;hintergrundfarbe8&amp;quot;| Psychosomatisch || {{0}}8 || 11 || {{0}}5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|class=&amp;quot;hintergrundfarbe8&amp;quot;| Sonstiges || 16 || 17 || 16&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist wird zunächst vom [[Leitsymptom]] [[Brustschmerz]] ausgegangen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.degam.de/files/Inhalte/Leitlinien-Inhalte/Dokumente/DEGAM-S3-Leitlinien/Leitlinien-Entwuerfe/053-023_Brustschmerz/LL-15_Kurzfassung_Brustschmerz.pdf Leitlinie Nr. 15] (PDF; 415&amp;amp;nbsp;kB) der [[Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin|Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin]] (DEGAM). März 2011 (Kurzversion, gültig bis: 31. Dezember 2015).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Ilse Voget, Eilert Voget: &amp;#039;&amp;#039;Von Heberden bis Prinzmetal: Angina pectoris Synonyma: Begriffe – Erklärungen – Definitionen.&amp;#039;&amp;#039; Medikon Verlag, München 1987, ISBN 3-923866-16-X.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine koronare Herzkrankheit diagnostizierte man bei rund 15 % der Brustschmerzpatienten, 3,5 % von ihnen hatten ein akutes Koronarsyndrom. Psychogene Störungen machte man bei 9,5 % für die Schmerzen verantwortlich. Differenzialdiagnostisch sind zudem gastrointestinale Erkrankungen relevant. Ein gastrointestinaler Reflux fand sich beispielsweise mit einer Rate von 3,5 %.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://leitlinien.degam.de/uploads/media/DEGAM_LL_Brustschmerz_Evidenzbericht.final.pdf |titel=Leitlinie Brustschmerz |titelerg=Langversion |werk=leitlinien.degam.de |hrsg=DEGAM |datum=2011-03 |seiten=96, 102 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20131216075907/http://leitlinien.degam.de/uploads/media/DEGAM_LL_Brustschmerz_Evidenzbericht.final.pdf |archiv-datum=2013-12-16 |abruf=2019-07-31 |format=PDF; 1,4&amp;amp;nbsp;MB |kommentar=gültig bis: 31. Dezember 2015 |offline=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Differentialdiagnose|Differentialdiagnostisch]] müssen bei einer Angina pectoris folgende Erkrankungen berücksichtigt werden:&lt;br /&gt;
* Gastrointestinale Erkrankungen wie&lt;br /&gt;
** [[Achalasie]]&lt;br /&gt;
** [[Cholezystitis]]&lt;br /&gt;
** [[Gastritis]]&lt;br /&gt;
** [[gastroösophagealer Reflux]]&lt;br /&gt;
** [[Magengeschwür|Ulcus ventriculi]]&lt;br /&gt;
* Kardiovaskuläre Erkrankungen wie&lt;br /&gt;
** [[Aortendissektion]]&lt;br /&gt;
** [[Herzinfarkt]]&lt;br /&gt;
** [[Perikarditis|Peri-]] und [[Myokarditis]]&lt;br /&gt;
* Orthopädische Erkrankungen wie&lt;br /&gt;
** [[Halswirbelsäule|HWS]]-[[Brustwirbelsäule|BWS]]-Syndrom&lt;br /&gt;
** [[Intercostalneuralgie]]&lt;br /&gt;
* Psychische Ursachen wie&lt;br /&gt;
** [[Cardiophobie]] (Angst vor einer Herzerkrankung)&lt;br /&gt;
** [[Panikattacke]]n&lt;br /&gt;
** [[Somatoforme Störung]]&lt;br /&gt;
* Pulmonale Erkrankungen wie&lt;br /&gt;
** [[Lungenembolie]]&lt;br /&gt;
** [[Pleuritis]]&lt;br /&gt;
** [[Pneumothorax]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Klinische Kardiologie: Krankheiten des Herzens, des Kreislaufs und der herznahen Gefäße |Hrsg=Nikolaus Marx, Erland Erdmann |Auflage=9. |Verlag=Springer |Ort=Berlin/Heidelberg |Datum=2023 |Reihe=Springer Reference Medizin |ISBN=978-3-662-62932-1}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Hans-Joachim Kinsky |Titel=Diagnose Koronare Herzkrankheit: Risiken vorbeugen – Therapien verstehen |Auflage=1. |Verlag=Hogrefe |Ort=Bern |Datum=2024 |Reihe=Programmbereich Medizin |ISBN=978-3-456-76240-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitssymptom in der Kardiologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Notfallmedizin]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-10245-30</name></author>
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