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	<title>Andreas Paulsen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T18:44:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Andreas_Paulsen&amp;diff=2324296&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Beatclub: ISBN eingefügt</title>
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		<updated>2025-12-13T19:18:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ISBN eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Andreas Paulsen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[4. März]] [[1899]] in [[Flensburg]]; † [[14. Dezember]] [[1977]] in [[Berlin]]) war ein deutscher [[Wirtschaftswissenschaftler]] und Rektor der [[Freie Universität Berlin|Freien Universität Berlin]], der als einer der einflussreichsten Vermittler der [[Keynesianismus|keynesianischen]] Wirtschaftslehre im deutschsprachigen Raum nach 1945 gilt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Heinz Rieter |Titel=Andreas Paulsen and Keynesianism |Hrsg=J. G. Backhaus, G. Chaloupek und H. A. Frambach |Sammelwerk=Post-war Keynesianism in Germany and Western Europe |Verlag=Springer |Ort=Cham, Switzerland |Datum=2025 |ISBN=978-3-032-00497-0 |Seiten=35–55}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nach dem Studium der [[Volkswirtschaftslehre|Volkswirtschaft]] in [[Universität Leipzig|Leipzig]] und [[Christian-Albrechts-Universität Kiel|Kiel]] wurde Paulsen 1923 in Leipzig mit einer Arbeit über &amp;#039;&amp;#039;Die Presse der [[Freie Gewerkschaften (Deutschland)|freien Gewerkschaften]]&amp;#039;&amp;#039; promoviert. Er hatte zuvor neben Volkswirtschaftslehre auch Jura, Statistik und Zeitungskunde studiert und war Schüler unter anderem von [[Karl Bücher]]. Anschließend arbeitete er in der Industrie- und Handelskammer Leipzig, bis weit in die 1930er Jahre in deren wissenschaftlichem Sekretariat, unter anderem auch als Abteilungsleiter Schulwesen und stellvertretender Geschäftsführer sowie als Pressereferent und Schriftleiter deren amtlichen Organs &amp;#039;&amp;#039;Mitteldeutsche Handels-Rundschau&amp;#039;&amp;#039; und später als Geschäftsführer der Kammer bis 1945. Auf Wunsch der amerikanischen Militärregierung amtierte er anschließend bis 1946 als Hauptgeschäftsführer der Wirtschaftskammer Leipzig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Waldfriedhof dahlem Andreas Paulsen.jpg|mini|Grabstätte]]&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg lehrte Paulsen als Dozent an der [[Handelshochschule Leipzig|Hochschule für Wirtschaftswissenschaften]] in Leipzig, habilitierte sich 1946 an der Universität Leipzig und erhielt die Lehrbefugnis für Volkswirtschaftslehre. 1947 übernahm er eine entsprechende Professur an der Universität [[Jena]]. Noch in Leipzig trat er in die [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] ein, wurde 1946 bei deren [[Zwangsvereinigung von SPD und KPD zur SED|Zwangsvereinigung mit der KPD in die SED]] übernommen, aus der er jedoch 1947 wieder austrat. Hintergrund seines Weggangs aus Jena waren zunehmende politische Repressionen; Paulsen lehnte die ideologisch geforderte marxistisch-leninistische Ausrichtung der Wirtschaftswissenschaft ab und sah sich von SED-Mitgliedern als „Klassenfeind“ behandelt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Heinz Rieter |Titel=Andreas Paulsen and Keynesianism |Hrsg=J. G. Backhaus, G. Chaloupek and H. A. Frambach |Sammelwerk=Post-war Keynesianism in Germany and Western Europe |Verlag=Springer |Ort=Cham, Switzerland |Datum=2025 |ISBN=978-3-032-00497-0 |Seiten=35–55}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1948 verließ er die [[sowjetische Besatzungszone]] in Richtung [[West-Berlin]], wo er 1949 auf eine Professur für Volkswirtschaft an der neu gegründeten [[Freie Universität Berlin|Freien Universität]] berufen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Heinz Rieter |Titel=Die Anfänge der Wirtschaftswissenschaft an der Freien Universität Berlin. Personen, Institutionen, Konflikte. |Hrsg=Christian Scheer |Sammelwerk=Studien zur Entwicklung der ökonomischen Theorie XXV |Verlag=Duncker &amp;amp; Humblot |Ort=Berlin |Datum=2010 |ISBN=978-3-428-13436-6 |Seiten=53-54, 152-176}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1955 bis 1957 amtierte er dort als Rektor, von 1957 bis 1959 als Prorektor.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zeit.de/1960/15/akademischer-stil-1960 &amp;#039;&amp;#039;Akademischer Stil 1960? Der Professoren-Streit an der Freien Universität Berlin – Letzter Ausweg: das Gericht&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 15/1960.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1967 wurde Paulsen emeritiert; auf dem Lehrstuhl folgte ihm der [[Spieltheorie|Spieltheoretiker]] und spätere [[Liste der Nobelpreisträger|Nobelpreisträger]] [[Reinhard Selten]]. Im Ruhestand widmete sich Paulsen verstärkt philosophischen und theologischen Studien. Er ist auf dem [[Waldfriedhof Dahlem]] bestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
Paulsen profilierte sich in der Nachkriegszeit in Lehre und Forschung als wichtiger Interpret und Vertreter der Wirtschaftslehre von John Maynard Keynes. Sein Buch &amp;#039;&amp;#039;Neue Wirtschaftslehre. Einführung in die Wirtschaftstheorie von John Maynard Keynes und die Wirtschaftspolitik der Vollbeschäftigung&amp;#039;&amp;#039; (1950, mehrfach aufgelegt und ins Spanische übersetzt) sowie das weit verbreitete vierbändige Lehrbuch &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Volkswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039; trugen wesentlich dazu bei, die keynesianische Makroökonomik und die sich darauf stützende Vollbeschäftigungsmaxime wissenschaftlich und politisch in der Bundesrepublik Deutschland zu verbreiten. Kennzeichnend für sein wissenschaftliches Selbstverständnis war ein instrumentales Handhaben der Wirtschaftstheorie, um praktische ökonomische Probleme zu lösen, wobei er einen „Methodenmonismus“ jedoch ablehnte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Heinz Rieter |Titel=Andreas Paulsen and Keynesianism |Hrsg=J. G. Backhaus, G. Chaloupek and H. A. Frambach |Sammelwerk=Post-war Keynesianism in Germany and Western Europe |Verlag=Springer |Ort=Cham, Switzerland |Datum=2025 |ISBN=978-3-032-00497-0 |Seiten=35–55}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies zeigt sich besonders in seinen Beiträgen über Wirtschaftswachstum, Geldtheorie, Entwicklungsländer und Wirtschaftsordnung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wilhelm Wedig |Titel=Andreas Paulsen – Person und wissenschaftliches Werk |Hrsg=Dekan des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaft der Freien Universität Berlin |Sammelwerk=Akademische Gedenkfeier aus Anlaß des 100. Geburtstages von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Erich Kosiol und Prof. Dr. Andreas Paulsen |Ort=Berlin |Datum=1999-02-18 |Seiten=53-56}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Presse der freien Gewerkschaften&amp;#039;&amp;#039; (Dissertation 1923)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der volkswirtschaftlich gerechtfertigte Preis – Preisbildung und Preisverantwortung in der gewerblichen Wirtschaft&amp;#039;&amp;#039; (1938)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.worldcat.org/title/volkswirtschaftlich-gerechtfertigte-preis-preisbildung-und-preisverantwortung-in-der-gewerblichen-wirtschaft/oclc/27655923 www.worldcat.org]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Soziale Gerechtigkeit als Wertnorm der Wirtschaftsordnung&amp;#039;&amp;#039; (1948)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Liquidität und Risiko in der wirtschaftlichen Entwicklung. Ein Beitrag zur dynamischen Wirtschaftstheorie&amp;#039;&amp;#039; (1950)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Neue Wirtschaftslehre. Einführung in die Wirtschaftstheorie von [[John Maynard Keynes]] und die Wirtschaftspolitik der Vollbeschäftigung&amp;#039;&amp;#039; (1950, mehrfach neu aufgelegt)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Universität und Wissenschaft in unserer Zeit. Akademische Ansprachen&amp;#039;&amp;#039; (1957)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Volkswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039; in 4 Bänden (1956–60, mehrfach neu aufgelegt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Günter Ollenburg, Wilhelm Wedig (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gleichgewicht, Entwicklung und soziale Bedingungen der Wirtschaft. Andreas Paulsen zum Gedenken anlässlich seines 80. Geburtstages mit einer Auswahl von Schriften aus seinem Nachlass&amp;#039;&amp;#039;. Duncker und Humblot, Berlin 1979, ISBN 3-428-04439-8 ([https://books.google.de/books?id=3ZGiB3YNA34C&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de Ausschnitte bei Google Books])&lt;br /&gt;
* [[Heinz Rieter]]: Andreas Paulsen and Keynesianism. In: &amp;#039;&amp;#039;Post-war Keynesianism in Germany and Western Europe&amp;#039;&amp;#039;, ed. by J. G. Backhaus, G. Chaloupek and H. A. Frambach. Cham, Switzerland: Springer, 2025, S. 35–55, ISBN 978-3-032-00497-0&lt;br /&gt;
* Wilhelm Wedig: Andreas Paulsen – Person und wissenschaftliches Werk. In: Akademische Gedenkfeier aus Anlaß des 100. Geburtstages von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. [[Erich Kosiol]] und Prof. Dr. Andreas Paulsen. 18. Februar 1999. Festvorträge, hrsg. vom Dekan des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaft der Freien Universität Berlin, hier S. 29–36 und S. 53–56.&lt;br /&gt;
* Rudolf Schilcher: Andreas Paulsen zum 75. Geburtstag. In: Konjunkturpolitik. Zeitschrift für angewandte Konjunkturforschung, 29. Jg., 4. Heft, 1974, S. 203–206.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://web.fu-berlin.de/chronik/b-picts/1949-1960/paulsen.html Paulsen.] In: Kleine Chronik der FU Berlin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Rektoren und Präsidenten der FU Berlin}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118592173|LCCN=nr90014321|VIAF=69722116}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Paulsen, Andreas}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ökonom (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor (Freie Universität Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1899]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1977]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Mitglied]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Paulsen, Andreas&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Wirtschaftswissenschaftler und Rektor der Freien Universität Berlin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. März 1899&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Flensburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. Dezember 1977&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Beatclub</name></author>
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