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	<title>Andreas von Gail - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Reinhard Dietrich: Link</title>
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		<updated>2026-02-26T16:58:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Andreas Gail (1526-1587).jpg|mini|hochkant|Andreas von Gail]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Andreas von Gail&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;Andreas von Gaill, Gayll, Gaillius, Geyl&amp;#039;&amp;#039;; * [[12. November]] [[1526]] in [[Köln]]; † [[11. Dezember]] [[1587]] ebenda) war ein kölnischer [[Kanzler (Mittelalter)|Kanzler]], [[Staatsmann]] und [[Jurist|Rechtsgelehrter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Andreas Gail wurde 1526 als Sohn einer bekannten Kölner Patrizierfamilie geboren. Er studierte [[Jurisprudenz]] an der [[Universitas Studii Coloniensis|Universität zu Köln]], [[Universität Orléans]] und [[Alte Universität Löwen|Universität Löwen]]. An der [[Universität Bologna]] wurde er 1555 promoviert. 1555 kehrte er nach Köln zurück, heiratete und ließ sich als Anwalt in Köln nieder. Ab 1558 war er [[Reichskammergericht#Assessoren|Assessor]] (Richter) am [[Reichskammergericht]] in [[Speyer]]. 1569 wurde er von Kaiser [[Maximilian II. (HRR)|Maximilian II.]] als kaiserlicher [[Reichshofrat]] in Wien eingesetzt, ab 1571 hatte er dort den einflussreichen Posten des &amp;#039;&amp;#039;Referendarius&amp;#039;&amp;#039; inne. Gleichwohl engagierte er sich immer wieder in seiner Heimatstadt, insbesondere um die Kölner Universität. Für seine Verdienste wurde er 1573 mit dem &amp;#039;&amp;#039;Kleinen [[Palatinat]]&amp;#039;&amp;#039; ausgezeichnet. Nach dem Tode seiner Frau heiratete er 1578 Christina Kannengießer, die Tochter einer angesehenen Kölner Patrizierfamilie. Der Katholik Gail war maßgeblich an der Nachfolge des Kölner Erzbischofs und Kurfürstes [[Gebhard I. von Waldburg|Gebhard von Waldburg-Trauchburg]], Truchsess von Waldburg durch den Wittelsbacher Herzog [[Ernst von Bayern (1554–1612)|Ernst von Bayern]] beteiligt. 1583 wurde er Mitglied der [[Reichskammergerichtsvisitation]]. Ende 1584 wurde Gail von seinem Amt als kaiserlicher Rat entbunden, kehrte nach Köln zurück und wurde Kurkölner Kanzler unter dem Erzbischof Ernst von Bayern. Der [[Kölner Rat bis 1796|Kölner Rat]] stiftete aus Verehrung 2000 Ziegelsteine für den Bau des Gailschen Hauses. In der kurkölnischen Residenzstadt [[Bonn]] erwarb Gail 1585 den [[Boeselager Hof|Hof zum Sack]] (späterer &amp;#039;&amp;#039;Plettenberger Hof&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gail war 1587 wesentlich in die Verhandlungen um den [[Truchsessischer Krieg|Kölner Krieg]] eingebunden. Er starb an den Folgen eines Schlaganfalls und wurde in [[Groß St. Martin|St. Brigida]] in Köln beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Bruder [[Philipp Gail]] war Ratsherr und Bürgermeister der Freien Reichsstadt Köln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
Gail gilt zusammen mit [[Joachim Mynsinger von Frundeck]], als Begründer der Kammergerichtsjurisprudenz ([[Kameralistik]]). In seinem 1578 publizierten Hauptwerk &amp;#039;&amp;#039;Practicarum observationum libri duo (Zwei Bücher praktischer Beobachtungen)&amp;#039;&amp;#039; erarbeitet er aufbauend auf Mynsinger eine systematische Darstellung der Entscheidungen des Reichskammergerichts. Das Werk war ein Standardwerk des juristischen Schrifttums des 16. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Practicarum observationum deß Hochlöblichen Cammer-Gerichts Speyr, etc. zwey Bücher&amp;#039;&amp;#039; [https://www.digitale-sammlungen.de/en/view/bsb10491941?page=,9 Digitalisat]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Practicarum Observationum, Tam Ad Processum Iudiciarium, Praesertim Imperialis Camerae, Quam Causarum Decisiones Pertinentium Libri Duo&amp;#039;&amp;#039; Köln 1578 [https://www.digitale-sammlungen.de/en/view/bsb10145205?page=,1 Digitalisat]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er setzte sich dafür ein, dass neben dem [[Römisches Recht|römischen]] auch das [[Gemeines Recht|deutsche Recht]] in der Gerichtspraxis Anwendung fand. Von seinen Zeitgenossen wurde er der „deutsche [[Papinian]]“ genannt. Neben seinem Hauptwerk verfasste er noch drei Abhandlungen, die wichtige Angelegenheiten der Rechtsprechung des Reichskammergerichts darstellten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;De Pace Publica, Et Eius Violatoribus, Atque Proscriptis Sive&amp;#039;&amp;#039;(Landfriedensbruch) Ioannem Gymnicum, Cologne, 1586 [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/JQ4AE454CG4QYPR5POT2BCA552BKRMW4 digitalisat]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;De Pignorationibus&amp;#039;&amp;#039; (widerrechtliche Pfandnahme) {{Google Buch |BuchID=bPle66fi6ugC |Seite=645}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Tractatus de manuum iniectionibus&amp;#039;&amp;#039; (Repressalien) {{Google Buch |BuchID=O7Pcb5vCAMwC |Seite=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ADB|8|307|311|Gail, Andreas von|Leonhard Ennen, [[Roderich von Stintzing]]|ADB:Gail, Andreas von}}&lt;br /&gt;
* Karl von Kempis: &amp;#039;&amp;#039;Andreas Gaill (1526–1587). Zum Leben und Werk eines Juristen der frühen Neuzeit.&amp;#039;&amp;#039; Peter Lang, Frankfurt am Main 1998, ISBN 978-3-631-40376-1.&lt;br /&gt;
* {{NDB|6|38|39|Gail(l), Andreas v.|Oswald von Gschließer|11884296X}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Andreas von Gail}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|11884296X}}&lt;br /&gt;
* [https://freidok.uni-freiburg.de/data/2289 Karin Nehlsen-von Styrk: &amp;#039;&amp;#039;Andreas Gaill&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 2,47&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11884296X|LCCN=n93019055|VIAF=5089285}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gail, Andreas Von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Reichshofrates]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Reichskammergericht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hofbeamter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kanzler (deutsche Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kurköln)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1526]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1587]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gail, Andreas von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Gail, Andreas; Gaill, Andreas von; Gayll, Andreas von; Gaillius, Andreas; Geyl, Andreas von&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Jurist der Humanistenzeit, Staatsmann&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. November 1526&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Köln]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. Dezember 1587&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Köln]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Reinhard Dietrich</name></author>
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