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	<title>Angewandte Geophysik - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T09:21:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Angewandte_Geophysik&amp;diff=156590&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
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		<updated>2026-04-01T08:03:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Angewandte Geophysik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist jenes Teilgebiet der [[Geophysik]], in dem alle praxisorientierten und [[wirtschaft]]lich bedeutungsvollen Verfahren zusammengefasst werden. Gemeinsam ist ihnen das Ziel, die Gesteinskörper und Schichtungen der [[Erdkruste]] zu erkunden. Ein wichtiges Teilgebiet ist die Erkundung von [[Lagerstätte]]n, die [[Exploration (Geologie)|Exploration]] genannt wird. Die Angewandte Geophysik bewegt sich dabei an der Schnittstelle zwischen [[Naturwissenschaft|Natur-]] und [[Ingenieurwissenschaft]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Methodische Übersicht ==&lt;br /&gt;
Die [[Geophysik]] kennt (wie auch andere [[Geowissenschaften]]) eine Vielzahl an Methoden – insbesondere wegen der vielfältigen Gestalt des Erdkörpers, seiner [[Gestein]]e, unterirdischen [[Struktur (Geologie)|Strukturen]], seiner [[Fluid]]e und austretenden [[Gas]]e. Man gliedert die Methoden der Geophysik üblicherweise nach ihren 6–8 wichtigsten [[Messung|Mess-]] und [[Datenanalyse|Auswertungsmethoden]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# [[Potentialverfahren]] – vor allem [[Schwerefeld|Schwere-]] und [[Erdmagnetfeld|Magnetfeld]] der Erdkruste&lt;br /&gt;
# [[Wellenverfahren]] – Erkundung des Untergrundes mit [[Seismik|seismischen Wellen]] (natürliche und künstliche [[Erdbeben]])&lt;br /&gt;
# [[elektromagnetische Verfahren]], insbesondere [[Geoelektrik]] und [[Bodenradar]]&lt;br /&gt;
# [[Radiometrie|radiometrische Verfahren]]&lt;br /&gt;
# [[Geochemie|geochemisch]]-physikalische Verfahren und [[Gasvermessung]]&lt;br /&gt;
# [[Geothermik]]&lt;br /&gt;
# [[In situ|In-situ]]-Verfahren ([[Bohrloch]]-Geophysik und [[Bodenmechanik|bodenmechanische]] Untersuchungen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Methodengruppen 1 und 2 reichen zwar bis in große Tiefen, liefern aber in jeder einzelnen Gruppe prinzipiell &amp;#039;&amp;#039;[[mehrdeutig]]e&amp;#039;&amp;#039; Ergebnisse (siehe auch [[Umkehrproblem der Potentialtheorie]]). Dasselbe trifft oft für die 3.&amp;amp;nbsp;Gruppe und manche &amp;#039;&amp;#039;In-situ&amp;#039;&amp;#039;-Verfahren zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Regelfall ergänzen sich aber [[Gravimetrie]], Magnetik und [[Seismik]] untereinander und mit den Labormethoden. Auch werden üblicherweise zur Erzielung eindeutiger [[Interpretation]]en möglichst viele [[geologisch]]e Daten eingebracht – was in erster Linie in [[Aufschluss (Geologie)|Aufschlüssen]] erfolgt und u.&amp;amp;nbsp;a. die Erfassung der dort angetroffenen [[Gesteinsart]]en, deren Dichte (etwa 2,0 bis 3&amp;amp;nbsp;g/cm³) und der Lage ihrer Schichten im Raum ([[Streichen (Geologie)|Streichen]], [[Fallen (Geologie)|Fallen]]) umfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Potentialverfahren ==&lt;br /&gt;
Sie nützen die Besonderheiten physikalischer [[Feld (Physik)|Felder]] (in der Fachsprache der [[Potentialtheorie]]: &amp;#039;&amp;#039;wirbelfreie Vektorfelder&amp;#039;&amp;#039;) und ihre Wirkungen auf die Messpunkte an der [[Erdoberfläche]]. Damit lassen sich Dichteunterschiede bzw. Schichtungen in der Tiefe bestimmen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gravimetrie ===&lt;br /&gt;
Genaue Messungen des [[Erdschwerefeld]]es (Schwerkraft und evtl. auch [[Schweregradient]]en) gestatten die Ortung von horizontalen und vertikalen Unterschieden der [[Gesteinsdichte]] im Untergrund. Die festgestellten [[Schwereanomalie]]n lassen auf [[Lagerstätte]]n, Hohlräume, [[Fels]]auflockerung ([[Felsmutung]]) etc. schließen. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der theoretischen Geophysik dienen Schweremessungen zusätzlich zur Bestimmung der [[Erdkruste|Krustendicke]], des großräumigen Schalenaufbaus der Erde und ihres Dichteausgleichs ([[Isostasie]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Messungen erfolgen mit sogenannten [[Gravimeter]]n, die nach dem Prinzip einer äußerst feinen [[Federwaage]] arbeiten und auch in der Geodäsie ([[Erdmessung]]) verwendet werden. Es gibt Relativ- und [[Absolutgravimeter]], früher verwendete man auch die Eötvös’sche [[Drehwaage]], die horizontale [[Schweregradient]]en messen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geomagnetik ===&lt;br /&gt;
Eine detaillierte Vermessung des [[Erdmagnetfeld]]es auf dem Boden (&amp;quot;terrestrisch&amp;quot;) oder vom [[Flugzeug]] oder Hubschrauber (&amp;quot;[[Aeromagnetik]]&amp;quot;) spiegelt die Existenz [[Magnetisierung|magnetischer]] und magnetisierbarer [[Gestein]]e im Untergrund wider. Bei der Modellierung des zugehörigen [[Potential (Physik)|Potentials]] sind Querverbindungen zum [[Schwerepotential]] der Gravimetrie möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geoelektrik (siehe unten) ===&lt;br /&gt;
Die geoelektrischen Verfahren arbeiten teilweise ebenfalls mit [[Potentialfeld]]ern, werden aber zumeist in einer eigenen Gruppe zusammengefasst (siehe Kapitel 4).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wellenverfahren (Seismik) ==&lt;br /&gt;
erlauben die Erkundung von [[Erdkruste]] und evtl. Erdmantel mit natürlichen und künstlichen Erdbeben. Bei der Ausbreitung dieser Erschütterungen unterteilt man die mechanischen [[seismische Welle|Wellen]] in&lt;br /&gt;
* longitudinale Wellen ([[Stoßwelle]]n, auch P-Wellen genannt)&lt;br /&gt;
* transversale Wellen oder [[Scherwelle]]n (S-Wellen)&lt;br /&gt;
* und spezielle Wellenarten (z.&amp;amp;nbsp;B. an einer Grenzfläche geführte Wellen, [[Flöz]]wellen)&lt;br /&gt;
Die [[Reflexion (Physik)|Reflexion]] bzw. [[Brechung (Physik)|Brechung]] der Wellen im Erdinnern lässt Rückschlüsse auf seine Schichtung zu, wobei die Eindringtiefe von der Stärke der Beben bzw. Sprengungen abhängt. Der Mess- und Rechenaufwand ist erheblich, kann allerdings (mit gewissen Unsicherheiten) [[3D|dreidimensionale]]-Modelle liefern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seismologie ===&lt;br /&gt;
Messung und Interpretation natürlicher [[Erdbeben]]. Diese Methoden dienen aber häufiger der &amp;#039;&amp;#039;allgemeinen&amp;#039;&amp;#039; als der &amp;#039;&amp;#039;angewandten&amp;#039;&amp;#039; Geophysik. Seit den [[1920er]]-Jahren konnten damit die Tiefe von [[Erdmantel]] und [[Erdkern]] bestimmt werden, in den letzten Jahrzehnten auch feinere Untergliederungen, insbesondere im [[Oberer Erdmantel|oberen Erdmantel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geoseismik ===&lt;br /&gt;
Messung und Interpretation von künstlichen [[Erdbeben]] (Schlag- und Sprengseismik) und künstlich erzeugter Vibrationen. Die Bebenwellen werden an den Grenzen geologischer [[Formation (Geologie)|Formationen]] gebeugt oder reflektiert, wenn sich dort die [[Dichte]] oder die [[Elastizität (Physik)|Elastizität]] des Gesteins ändert.&lt;br /&gt;
Im Detail unterscheidet man die [[Refraktionsseismik]] von der tiefer reichenden, aber komplizierteren [[Reflexionsseismik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geoseismik ist vor allem für die [[Exploration (Geologie)|Exploration]] (Erkundung) von [[Erdöl]] und [[Erdgas]] wichtig, weil sich diese Kohlenwasserstoffe in typischen, aufgewölbten Strukturen ansammeln. Die Stoß- und Scherwellen werden von [[Geophon]]en aufgezeichnet, die in [[geologisches Profil|Profilen]] oder flächenhaft ausgelegt und mit langen Kabeln verbunden sind. Die künstlichen Beben werden auf verschiedene Weise ausgelöst:&lt;br /&gt;
* [[Sprengung]]en in tiefen, verdämmten [[Bohrloch|Bohrlöchern]]&lt;br /&gt;
* [[Vibroseis]] – schwere Lastfahrzeuge mit vibrierenden Bodenplatten&lt;br /&gt;
* [[Schlaghammer]]; für relativ dünne Schichten wie etwa zur Tiefenmessung von [[Gletscher]]n oder zur [[Felsmutung]] unter Sedimenten kann auch ein schwerer manueller [[Hammer]] mit elektrischen Kontakten genügen („Hammerschlag-Seismik“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Elektromagnetische Verfahren ==&lt;br /&gt;
Die geoelektrischen Verfahren arbeiten teilweise zwar mit [[Potentialfeld]]ern (siehe Kapitel 2), werden aber meist in einer eigenen Gruppe zusammengefasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geoelektrik ===&lt;br /&gt;
Die Vermessung natürlicher und künstlicher [[elektrisch]]er Felder lässt vor allem auf Änderungen des [[Elektrischer Widerstand|Widerstandes]] schließen. Damit kann man unterirdische [[Schichtung]]en und einige Gesteinsparameter bestimmen, sowie wasserhaltige Schichten ([[Grundwasser|Grund-]] und Tiefenwässer) und [[Pore]]nstrukturen erkunden.&lt;br /&gt;
Man kann die Methoden folgendermaßen gliedern:&lt;br /&gt;
* natürliche Ströme und künstliche Ströme ([[Bahnerdung|elektrische Erdströme]])&lt;br /&gt;
* [[Magnetotellurik]]&lt;br /&gt;
* [[Längstwelle|VLF]]&lt;br /&gt;
* [[Spektrale Induzierte Polarisation]]&lt;br /&gt;
* [[Kernspinresonanz]] (NMR, oberflächig SNMR), siehe auch Kapitel 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Georadar ===&lt;br /&gt;
Das [[Bodenradar]] oder &amp;quot;Ground Penetrating Radar&amp;quot; (GPR) dient vor allem zur Ortung von kleineren Unregelmäßigkeiten und metallhaltigen Strukturen im Untergrund, etwa bei der Untersuchung von [[Deponie|Müllhalden]] oder bereits abgedeckten [[Deponie]]n, aber auch in der [[Archäologie]] zum Auffinden von alten [[Grundmauer]]n etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Radiometrie und Radioaktivität ==&lt;br /&gt;
(Eine Kurzbeschreibung wäre noch einzufügen.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geothermie ==&lt;br /&gt;
Messung der Erdwärme beziehungsweise des [[Wärmefluss]]es, Interpretation hinsichtlich der [[Wärmeleitfähigkeit]] und der Temperaturen im Untergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geochemisch-physikalische Methoden ==&lt;br /&gt;
* [[Geochemie|Geochemische]] Verbreitungsmessungen&lt;br /&gt;
* Methoden mit [[Radon]] und anderen Gasen&lt;br /&gt;
* ... ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== In-situ-Methoden ==&lt;br /&gt;
Ihre Messprinzipien sind teilweise mit den oben angeführten Methoden identisch. Unter den [[direkt]] an den Gesteinen vorgenommenen Messungen unterscheidet man vor allem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Labormessungen an Handstücken und Proben ===&lt;br /&gt;
Zur raschen und sicheren Beurteilung werden oft &amp;quot;[[Handstück (Geologie)|Handstücke]]&amp;quot; von typischen [[Gestein]]en im Gelände aufgelesen, aus dem [[Fels]]en gebrochen oder durch [[Kernbohrung]]en gewonnen. Ein erfahrener [[Geologe]] kann so bereits wichtige Aussagen treffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Labor]] untersucht man dann wichtige Gesteinsparameter genauer: spezifische [[Dichte]], Poren- und [[Wassergehalt]], [[Elastizitätsmodul]]e, elektrischer Widerstand, [[Korngröße|Körnung]] der Bestandteile etc. Bei der Dichtebestimmung – die für &amp;#039;&amp;#039;Potentialmethoden&amp;#039;&amp;#039; und die &amp;#039;&amp;#039;Seismik&amp;#039;&amp;#039; (siehe obige Kapitel 2 und 3) entscheidend sein kann – muss man genau zwischen [[bergfrisch|bergfeuchtem]] Zustand und [[Trockendichte]] unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bohrloch-Geophysik ===&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu den Oberflächenmessungen zählen hierzu Mess-Sonden in Bohrlöchern, beispielsweise als [[Dichte]]-[[Logge|Log]], für elektrischen Widerstand, für [[Wärmeleitfähigkeit]] und für [[Gammastrahlung]] (siehe auch [[Massenspektrometer]]). Ferner werden [[akustische Emissionssonde]]n und [[Magnetometer]] eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Siehe auch&amp;#039;&amp;#039; [[Kontinentales Tiefbohrprogramm]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aero-Geophysik ==&lt;br /&gt;
Zu dieser Gruppe – die sich ebenfalls der o.a. Prinzipien bedient – zählen alle Messungen aus der Luft (Flugzeug, Helikopter), mit denen man die geophysikalischen Oberflächen- und Bohrlochmessungen ergänzt. Häufig angewandt werden vor allem [[Aerogravimetrie]] und [[Aeromagnetik]], um großflächige Erstuntersuchungen durchzuführen damit später detaillierter zu untersuchende Bereiche auszuscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu den bekannten geophysikalischen Gesetzgebungen müssen speziell Höhen- und Rotationskorrekturen beachtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Querverbindungen ==&lt;br /&gt;
Bei fast allen oben angeführten Methoden und Methodensgruppen ergeben sich Querverbindungen zu anderen [[geowissenschaft]]lichen Fächern. Beispiele dafür sind:&lt;br /&gt;
* [[Geodäsie]] – zur Gravimetrie, [[Potentialtheorie]] und [[Geodynamik]]&lt;br /&gt;
* [[Hydrologie]] – v.&amp;amp;nbsp;a. zur Geoelektrik&lt;br /&gt;
* [[Geotechnik]] – Seismik und [[Bodenmechanik]]&lt;br /&gt;
* [[Meteorologie]] – Radon- und andere Gase, Temperatureffekte usw.&lt;br /&gt;
* [[Aeronomie]] und [[Ionosphärenforschung]] – beispielsweise in der [[Magnetik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch wirken die Ergebnisse der angewandten Geophysik auch auf die anderen Bereiche innerhalb der [[Geophysik]] zurück – vor allem&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* auf die &amp;#039;&amp;#039;[[allgemeine Geophysik]]&amp;#039;&amp;#039;, was Struktur und Aufbau des [[Erde|Erdkörpers]] betrifft,&lt;br /&gt;
* auf die &amp;#039;&amp;#039;[[theoretische Geophysik]]&amp;#039;&amp;#039;, welche das Potential von physikalischen [[Feld (Physik)|Feldern]] erforscht oder die Ausbreitungsgleichungen von seismischen [[Wellengleichung|Wellen]], die Frage der [[Bezugssystem]]e oder die verwendeten Grundlagen und [[Koordinatensystem]]e, sowie die Querverbindung zur [[Astronomie]] herstellt,&lt;br /&gt;
* die &amp;#039;&amp;#039;[[experimentelle Geophysik]]&amp;#039;&amp;#039;, die im [[Labor]] jene Gesteinsparameter bestimmt, die der Geophysiker &amp;quot;im Feld&amp;quot; zur Deutung seiner Messungen benötigt. Beispiele sind die [[Schallgeschwindigkeit]] verschiedener Materialien, die [[E-Modul]]e, die spezifische Dichte, die [[Porosität]] und Porenradienverteilung, [[Permeabilität (Materie)|Permeabilität]], Wärmeleitfähigkeit und [[magnetische Suszeptibilität]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle diese [[Relation (Philosophie)|Zusammenhänge]] erleichtern der angewandten Geophysik die erfolgreiche Suche nach unterirdischen Strukturen und Standortanalysen, sowie nach [[Lagerstätte]]n, Vorkommen von [[Wasser]] oder [[Erz]]en. Die vielen Abhängigkeiten komplizieren allerdings auch die Theorie und die [[Software]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziviltechniker und Organisationen ==&lt;br /&gt;
Speziell die [[Sedimente und Sedimentgesteine|Sedimentbecken]] – auf denen der Großteil der [[Menschheit]] lebt – sind der Geophysik gut zugänglich; für deren angewandte Forschung gibt es in der BRD seit 2002 ein Schwerpunktprogramm. Auch zur Ermittlung von potentiell geeigneten [[Endlager]]stätten für Abfälle, für [[Atommüll]] und für [[Deponie]]n werden Methoden der Geophysik – nebst anderen Fachgebieten – angewandt. In der Praxis arbeiten hier vielfach [[Ziviltechniker]] im selbständigen Beruf und in Kooperation mit [[Ingenieurgeologie|Ingenieurgeologen]]. Nur bei größeren, überwiegend der [[Forschung]] dienenden [[Projekt]]en geben [[Institut (Organisation)#Lehr- und Forschungseinrichtungen|Institute]] von [[Hochschule]]n, von [[Akademie]]n oder Fachabteilungen von (Landes)-[[Regierung]]en den Ton an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der weite Bereich des [[Umweltschutz]]es hat viele, vor allem jüngere [[Geophysik]]er dazu gebracht, sich auf diesen neueren Feldern zu spezialisieren. Auch gehen bei fast allen größeren [[Bauvorhaben]] genaue Untersuchungen des [[Baugrund]]es voraus (Standfestigkeit, [[Wasser]]verhältnisse usw.) und neuerdings in der [[Landwirtschaft]] Methoden der &amp;quot;Agrogeophysik&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Gebiete haben ihre jeweils eigenen Organisationsformen auf fachlichen und regionalen Ebenen – etwa die [[technisch]]en Aufgabenbereiche und die [[Rohstoff]]Erkundung (siehe auch [[geophysikalische Prospektion]]) &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [[weltweit|länderübergreifenden]] Untersuchungs- und Forschungsthemen sind eher im Rahmen der [[IUGG]] (Internationale Union für Geodäsie und Geophysik) und ihren sieben Verbandsmitgliedern angesiedelt, die alle vier Jahre ihre [[Generalversammlung]] abhält und dabei über 5000 Fachleute zu großen [[Tagung|Kongressen]] vereint. Dazwischen finden jährlich einige hundert [[Tagung]]en für spezielle Bereiche statt, beispielsweise im Rahmen der europäischen [[European Geosciences Union|EGU]] und der amerikanischen [[American Geophysical Union|AGU]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[László Egyed]]: &amp;#039;&amp;#039;Physik der festen Erde&amp;#039;&amp;#039;, 370 S., Akadémiai Kiadó, Budapest 1969&lt;br /&gt;
* Friedrich Bender: &amp;#039;&amp;#039;Angewandte Geowissenschaften&amp;#039;&amp;#039;, Band II: &amp;#039;&amp;#039;Angewandte Geophysik&amp;#039;&amp;#039;, 766 S., Enke-Verlag, Stuttgart 1985&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.ifg.tu-clausthal.de/ Institut für Geophysik, TU Clausthal]&lt;br /&gt;
* [http://www.geophys.ethz.ch/ Institut für Geophysik, ETH Zürich]&lt;br /&gt;
* [http://www.iugg.org/ Union für Geodäsie und Geophysik]&lt;br /&gt;
* [http://www.dgg-online.de Deutsche Geophysikalische Gesellschaft]&lt;br /&gt;
* [http://www.geophysik.tu-berlin.de/ Angewandte Geophysik, TU Berlin]&lt;br /&gt;
* [http://geophysik.unileoben.ac.at/ Angewandte Geowissenschaften-Geophysik, MU Leoben]&lt;br /&gt;
* [http://www.rwth-aachen.de/geop/html/forschung.htm Geothermik, Petrophysik, Bohrloch-Logging, RWTH Aachen]&lt;br /&gt;
* [http://www.bgr.de/ Bundesanst.für Geowiss. und Rohstoffe, Hannover]&lt;br /&gt;
* [http://www.liag-hannover.de/ Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik, Hannover]&lt;br /&gt;
* [http://www.geothermie.de/ Geothermische Vereinigung, Geeste]&lt;br /&gt;
* [http://www.zamg.ac.at/cms/de/geophysik/angewandte-geophysik/ Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG), Wien]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angewandte Geophysik| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geophysik| Angewandte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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