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	<title>Andreasstift (Worms) - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T15:44:01Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Andreasstift_(Worms)&amp;diff=1664374&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
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		<updated>2025-02-07T12:12:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Andreasstift&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; mit der Andreaskirche ist ein [[Mittelalter|mittelalterlicher]] Gebäudekomplex in [[Worms]]. Er wird seit 1930 als [[Museum der Stadt Worms]] genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Andreasstift (Worms) 03.jpg|mini|Andreaskirche, Ostchor und Chortürme]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografische Lage ==&lt;br /&gt;
Das Andreasstift lag zunächst außerhalb der damaligen [[Stadtbefestigung Worms|Stadtmauer]] von Worms auf einem Hügel, in einem Gebäudekomplex, der nach der Umsiedlung des Stifts als „[[Bergkloster (Worms)|Bergkloster]]“ vom [[Dominikaner]]orden genutzt wurde. In diesem Bereich steht heute das Verwaltungsgebäude der [[EWR AG]] am Lutherring.&amp;lt;ref&amp;gt;Schmidt und Fuchs, S. 505 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Neugründung von 1020 liegt im Süden des historischen Stadtkerns, unmittelbar an der inneren Stadtmauer, am [[Weckerlingplatz]], dem ehemaligen Friedhof des Stifts,&amp;lt;ref&amp;gt;Keddigkeit und de Filippo, S. 686.&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Nähe des [[Wormser Dom]]s St. Peter und der [[Magnuskirche (Worms)|Magnuskirche]]. Diese Pfarrkirche gehörte vor der [[Reformation]] zum Stift St. Andreas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kirchliche Einordnung ==&lt;br /&gt;
Das [[Patrozinium]] des Stifts bezieht sich auf den [[Apostel]] [[Andreas (Apostel)|Andreas]].&amp;lt;ref&amp;gt;Keddigkeit und de Filippo, S. 663.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es war eines von fünf Kollegiatstiften, die in Worms bestanden. Die anderen waren der [[Wormser Dom]] St. Peter, [[Cyriakusstift (Worms)|St. Cyriakus]] in [[Worms-Neuhausen|Neuhausen]], [[Stift St. Paulus|St. Paul]] und [[Martinsstift (Worms)|St. Martin]]. Das [[Stift (Kirche)|Stiftskirche]] war Sitz einer der [[Propst#Diözesanklerus|Propsteien]] des [[Bistum Worms|Bistums Worms]]. Davon gab es später vier. Die anderen Pröpste hatten ihre Sitze in den erwähnten Stiften, der Bischof in dem des Domes. Anlässlich der ältesten erhaltenen Erwähnung von St. Andreas ist allerdings (noch) von sieben Pröpsten die Rede.&amp;lt;ref&amp;gt;Schmidt und Fuchs, S. 507.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Anfänge ===&lt;br /&gt;
Diese älteste erhaltene Erwähnung des [[Kollegiatstift]]es St. Andreas stammt von 1016.&amp;lt;ref&amp;gt;Schmidt und Fuchs, S. 505, 507.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bischof [[Burchard von Worms|Burchard]] verlegte um 1020 das St.-Andreas-Stift in den von ihm restaurierten Mauerring, an die Stelle, an der sich die Gebäude noch heute befinden. Die Stadtmauer bildete die südliche Begrenzung des Gebäudekomplexes.&amp;lt;ref&amp;gt;Keddigkeit und de Filippo, S. 663.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dazu muss eine Kirche an dieser Stelle bereits existiert haben. Durch den folgenden Neubau ist davon aber heute fast nichts sichtbar erhalten. Eine kleine [[Apsis]] in der Gruft könnte von diesem ursprünglichen Bau stammen, ebenso Teile der Fundamente der heutigen Kirche.&amp;lt;ref&amp;gt;Keddigkeit und de Filippo, S. 689.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Andreaskirche auf dem „Andreasberg“, am alten Standort, blieb zunächst bestehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Keddigkeit und de Filippo, S. 663.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem gesamten 11. Jahrhundert sind weiteren schriftliche Zeugnisse zum Andreasstift nicht erhalten. Eine Ordnung über die Versorgung der Stiftsherren – vorgeblich aus dem Jahr 1068 – ist eine spätere Fälschung.&amp;lt;ref&amp;gt;Keddigkeit und de Filippo, S. 663.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hochmittelalter ===&lt;br /&gt;
[[Datei:St. Andreas Worms 1.JPG|mini|Andreaskirche, Nordansicht]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Museum der Stadt Worms - Innenhof 2.jpg|mini|Kreuzgang]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1141 regelte Bischof [[Burchard II. (Worms)|Burchard II.]] die Einkünfte und Besitzverhältnisse des Stifts ganz im Sinne der auf 1068 datierten Fälschung. Zum Andreasstift gehörten die&lt;br /&gt;
* Pfarrkirche St. Magnus,&lt;br /&gt;
* Silvesterkapelle, im 14. und 15. Jahrhundert mit einer [[Valentin von Terni|Valentinsverehrung]],&amp;lt;ref&amp;gt;Keddigkeit und de Filippo, S. 684, 702.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Marienkapelle,&lt;br /&gt;
* Katharinenkapelle und&lt;br /&gt;
* Quiriniuskapelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende des 12. Jahrhunderts ging die Stiftsverwaltung zunehmend vom Propst auf den [[Dekan (Kirche)|Dekan]] über,&amp;lt;ref&amp;gt;Keddigkeit und de Filippo, S. 665.&amp;lt;/ref&amp;gt; weil die Pröpste in der Regel weitere Ämter – auch reichsweit – innehatten und sich nicht regelmäßig in Worms aufhielten. Weitere Folge war, dass in der zweiten Hälfte des 12. und den ersten Jahrzehnten des 13. Jahrhunderts die Besitzverhältnisse zwischen dem Stiftskapitel und dem Propst zunehmend getrennt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Keddigkeit und de Filippo, S. 663.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich gab es 20 Kanonikerstellen, wovon fünf zusätzliche Ämter wahrnahmen: Dekan, [[Scholaster]], [[Kantor]], [[Cellerar]] und Pförtner. Im Jahr 1200 wurden zwei der 20 Kanonikerstellen aufgelöst und deren bisherige Einkünfte dafür verwendet, die fünf Funktionsstellen besser auszustatten und in Landwirtschaft und Gebäude zu investieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Keddigkeit und de Filippo, S. 663.&amp;lt;/ref&amp;gt; Daneben gehörten 20 [[Vikar#Römisch-katholische Kirche|Vikare]] und der [[Leutpriester|Pleban]] (Gemeindepfarrer) von St. Magnus zum Stift, ohne aber Mitglieder des Kapitels zu sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Keddigkeit und de Filippo, S. 677.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer in der Stadt Worms war das Andreasstift vor allem in dessen Umland begütert, darunter befanden sich auch 14 Patronatskirchen.&amp;lt;ref&amp;gt;Keddigkeit und de Filippo, S. 682.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Schwerpunkt lag in linksrheinischem Besitz zwischen [[Oppenheim]] und [[Bad Dürkheim]] sowie Streubesitz, der sich zwischen [[Bad Salzig]] und [[Mußbach an der Weinstraße|Mußbach]] linksrheinisch, sowie [[Bensheim]] und [[Budenbach]] rechtsrheinisch erstreckte.&amp;lt;ref&amp;gt;Keddigkeit und de Filippo, S. 679–681.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spätmittelalter ===&lt;br /&gt;
Ein Neubau der Andreaskirche wurde ab 1130/40&amp;lt;ref&amp;gt;Keddigkeit und de Filippo, S. 691.&amp;lt;/ref&amp;gt; als dreischiffige [[Romanik|romanische]] [[Basilika (Bautyp)|Basilika]] mit einem geraden [[Chor (Architektur)|Chorabschluss]] zwischen zwei im Grundriss quadratischen Osttürmen und ohne [[Querschiff]] von Osten nach Westen errichtet. Übereinstimmungen zwischen dem Westchor des [[Wormser Dom|Doms St. Peter]] und dem Nordportal der Andreaskirche lassen darauf schließen, dass dieser Abschnitt zur selben Zeit, um 1200, errichtet wurde. Nach einem Brand im Jahr 1200 erfolgte ein Umbau. Dabei wurden auch die [[Gotik|gotischen]] Fenster eingebaut. Heute ist nur noch das [[Maßwerk]] des westlichsten Fensters im [[Obergaden]] der Südwand als Original erhalten. Nach mehrfachen Zerstörungen in den folgenden Jahrhunderten diente es als Vorbild für die Ergänzung der übrigen Fenstern. Auch die originalen Gewölbe gingen bei der Stadtzerstörung 1689 verloren und wurden erst im 20. Jahrhundert wieder ergänzt. Das gotische Ostfenster wurde um 1300 in das romanische Mauerwerk eingebrochen.&amp;lt;ref&amp;gt;Keddigkeit und de Filippo, S. 694.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Flügel des romanischen [[Kreuzgang]]s sind erhalten, die anderen beiden zu einem unbekannten Zeitpunkt verloren gegangen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Verkehrsverein&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Friedrich Maria Illert]] |Titel=Worms am Rhein – Führer durch die Geschichte und Sehenswürdigkeiten |Verlag=Erich Norberg |Ort=Worms |Jahr=1964 |Auflage= |Seiten=85}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Gründung der [[Universität Heidelberg]] 1386 wurden 1398 durch Papst [[Bonifatius IX.]] zwei Kanonikate des Stifts St. Andreas für Professoren der neuen Universität bereitgestellt. Bis 1543 sind 42 Professoren bekannt, die auf diesem Weg besoldet wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Keddigkeit und de Filippo, S. 676.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1499 – auf dem Höhepunkt des Streits zwischen der Stadt Worms und dem dort ansässigen Klerus – emigrierte das Stift für 10 Jahre nach [[Ladenburg]]. In dieser Zeit gaben sich die Stiftsherren eine neue Ordnung, die von Bischof [[Johann XX. von Dalberg|Johann]] von [[Dalberg (Adelsgeschlecht)|Dalberg]] bestätigt wurde. Es war die erste schriftlich zusammengefasste Ordnung für das Stift. Zuvor beruhte diese auf Herkommen und Einzelentscheidungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Keddigkeit und de Filippo, S. 663, 669.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1301 und 1461 wurden 10 [[Ablassbrief]]e zugunsten des Andreasstifts oder ihm zugeordneter [[Kapelle (Kirchenbau)|Kapellen]] ausgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Keddigkeit und de Filippo, S. 684.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuzeit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Andreasstift Hv.jpg|mini|Andreaskirche vor der Zerstörung 1689 (Detail aus: Peter Hamman: &amp;#039;&amp;#039;Statt Wormbß wie selbige 1631 vor dem Schwedischen Ruin der Vorstätt [...] verblieben&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:57 S HnS Christoffelturm.jpg|mini|Zerstörte Stiftsgebäude nach 1689 (Detail aus: Peter Hamman: &amp;#039;&amp;#039;Ansicht der Stadt Worms nach der Zerstörung 1689 von Süden&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Reformation]] bedeutete einen tiefen Einschnitt in das Leben des Stifts. Fünf Stiftsherren wurden schon in den 1520er Jahren [[evangelisch]], zwei sogar schon im Jahr des Auftritts von [[Martin Luther auf dem Reichstag zu Worms 1521]]. Darunter war auch [[Ulrich Preu]], genannt Schlaginhaufen, der Gemeindepfarrer der zum Stift gehörenden Magnuskirche. Diese ging in der Folge dem Stift an die [[Lutheraner]] verloren, das sich zwar unter anderem mit einem Prozess vor dem [[Reichskammergericht]] zu wehren suchte, letztendlich aber keinen Erfolg hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Keddigkeit und de Filippo, S. 667.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein weiteres spektakuläres Ereignis war der Übertritt des Stiftsscholasters Hartmann Renner 1612 zum [[Protestantismus]], dem es zudem gelang, dabei seine [[Pfründe]] der Universität Heidelberg zu übertragen und dem Stift zu entfremden.&amp;lt;ref&amp;gt;Keddigkeit und de Filippo, S. 667.&amp;lt;/ref&amp;gt; Solche Vorkommnisse reduzierten auf Dauer die Zahl der Kanonikate des Stifts. 1761 gab es neben den fünf Amtsträgern nur noch sechs weitere Kanoniker, 1771 nur noch fünf&amp;lt;ref&amp;gt;Keddigkeit und de Filippo, S. 668.&amp;lt;/ref&amp;gt; und bei der Auflösung 1802 nur noch vier.&amp;lt;ref&amp;gt;Keddigkeit und de Filippo, S. 669.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] besetzten die Schweden 1631 die Stadt. Die katholische Geistlichkeit – und damit auch die Stiftsherren von St. Andreas – ergriffen die Flucht. Nach dem Krieg war es sehr schwer, zu einem geordneten Stiftsleben zurückzukehren, auch weil zumindest ein Teil der Stiftsherren eher weltliche Lebensformen pflegte. Bischof [[Johann Philipp von Schönborn]] (seit 1663), versuchte das mit [[Visitation]]en abzustellen.&amp;lt;ref&amp;gt;Keddigkeit und de Filippo, S. 667 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1689 wurde die Stadt – und mit ihr auch das Andreasstift – im [[Pfälzischer Erbfolgekrieg|Pfälzischen Erbfolgekrieg]] durch Truppen König [[Ludwig XIV.]] systematisch zerstört. Die Stiftsherren flohen ins Rechtsrheinische. Im Andreasstift betraf die Zerstörung alle Gebäude, die Kirchenausstattung, einschließlich Orgel und Glocken, und die Bibliothek. Der Schaden belief sich auf 60.000 [[Gulden|fl.]] zuzüglich 26.000 fl. an ausgefallenen Einkünften. Der Wiederaufbau zog sich bis 1761 hin.&amp;lt;ref&amp;gt;Keddigkeit und de Filippo, S. 668.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Profane Folgenutzung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Christoffelturm.jpg|mini|Stadtmauer mit Christoffelturm, der Kurie des Propstes, heute Museum der Stadt Worms]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1792 wurde Worms von Frankreich besetzt, 1797/98 [[Annexion|annektiert]]. Nach Feststellung der französischen Verwaltung hatte das Andreasstift damals Schulden in Höhe von 65.000 fl. angehäuft.&amp;lt;ref&amp;gt;Keddigkeit und de Filippo, S. 668.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die französische Verwaltung beschlagnahmte den Kirchenbesitz und nutzte ihn zunächst als Kaserne. Ab 1810 befand sich die Anlage im Besitz der Stadt, die einen Teil 1824 versteigerte. Die Kirche fand dabei keinen Abnehmer. Hier wurden in der Folgezeit städtische Fahrzeuge abgestellt, Leichenwagen und Feuerspritze.&amp;lt;ref&amp;gt;Keddigkeit und de Filippo, S. 669.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei wurde massiv in die Substanz der Nordwand der Kirche eingegriffen, Tore eingebrochen und die Fenster vermauert. Diese Veränderungen wurden bei der Umnutzung zum Museum wieder beseitigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Keddigkeit und de Filippo, S. 695.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende der 1920er Jahre wurde die Anlage wieder aufgewertet. Durch eine Spende von [[Maximilian von Heyl]] (1844–1925) und seiner Frau Doris konnten die Gebäude saniert und dort mit der vom Altertumsverein Worms e. V. übernommenen Sammlung, die zuvor im [[St. Paulus (Worms)|Paulusstift]] untergebracht war, das städtische Museum eingerichtet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Keddigkeit und de Filippo, S. 669.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei den Umbauarbeiten zu einem Museum wurden die Gebäude in erheblichem Umfang frei und historisierend ergänzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Keddigkeit und de Filippo, S. 696, 698.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 1. Juli 1930, dem Ende der seit November 1918 andauernden [[Alliierte Rheinlandbesetzung|französischen Besatzung]] des linken Rheinufers, wurde in Anwesenheit des [[Volksstaat Hessen|hessischen]] Staatspräsidenten [[Bernhard Adelung]] das neue städtischen Museum eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten Monaten des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurde auch das Andreasstift durch [[Luftangriffe auf Worms#Zweiter Weltkrieg|alliierte Luftangriffe]] schwer beschädigt. Es wurde 1945 bis 1947, während der Zeit der [[Französische Besatzungszone|französischen Besatzung]], wieder aufgebaut. Von 2007 bis 2013 wurden Stiftsgebäude und Kirche erneut restauriert. Das Museum ist seit 2019 wegen baulicher Probleme geschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.museum-andreasstift.de/museum-andreasstift/ Homepage des &amp;#039;&amp;#039;Museums der Stadt Worms im Andreasstift&amp;#039;&amp;#039;].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vervollständigung des Kreuzgangs ===&lt;br /&gt;
Ein Projekt zum Wiederaufbau der beiden zerstörten Flügel des Kreuzgangs wurde vom Altertumsverein Worms e.&amp;amp;nbsp;V. initiiert. Von 2018 bis 2020 wurden die beiden Flügel frei rekonstruiert (es gibt keine historischen Vorlagen und es ist unbekannt, wie sie aussahen), hauptsächlich finanziert durch private Spenden. Bei den vorbereitenden Arbeiten wurden rund 50 mittelalterliche Gräber und Reste der ursprünglichen Säulen gefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Susanne Müller |url=https://www.wormser-zeitung.de/lokales/worms/nachrichten-worms/worms-bei-arbeiten-am-kreuzgang-des-museums-andreasstift-kommen-50-graber-zutage_19092822 |titel=Worms: Bei Arbeiten am Kreuzgang des Museums Andreasstift kommen 50 Gräber zutage |werk=Wormser Zeitung |hrsg= |datum=2018-10-01 |zugriff=2018-10-01 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pröpste ==&lt;br /&gt;
* [[Wortwin (Protonotar)|Wortwin]], [[Protonotarius|Protonotar]] Kaiser [[Friedrich I. (HRR)|Friedrichs I.]]&lt;br /&gt;
* [[Peter Anton von Clapis]], [[Humanist]] und späterer [[Kanzler (Hochschule)|Kanzler]] der [[Universität Heidelberg]], Propst ab 1470&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.klosterlexikon-rlp.de/rheinhessen/worms-st-andreas/verfassungsordnung.html Webseite zum Andreasstift Worms, mit Erwähnung von Peter Anton von Clapis]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Clemens August von Steffne&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt; Ihm gehörte das [[Schloss Kleinniedesheim]], das sein Vater erbaut hatte. Er verkaufte es für 22.000 fl. (Keddigkeit und de Filippo, S. 668).&amp;lt;/ref&amp;gt; war der letzte Propst von St. Andreas. Vom Bischof wurde er gerügt und mit einer Geldstrafe belegt, weil er seinen kirchlichen Verpflichtungen nicht nachkam.&amp;lt;ref&amp;gt;Keddigkeit und de Filippo, S. 668.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Eine Auflistung der Pröpste befindet sich in Keddigkeit und de Filippo, S. 672.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Museum der Stadt Worms]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jürgen Keddigkeit und Aquilante de Filippo: &amp;#039;&amp;#039;Worms, St. Andreas&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Jürgen Keddigkeit]], [[Matthias Untermann]], Sabine Klapp, Charlotte Lagemann, [[Hans Ammerich]] (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Pfälzisches Klosterlexikon. Handbuch der pfälzischen Klöster, Stifte und Kommenden&amp;#039;&amp;#039;, Band 5: T–Z. Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde. Kaiserslautern 2019. ISBN 978-3-927754-86-7, S. 662–712.&lt;br /&gt;
* Peter Schmidt und Stefanie Fuchs: &amp;#039;&amp;#039;Worms, St. Andreas, später St. Maria Magdalena&amp;#039;&amp;#039;. In: Jürgen Keddigkeit, Matthias Untermann, Sabine Klapp, Charlotte Lagemann, Hans Ammerich (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Pfälzisches Klosterlexikon. Handbuch der pfälzischen Klöster, Stifte und Kommenden&amp;#039;&amp;#039;, Band 5: T–Z. Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde. Kaiserslautern 2019. ISBN 978-3-927754-86-7, S. 505–531.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.worms.de/de/tourismus/museen/museum-der-stadt/ Museum der Stadt Worms]&lt;br /&gt;
* Klöster und Stifte in Rheinland-Pfalz: [https://www.klosterlexikon-rlp.de/rheinhessen/worms-st-andreas.html Kollegiatstift St. Andreas]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Anm.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=49.62817|EW=8.357468|type=landmark|region=DE-RP}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Worms Andreasstift}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude in Worms|Andreasstift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal in Worms|Andreasstift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kollegiatstift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baugruppe (Städtebau) der Romanik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Andreaskirche (Patrozinium)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klosteranlage]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baugruppe (Städtebau) in Rheinland-Pfalz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baugruppe (Städtebau) in Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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