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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Anfelderung</id>
	<title>Anfelderung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T05:32:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Anfelderung&amp;diff=855941&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Tippfehler korrigiert</title>
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		<updated>2025-10-14T08:11:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anfelderung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet in der [[Geodäsie]] den Prozess der Zusammenführung und Anpassung von geodätischen [[Vermessungsnetz]]en aus benachbarten Regionen oder Ländern zu einem größeren, einheitlichen geodätischen Netzwerk. Dieser Begriff wurde von [[Karl Ledersteger]] um 1940 geprägt. Ziel der Anfelderung ist es, unterschiedliche, regional getrennte Messnetze zu einem kohärenten, global nutzbaren geodätischen System zu vereinigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Voraussetzung für die Durchführung einer Anfelderung ist eine [[Geometrie|geometrische]] Überschneidung der benachbarten Netze, wobei an den Grenzen der Regionen „identische Punkte“ vorliegen müssen, die in beiden Netzen erfasst sind, beispielsweise an [[Landesgrenze]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anfelderung ist ein wichtiger Schritt bei der Schaffung und Pflege von geodätischen [[Referenzsystem]]en, die für viele Anwendungen in der [[Vermessung]], [[Kartografie]], [[Navigation]] und [[Geoinformationssystem]]en (GIS) erforderlich sind. Sie gewährleistet, dass geodätische Messungen über Länder- und Regionsgrenzen hinweg kompatibel sind und ermöglicht die präzise Bestimmung von geographischen Positionen auf globaler Ebene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herausforderungen und Lösungsansätze ==&lt;br /&gt;
Die Anfelderung beruht generell auf zwei wesentlichen Verfahren. Durch exakte [[Ausgleichsrechnung]]en nach der [[Methode der kleinsten Quadrate]] lassen sich kleine, unvermeidliche Widersprüche weitgehend tilgen. Durch die Projektionen lassen sich verschiedene Netze auf eine astro-geodätisch eindeutig festgelegte Referenzfläche übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der der Zusammenführung geodätischer Netze treten insbesondere folgende geodätische und mathematische Herausforderungen auf:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Uneinheitliches geodätisches Datum ===&lt;br /&gt;
Unterschiedliche geodätische Netze verwenden oft kein einheitliches [[geodätisches Datum]], was bedeutet, dass sie auf verschiedenen Zentralpunkten und [[Rechenfläche]]n basieren, statt auf einem mittleren [[Erdellipsoid]]. Diese Diskrepanzen können die Genauigkeit der Koordinatenbestimmung beeinträchtigen. Eine Lösung besteht in der [[Koordinatentransformation]] mittels eines „Ellipsoidübergangs“, bei dem die einzelnen Messnetze mittels [[Triangulation (Messtechnik)|Triangulierung]] in leicht veränderter Form auf eine gemeinsame mathematische Fläche projiziert werden. In der Regel wird dabei das Referenzellipsoid des größten oder zentral gelegenen Gebiets im Gesamtnetz verwendet. Die Genauigkeit der Projektion kann unter Verwendung von [[Laplacepunkt]]en als Referenzpunkte erhöht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unterschiedliche Orientierung und Maßstab ===&lt;br /&gt;
Die Netze können Widersprüche in der [[Orientierung (Karte)|Orientierung]] (z.&amp;amp;nbsp;B. Ausrichtung nach astronomisch [[Norden|Nord]]) oder im [[Maßstab (Kartografie)|Maßstab]] aufweisen. Diese Unterschiede können zu Abweichungen führen, die sich vor allem bei älteren Messungen mitunter auf bis zu 0,001° bzw. einige Zentimeter pro Kilometer belaufen können. Differenzen in der Orientierung und dem Maßstab werden üblicherweise mittels [[Helmert-Transformation]] korrigiert. Hierbei erfolgen differenzielle Drehungen und Dehnungen bzw. Stauchungen der Teilnetze, sodass das gesamte Netz konsistent wird. In der Praxis werden diese Anpassungen als [[Gleichung|Unbekannte]] in eine [[Überbestimmtheit|überbestimmte]] Ausgleichsrechnung eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unterschiedliche Grenzkoordinaten ===&lt;br /&gt;
Eigentlich identische geodätische Punkte an Netzübergängen wie z.&amp;amp;nbsp;B. Landesgrenzen können in den verschiedenen Netzen leicht unterschiedliche Koordinaten aufweisen. Die Koordinaten an den Übergangsgrenzen werden hier als &amp;#039;&amp;#039;gemeinsame Unbekannte&amp;#039;&amp;#039; angesetzt, deren Zusammenfallen eine Bedingungs-Gleichung der Netzberechnung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Karl Ledersteger]] |Titel=Der schrittweise Aufbau des europäischen Lotabweichungssystems und sein bestandscließendes Ellipsoid |Sammelwerk=Sonderheft 3 der Österreichischen Zeitschrift für Vermessungswesen |Hrsg=Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen |Verlag=Österreichischer Verein für Vermessungswesen |Ort=Wien |Datum=1948 |Online=https://www.ovg.at/static/vgi-sonderhefte/sonderheft1948_03_final_OCR.pdf}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Hellmut Heinrich Schmid]] |Titel=Strenge Ausgleichung versus Anfelderung |Sammelwerk=Mittelungen Nr. 42 |Hrsg=Institut für Geodäsie und Photogrammetrie an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich |Datum=1987 |Online=https://ethz.ch/content/dam/ethz/special-interest/baug/igp/igp-dam/documents/PhD_Theses/42.pdf}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ausgleichsrechnung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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