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	<title>Andriake - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Coordinate |article=/ |map=right |maptype=relief |NS=36/13/36/N |EW=29/56/53/E |type=city|region=TR-07}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Ruins in Andriake, Myra, Turkey.jpg|mini|Nördliches Wohngebiet&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.histolia.de/lykien/andriake/andriake-lykien-plan.html www.histolia.de Historic Anatolia], abgerufen am 15. Januar 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; ]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gulets at Andriake, Myra, Turkey.JPG|mini|[[Gulet]]s am Mündungsdelta des Andrakos]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Andriake&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war der Hafen des antiken [[Myra (Lykien)|Myra]], fünf Kilometer südwestlich vom heutigen Ort Kale (Demre) in der [[Türkei|türkischen]] Provinz [[Antalya (Provinz)|Antalya]], an der Flussmündung des Andriakos ([[Demre Çayı]]) in [[Lykien]] gelegen. Der Hafen ist heute durch die Anschwemmungen des Flusses verlandet bzw. versumpft. Seit 2005 werden in Andriake durch ein Team des [[Österreichisches Archäologisches Institut|Österreichischen Archäologischen Institutes]] [[Feldforschung]]en durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologische Zeugnisse weisen auf eine Gründung des Ortes in [[Hellenismus|frühhellenistischer Zeit]] hin. Die Niederlassung erstreckte sich damals über zwei Hügel an beiden Seiten der Hafeneinfahrt. Erstmals erwähnt wird der Ort 197 v.&amp;amp;nbsp;Chr., als [[Antiochos III.]] Andriake eroberte. Im Zuge der Einnahme des Hafens durch Lentulus Spinther im Jahr 43 v.&amp;amp;nbsp;Chr. wurde eine Kette, die die Hafeneinfahrt sicherte, durchbrochen. Der Apostel Paulus wartete hier im Herbst 59 n.&amp;amp;nbsp;Chr. auf seiner Reise nach Rom auf bessere Winde und wechselte das Schiff ([[Apostelgeschichte]] 27, 5-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bedeutung Andriakes liegt in seiner Lage an einer der wichtigsten Schifffahrtsrouten. In der römischen Kaiserzeit ist Andriake neben [[Patara]] einer der bedeutendsten Häfen für die Getreideflotte aus Ägypten, zuerst für [[Rom]], seit dem 4. Jahrhundert n.&amp;amp;nbsp;Chr. zunehmend für [[Konstantinopel]]. In der mittleren Kaiserzeit erfolgte ein massiver Ausbau der Hafeninfrastruktur. Nebst dem [[Horreum]], einem Speicherbau, wurden am Südufer des Hafenbeckens eine große Platzanlage und andere, heute weitgehend zerstörte Bauten errichtet. Eine Wasserleitung sicherte die Wasserversorgung, die bis dahin nur durch [[Zisterne]]nwirtschaft erfolgte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 6. Jahrhundert erlebte die Hafensiedlung einen weiteren Aufschwung. Man errichtete sechs große Kirchen und zwei Badeanlagen sowie zahlreiche weitere Bauten.&lt;br /&gt;
In [[Byzantinisches Reich|frühbyzantinischer Zeit]] wurde – einer massiven Anhäufung von [[Purpurschnecke]]nschalen zufolge, welche die Platzanlage östlich des Speicherbaus überlagert – in Andriake [[Purpur (Farbstoff)|Purpur]] produziert.&lt;br /&gt;
Die Niederlassung dürfte im [[Frühmittelalter]], wahrscheinlich aufgrund der zunehmenden Verlandung des Hafenbeckens, aufgegeben worden sein. In [[Osmanisches Reich|osmanischer]] Zeit wurde an der Westspitze des nördlichen Siedlungshügels ein kleines [[Kastellburg|Kastell]] errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehenswert ist neben den Überresten eines [[Aquädukt]]s, einer [[Agora]], einiger [[Zisterne]]n sowie Ruinen von fünf frühbyzantinischen Kirchen besonders das &amp;#039;&amp;#039;Granarium&amp;#039;&amp;#039; (Horreum) aus [[Hadrian (Kaiser)|hadrianischer Zeit]], eine rund 35 mal 62 Meter große Kornkammer, in der bis zu 6.000 Kubikmeter Getreide gelagert werden konnten. Die in das Ende des 5. oder ins 6. Jahrhundert datierten Kirchen waren dreischiffige [[Basilika (Bautyp)|Basiliken]] mit jeweils einer halbrunden [[Apsis]] an der Ostwand. Die Eingänge befanden sich in der Westwand, bei vier Kirchen war eine Vorhalle ([[Narthex]]) angebaut. In dem von Büschen überwachsenen felsigen Gelände sind Mauerreste der Kirchen bis zu eingeschossiger Höhe erhalten&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Grossmann, Hans-Georg Severin: &amp;#039;&amp;#039;Frühchristliche und byzantinische Bauten im südöstlichen Lykien.&amp;#039;&amp;#039; Ernst Wasmuth, Tübingen, 2003, S. 3–13&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Jürgen Borchhardt]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Myra. Eine lykische Metropole in antiker und byzantinischer Zeit = Istanbuler Forschungen&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 30 (Berlin 1975), S. 64–75. 401–411. ISBN 3-7861-2209-1&lt;br /&gt;
* [[Hansgerd Hellenkemper]], [[Friedrich Hild (Byzantinist)|Friedrich Hild]]: &amp;#039;&amp;#039;Lykien und Pamphylien&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 2, Tabula Imperii Byzantini 8, Wien 2004, S. 435–439 ISBN 3-7001-3280-8&lt;br /&gt;
* Gerhard Forstenpointner, Ursula Quatember, Alfred Galik, Gerald Weissengruber, Andreas Konecny: &amp;#039;&amp;#039;Purple-Dye Production in Lycia - Results of an Archaeozoological Field Survey in Andriake (South-West Turkey)&amp;#039;&amp;#039;, Oxford Journal of Archaeology 26 (2007), S. 201–214, [[doi:10.1111/j.1468-0092.2007.00281.x]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Andriake}}&lt;br /&gt;
* [https://holylandphotos.org/browse.asp?s=1,3,7,183,184 Text und Fotos]&lt;br /&gt;
* [https://www.histolia.de/lykien/andriake/andriake-lykien-beschreibung.html Beschreibung, Bilder und Pläne von Andriake in Lykien]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Provinz Antalya)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike lykische Stadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in der Türkei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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