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	<title>Andreas Fischer-Lescano - Versionsgeschichte</title>
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		<title>imported&gt;Joschi71: Änderungen von ~2025-43696-9 (Diskussion) auf die letzte Version von ~2025-36705-6 zurückgesetzt</title>
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		<updated>2025-09-02T09:46:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2025-43696-9&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2025-43696-9&quot;&gt;~2025-43696-9&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:~2025-43696-9&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:~2025-43696-9 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:~2025-36705-6&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:~2025-36705-6 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;~2025-36705-6&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Andreas Fischer-Lescano&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. September]] [[1972]] in [[Bad Kreuznach]]) ist ein deutscher [[Rechtswissenschaft]]ler. Er war 2008 bis 2022 [[Professor]] an der [[Universität Bremen]] mit den Forschungsschwerpunkten [[Öffentliches Recht]], [[Europarecht]], [[Völkerrecht]], [[Rechtstheorie]] und [[Rechtspolitik]]. Im Jahr 2022 wechselte er an die [[Universität Kassel]] und übernahm dort die Professur im Fachgebiet Just Transitions. Im Januar 2025 wurde er als Richter am [[Staatsgerichtshof der Freien Hansestadt Bremen|Bremer Staatsgerichtshof]] ernannt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Radio Bremen |url=https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/verfassungsrichter-gericht-bremen-ernennung-fischer-lescano-100.html |titel=Bürgerschaft ernennt neuen Richter für den Staatsgerichtshof |werk=Buten un Binnen |hrsg=Radio Bremen |datum=23.01.2025 |abruf=24.01.2025}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Andreas Fischer-Lescano legte im Jahr 1992 am [[Gymnasium an der Stadtmauer]] im rheinland-pfälzischen Bad Kreuznach sein Abitur ab und studierte von 1994 bis 1999 Rechtswissenschaft und [[Philosophie]] an der [[Eberhard Karls Universität Tübingen|Universität Tübingen]], der [[Georg-August-Universität Göttingen|Universität Göttingen]], der [[Päpstliche Universität Comillas|Päpstlichen Universität Comillas]] in Madrid und der [[Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main|Universität Frankfurt am Main]]. Nachdem er das Erste Juristische [[Staatsexamen]] 1999 abgelegt hatte, leistete er das [[Referendariat]] in [[Frankfurt am Main]] und in [[São Paulo]] ab und war Mitarbeiter der Sozietät [[Hengeler Mueller]]. 2001 folgte dann das Zweite Juristische Staatsexamen. Er wurde an der Universität Frankfurt am Main im Jahr 2003 mit der Bestbewertung [[summa cum laude]] zum [[Doktor der Rechte|Dr. jur.]] [[Promotion (Doktor)|promoviert]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;sfb597-Lebenslauf&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle | url= http://www.sfb597.uni-bremen.de/download/de/forschung/02_2011-2014_Forschungsprofile.pdf| titel= Forschungsprofil Andreas Fischer-Lescano (Lebenslauf)| hrsg= [[Universität Bremen]]| werk= Sonderforschungsbereich&amp;amp;nbsp;597. Forschungsprofile der Antragsteller| seiten= 11–13| datum= 2010| abruf=2011-02-18 | format= [[Portable Document Format|PDF]]-Datei, 225&amp;amp;nbsp;KB }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 2001 bis 2004 war Fischer-Lescano als Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei den Professoren [[Michael Bothe]] und [[Thomas Vesting]] an der Universität Frankfurt tätig. 2002 und 2003 studierte er am [[Europäisches Hochschulinstitut|Europäischen Hochschulinstitut]] in [[Florenz]] und erlangte dort den Grad eines [[Master of Laws]] (LL.M). Von 2003 bis 2004 war er zudem projektgebundener Wissenschaftlicher Mitarbeiter am [[Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht]] in Heidelberg. Danach war er von 2004 bis 2006 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für [[Wirtschaftsrecht]] der Goethe-Universität Frankfurt am Main bei [[Gunther Teubner]] sowie Mitarbeiter an der [[Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung|Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung]] (HSFK). Im Jahr 2006 wurde er [[Akademischer Rat]] an der Frankfurter Universität, 2007 folgte die [[Habilitation]] und die Verleihung der Lehrberechtigung für Öffentliches Recht, Europarecht, Völkerrecht und Rechtstheorie.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sfb597-Lebenslauf&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Wintersemester 2007/2008 hatte er eine Vertretungsprofessur für Öffentliches Recht an der [[Universität Bielefeld]] und im folgenden Sommersemester eine Vertretungsprofessur für Öffentliches Recht, Europarecht und Völkerrecht an der Universität Bremen inne. Seit dem Wintersemester 2008/2009 ist er ordentlicher Professor an der Universität Bremen und geschäftsführender Direktor des [[Zentrum für Europäische Rechtspolitik der Universität Bremen|Zentrums für Europäische Rechtspolitik der Universität Bremen]] (ZERP).&amp;lt;ref name=&amp;quot;sfb597-Lebenslauf&amp;quot; /&amp;gt; Zwischenzeitlich war er Studiendekan des Fachbereichs Rechtswissenschaft. Seit 2015 ist er Vorsitzender des Promotionsausschusses des Fachbereichs. Im September 2022 wechselte er an die [[Universität Kassel]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.uni-kassel.de/uni/aktuelles/meldung/2022/09/22/willkommen-an-der-uni-kassel-prof-dr-andreas-fischer-lescano?cHash=d9eb0c3d2fb711764f93653cd7d7dbb0 |wayback=20221211151144 |text=&amp;#039;&amp;#039;Willkommen an der Uni Kassel Prof. Dr. Andreas Fischer-Lescano!&amp;#039;&amp;#039; – Neu am Fachbereich Humanwissenschaften }}, www.uni-kassel.de vom 22. September 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fischer-Lescano, der nach dem [[Asylkompromiss]] im Jahr 1992 aus der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] austrat&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/guttengerg-affaere-verhasster-enthueller-1.1067213-2 sueddeutsche.de], 4. März 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;, gehörte 2010 zu den Gründungsmitgliedern der politischen [[Denkfabrik]] [[Institut Solidarische Moderne]] (ISM). Er war Mitglied des [[Kurator]]iums des ISM&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url= https://www.solidarische-moderne.de/de/topic/23.kuratorium.html?start=10l| titel= Kuratorium| hrsg= Institut Solidarische Moderne (ISM)| werk= Internetauftritt des ISM| seiten= (2)| abruf=2011-02-18 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; und gehört der [[Vereinigung der Deutschen Staatsrechtslehrer]] an. Fischer-Lescano engagiert sich daneben als Vertrauensdozent der [[Rosa-Luxemburg-Stiftung]]. Außerdem ist er Mitherausgeber der &amp;#039;&amp;#039;[[Kritische Justiz]]&amp;#039;&amp;#039;, der [[Zeitschrift für Ausländerrecht und Ausländerpolitik]], der [[Schriften zum Migrationsrecht]] und der Schriften des [[Zentrum für Europäische Rechtspolitik der Universität Bremen|ZERP]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.uni-bremen.de/jura/fachbereich-6-rechtswissenschaft/fachbereich/personen/prof-dr-andreas-fischer-lescano-llm-eui-florenz |titel=Prof. Dr. Andreas Fischer-Lescano, LL.M. (EUI Florenz) - Universität Bremen |sprache=de-DE |abruf=2021-11-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.uni-bremen.de/jura/fachbereich-6-rechtswissenschaft/fachbereich/personen/prof-dr-andreas-fischer-lescano-llm-eui-florenz |titel=Person Andreas Fischer-Lescano |werk= |hrsg= |datum= |abruf=30.03.2018 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 2019 gehörte er zu den etwa 100 Staatsrechtslehrern, die sich mit dem offenen Aufruf zum Wahlrecht &amp;#039;&amp;#039;Verkleinert den Bundestag!&amp;#039;&amp;#039; an den [[Deutscher Bundestag|Deutschen Bundestag]] wandten.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.welt.de/debatte/kommentare/article200600266/Staatsrechtler-schreiben-offenen-Brief-Verkleinert-den-Bundestag.html Aufruf zum Wahlrecht: „Verkleinert den Bundestag“]&amp;#039;&amp;#039;, Offener Brief vom 20. September 2019 in [[Die Welt]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fischer-Lescano wurde zum 1.&amp;amp;nbsp;Oktober 2022 auf die Professur für das Fachgebiet Just Transitions am Fachbereich Humanwissenschaften der [[Universität Kassel]] berufen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.uni-kassel.de/uni/aktuelles/meldung/2022/09/8/loewe-spitzen-professur-in-kassel-fuer-juristen-prof-dr-andreas-fischer-lescano |titel=LOEWE-Spitzen-Professur in Kassel für Juristen Prof. Dr. Andreas Fischer-Lescano |hrsg=uni-kassel.de |datum=2022-09-08 |sprache=de |abruf=2022-09-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kontroversen ==&lt;br /&gt;
=== Luftangriff bei Kunduz ===&lt;br /&gt;
Fischer-Lescano vertritt die Ansicht, dass beim [[Luftangriff bei Kundus]] in [[Afghanistan]] am 4.&amp;amp;nbsp;September 2009 auf zwei von [[Taliban]] gestohlene Tanklastwagen die Beachtung der an die [[Bundeswehr]]soldaten zu stellenden Sorgfaltsanforderungen zweifelhaft sei. Hintergrund ist die [[Schadensersatzklage]] des Fahrers einer der Tanklaster vor dem Landgericht in Bonn. Falls eine Verletzung der Einsatzregeln festgestellt und dies als Sorgfaltspflichtverletzung gewertet werde, könnte daraus eine Schadensersatzpflicht der Bundesrepublik resultieren. Derartige Schadensersatzverfahren könnten nach seiner Auffassung Anlass dazu sein, Auslandseinsätze der Bundeswehr grundsätzlich zu hinterfragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Fischer-Lescano: &amp;#039;&amp;#039;Bundeswehr in Afghanistan – Wie viel Sorgfalt braucht der Krieg?&amp;#039;&amp;#039; In: [[Legal Tribune Online]] vom 27.&amp;amp;nbsp;September 2010. ([http://www.lto.de/de/html/nachrichten/1565/Wie-viel-Sorgfalt-braucht-der-Krieg/ Online], abgerufen am 18.&amp;amp;nbsp;Februar 2011.)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Plagiatsvorwurf an Karl-Theodor zu Guttenberg ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Plagiatsaffäre Guttenberg}}&lt;br /&gt;
Im Februar 2011 warf Fischer-Lescano gemeinsam mit [[Felix Hanschmann]], damals&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.law-school.de/profil/felix-hanschmann |titel=Professor Dr. Felix Hanschmann |sprache=de |abruf=2025-03-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Europarechtler an der Universität Frankfurt am Main, am [[Bundesverfassungsgericht|BVerfG]] mit Plagiatsfällen befasster Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Koherausgeber der &amp;#039;&amp;#039;Kritischen Justiz&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche: [https://www.n-tv.de/politik/Guttenberg-wird-ins-Kanzleramt-zitiert-article2641751.html Uni Bayreuth setzt 14-Tage-Frist – Guttenberg wird ins Kanzleramt zitiert], n-tv.de, 17. Februar 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; dem Bundesverteidigungsminister [[Karl-Theodor zu Guttenberg]] vor, seine Doktorarbeit &amp;#039;&amp;#039;[[Verfassung und Verfassungsvertrag]]. Konstitutionelle Entwicklungsstufen in den USA und der EU&amp;#039;&amp;#039; sei an mehreren Stellen „ein dreistes [[Plagiat]]“ und „eine Täuschung“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sz-1.1060774&amp;quot;&amp;gt;Roland Preuß, Tanjev Schultz: &amp;#039;&amp;#039;Guttenberg soll bei Doktorarbeit abgeschrieben haben.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Süddeutsche Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; vom 16.&amp;amp;nbsp;Februar 2011. ([https://www.sueddeutsche.de/politik/plagiatsvorwurf-gegen-verteidigungsminister-guttenberg-soll-bei-doktorarbeit-abgeschrieben-haben-1.1060774 Online], abgerufen am 18.&amp;amp;nbsp;Februar 2011.)&amp;lt;/ref&amp;gt; In einer Rezension zu Guttenbergs [[Dissertation]] für die &amp;#039;&amp;#039;[[Kritische Justiz]]&amp;#039;&amp;#039; hatte Fischer-Lescano nach einer Plagiatsprüfung mehrere längere Textstellen gefunden, die wortwörtlich aus den Werken anderer Autoren übernommen worden waren, ohne dass zu Guttenberg sie entsprechend gekennzeichnet hätte.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Fischer-Lescano: &amp;#039;&amp;#039;Karl-Theodor Frhr. zu Guttenberg, Verfassung und Verfassungsvertrag. Konstitutionelle Entwicklungsstufen in den USA und der EU.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Kritische Justiz]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr.&amp;amp;nbsp;1/2011, S.&amp;amp;nbsp;112–119. ([http://www.kj.nomos.de/fileadmin/kj/doc/zu_guttenberg.pdf Online] (PDF; 169&amp;amp;nbsp;kB), abgerufen am 18.&amp;amp;nbsp;Februar 2011.)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;sz-1060779&amp;quot;&amp;gt;Roland Preuß: &amp;#039;&amp;#039;Summa cum laude? – „Mehr als schmeichelhaft“.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Süddeutsche Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; vom 16.&amp;amp;nbsp;Februar 2011. ([https://www.sueddeutsche.de/politik/guttenbergs-doktorarbeit-summa-cum-laude-mehr-als-schmeichelhaft-1.1060779 Online], abgerufen am 16.&amp;amp;nbsp;Februar 2011.)&amp;lt;/ref&amp;gt; Er kam zu dem Ergebnis, diese zögen sich durch die „gesamte Arbeit und durch alle inhaltlichen Teile“. Textpassagen seien unter anderem weitgehend wortgleich aus Zeitungsartikeln übernommen worden, die in der &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Zürcher Zeitung|Neuen Zürcher Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;sz-1060779&amp;quot;/&amp;gt; sowie in der &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung|Frankfurter Allgemeinen Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Oliver Georgi: &amp;#039;&amp;#039;Guttenberg hat Anfang seiner Dissertation bei F.A.Z. abgeschrieben.&amp;#039;&amp;#039; In: [[FAZ.NET]] vom 16.&amp;amp;nbsp;Februar 2011 (Mit einer [[Synopse]] der betreffenden Texte). ([https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/guttenberg-dissertation-anfang-bei-f-a-z-abgeschrieben-1593201.html Online], abgerufen am 18.&amp;amp;nbsp;Februar 2011.)&amp;lt;/ref&amp;gt; erschienen waren. Die [[Universität Bayreuth]] entzog zu Guttenberg schließlich am 23. Februar 2011 den [[Promotion (Doktor)|Doktorgrad]].&amp;lt;ref&amp;gt;Spiegel Online: &amp;#039;&amp;#039;Plagiats-Affäre: Uni Bayreuth entzieht Guttenberg den Doktortitel.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Spiegel Online]] vom 24.&amp;amp;nbsp;Februar 2011 [http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,747358,00.html Online]&amp;lt;/ref&amp;gt; Guttenbergs Rücktritt als [[Bundesministerium der Verteidigung|Bundesminister der Verteidigung]] folgte am 1. März 2011.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Freihandelsabkommen ===&lt;br /&gt;
Im Oktober 2014 verfasste Andreas Fischer-Lescano zusammen mit Johan Horst im Auftrag von [[Attac]] ein juristisches Kurzgutachten zu den europa- und verfassungsrechtlichen Vorgaben für das [[Umfassendes Wirtschafts- und Handelsabkommen|Comprehensive Economic and Trade Agreement]] (CETA) zwischen der EU und Kanada.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20170322015132/https://www.jura.uni-bremen.de/uploads/ZERP/AFL/CETA-RechtsgutachtenAFLokt2014.pdf Europa- und verfassungsrechtliche Vorgaben für das Comprehensive Economic and Trade Agreement der EU und Kanada (CETA)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie kamen darin zu dem Ergebnis, dass CETA in mehrfacher Hinsicht sowohl gegen [[Europarecht]] als auch gegen das [[Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland|Grundgesetz]] verstoße. Einen im Februar 2015 vorgestellten Vorschlag der europäischen sozialdemokratischen Handelsminister zur Reform der [[Investor-state dispute settlement|Investitionsschutzvorschriften]] durch Einrichtung eines Investitionsgerichtshofes lehnte Fischer-Lescano als Stärkung der „Institutionen der Freihandelsideologie“ ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lto feb 2015&amp;quot;&amp;gt;[https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/ceta-abkommen-gabriel-investitionsgerichtshof/ Gabriel legt Ceta-Kompromiss vor Investitionsgerichtshof als Ausweg?], [[Legal Tribune Online]], 25. Februar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Investitionsstreitigkeiten seien besser vor Menschenrechtsgerichtshöfen aufgehoben, wo ein ausgewogenerer Schutz des Eigentums zu erwarten sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reparationen an Griechenland ===&lt;br /&gt;
Zu der Frage der [[Reparationsforderungen der Republik Griechenland gegen die Bundesrepublik Deutschland|Reparationsforderungen Griechenlands]] gegenüber Deutschland hatte Andreas Fischer-Lescano im März 2015 die Ansicht vertreten, diese seien aus völkerrechtlicher Sicht durchaus berechtigt. Er kritisierte die „Schlussstrich-Politik“ der [[Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] und wies gegenüber der [[Deutsche Presse-Agentur|Deutschen Presse Agentur]] darauf hin, dass es nie eine abschließende Klärung dieser Frage gegeben habe. Der [[Zwei-plus-Vier-Vertrag]] schließe Reparationsforderungen nicht aus, weil Griechenland kein Vertragspartner gewesen sei. Die im Jahr 1942 erhobene Zwangsanleihe sei zurückzuzahlen. Auch eine teilweise Entschädigung sei denkbar, etwa die Einrichtung eines Fonds als Geste.&amp;lt;ref&amp;gt;dpa: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.nd-aktuell.de/artikel/964959.voelkerrechtler-kritisiert-schlussstrich-politik.html Völkerrechtler kritisiert Schlussstrich-Politik]&amp;#039;&amp;#039;. In: Neues Deutschland. 16. März 2015. Abgerufen am 30. März 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rechtsextremistische Richter ===&lt;br /&gt;
Im Februar 2022 vertrat Fischer-Lescano die Ansicht, die sächsische Justiz könne eine Rückkehr des wegen seines Bundestags-Mandats für die [[Alternative für Deutschland|AfD]] beurlaubten und als rechtsextremistisch geltenden Richters [[Jens Maier]] in sein Richteramt verhindern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Andreas Fischer-Lescano |url=https://verfassungsblog.de/warum-der-rechtsextremist-jens-maier-nicht-wieder-richter-werden-darf/ |titel=Warum der Rechtsextremist Jens Maier nicht wieder Richter werden darf |werk=Verfassungsblog |datum=2022-01-10 |sprache=de-DE |abruf=2022-02-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Studie des [[Deutsches Institut für Menschenrechte|Deutschen Instituts für Menschenrechte]] bestätigte das Ergebnis: Das Eintreten für rassistische und rechtsextremistische Positionen, wie sie von der AfD geäußert werden, sei mit der beamtenrechtlichen [[Treueverhältnis|Treuepflicht]] nicht vereinbar.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hendrik Cremer |Titel=Rassistische und rechts extreme Positionierungen im Dienste des Staates? Warum ein Eintreten für die AfD mit der verfassungsrechtlichen Treuepflicht nicht vereinbar ist |Hrsg=Deutsches Institut für Menschenrechte |Ort=Berlin |Datum=2022 |ISBN=978-3-946499-99-2 |Online=https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/publikationen/detail/rassistische-und-rechtsextreme-positionierungen-im-dienste-des-staates}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Annelie Kaufmann |url=https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/muessen-afd-beamte-richter-aus-dem-dienst-entlassen-werden-dimr-studie-verfassungsrecht-disziplinarverfahren/ |titel=DIMR-Studie zu Disziplinarverfahren gegen Beamte und Richter: AfD-ler raus aus Justiz und öffentlichem Dienst? |werk=Legal Tribune Online |datum=2022-01-04 |sprache=de |abruf=2022-02-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[Sächsisches Staatsministerium der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung|sächsische Staatsministerium der Justiz]] ließ hingegen ein Rechtsgutachten erstellen und widersprach der Ansicht. Fischer-Lescano vertrete „Rechtsansichten, [die sich mit] elementare Grundsätze des geltenden Richterrechts“ nicht in Einklang bringen ließen. Man sehe keinen rechtlichen Weg, nach geltendem [[Verfassungsrecht|Verfassungs]]-, [[Abgeordneter|Abgeordneten]]- und [[Richter (Deutschland)|richterlichem Dienstrecht]] Maiers Rückkehranspruch in die sächsische Justiz abzulehnen. Die sächsische Justizministerin [[Katja Meier]] erklärte, sie habe „noch keinen anderen Wissenschaftler oder jemanden mit juristischem Sachverstand gehört, der die Meinung von Herrn Fischer-Lescano teilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Joachim Wagner |url=https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/justiz-sachsen-jens-maier-richter-rueckkehr-fischer-lescano-katja-meier/ |titel=Was in einem internen Justizgutachten zum Fall Maier steht |werk=Legal Tribune Online |datum=2022-02-03 |sprache=de |abruf=2022-02-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.lto.de/fileadmin/files/artikel/2022/Februar/Gutachten_Maier.pdf |titel=Internes Gutachten des Justizministeriums Sachsen |werk=LTO.de |abruf=2022-02-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 12. Februar 2022 wurde bekannt, dass das Ministerium stattdessen plant, Maier nach Zuweisung zum [[Amtsgericht Dippoldiswalde]] umgehend in den Ruhestand zu versetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=mdr.de |url=https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/dresden/dresden-radebeul/afd-politiker-richter-maier-justizministerium-meier-100.html |titel=Sachsens Justizministerin will AfD-Richter Jens Maier in Ruhestand versetzen {{!}} MDR.DE |sprache=de |abruf=2022-02-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Vorgehen der sächsischen Justizministerin wurde vom Bundesgerichtshof als rechtmäßig eingestuft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=mdr.de |url=https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/afd-richter-maier-bgh-ruhestand-revision-entscheidung-100.html |titel=BGH urteilt: Jens Maier darf nicht mehr als Richter arbeiten {{!}} MDR.DE |sprache=de |abruf=2025-08-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
=== Monografien ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Globalverfassung. Die Geltungsbegründung der Menschenrechte.&amp;#039;&amp;#039; Velbrück Wissenschaft, Weilerswist 2005, ISBN 3-934730-88-4. (Zugleich juristische [[Dissertation]], [[johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main|Universität Frankfurt am Main]] 2003).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Regime-Kollisionen. Zur Fragmentierung des globalen Rechts.&amp;#039;&amp;#039; Gemeinsam mit [[Gunther Teubner]]. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-518-29403-2. (&amp;#039;&amp;#039;Suhrkamp-Taschenbuch Wissenschaft&amp;#039;&amp;#039;, Nr.&amp;amp;nbsp;1803).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Ganze des Rechts. Vom hierarchischen zum reflexiven Verständnis deutscher und europäischer Grundrechte.&amp;#039;&amp;#039; Duncker &amp;amp; Humblot, Berlin 2007, ISBN 978-3-428-12338-4. (&amp;#039;&amp;#039;Schriften zur Rechtstheorie&amp;#039;&amp;#039;, Bd.&amp;amp;nbsp;232; mit: Ralph Christensen).&lt;br /&gt;
* Mit Kolja Möller: &amp;#039;&amp;#039;Der Kampf um globale soziale Rechte. Zart wäre das Gröbste&amp;#039;&amp;#039;. Reihe: Politik bei Wagenbach. Wagenbach Verlag. 2012. ISBN 978-3-8031-3641-1.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rechtskraft&amp;#039;&amp;#039;; Walther König 2013; ISBN 978-3-941360-29-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstiges ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hegemonie gepanzert mit Zwang. Zivilgesellschaft und Politik im Staatsverständnis Antonio Gramscis&amp;#039;&amp;#039;; Staatsverständnisse Bd. 11; Baden-Baden: Nomos, 2007; (herausgegeben mit [[Sonja Buckel]]) ISBN 978-3-8329-2438-6.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[http://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2012/februar/guttenberg-oder-der-%E2%80%9Esieg-der-wissenschaft%E2%80%9C Guttenberg oder der „Sieg der Wissenschaft“?]&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Blätter für deutsche und internationale Politik]]. Februar 2012. S.&amp;amp;nbsp;53–62.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Staat der Klassengesellschaft. Rechts- und Sozialstaatlichkeit bei Wolfgang Abendroth&amp;#039;&amp;#039;; Staatsverständnisse Bd. 51; Baden-Baden: Nomos, 2012; (herausgegeben mit [[Joachim Perels]] und Thilo Scholle) ISBN 978-3-8329-6160-2.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kritische Systemtheorie: Zur Evolution einer normativen Theorie&amp;#039;&amp;#039;; Bielefeld: Transcript, 2013; (herausgegeben mit Marc Amstutz) ISBN 978-3-8376-2412-0.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Recht und Politik globaler Sicherheit: Bestandsaufnahme und Erklärungsansätze&amp;#039;&amp;#039;; Frankfurt am Main/New York: Campus Verlag, 2013; (herausgeben mit Peter Mayer); ISBN 978-3-593-39334-6.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Verfassungsmäßigkeit des [[Mindestlohngesetz (Deutschland)|Mindestlohns]].&amp;#039;&amp;#039; Gemeinsam mit [[Ulrich Preis]] und [[Daniel Ulber]]. Nomos, Baden-Baden 2015, ISBN 978-3-8487-2135-1.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor= |Titel=Neue Theorien des Rechts |Hrsg=mit [[Sonja Buckel]], Ralph Christensen |Auflage=3. |Verlag=Mohr Siebeck (utb) |Ort=Tübingen |Datum=2020 |ISBN=978-3-8252-5325-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|130214825}}&lt;br /&gt;
* [https://www.perlentaucher.de/autor/andreas-fischer-lescano.html Rezensionen zu Werken von Andreas Fischer-Lescano] bei [[perlentaucher]]&lt;br /&gt;
* [https://www.uni-kassel.de/fb01/institute/institut-fuer-sozialwesen/fachgebiete/just-transitions/prof-dr-andreas-fischer-lescano Lehrstuhl] und [https://www.uni-kassel.de/fb01/institute/institut-fuer-sozialwesen/fachgebiete/just-transitions/startseite Fachgebiet Just Transitions] an der Universität Kassel&lt;br /&gt;
* [https://www.fr.de/politik/kritische-justiz-11398693.html Porträt: Andreas Fischer-Lescano] von Christian Bommarius, [[Frankfurter Rundschau]], 18.&amp;amp;nbsp;Februar 2011&lt;br /&gt;
* Ulrich Schnabel: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.zeit.de/2011/09/Interview-Fischer-Lescano „Ich wollte es nicht glauben.“]&amp;#039;&amp;#039; Ein Gespräch mit dem Juristen, der zu Guttenberg entlarvte. [[Die Zeit]] 9, 2011, 24.&amp;amp;nbsp;Februar 2011&lt;br /&gt;
* [https://www.dielinke-europa.eu/de/article/12113.rechtsgutachten-bestätigt-europäischer-verteidigungsfonds-ist-illegal.html Link zu einem Gutachten des Autors:] &amp;#039;&amp;#039;Rechtsfragen zur Einrichtung des [[Europäischer Verteidigungsfonds|Europäischen Verteidigungsfonds]] EVF&amp;#039;&amp;#039;, 30. November 2018&amp;lt;ref&amp;gt;temporärer .pdf-Link, unten auf der Seite aufzurufen. Alternativ: englische Version aufrufbar&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=130214825|LCCN=n2006043972|VIAF=25705335}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:FischerLescano, Andreas}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatsrechtler (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Völkerrechtler (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Geboren 1972]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Fischer-Lescano, Andreas&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Rechtswissenschaftler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. September 1972&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bad Kreuznach]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Joschi71</name></author>
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