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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Anfailzwang</id>
	<title>Anfailzwang - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T13:56:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Anfailzwang&amp;diff=2797890&amp;oldid=prev</id>
		<title>188.108.178.224: Auch Andienungszwang; vgl. Andienungsrecht</title>
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		<updated>2021-08-20T09:13:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Auch Andienungszwang; vgl. Andienungsrecht&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anfailzwang&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war die Verpflichtung von [[Bauernstand|Bauern]], ihre Produkte zuerst dem [[Grundherr]]n zur Deckung seines Eigenbedarfs anbieten zu müssen.&amp;lt;ref&amp;gt;Kramer 1976&amp;lt;!--Was ist Kramer 1976??--&amp;gt;, {{Literatur|Autor=Michael Groier|Titel=Bergraum in Bewegung|Reihe=Forschungsbericht Nr. 31 der Bundesanstalt für Berbauernfragen|Ort=Wien|Jahr=1993|Online=[http://www.berggebiete.eu/cm3/de/component/multicategories/article/16-themen/berglandwirtschaft/43-fb31.html Online]|Abruf=2017-02-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ursprünglich war der Anfailzwang dazu gedacht, ausschließlich den Eigenbedarf der Grundherren zu decken. Der Anfailzwang (Anbiete-, Andienungs- oder Antragszwang) war für den Grundherrn ein obrigkeitliches [[Vorkaufsrecht]].&amp;lt;ref&amp;gt;„Wir schullen auch vnsern tail weins nicht verchauffen, wir schullen den dy geistleichen herren se anfaillen, vnd ab si vnsern tail von vns nicht chauffen wolten, so mueg wir vnsern frum damit schaffen, als wir des geniessen wellen“. Zitiert nach: {{Literatur|Autor=Isfried Hermann Pichler|Titel=Urkundenbuch des Stiftes Schlägl: die Rechts- und Geschichtsquellen der Cisterce Slage und des Prämonstratenserchorherrenstiftes Schlägl von den Anfängen bis zum Jahr 1600|Sammelwerk=Schlägler Schriften|Band=Band 12|Verlag=[[Stift Schlägl]]|Ort=Aigen im Mühlkreis|Jahr=2003|ArtikelNr=301}} Propst Andreas Rieder hat gemäß dieser Urkunde vom 22. November 1444 die fünf Weingärten des Stiftes Schlägl zu Wösendorf dem Stefan Mairhofer und seiner Hausfrau Margarete, deren Söhnen Thomas und Andreas, und ihren Enkeln Stefan und Caspar, unter bestimmten Bedingungen überlassen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Recht wurde von den Grundherrn vielfach missbraucht und die günstig erworbenen landwirtschaftlichen Produkte mit Gewinn weiterverkauft (Fürkauf). Bauern durften erst nach der Ablehnung des Ankaufs durch den Grundherrn die eigenen Produkte weiterverkaufen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Otto Kainz|Herausgeber=Niederösterreichisches Institut für Landeskunde|Titel=Das Kriegsgerichtsprotokoll im niederösterreichischen Bauernaufstand aus dem Jahre 1597|Sammelwerk=Studien und Forschungen aus dem Niederösterreichischen Institut für Landeskunde|Band=50|Verlag=Niederösterreichisches Landesarchiv und Landesbibliothek|Ort=St. Pölten|Jahr=2010|ISBN=978-3-901635-22-9|Kapitel=2.1.2.3.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch abschreckende Strafen wurde der Anfailzwang von den Grundherren durchgesetzt,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Otto Kainz|Herausgeber=Niederösterreichisches Institut für Landeskunde|Titel=Das Kriegsgerichtsprotokoll im niederösterreichischen Bauernaufstand aus dem Jahre 1597|Sammelwerk=Studien und Forschungen aus dem Niederösterreichischen Institut für Landeskunde|Band=50|Verlag=Niederösterreichisches Landesarchiv und Landesbibliothek|Ort=St. Pölten|Jahr=2010|ISBN=978-3-901635-22-9|Kapitel=2.1.2.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; wobei der Grundherr zugleich oberster [[Gerichtsherrschaft|Gerichtsherr]] war und in der Sache selbst entscheiden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliche Rechtsinstitute wie der Anfailzwang waren der&lt;br /&gt;
* Tavernenzwang,&amp;lt;ref&amp;gt;Untertanen wurden gezwungen, ihre Festmahlzeiten bei Taufen, Hochzeiten oder Begräbnissen im Herrschaftsgasthof oder in der Herrschaftstaverne abhalten oder zumindest den Herrschaftswein zu überhöhten Preisen ankaufen (zitiert nach {{Literatur|Autor=Otto Kainz|Herausgeber=Niederösterreichisches Institut für Landeskunde|Titel=Das Kriegsgerichtsprotokoll im niederösterreichischen Bauernaufstand aus dem Jahre 1597|Sammelwerk=Studien und Forschungen aus dem Niederösterreichischen Institut für Landeskunde|Band=50|Verlag=Niederösterreichisches Landesarchiv und Landesbibliothek|Ort=St. Pölten|Jahr=2010|ISBN=978-3-901635-22-9|Kapitel=2.1.2.3.4}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Mühlenzwang]]&amp;lt;ref&amp;gt;Untertanen waren verpflichtet, ihr Getreide ausschließlich in den Herrschaftsmühlen mahlen zu lassen (zitiert nach {{Literatur|Autor=Otto Kainz|Herausgeber=Niederösterreichisches Institut für Landeskunde|Titel=Das Kriegsgerichtsprotokoll im niederösterreichischen Bauernaufstand aus dem Jahre 1597|Sammelwerk=Studien und Forschungen aus dem Niederösterreichischen Institut für Landeskunde|Band=50|Verlag=Niederösterreichisches Landesarchiv und Landesbibliothek|Ort=St. Pölten|Jahr=2010|ISBN=978-3-901635-22-9|Kapitel=2.1.2.3.4}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; und&lt;br /&gt;
* das Verbot der [[Vorhökerei]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Monasterium|pfad=AT-StiASchl/Urkunden/1444_XI_22/charter|titel=Urkunde: Schlägl, Prämonstratenser (1204–1600) 1444 XI 22|kommentar=Urkunde des Stiftes Schlägl mit Bezugnahme zum Anfailzwang}}&lt;br /&gt;
* [http://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw-cgi/zeige?index=buecher&amp;amp;term=drw.+i&amp;amp;seite=s0627-628&amp;amp;blaettere=%3C Artikel „Anfeilschung“] im [[Deutsches Rechtswörterbuch|Deutschen Rechtswörterbuch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Feudalismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>188.108.178.224</name></author>
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