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	<title>Andres Larka - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:EstArmyHighCommnd1920 - Andres Larka.JPG|miniatur|rechts|200px|Andres Larka (1920)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Andres Larka&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[5. März]] [[1879]] im Dorf Laeva, damals Gemeinde Kabala, heute Dorf [[Pilistvere]], [[Kreis Viljandi]]/[[Estland]]; † [[8. Januar]] [[1942]] in der [[Oblast Kirow]]/[[Sowjetunion]]) war ein [[Estland|estnischer]] Militär und Politiker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frühe Jahre ==&lt;br /&gt;
Andres Larka (bis 1918 &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Andrej Larko&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) wurde als Sohn des Müllers Jaan Larka und seiner Frau Mari Tedder geboren. Er besuchte von 1889 bis 1891 die Dorfschule in Laeva, von 1891 bis 1894 die [[Kirchspiel]]-Schule in Pilistvere und von 1894 bis 1898 das Gymnasium in [[Põltsamaa (Stadt)|Põltsamaa]]. Er verpflichtete sich danach freiwillig zum [[Kaiserlich Russische Armee|russischen Militär]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Soldat ==&lt;br /&gt;
1899 begann seine militärische Karriere beim [[Kadett (Militär)|Kadettencorps]] in [[Pskow]]. Von 1900 bis 1902 studierte Larka an der [[Kadettenanstalt|Militärschule]] in [[Vilnius]]. Nach seinem Abschluss diente er in einer [[Infanterie]]-Einheit. 1904/05 nahm er am [[Russisch-Japanischer Krieg|Russisch-Japanischen Krieg]] teil. 1909 legte Larka sein Eintrittsexamen für die Kriegsakademie in [[Sankt Petersburg]] ab. Ein Jahr nach seinem dortigen Abschluss wurde er 1913 erneut nach Vilnius versetzt. Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] nahm er 1914/15 in [[Ostpreußen]] und [[Polen]] an Schlachten gegen die [[Deutsches Heer (Deutsches Kaiserreich)|deutsche Armee]] teil. Danach war er in [[Rumänischer Kriegsschauplatz (Erster Weltkrieg)|Rumänien]] eingesetzt. Im Dezember 1917 kehrte er nach Estland zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Estnische Unabhängigkeit ==&lt;br /&gt;
Ab Januar 1918 hatte er den Auftrag, in [[Haapsalu]] eine [[Artillerie]]-[[Brigade]] zusammenzustellen. Am 16. Februar wurde er nach Tallinn abberufen. Dort hatten jedoch inzwischen die [[Bolschewiki]] die faktische Kontrolle übernommen, die Larka aus politischer Überzeugung ablehnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als am 24. Februar 1918 die unabhängige Republik Estland ausgerufen wurde, stellte sich Larka in ihren Dienst. Die [[Provisorische Regierung (Estland)|Provisorische Regierung]] ernannte ihn zum [[Verteidigungsministerium|Kriegsminister]]. Am 25. Februar marschierten deutsche Truppen in Tallinn ein. Sie beließen Larka die Aufgabe, estnische Volkseinheiten zu koordinieren, lehnten ansonsten aber einen unabhängigen estnischen Staat ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Friedensvertrag von Brest-Litowsk|Frieden von Brest-Litowsk]] zwischen [[Deutsches Kaiserreich|Deutschland]] und Russland sollten die estnischen Einheiten aufgelöst werden. Diesem Befehl widersetzte sich Larka und koordinierte die illegale Schaffung estnischer Selbstverteidigungseinheiten (zunächst unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Omakaitse&amp;#039;&amp;#039;, später &amp;#039;&amp;#039;[[Kaitseliit]]&amp;#039;&amp;#039;). Im September 1918 musste Larka wegen seiner Tätigkeit vor den deutschen Besatzungstruppen nach [[Finnland]] fliehen. Im Oktober 1918 warb er in [[Stockholm]] und [[Kopenhagen]] für die Anerkennung einer estnischen Unabhängigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zusammenbruch des [[Deutsches Kaiserreich|deutschen Kaiserreichs]] kehrte Larka am 13. November 1918 nach Tallinn zurück. Am 26. November 1918 wurde er von seinen Aufgaben als Kriegsminister entbunden und zum Leiter des estnischen [[Generalstab]]s ernannt. Als am 28. November [[Sowjetrussland]] Estland angriff, koordinierte er im [[Estnischer Freiheitskrieg|Estnischen Freiheitskrieg]] die [[Estnische Verteidigungsstreitkräfte#Geschichte|estnischen Truppen]] gegen die [[Rote Armee]]. Der Krieg endete für Estland siegreich. Die Sowjetunion musste im [[Frieden von Dorpat|Friedensvertrag von Tartu]] vom 2. Februar 1920 die Unabhängigkeit Estlands anerkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politiker ==&lt;br /&gt;
Andres Larka blieb auch nach dem Friedensschluss einer der einflussreichsten estnischen Militärs der Zwischenkriegszeit. Vom 1. Februar 1919 bis 1. Januar 1925 fungierte er als Berater des estnischen Verteidigungsministers. Er erkrankte jedoch bald an [[Tuberkulose]] und wurde arbeitsunfähig. Nach erfolgreichen Kuren in der [[Schweiz]] kehrte er nach Estland zurück und ließ sich in Jõgisoo (heute Landgemeinde [[Saue (Landgemeinde)|Saue]]) nieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1928 war Andres Larka wieder in der Politik aktiv. Er schloss sich dem 1929 von [[Artur Sirk]] gegründeten Zentralverband der estnischen Freiheitskämpfer (&amp;#039;&amp;#039;Eesti Vabadussõjalaste Keskliit&amp;#039;&amp;#039;) an, dessen Vorsitzender er von 1930 bis zur Auflösung 1933 war. 1934 wurde er Vorsitzender der Nachfolgeorganisation, des [[Estnischer Bund der Freiheitskämpfer|Verbands der estnischen Freiheitskämpfer]] (&amp;#039;&amp;#039;Eesti Vabadussõjalaste Liit&amp;#039;&amp;#039;). Die Anhänger wurden im Volksmund &amp;#039;&amp;#039;Vapsid&amp;#039;&amp;#039; genannt und gewannen bald entscheidenden Einfluss auf die estnische Politik. Larka setzte sich vor allem für eine direktere Demokratie und für die Verkleinerung des Parlaments ein. Er verfolgte stark rechtsgerichtete Ideen und wandte sich gegen das politische Establishment Estlands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1934 hatte der einflussreiche Larka vor, bei den Wahlen zum Staatsoberhaupt als Kandidat anzutreten. Er wurde als aussichtsreichster Kandidat gehandelt. Am 12. März 1934 übernahmen jedoch [[Konstantin Päts]] und General [[Johan Laidoner]] in einer [[Staatsstreich vom 12. März 1934|staatsstreichartigen Aktion]] die Macht in Estland und riefen den Ausnahmezustand aus. Sie fürchteten auch den zunehmenden politischen Einfluss von Larkas rechtsgerichtetem Kriegsveteranenverband, der als Sieger der Kommunalwahlen in Tallinn und [[Tartu]] vom Januar 1934 hervorgegangen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa 400 &amp;#039;&amp;#039;Vapsid&amp;#039;&amp;#039; wurden verhaftet, unter ihnen Larka. Er wurde erst im Juni 1935 wieder freigelassen. Am 7. Dezember 1935 wurde er erneut unter dem Vorwurf festgenommen, einen Staatsstreich gegen Konstantin Päts geplant zu haben. 1936 wurde er zu fünfzehn Jahren Zwangsarbeit verurteilt, aber schon im folgenden Jahr begnadigt. Danach lebte er politisch unauffällig in Tallinn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deportation und Tod ==&lt;br /&gt;
Mit der sowjetischen Besetzung Estlands wurde Andres Larka am 23. Juli 1940 durch das [[Innenministerium der UdSSR|NKWD]] festgenommen. Wie alle anderen estnischen Politiker und höheren Offiziere wurde er ins Innere Russlands [[Deportation aus Estland|deportiert]]. Im Juni 1941 wurde er zu acht Jahren Lager verurteilt. Andres Larka starb nach Zeugenaussagen am 8. Januar 1942 in einem [[Gulag]] in der [[Oblast Kirow]]. Die genauen Umstände seines Todes sind ungeklärt. Sein Grab ist unbekannt. 1997 wurde in seinem Heimatdorf ein Gedenkstein für ihn eingeweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Privatleben ==&lt;br /&gt;
Andres Larka war dreimal verheiratet und hatte zwei Söhne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.muuseum.viljandimaa.ee/aastaraamat/2005/pihlak.pdf Ausführlicher Lebenslauf] (S. 118–120; PDF; 1,04&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* [http://vana.www.sakala.ajaleht.ee/index.html?op=lugu&amp;amp;id=11097&amp;amp;number=571&amp;amp;rubriik=8 Wahlen zum Staatsoberhaupt 1934] (estnisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1112964908|VIAF=501149544563400490007}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Larka, Andres}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (Estland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Generalmajor (Estland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Estnischen Freiheitskrieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Freiheitskreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens des Adlerkreuzes (I. Klasse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens des Estnischen Roten Kreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Este]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1879]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1942]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Larka, Andres&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Larko, Andrej (bis 1918)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=estnischer Politiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. März 1879&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=Dorf Laeva, damals Gemeinde Kabala, heute Dorf [[Pilistvere]], Estland&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. Januar 1942&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Oblast Kirow]], Sowjetunion&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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