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	<title>Andrew Thorndike - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T13:29:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Andrew_Thorndike&amp;diff=923478&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Th.Binder: 1974 ausgezeichnet</title>
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		<updated>2024-09-13T04:26:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;1974 ausgezeichnet&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Andrew Thorndike&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[30. August]] [[1909]] in [[Frankfurt am Main]]; † [[14. Dezember]] [[1979]] in [[Berlin]]) war für den [[Dokumentarfilm]] der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] als Regisseur, [[Drehbuchautor]] und Szenarist tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Thorndikes Vorfahren gehörten 1620 zu den Pilgervätern auf der „[[Mayflower]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans-Michael Bock]]: „[[CineGraph]]. Lexikon zum deutschsprachigen Film“. Lg. 10. München: Edition text + kritik 1988.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Vater war [[Andrew Thorndike (Generaldirektor)|Andrew Thorndike III]], der Generaldirektor und Aufsichtsratsvorsitzende der [[Hugenberg-Konzern|hugenbergschen]] [[Allgemeine Anzeigen GmbH|Allgemeine Anzeigen GmbH (Ala)]] von 1920 bis 1932 und von 1932 bis 1944 Geschäftsführer der August Scherl GmbH.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Immo Eberl]], Helmut Marcon (Bearb.): „150 Jahre Promotion an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tübingen: Biographien der Doktoren, Ehrendoktoren und Habilitierten, 1830-1980“, (1984) Stuttgart 1984, S. 93.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Vater war Hugenbergs Vertrauensmann als Leiter der Geschäftsstelle der Allgemeine Anzeigen GmbH ab 1914&amp;lt;ref&amp;gt;Heidrun Holzbach: &amp;#039;&amp;#039;Das „System Hugenberg“. Die Organisation bürgerlicher Sammlungspolitik vor dem Aufstieg der NSDAP&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart 1981, S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt; und ab 1918 bis 1920 Geschäftsführer der Auslands GmbH.&amp;lt;ref&amp;gt;Immo Eberl, Helmut Marcon (Bearb.): „150 Jahre Promotion an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tübingen: Biographien der Doktoren, Ehrendoktoren und Habilitierten, 1830-1980“, (1984) Stuttgart 1984, S. 93.&amp;lt;/ref&amp;gt; Juli 1915 wurde der Vater Leiter des Kruppschen Nachrichtenbüros&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Hoser: &amp;#039;&amp;#039;Die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Hintergründe der Münchner Tagespresse zwischen 1914 und 1934, Methoden der Pressebeeinflussung&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 1990, S. 187&amp;lt;/ref&amp;gt; und war Verwaltungsratsmitglied der [[Deutsche Lichtbild-Gesellschaft|DLG]].&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Barkhausen: &amp;#039;&amp;#039;Filmpropaganda für Deutschland im Ersten und Zweiten Weltkrieg&amp;#039;&amp;#039;, Hildesheim 1982, S. 81.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Sohn Andrew Thorndike wuchs in [[Senzig]] auf und besuchte die Schule in [[Königs Wusterhausen]]. Nach dem Abitur 1928 begann er eine Lehre als Kaufmann im Scherl-Verlag. 1930 arbeitete er bei der „Württembergischen Zeitung“. Er war ab 1931 bei der [[UFA]] beschäftigt, seit 1933 in der Werbefilm-Abteilung. Ab 1939 leistete er Dienst bei der Polizeireserve in Dresden. Ab 1941 arbeitete er als Kulturfilm-Regisseur, u. a. für Lehrfilme für das [[Oberkommando der Wehrmacht]]. Sein 1942 entstandener Kulturfilm &amp;#039;&amp;#039;Die Herrin des Hofes&amp;#039;&amp;#039; sollte „die vielseitige und verantwortungsvolle Arbeit einer Bäuerin“ zeigen, wurde aber verboten, erhielt nach starker Umarbeitung das Prädikat „Volksbildend“ und wurde am 22. Dezember 1942 uraufgeführt. Thorndike wurde wegen des Verdachts auf „Wehrkraftzersetzung“ verhaftet und zur [[Wehrmacht]] einberufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In sowjetischer Kriegsgefangenschaft wurde er Mitglied des [[Nationalkomitee Freies Deutschland|Nationalkomitees „Freies Deutschland“ (NKFD)]] und absolvierte die [[Antifa-Schule]]. 1948 kehrte er nach Deutschland zurück und arbeitete seit 1949 als Regisseur beim [[DEFA]]-Studio für Wochenschau und Dokumentarfilme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Arbeit am Projekt &amp;#039;&amp;#039;Stalin und das deutsche Volk&amp;#039;&amp;#039; wurde Andrew Thorndike am 9. April 1953 mit einem fingierten Telegramm nach [[West-Berlin]] gelockt, wegen „Verdachts der Beihilfe zum Landesverrat an der Bundesrepublik Deutschland“ verhaftet und nach [[Karlsruhe]] gebracht. Nach internationalen Protesten gegen dieses Vorgehen wurde Thorndike im Juli 1953 wieder freigelassen.&amp;lt;ref&amp;gt;CineGraph Lexikon zum deutschsprachigen Film 1984ff edition text+kritik im Richard Boorberg Verlag, München&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach neuesten Erkenntnissen war Thorndike nur ein Beschuldigter unter Dutzenden, die am 9./10. April 1953 in West-Berlin und der BRD innerhalb der „[[Aktion Vulkan]]“ verhaftet wurden. Wegen der pragmatischen Haltung eines seiner Verteidiger, des DDR-Juristen [[Friedrich Karl Kaul]], und des Oberbundesanwaltes [[Carlo Wiechmann]] kam es nicht zum Prozess.&amp;lt;ref&amp;gt;Jens Michalski: &amp;#039;&amp;#039;Andrew Thorndike und der implodierte &amp;quot;Vulkan&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;. Treibgut Verlag, Berlin 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andrew Thorndike wurde 1961 Mitglied der [[Akademie der Künste der DDR]]. 1967 gründete er den Verband der Film- und Fernsehschaffenden der DDR und war bis zu seinem Tode dessen Präsident.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der in den 1930er Jahren geschlossenen ersten Ehe mit seiner Frau Irma entstammen die Kinder Andrew V., Jan und Peggy. Während dieser Ehe wurde auch Andrews unehelicher Sohn Gregor geboren. Wegen Gregor kam es zur Ehescheidung. 1953 heiratete Andrew Thorndike in zweiter Ehe [[Annelie Thorndike|Annelie Kunigk]], die er bei seinen Filmarbeiten kennengelernt hatte. In dritter Ehe war Thorndike mit Helga Schrader verheiratet, aus dieser Ehe stammen die Kinder Katharina und Andreas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andrew Thorndikes Filme (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* 1949: Der 13. Oktober (2 Versionen, beide Filme kein Einsatz)&lt;br /&gt;
* 1949: Von Hamburg bis Stralsund&lt;br /&gt;
* 1950: Der Weg nach oben&lt;br /&gt;
* 1951: [[Wilhelm Pieck – Das Leben unseres Präsidenten]]&lt;br /&gt;
* 1951: Freundschaft siegt (KO Su, Regie der dt. Fssg.)&lt;br /&gt;
* 1951: Lied der Freundschaft (KO Su, Co-Regie)&lt;br /&gt;
* 1952: Die Prüfung&lt;br /&gt;
* 1952/3: Stalin und die deutsche Nation (Abbruch der Dreharbeiten Mai 53, keine Fertigstellung)&lt;br /&gt;
* 1954: Die 7 vom Rhein&lt;br /&gt;
* 1956: [[Du und mancher Kamerad]]&lt;br /&gt;
* 1957: Der Fall Hartmann und andere&lt;br /&gt;
* 1957: [[Urlaub auf Sylt]]&lt;br /&gt;
* 1958: [[Unternehmen Teutonenschwert]]&lt;br /&gt;
* 1961: Die Konzessionen des Mister Urquardt&lt;br /&gt;
* 1963: [[Das russische Wunder]]. 2 Teile&lt;br /&gt;
* 1965: Tito in Deutschland&lt;br /&gt;
* 1969: Du bist min. Ein deutsches Tagebuch&lt;br /&gt;
* 1970: Wladimir Iljitsch Uljanow Lenin&lt;br /&gt;
* 1970: [[Unter den Linden – Geschichte und Geschichten]] (Fernsehfilm)&lt;br /&gt;
* 1971: Mein ganzes Leben lang&lt;br /&gt;
* 1972: Start; Hier Deutsche Volkspolizei&lt;br /&gt;
* 1977: [[Die alte neue Welt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=andrew-thorndike|lemma=Thorndike, Andrew|autor=Renate Rätz, [[Bernd-Rainer Barth]]|band=2|idNum=3527}}&lt;br /&gt;
* Jens Michalski: &amp;#039;&amp;#039;Andrew Thorndike und der implodierte „Vulkan“.&amp;#039;&amp;#039; Treibgut Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-941175-03-7.&lt;br /&gt;
* {{NDB|26|202|203|Thorndike, Andrew|Rolf Aurich|123633982}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{IMDb|nm0861337}}&lt;br /&gt;
* {{Filmportal|6cfa1a3c8207499da48e32d1d3ae5711}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|123633982}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=123633982|LCCN=nr/00/14035|VIAF=50140518}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Thorndike, Andrew}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Nationalkomitee Freies Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dokumentarfilmer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Nationalpreises der DDR II. Klasse für Kunst und Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Bronze]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Banners der Arbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Held der Arbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Akademie der Künste (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1909]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1979]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Thorndike, Andrew&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Dokumentarfilmer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=30. August 1909&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. Dezember 1979&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Th.Binder</name></author>
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