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	<title>Anfal-Operation - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Anfal-Operation&amp;diff=446577&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ulanwp: DeadLink repariert, Link nach archive.org gesetzt; Fehlenden Sprachparameter eingefügt</title>
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		<updated>2025-10-20T12:34:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DeadLink repariert, Link nach archive.org gesetzt; Fehlenden Sprachparameter eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Bild:Anfal refugees mural at Akre, Duhok Governorate, Kurdistan Region or Iraq 02.jpg|miniatur|Mauer in [[Akrê]] zum Gedenken an die Anfal-Operation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Linkbox Erster Golfkrieg}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anfal-Operation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{arS|حملة الأنفال|d=Ḥamlat al-Anfāl}}) ist der vom Irak verwendete Name für die zwischen 1986 und 1989 und in acht Phasen durchgeführten [[genozid]]alen Maßnahmen des irakischen [[Baath-Partei|Baath]]-Regimes unter [[Saddam Hussein]] gegen die kurdische Bevölkerung und andere Minderheiten wie die [[Assyrer (Gegenwart)|Assyrer]] und [[Chaldäer]] im [[Irak|Nordirak]]. Die [[Kurden|kurdische]] Bevölkerung, die durch das Regime unterdrückt wurde, hatte sich seit 1986 im [[Erster Golfkrieg|Iran-Irak Krieg]] auf die Seite Teherans gestellt. [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]], [[Schweden]] und [[Norwegen]] haben die Zerstörung Tausender kurdischer Dörfer, die völlige Umstrukturierung der Agrarökonomie hin zu abhängigen und unproduktiven Flüchtlingslagern und den organisierten [[Massenmord]] offiziell als Genozid entsprechend der UN-Völkermordkonvention von 1948 anerkannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hurriyetdailynews.com/british-parliament-officially-recognizes-kurdish-genocide--.aspx?pageID=238&amp;amp;nID=42182&amp;amp;NewsCatID=351 British Parliament officially recognizes &amp;#039;Kurdish Genocide&amp;#039;] In: Hürriyet Daily News. Abgerufen am 11. April 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anfal-Operation war Teil der Maßnahmen der Regierung gegen Kurden, die 1975 mit Massendeportationen an der türkischen Grenze begonnen hatten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.genocidewatch.org/images/Iraq_07_02_Anfal_The_Iraqi_State_s_Genocide_against_the_Kurds.pdf |wayback=20160910125625 |text=Archivierte Kopie }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bezeichnung ==&lt;br /&gt;
Der Name &amp;#039;&amp;#039;Anfal&amp;#039;&amp;#039; gründet sich auf die Bezeichnung der [[al-Anfāl|achten]] [[Sure]] des [[Koran]]s und bedeutet „Beute“. Die Wahl einer religiösen Bezeichnung sollte die Zustimmung religiöser Sunniten fördern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anfal-Operation gegen die Kurden und andere Minderheiten ==&lt;br /&gt;
Der Name der Operation weist auf die Stigmatisierung der Betroffenen als Ungläubige hin. Im Rahmen der [[Arabisierung]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;spolitik stellte das Regime die [[Kurden]] außerdem als „Volksfeinde“ dar. Das Regime versuchte, seine Macht durch blutige Repression und totalitäre Überwachung zu festigen. In jedem Ortszentrum wurde ein Augensymbol aufgerichtet, Telefonate wurden abgehört und zahllose Personen bespitzelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hang&amp;quot;&amp;gt;{{Cite news |author=Omar Sinan |url=http://www.sptimes.com/2007/06/25/Worldandnation/Iraq_to_hang__Chemica.shtml |title=Iraq to hang &amp;#039;Chemical Ali&amp;#039; |work=Associated Press |publisher=[[Tampa Bay Times]] |date=2007-06-25 |accessdate=2015-12-03 |language=en |archiveurl=https://web.archive.org/web/20070627145411/http://www.sptimes.com/2007/06/25/Worldandnation/Iraq_to_hang__Chemica.shtml |archivedate=2007-06-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurdische Quellen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Die achte Sure des Koran — al-Anfal — preist den Krieg gegen die Ungläubigen. Saddam Hussein hat sie zum Decknamen gemacht für Sammellager, Giftgasbomben, Erschießungen, Massengräber. Noch während der Westen ihn stützte, beging Iraks Diktator Völkermord an den Kurden: al-Anfal: Die Sure des Todes |Sammelwerk=Zeit Online |Online=https://www.zeit.de/1992/32/al-anfal-die-sure-des-todes |Abruf=2018-09-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, internationale Beobachter sowie die [[UNESCO]] bezifferten die Zahl der in der Anfal-Operation Ermordeten mit 180.000. Das damalige irakische Regime [[Saddam Hussein|Saddam Husseins]] hielt die Zahl für übertrieben und setzte 100.000 Opfer als Höchstzahl fest, von &amp;#039;&amp;#039;[[Human Rights Watch]]/Middle East&amp;#039;&amp;#039; wird die Zahl auf 50.000–100.000 geschätzt. Allein vom Stamm der [[Barzan (Irak)|Barzanis]] wurden mindestens 5.000 bis 8.000 Mitglieder [[Deportation|deportiert]] und ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ali Hasan al-Madschid]], der Leiter der Operation, erteilte während der Kampagne den Befehl, alle Männer zwischen 15 und 70 Jahren hinzurichten. Auch viele Kinder und Frauen fielen dem Vernichtungsfeldzug zum Opfer. Besondere Bekanntheit erlangte der [[Giftgasangriff auf Halabdscha]], der historisch zwar nicht als Teil der Anfal-Operation geplant war, jedoch die Durchführung begünstigte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://rudaw.net/english/kurdistan/150320141 The Gassing of Halabja Turned the Card on the Kurds in 1988]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;rudaw.net&amp;#039;&amp;#039;. Abgerufen am 16. März 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; Allein bei dieser Aktion am 16. und 17. März 1988 kamen bis zu 5.000 Kurden ums Leben. In der Folge wurden die überlebenden Kurden Halabdschas getötet oder deportiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Titel=Gesellschaft für bedrohte Völker fordert deutsches und europäisches Wiederaufbauprogramm für Halabja|Online=https://www.gfbv.de/de/news/gesellschaft-fuer-bedrohte-voelker-fordert-deutsches-und-europaeisches-wiederaufbauprogramm-fuer-halabja-3739/|Abruf=2017-02-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Vom 25. bis 28. August wurden Dörfer per Hubschrauber mit [[Chemische Waffe|Chemischen Waffen]] bombardiert. Im kurdischen Teil des Irak wurden dabei etwa 4.000 Dörfer zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreiche Lieferungen ausländischer Unternehmen im Bereich der chemischen Ausrüstungsanlagen-Industrie hatten den Irak zuvor in die Lage versetzt, dieses Gas selbst zu produzieren. UN-Inspektoren ermittelten, dass 52,6 % der Ausrüstung für Saddam Husseins Chemiewaffenproduktion aus Deutschland kam.&amp;lt;ref&amp;gt;[[New York Times]]: [http://www.nytimes.com/2003/04/13/weekinreview/the-world-the-means-to-make-the-poisons-came-from-the-west.html?pagewanted=1 The Means to Make the Poisons Came From the West], 13. April 2003&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Folgen ==&lt;br /&gt;
Im September 1988 war die irakische Regierung zufrieden mit ihren Erfolgen. Der männliche Teil der Bevölkerung zwischen 15 und 50 Jahren war entweder getötet worden oder geflohen. Der kurdische Widerstand war in den Iran geflohen und stellte somit keine Bedrohung für den Irak mehr dar. Eine Amnestie wurde erlassen und die inhaftierten Frauen, Kinder und älteren Menschen wurden freigelassen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Choman Hardi]] |Titel=Gendered experiences of genocide : Anfal survivors in Kurdistan-Iraq |Verlag=Burlington, VT : Ashgate |Datum=2010 |ISBN=978-0-7546-7715-4 |Online=http://archive.org/details/genderedexperien00hard |Abruf=2021-11-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Strafverfolgung ==&lt;br /&gt;
Am 23. Juni 2007 wurden [[Ali Hasan al-Madschid]], ehemaliger Verteidigungsminister und Militärkommandeur, sowie die zwei Mitangeklagten Sultan Haschim Ahmad al-Dschaburi, ehemaliger Verteidigungsminister, und Hussayn Raschid Muhammad, ehemaliger stellvertretender Einsatzleiter der Streitkräfte, für ihre Verwicklung in die Anfal-Operation und den damit verbundenen Massenmord [[Todesstrafe|zum Tod]] durch den [[Hängen|Strang]] verurteilt. Farhan Mutlaq al-Jaburi, ehemaliger Leiter des Büros für den [[Militärnachrichtendienst]] des Ostiraks, und Sabir Abd al-Aziz al-Duri, ehemaliger Direktor des Militärnachrichtendienstes, wurden mit [[Lebenslange Freiheitsstrafe|lebenslangem Freiheitsentzug]] bestraft. Der Beschuldigte Taher Tawfiq al-Ani, ehemaliger Statthalter von Mosul und Leiter des Komitees für die Belange des Nordiraks, wurde aus Mangel an Beweisen vom Anklagevorwurf freigesprochen.&amp;lt;!-- Quelle fehlt --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung zwischen der Anfal-Operation und dem Giftgasangriff auf Halabdscha ==&lt;br /&gt;
Besondere Bekanntheit erlangte der [[Giftgasangriff auf Halabdscha]], der historisch zwar nicht als Teil der Anfal-Operation geplant war, jedoch die Durchführung begünstigte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Allein bei dieser Aktion am 16. und 17. März 1988 kamen bis zu 5.000 Kurden ums Leben. In der Folge wurden die überlebenden Kurden Halabdschas getötet oder deportiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Genocide in Iraq. The Anfal Campaign Against the Kurds&amp;#039;&amp;#039;, Human Rights Watch, New York · Washington · Los Angeles · London 1993, ISBN 1-56432-108-8 ([http://www.hrw.org/reports/1993/iraqanfal/ANFAL.htm online])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.haukari.de/Erinnerungsforum_Anfal.html „Erinnerungsforum Anfal“: Projekt der in Irakisch-Kurdistan tätigen Organisation HAUKARI e.&amp;amp;nbsp;V. mit Überlebenden der Anfal-Operationen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Anfal Operation}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte des Irak (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kurdenkonflikt im Irak]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Massaker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriegsverbrechen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Völkermord]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ereignis 1988]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ereignis 1989]]&lt;/div&gt;</summary>
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