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	<title>Angelo Soliman - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Angelo Soliman.jpg|mini|Angelo Soliman, um 1750]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Angelo Soliman&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* um 1721&amp;lt;ref name=&amp;quot;afrikanistik&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.afrikanistik.at/personen/soliman_angelo.htm |titel=Geschichte der Afrikanistik in Österreich |datum=2011-07-06 |abruf=2023-03-17 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20110706085706/http://www.afrikanistik.at/personen/soliman_angelo.htm |archiv-datum=2011-07-06 |offline=ja  }}&amp;lt;/ref&amp;gt; in Afrika; †&amp;amp;nbsp;[[21. November]] [[1796]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/wien/01-unsere-liebe-frau-zu-den-schotten/03-15/?pg=57 |titel=Sterbebuch - 03-15 {{!}} 01., Unsere Liebe Frau zu den Schotten {{!}} Wien/Niederösterreich (Osten): Rk. Erzdiözese Wien {{!}} Österreich {{!}} Matricula Online |abruf=2024-06-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Wien]]) war ein [[Afroösterreicher|afroösterreichischer]] [[Diener|Kammerdiener]] und [[Freimaurerei|Freimaurer]]. Er erlangte im Wien des 18. Jahrhunderts zu Lebzeiten Berühmtheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Über die Herkunft Angelo Solimans werden bei unklarer Quellenlage unterschiedliche Angaben gemacht, vom Volk der [[Kanuri (Volk)|Kanuri]] im Nordosten des heutigen [[Nigeria]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;afrikanistik&amp;quot; /&amp;gt; bis zu Somalia&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bankl&amp;quot;&amp;gt;[[Hans Bankl]], &amp;#039;&amp;#039;Kolumbus brachte nicht nur die Tomaten: Geschichten hinter der Geschichte&amp;#039;&amp;#039; (2004), ISBN 3-442-15292-5 ([http://books.google.de/books?id=0kuSB6i07t4C&amp;amp;pg=PT92&amp;amp;lpg=PT92&amp;amp;dq=josephine+von+feuchtersleben&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=DxU4bHHWwC&amp;amp;sig=ueTmez9WMt28e7E1e_FDxF1V7JU&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=wJ5-VK7UOMTJOc_KgcAF&amp;amp;ved=0CE8Q6AEwCQ#v=onepage&amp;amp;q=%22Baronin%20Josephine%22&amp;amp;f=false Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt;. Wahrscheinlich fiel er als Kind in die Hände von [[Sklaverei innerhalb von Subsahara-Afrika|Sklavenhändlern]]. Mit etwa zehn Jahren wurde er nach [[Messina]] gebracht, wo er für eine Marquise als Geschenk gekauft worden war. Sie sorgte für seine Erziehung. Aus Zuneigung zu einer Dienerin namens &amp;#039;&amp;#039;Angelina&amp;#039;&amp;#039; nahm er den Namen &amp;#039;&amp;#039;Angelo&amp;#039;&amp;#039; an. Den Nachnamen &amp;#039;&amp;#039;Soliman&amp;#039;&amp;#039; fügte man hinzu. An einem 11. September wurde er getauft. Diesen Tag feierte er später als seinen Geburtstag. Soliman sprach fließend Deutsch, Englisch, Latein, Tschechisch, Französisch und Italienisch. Zudem verfügte er über mathematisches Talent und war ein exzellenter Schachspieler.&amp;lt;ref name=&amp;quot;afrikanistik&amp;quot;/&amp;gt; Nach mehrfacher Anfrage wurde er um 1734 an den Fürsten [[Georg Christian von Lobkowitz (Feldmarschall)|Johann Georg Christian von Lobkowitz]] vermittelt, damals Gouverneur von Sizilien, der ihn als Kammerdiener, Soldat und Reisebegleiter einsetzte. In einer Schlacht rettete Soliman ihm das Leben, was seine spätere soziale Stellung verständlich macht. Nach Lobkowitz’ Tod kam Soliman 1753 zu Fürst [[Josef Wenzel I. (Liechtenstein)|Wenzel von Liechtenstein]] und stieg dort zum Chef der Dienerschaft auf. Kaiser [[Joseph II.|Josef II.]] schätzte Soliman als Gesellschafter, [[Franz Moritz von Lacy|Franz Moritz Graf von Lacy]] war mit ihm befreundet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bpb.de/themen/G67MG5,1,0,Angelo_Soliman_und_seine_Freunde_im_Adel_und_in_der_geistigen_Elite.html bpb.de].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Wissen des Fürsten heiratete Soliman am 6. Februar 1768&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/wien/01-st-stephan/02-064/?pg=279 |titel=Trauungsbuch - 02-064 {{!}} 01., St. Stephan (Stephansdom) {{!}} Wien/Niederösterreich (Osten): Rk. Erzdiözese Wien {{!}} Österreich {{!}} Matricula Online |abruf=2024-06-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Magdalena (* ≈ 1734, † 18. September 1786&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/wien/01-st-michael/03-10/?pg=34 |titel=Sterbebuch - 03-10 {{!}} 01., St. Michael {{!}} Wien/Niederösterreich (Osten): Rk. Erzdiözese Wien {{!}} Österreich {{!}} Matricula Online |abruf=2024-06-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;), geborene von Kellermann, verwitwete Christiani im [[Stephansdom]]. Liechtenstein hatte Eheschließungen seiner Dienerschaft verboten, um spätere &amp;#039;&amp;#039;Versorgungslasten&amp;#039;&amp;#039; seines Hofes für die Hinterbliebenen zu vermeiden. Durch eine Indiskretion [[Joseph II.|Josefs&amp;amp;nbsp;II.]] erfuhr er von der Heirat und entließ Soliman sofort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. Dezember 1772 wurde Solimans Tochter Josephine in Wien († 1801 in Krakau) geboren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/wien/01-st-stephan/01-090/?pg=358 |titel=Taufbuch - 01-090 {{!}} 01., St. Stephan (Stephansdom) {{!}} Wien/Niederösterreich (Osten): Rk. Erzdiözese Wien {{!}} Österreich {{!}} Matricula Online |abruf=2025-02-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie heiratete 1797 den damaligen Militäringenieur Ernst Freiherr von Feuchtersleben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bankl&amp;quot; /&amp;gt; Ihr 1798 geborener Sohn [[Eduard von Feuchtersleben]] studierte später Bergbauwissenschaft und wurde Sudhüttenmeister in [[Bad Aussee]]. Er schrieb in jüngeren Jahren Reiseberichte im romantischen Geist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1773 stellte der neue Fürst, [[Franz Josef I. (Liechtenstein)|Franz Josef von Liechtenstein]], Soliman erneut als Prinzenerzieher von [[Alois I. (Liechtenstein)|Alois I.]] ein. Damit sollte die Entlassung Solimans durch seinen Vorgänger und Onkel wiedergutgemacht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1781 wurde Soliman in die [[Freimaurerei|Freimaurerloge]] &amp;#039;&amp;#039;[[Zur wahren Eintracht]]&amp;#039;&amp;#039; in Wien aufgenommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Verletzende Bemerkung&amp;quot;&amp;gt;{{Cite web | url= https://www.spiegel.de/wirtschaft/vergessene-berufe-kammertuerken-hofmohren-und-inselindianer-a-838191.html | title=  Exotische Lakaien für Europas Adelspaläste| publisher= SPIEGEL Online, Auszug aus: [[Michaela Vieser]]: &amp;#039;&amp;#039;Von Kaffeeriechern, Abtrittanbietern und Fischbeinreissern&amp;#039;&amp;#039;, C. Bertelsmann Verlag, ISBN 978-3-570-10058-5| accessdate=2013-06-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Soliman war mit dem [[Mineralogie|Mineralogen]], Schriftsteller und Freimaurer [[Ignaz von Born]] befreundet, der auf Solimans Empfehlung sich derselben Loge anschloss. Als von Born kurz darauf [[Meister vom Stuhl]] wurde, übernahm Soliman zunächst das Amt des Vorbereitenden Bruders, später das des Vize-[[Zeremonienmeister (Freimaurerei)|Zeremonienmeisters]]. Aus diesem Kreis pflegte Soliman seit 1786 eine Freundschaft mit dem ungarischen Nationaldichter [[Ferenc Kazinczy]] (1759–1831).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1790 das [[Palais Liechtenstein (Herrengasse)|Palais Liechtenstein]] in der [[Herrengasse (Wien)|Herrengasse]] umgebaut wurde,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ennstalwiki.at/wiki/index.php/Angelo_Soliman#Letzte_Lebensjahre_und_Nachkommen |titel=Angelo Soliman – EnnstalWiki |sprache=de |abruf=2024-06-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; übersiedelte Soliman in seine letzte Wohnung auf der [[Freyung (Wien)|Freyung]] Nr. 165.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Seine Frau Magdalena war 1786 gestorben und er erzog seine Tochter allein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umgang mit Solimans Leiche ==&lt;br /&gt;
Nach seinem Tod durch einen Schlaganfall im Jahr 1796 fertigte der Bildhauer Franz Thaler eine [[Totenmaske]] von Solimans Kopf. Seine inneren Organe wurden bestattet, seine Haut wurde [[Taxidermie|präpariert]] und bis 1806 im [[Hof-Naturalien-Cabinet|Kaiserlichen Naturalienkabinett]] als halbnackter &amp;#039;&amp;#039;Wilder&amp;#039;&amp;#039; mit Federn und Muschelkette ausgestellt. Ob Soliman zur „publikumswirksamen Überlassung seiner Haut“ durch Freunde veranlasst wurde und ob sein Wunsch, „dass man sich später an ihn erinnern würde“, eine Rolle für seine angebliche Entscheidung spielte, seine Haut zu spenden und zur Präparierung zu überlassen,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Monika Firla |url=https://www.bpb.de/gesellschaft/migration/afrikanische-diaspora/59412/angelo-soliman-18-jh?p=all#footnodeid_23-23 |titel=Angelo Soliman und seine Freunde im Adel und in der geistigen Elite – bpb |werk=bpb.de |datum=2004-07-30 |abruf=2016-02-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ist stark umstritten (pro: Monika Firla, Victoria E. Moritz; contra: Walter Sauer, Erich Sommerauer, Iris Wigger, Katrin Klein).&amp;lt;ref name=&amp;quot;books-x0gbqLYCVUEC-81&amp;quot;&amp;gt;Wulf D. Hund: &amp;#039;&amp;#039;Entfremdete Körper.&amp;#039;&amp;#039; transcript Verlag, 2009, ISBN 978-3-8376-1151-9, S.&amp;amp;nbsp;81 ({{Google Buch |BuchID=x0gbqLYCVUEC |Seite=81}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Sommerauer: Angelo Soliman ({{Webarchiv |url=http://www.afrikanistik.at/personen/soliman_angelo.htm |text=Archivlink |wayback=20110706085706}})&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hannes Leidinger]], [[Verena Moritz]], Bernd Schipper: &amp;#039;&amp;#039;Schwarzbuch der Habsburger. Eine unrühmliche Geschichte eines Herrscherhauses&amp;#039;&amp;#039;. Franz Deuticke, Wien / Frankfurt/M. 2003, ISBN 3-216-30603-8, S. 189&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Tochter Josephine von Feuchtersleben protestierte gegen die Ausstellung ihres toten Vaters als Kuriosität und bemühte sich vergeblich um die Rückgabe und christliche Bestattung der Leichenteile. Dieser Widerstand machte sie im 21. Jahrhundert zu einer Identifikationsfigur im Kampf gegen Rassismus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=vanessa.spanbauer |url=https://kurier.at/mehr-platz/schwarzer-widerstand-der-kampf-um-die-pure-existenz/402024918 |titel=Schwarzer Widerstand: Der Kampf um die pure Existenz |datum=2022-05-31 |sprache=de |abruf=2023-03-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.derstandard.at/story/2702256/die-verborgene-geschichte-unserer-stadt |titel=Die verborgene Geschichte unserer Stadt |sprache=de-AT |abruf=2023-03-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Präsentation des präparierten Körpers wird unterschiedlich dargestellt: Einerseits wird behauptet, die präparierten Körperteile Solimans hätten, mit Lendenschurz, Federkrone und Muschelketten bekleidet, zusammen mit drei anderen &amp;#039;&amp;#039;ausgestopften&amp;#039;&amp;#039; Afrikanern vor einer Afrikakulisse gestanden, umgeben von exotischen Tierpräparaten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.habsburger.net/de/kapitel/angelo-soliman |titel=Angelo Soliman |werk=habsburger.net |abruf=2016-02-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Andererseits wird behauptet, Solimans präparierter und als Wilder dargestellter Körper sei zwar in einem Glasschrank hinter einem Vorhang verwahrt, aber nicht ausgestellt worden, obwohl es die Ausstellung auch mit einem präparierten Afrikaner gegeben habe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;books-x0gbqLYCVUEC-81&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Historiker [[Philipp Blom]] vermutet, die Präparierung sei direkt auf Betreiben des Kaisers [[Franz II. (HRR)]] geschehen, da Soliman das ihm verhasste [[Aufklärung|aufklärerische]] Wien verkörpert habe: {{Zitat|Die Ausstopfung hatte wohl schon eine Watschen-Wirkung gegenüber den aufgeklärten Kreisen, die ihn zu Lebzeiten mit offenen Armen empfingen. Dieser Akt, einen Menschen wieder zum Objekt zu machen, und zwar diesmal zu einem dezidiert rassistischen, kolonialistischen Akt, scheint schon verkörpert symbolisch zu sein. Das ist mehr als nur wissenschaftliche Neugier, und das macht diesen Akt auch so monströs. Das ist ja auch posthume Beleidigung.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://derstandard.at/1317018919963/Ein-Afrikaner-in-Wien-Es-gibt-viele-Angelo-Solimans |titel=&amp;quot;Es gibt viele Angelo Solimans&amp;quot; |werk=derStandard.at |datum=2011-09-30 |abruf=2017-12-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über den Verbleib des Körpers, des Skeletts und Schädels nach der Präparierung der Haut ist nichts bekannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;books-x0gbqLYCVUEC-81&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Wiener Oktoberaufstand 1848|Wiener Oktoberaufstandes 1848]] verbrannte Solimans [[Taxidermie|mumifizierte Körperhülle]]. Solimans Gipsbüste steht heute im [[Rollettmuseum]] in [[Baden bei Wien]] in der dortigen Dauerausstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
=== Belletristik ===&lt;br /&gt;
[[Ludwig Fels]] verfasste 1991 das Theaterstück &amp;#039;&amp;#039;Soliman&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Die polnische Schriftstellerin [[Olga Tokarczuk]] fügt drei fiktive Briefe in ihr Werk &amp;#039;&amp;#039;Unrast&amp;#039;&amp;#039; ({{plS|Bieguni}}, 2007) ein, in denen sie die Tochter Josephine von Feuchtersleben Kaiser Franz II. vergeblich um ein Begräbnis für die sterblichen Überreste ihres Vaters bitten lässt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Lebensgeschichte Solimans steht im Mittelpunkt von [[Felix Mitterer]]s einzigem Roman &amp;#039;&amp;#039;Keiner von euch&amp;#039;&amp;#039; (2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ehrungen ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 2013 wurde in Wien-[[Landstraße (Wien)|Landstraße]] (3. [[Wiener Gemeindebezirke|Bezirk]]) eine teilüberdachte Fuß-/Radpassage zum [[Donaukanal]] am nördlichen Ende der [[Löwengasse (Wien)|Löwengasse]], der &amp;#039;&amp;#039;Angelo-Soliman-Weg&amp;#039;&amp;#039;, nach ihm benannt, nachdem der Antrag auf Umbenennung der Löwengasse abgelehnt worden war.&lt;br /&gt;
[[Datei:Wien 03 Angelo-Soliman-Weg a.jpg|mini|Angelo-Soliman-Weg in Wien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soliman war 2006 auch Motiv einer personalisierten (d.&amp;amp;nbsp;h. das Motiv wurde privat von Freimaurern bezahlt) österreichischen 55-Cent-Briefmarke.&amp;lt;ref&amp;gt;https://freimaurer-wiki.de/images/thumb/7/77/Angelo_Soliman.jpg/250px-Angelo_Soliman.jpg&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Vorbild diente ein um 1750 angefertigter Kupferstich. Mit einem löwengekrönten Zepter in der Hand schaut er den Betrachter stolz an. „Das ist eine etwas fragwürdige, wenn nicht gar selbstironische Integration ins austriakische Erbe“, kommentierte der Kulturjournalist [[Paul Jandl]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;welt-13720035&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Paul Jandl |url=https://www.welt.de/kultur/article13720035/Wie-ein-Sklave-aus-Afrika-in-Wien-Karriere-machte.html |titel=Barock: Wie ein Sklave aus Afrika in Wien Karriere machte |werk=[[Die Welt#Online-Ausgabe|welt.de]] |datum=2011-12-19 |abruf=2018-10-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
* [[Philipp Blom]], [[Wolfgang Kos]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Angelo Soliman. Ein Afrikaner in Wien.&amp;#039;&amp;#039; Brandstätter, Wien 2011, ISBN 978-3-85033-594-2.&lt;br /&gt;
* Monika Firla: &amp;#039;&amp;#039;Angelo Soliman in der Wiener Gesellschaft vom 18. bis zum 20. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Gerhard Höpp]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Fremde Erfahrungen. Asiaten und Afrikaner in Deutschland, Österreich und in der Schweiz bis 1945.&amp;#039;&amp;#039; Das Arabische Buch, Berlin 1996, ISBN 3-86093-111-3, S. 69–96.&lt;br /&gt;
* Monika Firla: &amp;#039;&amp;#039;Verkörpert uns Soliman? Oder: Hat er seine Haut selbst gespendet? Eine Provokation zu „Station*Corpus“&amp;#039;&amp;#039;. Wien 2001.&lt;br /&gt;
* Monika Firla: &amp;#039;&amp;#039;„Segen, Segen, Segen auf Dich, guter Mann!“ Angelo Soliman und seine Freunde Graf Franz Moritz von Lacy, Ignaz von Born, Johann Anton Mertens und Ferenc Kazinczy.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, Tanz-Hotel / Art-Act Kunstverein, Wien 2003 {{DNB|977749924}}.&lt;br /&gt;
* Monika Firla: &amp;#039;&amp;#039;Angelo Soliman. Ein Wiener Afrikaner im 18. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039; (Katalog zur Ausstellung 11. März bis 2. August 2004). Rollettmuseum, Baden NÖ 2004, ISBN 3-901951-48-2.&amp;lt;ref&amp;gt;zahlr. Literaturangaben&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Monika Firla: &amp;#039;&amp;#039;Angelo Solimans Exponat, Joseph Carl Rosenbaum als sein unbekannter Betrachter und die Frage nach der Öffentlichkeit&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart 2012.&lt;br /&gt;
* Lena Horn: &amp;#039;&amp;#039;Von verlorenen und verbotenen Bildern. Der Körper als Objekt am Beispiel Angelo Solimans&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Sandra Abend]], Hans Körner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Weltbilder. Kunst- und Wunderkammern&amp;#039;&amp;#039;. morisel-Verlag, Asbach 2024, ISBN 978-3-943915-62-4, S. 200–216. &lt;br /&gt;
* [[Walter Sauer (Historiker)|Walter Sauer]]: &amp;#039;&amp;#039;Angelo Soliman. Mythos und Wirklichkeit&amp;#039;&amp;#039;. In: ders. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Von Soliman zu Omafumo. Afrikanische Diaspora in Österreich – 17. bis 20. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. StudienVerlag, Innsbruck-Wien-Bozen 2007, S. 59–96, ISBN 978-3-7065-4057-5.&lt;br /&gt;
* Iris Wigger, Katrin Klein: &amp;#039;&amp;#039;‚Bruder Mohr‘. Angelo Soliman und der Rassismus der Aufklärung&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Wulf D. Hund]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Entfremdete Körper. Rassismus als Leichenschändung&amp;#039;&amp;#039;. Transcript, Bielefeld 2009, ISBN 978-3-8376-1151-9, S. 81–115.&lt;br /&gt;
* Michael Yonan, &amp;#039;&amp;#039;The African Geographies of Angelo Soliman&amp;#039;&amp;#039;. In: Stacey Sloboda, Michael Yonan (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Eighteenth-Century Art Worlds: Global and Local Geographies of Art&amp;#039;&amp;#039; (Bloomsbury Visual Arts, New York 2019), S. 209–225, ISBN 978-1-5013-3549-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Film ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Markus Schleinzer, Alexander Brom: [[Angelo (Film)|Angelo (Historienfilm)]]. 2018.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Theater ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Regie- und Autorenduo Dead Center: Katharsis&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.burgtheater.at/index.php/en/event/3275 |titel=Katharsis {{!}} Burgtheater |sprache=en |abruf=2023-03-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. 2023 Uraufführung am [[Burgtheater|Wiener Burgtheater]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.theaterkompass.de/beitraege/urauffuehrung-katharsis-nach-geschichten-aus-olga-tokarczuks-unrast-im-burgtheater-wien-57963 |titel=Uraufführung: &amp;quot;Katharsis&amp;quot; nach Geschichten aus Olga Tokarczuks &amp;#039;Unrast&amp;#039; im Burgtheater Wien |sprache=de-DE |abruf=2023-03-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Petra Paterno |url=https://www.tagblatt-wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/2181637-Solimans-Schicksal.html |titel=Bühnenforscher - Solimans Schicksal |sprache=de |abruf=2023-03-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kunst ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Belinda Kazeem-Kamiński]]: &amp;#039;&amp;#039;In Remembrance to the Man Who Became Known as Angelo Soliman, (Ante Mortem) I &amp;amp; (Post Mortem) II&amp;#039;&amp;#039;, 2015 (zweiteilige Fotoarbeit).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119137240}}&lt;br /&gt;
* {{Wien Geschichte Wiki|Angelo Soliman|Angelo Soliman}}&lt;br /&gt;
* Monika Firla: [http://www.tanzhotel.at/Deutsch/Angelo_Soliman/Firla.htm &amp;#039;&amp;#039;Verkörpert uns Soliman? Oder: Hat er seine Haut selbst gespendet? Eine Provokation zu STATION*CORPUS&amp;#039;&amp;#039;.] Wien 2001&lt;br /&gt;
* [https://www.bpb.de/themen/G67MG5,0,Angelo_Soliman_und_seine_Freunde_im_Adel_und_in_der_geistigen_Elite.html &amp;#039;&amp;#039;Angelo Soliman und seine Freunde im Adel und in der geistigen Elite&amp;#039;&amp;#039;.]  [[Bundeszentrale für politische Bildung]]&lt;br /&gt;
* [https://www.sadocc.at/sadocc.at/angelo-soliman.shtml &amp;#039;&amp;#039;Angelo Soliman&amp;#039;&amp;#039;.] SADOCC – Southern Africa Documentation and Cooperation Centre&lt;br /&gt;
* Heiner Wember: [https://www1.wdr.de/mediathek/audio/zeitzeichen/audio-angelo-soliman-wiener-hofmohr-begraebnistag--100.html &amp;#039;&amp;#039;Angelo Soliman, „Wiener Hofmohr“ (Begräbnistag 23.11.1796)&amp;#039;&amp;#039;] [[WDR]] [[ZeitZeichen (Hörfunksendung)|ZeitZeichen]] (Podcast).&lt;br /&gt;
* [https://derstandard.at/1317018701652/Schicksal-Vom-Kindersklaven-zum-ausgestopften-Hofmohr-von-Wien Vom Kindersklaven zum ausgestopften „Hofmohr“ von Wien]. In: [[Der Standard]], 28.&amp;amp;nbsp;September 2011, abgerufen am 2.&amp;amp;nbsp;Mai 2013&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119137240|LCCN=n96114004|VIAF=8191139}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Soliman, Angelo}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kammerdiener]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (nigerianische Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurer (18. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurer (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Habsburgermonarchie vor 1804)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 18. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1796]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sklave]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Soliman, Angelo&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Kammerdiener afrikanischer Herkunft&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 1721&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Nigeria]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. November 1796&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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