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	<title>Angebotsüberhang - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-21T02:31:12Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Angebots%C3%BCberhang&amp;diff=328189&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Rmcharb: Änderung 259453310 von ~2025-51667-2 rückgängig gemacht; Wiederherstellung, keine enzykl. Verbesserung</title>
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		<updated>2025-09-04T08:44:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/259453310&quot; title=&quot;Spezial:Diff/259453310&quot;&gt;259453310&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2025-51667-2&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2025-51667-2&quot;&gt;~2025-51667-2&lt;/a&gt; rückgängig gemacht; Wiederherstellung, keine enzykl. Verbesserung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Angebotsüberhang&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|producer surplus}}) liegt in der [[Wirtschaft]] vor, wenn auf einem [[Markt (Wirtschaftswissenschaft)|Markt]] das [[Angebot (Volkswirtschaftslehre)|Angebot]] die [[Nachfrage]] übersteigt. Gegensatz ist der [[Nachfrageüberhang]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Funktionierende Märkte tendieren dazu, Angebots- und Nachfragemenge zum [[Marktpreis]] oder [[Gleichgewichtspreis]] zum Ausgleich zu bringen; es liegt [[Marktgleichgewicht]] vor. Angebotsüberhänge sind dagegen ein Indiz für Marktungleichgewichte. Erhöhen die Anbieter bei gegebener Nachfrage &amp;lt;math&amp;gt;D&amp;lt;/math&amp;gt; ihr Angebot &amp;lt;math&amp;gt;S&amp;lt;/math&amp;gt; an [[Gut (Wirtschaftswissenschaft)|Gütern]] oder [[Dienstleistung]]en – aus welchem Grund auch immer –, so entsteht ein Angebotsüberhang:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;S &amp;gt; D&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Der Anbieter kann dann seine gewinnmaximale Angebotsmenge nicht (voll) verkaufen, weil hierfür die Nachfrage fehlt. Der [[Preismechanismus]] sorgt für Preissenkungen, die die bisher latente Nachfrage zu konsumwirksamer Nachfrage werden lässt. Denn bei sinkenden Preisen steigt die Nachfrage. Dieser Überhang gibt den Konkurrenten einen Anlass zur Preisunterbietung und/oder zur Verminderung ihrer [[Kapazität (Wirtschaft)|Kapazitäten]]. Durch diese [[Anpassung (Betriebswirtschaftslehre)|Anpassungen]] verschwindet der Angebotsüberhang nach einiger Zeit,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=eTUpBAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA366&amp;amp;dq=Angebots%C3%BCberhang&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjkyo7M5tfcAhULKlAKHc74DFkQ6AEINDAC#v=onepage&amp;amp;q=Angebots%C3%BCberhang&amp;amp;f=false Walter Kortmann: &amp;#039;&amp;#039;Mikroökonomik: Anwendungsbezogene Grundlagen.&amp;#039;&amp;#039; 2006, S. 302, FN 1.]&amp;lt;/ref&amp;gt; und es tritt Marktgleichgewicht ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen und Folgen ==&lt;br /&gt;
Angebotsüberhänge sind charakteristisch für [[Käufermarkt|Käufermärkte]], auf denen die Nachfrager die größere [[Verhandlungsmacht]] besitzen. Ein Angebotsüberhang kann sich vor allem entwickeln, wenn die Konkurrenz auf der Anbieterseite sehr groß ist und bei den Nachfragern eine gewisse [[Marktsättigung]] eingetreten ist. Hauptursache ist meist die [[Überproduktion]]. Der Angebotsüberhang tritt oberhalb des Gleichgewichtspreises auf. Er führt tendenziell zu sinkenden Preisen,&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Kortmann: &amp;#039;&amp;#039;Mikroökonomik: Anwendungsbezogene Grundlagen&amp;#039;&amp;#039;. 2006, S. 409.&amp;lt;/ref&amp;gt; es besteht eine [[Deflation|deflatorische]] Wirkung. Auf nicht funktionierenden Märkten wird der Staat [[Marktregulierung|regulierend]] durch [[Interventionismus]] eingreifen, etwa früher in der [[Landwirtschaft]] beim [[Butterberg]] oder auf dem [[Devisenmarkt]] durch [[Devisenmarktintervention]]. Der Staat tendiert dazu, bei Angebotsüberhängen [[Mindestpreis]]e festzulegen. So ist beispielsweise eine hohe [[Arbeitslosigkeit]] ein Indikator für Angebotsüberhänge beim [[Arbeitsangebot]] auf dem [[Arbeitsmarkt]], so dass wegen fallender Arbeitslöhne der Staat durch [[Mindestlohn|Mindestlöhne]] das [[Existenzminimum]] der [[Arbeitnehmer]] sichern hilft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem [[Geldmarkt]] heißt der Angebotsüberhang [[Geldüberhang]] und der Nachfrageüberhang [[Geldlücke]]. Ein Geldmarktgleichgewicht liegt vor, wenn das [[Geldangebot]] &amp;lt;math&amp;gt;M&amp;lt;/math&amp;gt; der [[Geldnachfrage]] &amp;lt;math&amp;gt;L&amp;lt;/math&amp;gt; entspricht:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;M = L&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Stimmen Geldnachfrage und Geldangebot nicht überein, liegt entweder eine &amp;#039;&amp;#039;Geldlücke&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;M &amp;lt; L&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
oder umgekehrt ein &amp;#039;&amp;#039;Geldüberhang&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;M &amp;gt; L&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
vor. Letzterer führt zu einer Zinssenkung, bis die Geldnachfrage auf das [[Zinsniveau]] der [[Geldmenge]] angestiegen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=HWDpBQAAQBAJ&amp;amp;pg=PA154&amp;amp;dq=gleichgewicht+Angebots%C3%BCberschuss&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwjy0PmMoKDuAhVSi6QKHYjEAAoQuwUwAnoECAYQBw#v=onepage&amp;amp;q=gleichgewicht%20Angebots%C3%BCberschuss&amp;amp;f=false Wolfgang Cezanne: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Volkswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, 2005, S. 335.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Geldlücke oder Geldüberhang erzeugen inflatorische oder deflatorische Wirkungen auf dem [[Gütermarkt]] und werden deshalb im Rahmen der [[Geldpolitik]] von den [[Zentralbank]]en durch Steuerung des Geldangebots beseitigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung ==&lt;br /&gt;
Angebotsüberhang und [[Nachfragelücke]] sind zwar modelltheoretisch das gleiche, der Unterschied zwischen beiden liegt jedoch in der Ursache der Differenz und in den Auswirkungen der Mengenänderung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=0hYywaZfIiQC&amp;amp;pg=PA55&amp;amp;dq=Angebotsl%C3%BCcke&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjdz5S6ldncAhUMZ1AKHXDwDboQ6AEIJzAA#v=onepage&amp;amp;q=Angebotsl%C3%BCcke&amp;amp;f=false Lothar Wildmann: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Volkswirtschaftslehre, Mikroökonomie und Wettbewerbspolitik&amp;#039;&amp;#039;, Band I, 2007, S. 55.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Beispielsweise bewirkt ein Rückgang der [[Investition]]sneigung bei gegebenem [[Kreditzins]] einen Angebotsüberhang auf dem [[Kreditmarkt]], dem eine hierdurch entstehende Nachfragelücke auf dem [[Investitionsgütermarkt]] entspricht.&amp;lt;ref&amp;gt;Lothar Wildmann: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Volkswirtschaftslehre, Mikroökonomie und Wettbewerbspolitik&amp;#039;&amp;#039;, Band I, 2007, S. 55 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei einem Angebotsüberhang sinkt der Preis bei steigender Menge, während bei der Nachfragelücke sowohl der Preis als auch die Menge sinkt. Die Unterschiede lassen sich aus folgender Tabelle ablesen:&amp;lt;ref&amp;gt;Lothar Wildmann: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Volkswirtschaftslehre, Mikroökonomie und Wettbewerbspolitik&amp;#039;&amp;#039;, 2014, S. 37.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;padding:1em; vertical-align:top; border:2px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! [[Marktgleichgewicht|Marktungleichgewicht]]&lt;br /&gt;
! [[Marktpreis|Preisänderung]]&lt;br /&gt;
! [[Marktvolumen|Mengenänderung]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Nachfrageüberhang]] &lt;br /&gt;
| Preissteigerung || Mengensteigerung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Nachfragelücke]] &lt;br /&gt;
| Preisrückgang || Mengenrückgang&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Angebotsüberhang &lt;br /&gt;
| Preisrückgang || Mengensteigerung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Angebotslücke]]&lt;br /&gt;
| Preissteigerung || Mengenrückgang &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Nachfragelücke einen Preis- und Mengenrückgang zur Folge hat, ist der Angebotsüberhang durch einen Preisrückgang und eine Mengensteigerung gekennzeichnet. Beim Nachfrageüberhang gibt es eine Preis- und Mengensteigerung, während die Angebotslücke sich einer Preissteigerung bei gleichzeitigem Mengenrückgang gegenübersieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Angebotsüberhang ist stets auf Aktivitäten der Anbieter zurückzuführen. Bauern versuchen im Rahmen der „antikonjunkturellen Reaktion“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Constantin von Dietze]]: &amp;#039;&amp;#039;Zwangssyndikate als Mittel der Agrarpreispolitik&amp;#039;&amp;#039;, in: Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, Band 146, 1937, S. 137.&amp;lt;/ref&amp;gt; einen Einkommensausfall wegen fallender [[Agrarpreise]] durch Erhöhung des Angebotes auszugleichen. Hierdurch kann es zu einem Angebotsüberhang kommen, der allerdings keine Nachfragelücke darstellt, weil es zu einer Veränderung des Angebotsverhaltens gekommen ist. Umgekehrt liegt eine Nachfragelücke vor, wenn ein Nachfragerückgang zu verzeichnen ist, ohne dass sich die Angebotssituation verändert hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4318608-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Angebotsuberhang}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mikroökonomie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftslehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rmcharb</name></author>
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