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	<title>Andreu Nin - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Mausekrause: Ergänzung</title>
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		<updated>2026-03-03T13:43:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ergänzung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Andreu Nin i Pérez&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|ənˈdɾew ˈnin}}], in [[Spanische Sprache|kastilischer]] Namensform &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Andrés Nin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|anˈdɾes ˈnin}}], (* [[4. Februar]] [[1892]], [[El Vendrell]] in der [[Provinz Tarragona]]; † [[20. Juni]] [[1937]] bei [[Madrid]]) war ein spanischer Revolutionär aus [[Katalonien]]. Als führendes Mitglied der von ihm mitgegründeten [[Partido Obrero de Unificación Marxista|POUM]] wurde er nach den [[Maiereignisse]]n 1937 im [[Spanischer Bürgerkrieg|Spanischen Bürgerkrieg]] sehr wahrscheinlich von [[Stalinismus|Stalinisten]] verschleppt, gefoltert und ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Der Sohn eines armen Schuhmachers und einer Bäuerin ging vor Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] nach [[Barcelona]], wo er vorübergehend Lehrer an einer libertär orientierten Schule war, bevor er sich dem Journalismus zuwandte. 1917 trat er der&lt;br /&gt;
[[Partido Socialista Obrero Español|Sozialistischen Arbeiterpartei Spaniens]] (PSOE) bei. 1918 verließ er die Partei und wechselte zur [[Syndikalismus|syndikalistischen]] Gewerkschaft [[Confederación Nacional del Trabajo|CNT]]; dort gehörte er zur Strömung der &amp;#039;&amp;#039;Kommunisten-Syndikalisten&amp;#039;&amp;#039;, die mit der [[Oktoberrevolution|Russischen Revolution]] und den [[Bolschewiki]] sympathisierten.&amp;lt;ref&amp;gt;Arturo Zoffmann Rodriguez: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Marxistisch und proudhonistisch zugleich&amp;quot;: Die Kommunisten-Syndikalisten der Spanischen CNT 1917-1924&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Arbeit – Bewegung – Geschichte]], Heft 2017/III, S. 74–96.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1921 zählte Nin zu den Gründern der spanischen [[Partido Comunista de España|Kommunistischen Partei]] (PCE). Bald darauf arbeitete er für ein knappes Jahrzehnt in [[Moskau]] für die [[Rote Gewerkschafts-Internationale|Profintern]] und die [[Kommunistische Internationale|Komintern]]. Er schloss sich der linken Opposition an und gehörte eine Zeit lang zum Stab [[Leo Trotzki]]s. Daneben übersetzte er russische Literatur ins Katalanische. Nach Spanien zurückgekehrt, formierte er mit anderen die kleine und weitgehend isolierte [[Izquierda Comunista de España]] (ICE, Kommunistische Linke Spaniens), die sich als [[Leninismus|leninistisch]] orientierte Gruppe der von Leo Trotzki 1930 gegründeten [[International Left Opposition]] (ILO) begriff. Nin hatte erhebliche Auseinandersetzungen mit deren Gründer, besonders über die Frage des Beitritts der ICE zur &amp;#039;&amp;#039;Juventudes Socialistas Unificadas&amp;#039;&amp;#039; (JSU), der sozialistischen Jugendorganisation der PSOE, den Trotzki anwies. Nin befürchtete das Verschwinden der Gruppe und sprach sich stattdessen für ein Zusammengehen mit dem [[Bloque Obrero y Campesino]] (BOC, Arbeiter- und Bauernblock) aus, der 1931 als eher „rechte“ Opposition aus der katalanischen kommunistischen Bewegung hervorgegangen war. In der Tat gründete er 1935 gemeinsam mit BOC-Führer [[Joaquín Maurín]] die [[Partido Obrero de Unificación Marxista]] (POUM, Arbeiterpartei der marxistischen Einheit). Sie verstand sich als Alternative sowohl zur sozialistischen wie zur kommunistischen Partei, schloss Bündnisse mit anarchistischen Organisationen und spielte so trotz ihrer zahlenmäßigen Schwäche eine nicht unerhebliche Rolle im heraufziehenden Krieg gegen die faschistischen Truppen [[Francisco Franco|Francos]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verhaftung und Tod ==&lt;br /&gt;
Nachdem die [[Frente Popular|Spanische Volksfront]] 1936 die Wahlen gewonnen hatte, wurde Nin Justizminister. Mit Beginn des Bürgerkrieges, als die [[Zweite Spanische Republik|Zweite Republik]] Katalonien einen autonomen Status gewährt hatte, trat er der dortigen Regionalregierung unter [[Lluís Companys i Jover|Lluís Companys]] bei. Als Zugeständnis an Moskau wurde er jedoch mit anderen POUM-Regierungsmitgliedern rasch wieder entfernt. Mehr noch wurde der größte Teil der POUM-Führung 1937, kurz nach den [[Maiereignisse|Mai-Schlachten]] in Barcelona zwischen anarchistischen und pro sowjet-kommunistischen Kräften, verhaftet und in von Kommunisten kontrollierte Gefängnisse gesperrt. Nin wurde von seinen Genossen getrennt und nach [[Alcalá de Henares]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Antony Beevor]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Spanische Bürgerkrieg.&amp;#039;&amp;#039; ISBN 978-3-442-15492-0, 2. Auflage, S. 348.&amp;lt;/ref&amp;gt; verschleppt. Nach Aussagen der später abtrünnigen hohen kommunistischen Funktionäre Jesús Hernández&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Literatur.&amp;lt;!-- und was soll man dort wo sehen können???--&amp;gt; Hernández war damals unter anderem republikanischer Unterrichtsminister gewesen.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Enrique Castro Delgado&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Literatur.&amp;lt;!-- und was soll man dort wo sehen können???--&amp;gt; In Moskau war Delgado Mitarbeiter der Komintern-Exekutive gewesen.&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde Nin auf Anweisung Moskaus gefoltert und am 20. Juni ermordet. Moskaus Verbindungsmann zur kommunistisch geprägten Geheimpolizei der „Republik“ war der [[Volkskommissariat für innere Angelegenheiten|NKWD]]-Agent [[Alexander Michailowitsch Orlow#Spanischer Bürgerkrieg|Orlow]]. Außerdem sollen am Mordkomplott der sowjetische Agent [[Josef Romualdowitsch Grigulewitsch]] sowie der Kommandant des [[Fünftes Regiment|5. republikanischen Regiments]] Carlos J. Contreras alias [[Vittorio Vidali]] beteiligt gewesen sein: nach der Darstellung [[Julián Gorkin]]s der unmittelbare Mörder Nins.&amp;lt;ref&amp;gt;Gorkin: &amp;#039;&amp;#039;Stalins langer Arm.&amp;#039;&amp;#039; S. 182.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein etwas abweichendes Bild gibt der Historiker [[Hugh Thomas]]. Danach soll Nin der Folter widerstanden haben, so dass der erwähnte Vidali den Plan fasste, ihn durch angebliche Nazis „befreien“ zu lassen. 10 deutsche Angehörige der [[Internationale Brigade|Internationalen Brigaden]] entführten daraufhin Nin und ermordeten ihn nach seiner sogenannten Befreiung. Während der Unternehmung hätten die Brigadisten laut miteinander Deutsch gesprochen, zudem hätten sie deutsche Fahrkarten hinterlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hugh Thomas: &amp;#039;&amp;#039;Der spanische Bürgerkrieg.&amp;#039;&amp;#039; Ullstein, Berlin West 1962, S. 304.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sich dies alles im Verborgenen abspielte, setzte die verbliebene POUM in jenem Sommer die Kampagne „Gobierno Negrín: ¿dónde está Nin?“ in Gang („An die Regierung [[Juan Negrín|Negrín]]: Wo ist Nin?“). Das beantwortete die PCE mit „Entweder in [[Salamanca]] oder in [[Berlin]].“ (Salamanca war von Franco-Truppen kontrolliert, Berlin von Hitler regiert.) Schon vorher hatten die Kommunisten behauptet, der verschwundene Nin sei von der „anderen Seite“ entführt worden, der er angeblich – als „faschistischer Agent“ – gedient habe. So wurde er gleichsam noch einmal geschändet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der britische Schriftsteller [[George Orwell]] kämpfte im [[Spanischer Bürgerkrieg|Spanischen Bürgerkrieg]] in der Miliz der POUM in Katalonien und gerät später in die Kämpfe in Madrid, ohne aber Parteimitglied gewesen zu sein, was er im Nachhinein, nach der Unterdrückung der Partei, bedauerte. Über seine Erlebnisse zu dieser Zeit und zur politische Situation der spanischen Parteien berichtet er in seinem Buch &amp;quot;[[Mein Katalonien]]&amp;quot; (engl.: &amp;#039;&amp;#039;Homage to Catalonia&amp;#039;&amp;#039;) das erstmals 1938 bei [[Secker &amp;amp; Warburg]] in London erschien. Die deutsche Erstausgabe erschien 1964.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Reiner Tosstorff]]: &amp;#039;&amp;#039;Andreu Nin und die Rote Gewerkschaftsinternationale (RGI) 1921–1928 – Eine Skizze.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Jahrbuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung]].&amp;#039;&amp;#039; Heft III/2005.&lt;br /&gt;
* Enrique Castro Delgado: &amp;#039;&amp;#039;La vida secreta de la Komintern, o cómo perdí mi fe en Moscú&amp;#039;&amp;#039; (Ich habe den Glauben an Moskau verloren), Madrid 1950.&amp;lt;ref&amp;gt;Laut Gorkin (&amp;#039;&amp;#039;Stalins langer Arm.&amp;#039;&amp;#039; S. 30) zuvor in der von ihm selbst geleiteten mexikanischen Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Asi&amp;#039;&amp;#039;, dann in der französischen Tageszeitung &amp;#039;&amp;#039;Le Monde&amp;#039;&amp;#039;, später auch als Buch bei Gallimard in Paris erschienen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Jesús Hernández: &amp;#039;&amp;#039;Yo fui un ministro de Stalin.&amp;#039;&amp;#039; Mexiko 1953.&amp;lt;ref&amp;gt;{{enS|I was an Minister of Stalin}} – nur auszugsweise erschienen. ([http://www.marxists.org/history/spain/writers/hernandez/persecution_of_poum.html#_ftnref39 marxists.org], abgerufen am 16. Mai 2011).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Julián Gorkin]]: &amp;#039;&amp;#039;Les communistes contre la révolution espagnole.&amp;#039;&amp;#039; Belfond 1978. Deutsche Ausgabe: &amp;#039;&amp;#039;Stalins langer Arm.&amp;#039;&amp;#039; Köln 1980; mit einem Vorwort von [[Willy Brandt]].&amp;lt;ref&amp;gt;Der führende POUM-Kader und Chef der damals in Barcelona erscheinenden Tageszeitung &amp;#039;&amp;#039;La Batalla&amp;#039;&amp;#039; Gorkin zählte im Juni 1937 zu jenen wegen „Hochverrats“ Verhafteten. Auf Gespräche mit Delgado und Hernández und weitere Zeugenaussagen und Untersuchungen gestützt, gibt er auf den Seiten 164 bis 185 eine detailreiche Rekonstruktion der Verschleppung und Ermordung Nins, wenn es auch mitunter an nachprüfbaren Belegen mangelt. Im Vorwort (S. 19) merkt Brandt (1980!) an, „mit letzter Genauigkeit“ habe Nins Folter und Ermordung nicht bewiesen werden können – „es sei denn, man läßt das Eingeständnis eines kommunistischen Ex-Ministers als Beweis gelten“. Zu einer jüngeren Beweislage („KGB-Archiv“) äußert sich die [http://www.fau.org/texte/spanische_revolution/art_041120-225533 FAU 2004], abgerufen am 16. Mai 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Arturo Zoffmann Rodriguez: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Marxistisch und proudhonistisch zugleich&amp;quot;: Die Kommunisten-Syndikalisten der Spanischen CNT 1917-1924&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Arbeit – Bewegung – Geschichte]], Heft 2017/III, S. 74–96.&lt;br /&gt;
* [[George Orwell]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Mein Katalonien]]. Bericht über den Spanischen Bürgerkrieg&amp;#039;&amp;#039;, Diogenes-Verlag, Zürich 2000. ISBN 3-257-20214-8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.fundanin.org/ Fundación Andreu Nin] Dokumente zu Nin und POUM (spanisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.segundarepublica.com/index.php?opcion=2&amp;amp;id=4 &amp;#039;&amp;#039;Andrés Nin: El crimen que remató la República&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118588206|LCCN=n/79/56715|VIAF=77108376}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Nin, Andreu}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (POUM)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Republikaner im Spanischen Bürgerkrieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Revolutionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer des Stalinismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:RGI-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Katalonien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (Spanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spanier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1892]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1937]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Nin, Andreu&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Nin i Pérez, Andreu; Nin i Pérez, Andrés&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=spanischer Politiker, Kommunist und Anarchist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. Februar 1892&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[El Vendrell]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=20. Juni 1937&lt;br /&gt;
|STERBEORT=bei [[Madrid]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mausekrause</name></author>
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