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	<title>Andrei Lukanow - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Aka: /* Minister und Aufstieg zum Ministerpräsidenten */ Abkürzung korrigiert</title>
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		<updated>2026-03-08T07:39:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Minister und Aufstieg zum Ministerpräsidenten: &lt;/span&gt; Abkürzung korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Андрей Луканов - 01 (08-05-1990).jpg|mini|Andrei Lukanow, 1990]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Andrei Karlow Lukanow&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{bgS|Андрей Карлов Луканов}}; * [[26. September]] [[1938]] in [[Moskau]]; † [[2. Oktober]] [[1996]] in [[Sofia]], [[Bulgarien]]) war ein bulgarischer Diplomat, Politiker und [[Liste der Ministerpräsidenten Bulgariens|Ministerpräsident]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographie ==&lt;br /&gt;
=== Familie, Studium und diplomatische Laufbahn ===&lt;br /&gt;
Lukanow war der Sohn des späteren Vizeministerpräsidenten und Außenministers von 1956 bis 1961, [[Karlo Lukanow]], der mit seiner [[Kommunismus|kommunistisch geprägten]] Familie im [[Exil]] in der [[Sowjetunion]] lebte.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerald Knaus: [https://books.google.de/books?id=Y1lKNBGLs7oC&amp;amp;pg=PA89&amp;amp;lpg=PA89&amp;amp;dq=Karlo+Lukanov&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=IqWvjH0nOk&amp;amp;sig=I1W0V4Jqi8RHkDrAXo504DtmeGE&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjdouGorJDMAhUG6g4KHTLjDKoQ6AEITTAJ#v=onepage&amp;amp;q=Karlo%20Lukanov&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Bulgarien&amp;#039;&amp;#039;], S. 89, [[Verlag C.H.Beck]], 1997, ISBN 3-406-39866-9&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://sofiaecho.com/2011/02/11/1041549_andrei-lukanov-red-baron-of-bulgaria &amp;#039;&amp;#039;Andrei Lukanov, red baron of Bulgaria&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;The Sofia Echo&amp;#039;&amp;#039; vom 11. Februar 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Großvater [[Todor Lukanow]] engagierte sich ebenfalls in führender Position in der Kommunistischen Partei und überstand nach seiner Emigration in die Sowjetunion den [[Großer Terror (Sowjetunion)|Großen Terror]] unter [[Josef Stalin]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=UWALiF59JU4C&amp;amp;pg=PA283&amp;amp;lpg=PA283&amp;amp;dq=Todor+Lukanov&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=ENSN46JKpm&amp;amp;sig=gMCmXbZ3BFM7JBJCMixAViyN6wI&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjGm6-nsZDMAhVDoA4KHf8DAZcQ6AEIUDAH#v=onepage&amp;amp;q=Todor%20Lukanov&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Biographical Dictionary of the Comintern&amp;#039;&amp;#039;], S. 283, 284, Verlag Hoover Press, 1986, ISBN 0-8179-8403-8&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er selbst absolvierte ein Studium am [[Moskauer Staatliches Institut für Internationale Beziehungen|Institut für Auswärtige Beziehungen]] in [[Moskau]], das er 1963 mit der [[Akademischer Grad|Graduierung]] abschloss. Im gleichen Jahr trat er der damals herrschenden [[Bulgarische Kommunistische Partei|Bulgarischen Kommunistischen Partei (BKP)]] (&amp;#039;&amp;#039;Balgarska Komunisticeska Partija&amp;#039;&amp;#039;) bei und in den [[Diplomatisches Korps|Diplomatischen Dienst]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1963 bis 1965 war er zunächst Mitarbeiter der Abteilung [[COMECON]] des Außenministeriums. Anschließend wurde er Leiter der Abteilung Internationale Organisationen. Von 1969 bis 1972 fand er eine Verwendung als Erster Sekretär und zugleich [[Geschäftsträger]] der [[Ständige Vertretung|Ständigen Vertretung]] bei den [[Vereinte Nationen|Vereinten Nationen]] in [[Genf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren machte er in der Volksrepublik Bulgarien eine Karriere innerhalb der kommunistischen Regierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Minister und Aufstieg zum Ministerpräsidenten ===&lt;br /&gt;
Am 1. Februar 1972 wurde er zunächst Vizeminister&amp;lt;ref&amp;gt;[https://content.time.com/time/magazine/article/0,9171,910510-1,00.html „Gold On Tobacco Road“, Artikel im &amp;#039;&amp;#039;TIME-Magazine&amp;#039;&amp;#039; vom 8. Januar 1973]&amp;lt;/ref&amp;gt; und bereits am 31. Oktober 1973 Minister für [[Außenhandel]] in der Regierung von [[Stanko Todorow]]. Während seiner Amtszeit bis 16. Juni 1976 war er 1974 bis 1975 auch Vorsitzender des Rates für Handel und Entwicklung der [[UNO]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17. Juni 1976 erfolgt seine Ernennung zum Stellvertretenden Vorsitzenden des Ministerrates sowie zum Vorsitzenden des Komitees für wirtschaftliche Zusammenarbeit. Zugleich wurde er zum Kandidaten des [[Zentralkomitee|Zentralkomitees (ZK)]] der BKP sowie zum Abgeordneten der Großen Nationalversammlung gewählt. Bereits ein Jahr später erfolgte seine Wahl zum Mitglied des ZK der BKP sowie zum Mitglied des Nationalrates der Vaterländischen Front, einer kommunistischen [[Massenorganisation]]. 1979 wurde er zum Kandidaten des [[Politbüro]]s des ZK gewählt und gehörte damit bereits dem erweiterten Führungsgremium der BKP an. Zusätzlich war er 1980 bis 1981 Vorsitzender des Exekutivrates der COMECON und später Vorsitzender der Währungskommission des ZK der BKP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. August 1987 gab er sein Amt des Stellvertretenden Ministerpräsidenten ab und wurde stattdessen Minister für auswärtige Wirtschaftsbeziehungen. Als Minister hatte er maßgeblichen Einfluss auf den Sturz des [[Liste bulgarischer Präsidenten|Staatsratsvorsitzenden]] und Generalsekretärs der BKP, [[Todor Schiwkow]], am 10. November 1989. Am 17. November 1989 trat er dann als Minister zurück. Am 8. Februar 1990 wurde er als Nachfolger von [[Georgi Atanassow]] letzter Vorsitzender des Ministerrates. Als solcher legte er im März 1990 ein Moratorium zum Stand der [[Auslandsschulden]] vor. Aus den im Juni 1990 abgehaltenen Wahlen zur Großen Nationalversammlung ging die im April 1990 zur [[Bulgarische Sozialistische Partei|Bulgarischen Sozialistischen Partei]] (BSP) umbenannte BKP mit 211 von 400 Mandaten mit einer absoluten Mehrheit hervor. Im September 1990 wurde er zum Stellvertretenden Vorsitzenden der BSP gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Zeit gehörte er dem [[Runder Tisch|Runden Tischen]] zur Auflösung der Volksrepublik und Vorbereitung der Gründung der Republik Bulgarien an. Nach der Gründung der Republik Bulgarien am 15. November 1990 trat er am 7. Dezember als Vorsitzender des Ministerrates zurück und übergab das Amt mit der nunmehrigen Bezeichnung Ministerpräsident an [[Dimitar Popow]]. Am 27. August 1991 trat er von seinem Amt des Stellvertretenden Vorsitzenden der BSP zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Misha Glenny]] wirft ihm vor, seine politische Macht für eine verschleierte Privatisierung von Vermögenswerten in der weiter subventionierten Staatsindustrie (zum Beispiel Bulgariens größtes Stahlwerk [[Kremikowzi AD]]) im Bund mit mafiösen Partnern ausgenutzt zu haben. Über Holdinggesellschaften (&amp;#039;&amp;#039;Multigroup&amp;#039;&amp;#039; des 2003 erschossenen [[Ilia Pavlov]]) wurden Gelder von privaten Unternehmern abgezweigt und ins Ausland transferiert. Zu den beteiligten Ausländern gehörte der britische Verleger [[Robert Maxwell]], der am Verschwinden von 2 Mrd. Dollar in westlichen Steueroasen beteiligt war. Ihr Verbleib war nicht aufzuklären.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Lyubomir Zhechev |url=https://www.youtube.com/watch?v=oQ0ofB2z87M |titel=Илия Павлов - Символът на Мафиотския Преход |datum=2024-04-19 |abruf=2026-03-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Misha Glenny |Titel=McMafia: die grenzenlose Welt des organisierten Verbrechens |Auflage= |Verlag=Dt. Verl.-Anst. [u.&amp;amp;nbsp;a.] |Ort=München |Datum=2008 |ISBN=978-3-421-05863-8 |Seiten=30-35}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verhaftung und Ermordung ===&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren blieb er bis zu seinem Tod als Abgeordneter Vertreter der BSP in der Nationalversammlung. Auf Antrag des Generalstaatsanwalts wurde während der Amtszeit von Ministerpräsident [[Filip Dimitrow]] durch Beschluss der Nationalversammlung am 7. Juli 1992 seine [[Politische Immunität]] aufgehoben. Am 9. Juli folgte seine Verhaftung unter dem Vorwurf der Hinterziehung staatlicher Gelder, die für Entwicklungsländer und nationale Befreiungsbewegungen bestimmt waren. Allerdings wurde er weder angeklagt noch verurteilt und schließlich am Ende der Amtszeit von Ministerpräsident Dimitrow am 30. Dezember 1992 aus der Haft entlassen. 1994 wurde er Mitbesitzer und Präsident einer [[Russische Föderation|Russisch]]-Bulgarischen Gesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 2. Oktober 1996 fiel er vor seinem Haus in Sofia einem [[Attentat]] zum Opfer.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://query.nytimes.com/gst/fullpage.html?res=950DE3D7173FF930A35753C1A960958260&amp;amp;n=Top%2fReference%2fTimes%20Topics%2fSubjects%2fA%2fAssassinations%20and%20Attempted%20Assassinations „Bulgarian Ex-Premier Is Slain Outside His Home“, Artikel in &amp;#039;&amp;#039;The New York Times&amp;#039;&amp;#039; vom 3. Oktober 1996]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Posthum verurteilte der [[Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte|Europäische Gerichtshof für Menschenrechte]] in [[Straßburg]] die Republik Bulgarien zur Zahlung von 40.000 [[Franc]]s wegen seiner illegalen Inhaftierung von Juli bis Dezember 1992.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte |url=https://hudoc.echr.coe.int/eng?i=001-58022 |titel=Urteil vom 20. März 1997 - Lukanov ./. Bulgarien -, 21915/93 |datum=1997-03-20 |zugriff=2017-05-12 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119171643}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.online.bg/asp/politicianENG.asp?n1=Andrei&amp;amp;n2=Karlov&amp;amp;n3=Lukanov | archive-is=20030107151757 | text=Biographie in Who’s Who In Bulgarian Politics}}&lt;br /&gt;
* [http://www.rulers.org/indexl4.html#lukan Biographie in rulers.org]&lt;br /&gt;
* [https://content.time.com/time/magazine/article/0,9171,969455,00.html?promoid=googlep „America Abroad“, Artikel im &amp;#039;&amp;#039;TIME-Magazine&amp;#039;&amp;#039; vom 26. Februar 1990]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Premierminister von Bulgarien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119171643|LCCN=n92025441|VIAF=50029743}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lukanow, Andrei}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ministerpräsident (Bulgarien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Bulgarischen Kommunistischen Partei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent des Staatlichen Moskauer Instituts für Internationale Beziehungen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bulgarischer Diplomat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bulgare]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1938]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1996]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lukanow, Andrei&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Lukanow, Andrei Karlow (vollständiger Name); Луканов, Андрей Карлов&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=bulgarischer Politiker und Ministerpräsident&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=26. September 1938&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Moskau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. Oktober 1996&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Sofia]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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