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	<title>Andreas Buro - Versionsgeschichte</title>
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		<title>imported&gt;Zollernalb: HC: Entferne Kategorie:Bürgerrechtler; Ergänze Kategorie:Bürgerrechtler (Deutschland)</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Entferne &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:B%C3%BCrgerrechtler&quot; title=&quot;Kategorie:Bürgerrechtler&quot;&gt;Kategorie:Bürgerrechtler&lt;/a&gt;; Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:B%C3%BCrgerrechtler_(Deutschland)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Bürgerrechtler (Deutschland) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Bürgerrechtler (Deutschland)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Andreas Buro&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[15. August]] [[1928]] in [[Berlin]]; † [[19. Januar]] [[2016]] in [[Grävenwiesbach]]) war ein deutscher [[Politikwissenschaft]]ler und von Ende der 1950er Jahre bis zu seinem Tod eine einflussreiche Persönlichkeit der [[Friedensbewegung]]. Des Weiteren beeinflusste er ab Ende der 1960er Jahre die [[Menschenrechte|Menschen]]- und [[Bürgerrechtsbewegungen]] seiner Zeit sowie als Mitbegründer des &amp;#039;&amp;#039;[[Sozialistisches Büro|Sozialistischen Büros]]&amp;#039;&amp;#039; und des &amp;#039;&amp;#039;[[Komitee für Grundrechte und Demokratie|Komitees für Grundrechte und Demokratie]]&amp;#039;&amp;#039; die undogmatische &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Linke]]&amp;#039;&amp;#039; in der Bundesrepublik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er lehrte ab 1980 als Professor für [[internationale Politik]] an der [[Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main|Goethe-Universität]] in [[Frankfurt am Main]]. Einer seiner Schwerpunkte galt seit den 1990er Jahren der [[Friedensforschung|Friedens]]- und [[Konfliktforschung]], hierbei insbesondere der Erarbeitung von zivilen, sinngemäß nicht-militärischen Lösungsstrategien bei internationalen Konflikten ([[zivile Konfliktbearbeitung]]). Vor allem für seine Arbeit in diesem Themenbereich wurden ihm 2008 – wenige Wochen nach der Vollendung seines 80. Lebensjahrs – der [[Aachener Friedenspreis]] und fünf Jahre später der [[Göttinger Friedenspreis]] für sein jahrzehntelanges [[Friedenspolitik|friedenspolitisches]] Wirken insgesamt verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung ==&lt;br /&gt;
Buro gilt als einer der wesentlichen intellektuellen Unterstützer und Sprecher – zunächst der westdeutschen – [[Friedensbewegung|Friedens]]- und [[Menschenrechte|Menschenrechtsbewegung]] nach dem Zweiten Weltkrieg, wobei ihm immer auch die internationale Vernetzung der entsprechenden [[Soziale Bewegung|sozialen Basisbewegungen]] wichtig war. So war er auf der übernationalen Ebene Mitbegründer der [[International Confederation for Disarmament and Peace]] (ICDP) im Rahmen der europaweiten Kampagne [[European Nuclear Disarmament]] (END) (1963), der [[Peace Brigades International]] (pbi) (1981), der deutschen Sektion der [[Helsinki Citizens Assembly]] (HCA), einem Zusammenschluss von Bürger- und Menschenrechtsgruppen aus den [[Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa|OSZE]]-Staaten (1993), bis hin zum &amp;#039;&amp;#039;Dialog-Kreis für türkisch-kurdische Verständigung und für eine politische Lösung des Kurdenkonflikts&amp;#039;&amp;#039; (1995).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits Ende der 1950er Jahre engagierte er sich als Mitglied der [[Internationale der Kriegsdienstgegner/innen|Internationale der Kriegsdienstgegner]] (IDK) im [[Außerparlamentarische Opposition|außerparlamentarischen Widerstand]] gegen die atomare Bewaffnung des Landes ([[Kampf dem Atomtod]]). In dessen Nachfolge war er zu Beginn der 1960er Jahre einer der Initiatoren der ursprünglich von Großbritannien ausgehenden [[Ostermarsch]]bewegung in der Bundesrepublik Deutschland. In den folgenden Jahrzehnten setzte sich Buro bis zu seinem Lebensende sowohl aktiv bei Großveranstaltungen und Kongressen als auch [[publizist]]isch für die Ziele der Friedensbewegung ein: Unter anderem in den 1960er Jahren gegen den [[Vietnamkrieg]], in den frühen 1980ern gegen die [[NATO-Doppelbeschluss|Nachrüstung]] mit atomar bestückten [[Pershing (Rakete)#Pershing II|Pershing-II]]-Mittelstreckenraketen und [[Marschflugkörper]]n in Westeuropa, 1999 gegen ein militärisches Eingreifen der [[NATO]] incl. der [[Bundeswehr]] im [[Kosovokrieg]], 2002/03 gegen den [[Irakkrieg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem war Andreas Buro 1969 Mitinitiator der Gründung des [[Sozialistisches Büro|Sozialistischen Büros]]. In diesem Kontext gilt er auch als ein Vertreter der undogmatischen [[Neue Linke|Neuen Linken]] in Deutschland. In den Jahren 1978 bis 1980 trugen zusätzlich dazu seine Funktion als einer der Sprecher des dritten internationalen &amp;#039;&amp;#039;[[Russell-Tribunal]]s zur Situation der Menschenrechte in der Bundesrepublik&amp;#039;&amp;#039; (1978) ebenso bei wie seine Rolle als Mitbegründer des [[Komitee für Grundrechte und Demokratie|Komitees für Grundrechte und Demokratie]] (1980).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner [[Emeritierung]] war Buro bis zum Lebensende Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der [[IPPNW|Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges]] (IPPNW).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfgang U. Eckart]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Medizin&amp;#039;&amp;#039;, 6. Auflage Springer Medizin Verlag Heidelberg 2009, S. 330. ISBN 978-3-540-79215-4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographisch-politische Entwicklung ==&lt;br /&gt;
=== Jugend und erstes Studium (1928 bis 1954) ===&lt;br /&gt;
Geboren im Jahr 1928, verbrachte Andreas Buro seine bewusst erlebte Kindheit und Jugend während der [[Zeit des Nationalsozialismus|Diktatur des Nationalsozialismus]]. Im Alter von 16 Jahren wurde er 1944 als „[[Luftwaffenhelfer]]“ eingezogen und erlebte den „[[Totaler Krieg|totalen Krieg]]“, zu dem NS-Propagandaminister [[Joseph Goebbels]] im Jahr zuvor in seiner [[Sportpalastrede]] aufgerufen hatte, im direkten militärischen Einsatz während der letzten Monate des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] in Europa; des Krieges, der vom Deutschen Reich 1939 ausgelöst worden war und der ab Spätherbst 1944 auch zu Lande seinen Hauptschauplatz in Deutschland selbst hatte. Die Erfahrungen, die Buro in diesem letzten Kriegsjahr – vor allem im Einsatz als [[Flakhelfer]] während der [[Schlacht um Berlin]] – machen musste, trugen wesentlich zu seiner späteren Haltung eines entschiedenen [[Pazifismus]] und [[Antimilitarismus]] bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg arbeitete Buro zunächst einige Jahre als Waldarbeiter. Er holte das Abitur nach und studierte [[Forstwirtschaft]]. 1954 promovierte er mit einer Doktorarbeit unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen über den Abbau von Kiefern- und Buchenholz durch Holz zerstörende Pilze und dessen Beeinflussung durch Hitzebehandlungen und Kunstharztränkungen des Holzes&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Volker Böge: [http://www.grundrechtekomitee.de/node/48 Andreas Buro wird 80 Jahre alt], [[Komitee für Grundrechte und Demokratie]], 7. August 2008&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Friedenspolitisches Engagement 1955 bis 1970 ===&lt;br /&gt;
Als Mitte der 1950er Jahre während der ersten Hochphase des [[Kalter Krieg|Kalten Krieges]] mit dem Beitritt der Bundesrepublik Deutschland zum westlichen Militärbündnis der NATO und der Gründung der [[Bundeswehr]] eine neue (west-)deutsche Armee gegen die massiven Proteste der [[Wiederbewaffnung]]skritiker der sogenannten [[Ohne mich-Bewegung]] durchgesetzt worden war, trat Buro der pazifistischen Organisation &amp;#039;&amp;#039;[[Internationale der Kriegsdienstgegner/innen|Internationale der Kriegsdienstgegner]]&amp;#039;&amp;#039; (IdK) bei, einer deutschen Sektion der &amp;#039;&amp;#039;[[War Resisters’ International]]&amp;#039;&amp;#039; (WRI). In den folgenden Jahren entwickelte er sich als Mitglied dieser Organisation zu einem Sprecher der westdeutschen Friedensbewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst engagierte sich Buro Ende der 1950er Jahre in der Kampagne &amp;#039;&amp;#039;[[Kampf dem Atomtod]]&amp;#039;&amp;#039; gegen die Ausrüstung der Bundeswehr mit [[Kernwaffe]]n. Anfang der 1960er gehörte er zu den entscheidenden Initiatoren der ersten Ostermärsche in der Bundesrepublik. Als geschäftsführender Sprecher des Ausschusses der &amp;#039;&amp;#039;[[Kampagne für Demokratie und Abrüstung]]&amp;#039;&amp;#039; baute er zwischen 1965 und 1969 die Ostermarschbewegung aus. Dabei setzte er in diesen Jahren einen Schwerpunkt der Bewegung in die Proteste und Aktionen gegen den [[Vietnamkrieg]], der auch von der [[Außerparlamentarische Opposition|Außerparlamentarischen Opposition]] der [[Westdeutsche Studentenbewegung der 1960er Jahre|Studentenbewegung]] als eines der entscheidenden Themen aufgegriffen wurde. Buros Engagement beschränkte sich nicht allein auf Aktionen in der Bundesrepublik. So gehörte er neben anderen zum deutschen Koordinationsgremium des &amp;#039;&amp;#039;San-Francisco-Moskau-Marsches&amp;#039;&amp;#039; für blockübergreifende Abrüstung und war Sprecher der Friedensbewegung in der &amp;#039;&amp;#039;Europäischen antinuklearen Konföderation&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Hochphase der Studentenbewegung absolvierte Buro ab 1966 im Fach Politische Wissenschaften ein weiteres Studium, das er 1969 abschloss. 1970 wurde er zunächst Lehrbeauftragter, schließlich 1980 ordentlicher Professor für internationale Politik an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sozialistisches Büro, Komitee für Grundrechte und Demokratie 1970–2000 ===&lt;br /&gt;
Nach dem Niedergang der Studentenbewegung ab 1968/69 gehörte Buro 1969 neben [[Klaus Vack]], [[Eva Senghaas-Knobloch|Eva Senghaas]], [[Wolf-Dieter Narr]] u.&amp;amp;nbsp;a. zu den Mitbegründern des &amp;#039;&amp;#039;[[Sozialistisches Büro|Sozialistischen Büros]]&amp;#039;&amp;#039; (SB), das sich mit der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;links&amp;#039;&amp;#039; in den folgenden Jahren zu einer sowohl im praktischen als auch theoretischen Bereich impulsgebenden Institution für die undogmatische &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Linke]]&amp;#039;&amp;#039; in Deutschland entwickeln sollte. Als Mitglied des SB war Buro unter anderem beteiligt am &amp;#039;&amp;#039;[[Angela Davis]]-Kongress&amp;#039;&amp;#039; von 1972, an der &amp;#039;&amp;#039;[[Chile]]-Solidarität&amp;#039;&amp;#039; gegen den [[Putsch in Chile 1973|Militärputsch in dem südamerikanischen Land]] ab 1973, und 1978 als einer der Sprecher des &amp;#039;&amp;#039;Dritten internationalen [[Russell-Tribunal]]s über die Lage der Menschenrechte in der Bundesrepublik&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1980 war Buro neben weiteren Intellektuellen aus dem Umfeld des SB führend beteiligt an der Gründung des [[Komitee für Grundrechte und Demokratie|Komitees für Grundrechte und Demokratie]]. Als friedenspolitischer Sprecher dieser Organisation gehörte er in der ersten Hälfte der 1980er Jahre zu den Unterstützern und Initiatoren vieler Großdemonstrationen und Aktionen des [[Ziviler Ungehorsam|Zivilen Ungehorsams]] ([[Sitzblockade]]n u.&amp;amp;nbsp;a.) gegen den NATO-Doppelbeschluss, der die Stationierung von nuklear bestückten [[Pershing II|Pershing-II]]-[[Mittelstreckenrakete]]n in der Bundesrepublik Deutschland und [[Marschflugkörper]]n (cruise missiles) in der Bundesrepublik, Großbritannien, Italien, den Niederlanden und Belgien vorsah.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Abflauen der Bewegung gegen die Nachrüstung und angesichts der [[Transformation der Bundeswehr]] hin zu einer Armee, die sich auch an internationalen Kampfeinsätzen zu beteiligen begann, bemühte sich Buro seit der [[Deutsche Wiedervereinigung|deutschen Wiedervereinigung]] ab den 1990er Jahren verstärkt um die Erarbeitung alternativer, d.&amp;amp;nbsp;h. ziviler und gewaltfreier Konfliktlösungsstrategien auch auf zwischenstaatlicher Ebene. Ein wesentlicher Schritt in diese Richtung war die Gründung einer &amp;#039;&amp;#039;Plattform für [[Zivile Konfliktbearbeitung]]&amp;#039;&amp;#039;. Buro blieb weiterhin ein vehementer Kritiker militärischer Optionen. So beteiligte er sich auch Ende der 1990er Jahre an Widerstandsaktionen gegen den Einsatz der NATO im Krieg gegen Jugoslawien ([[Kosovokrieg]]). Er organisierte [[Mahnwache]]n und [[Demonstration]]en vor Militärflugplätzen in Deutschland, bei denen beispielsweise die Soldaten zur Verweigerung ihres Einsatzes aufgerufen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Friedensforschung seit 2000 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausrufung des [[Krieg gegen den Terror|Krieges gegen den Terror]] durch US-Präsident [[George W. Bush|Bush]] in der Folge der [[Terroranschläge am 11. September 2001]] in den USA war für das &amp;#039;&amp;#039;Komitee für Grundrechte und Demokratie&amp;#039;&amp;#039; der Anlass für den Widerstand gegen diese neue Qualität einer internationalen militärischen [[Eskalation]]sstufe. Buro war der Verfasser einer [[Petition]] für eine [[Unterschriftenaktion|Unterschriftensammlung]] an den Deutschen Bundestag „Krieg darf nicht die Antwort auf Terror sein“. Nachdem dieser Petition kein Erfolg beschieden war, folgte 2002 erneut unter Beteiligung Andreas Buros die Gründung des Bündnisses &amp;#039;&amp;#039;RESIST – Sich dem Irakkrieg widersetzen&amp;#039;&amp;#039;, das im Dezember desselben Jahres die erste deutsche Großdemonstration gegen den (zu dem Zeitpunkt noch geplanten) [[Irakkrieg]] bei der [[Rhein-Main Air Base]] bei [[Frankfurt am Main]] organisierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Diskussion um eine [[Vertrag über eine Verfassung für Europa|europäische Verfassung]] war Buro 2004 einer derjenigen, die versuchten, die Aufmerksamkeit der Friedensbewegung auf die militärischen Neuerungen in dieser Verfassung aufmerksam zu machen. Kritisiert wurden etwa die Festschreibung möglicher weltweiter EU-Kampfeinsätze, die Ausdehnung des Einsatzspektrums einer europäischen Armee und eine Aufrüstungsverpflichtung für die einzelnen Staaten (Artikel I-41 der EU-Verfassung: „Die Mitgliedstaaten verpflichten sich, ihre militärischen Fähigkeiten schrittweise zu verbessern.“). Buro verfasste die &amp;#039;&amp;#039;Bürgerinformation&amp;#039;&amp;#039; „EU-Militarisierung zerstört die Zivilmacht Europa“, womit er sich gegen eine Unterwerfung der Politik unter die Gesichtspunkte militärischer Logik wandte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem Jahr 2006 gab er in Zusammenarbeit mit dem Bündnis &amp;#039;&amp;#039;[[Kooperation für den Frieden]]&amp;#039;&amp;#039;, einem Zusammenschluss von etwa 40 Organisationen der deutschen Friedensbewegung, dem Buro 2004 beigetreten war, die &amp;#039;&amp;#039;[[Monitoring]]-Dossiers&amp;#039;&amp;#039; heraus, in denen ausdifferenzierte Vorschläge zur zivilen Konfliktbearbeitung in bestimmten internationalen Konflikten ausgearbeitet sind. Bis 2008 wurden entsprechende Dossiers für die Konfliktherde [[Iran]], [[Türkei]]/[[Kurdistan]], [[Israel]]/[[Palästinensische Autonomiegebiete|Palästina]] (siehe [[Nahostkonflikt]]) und [[Afghanistan]] (siehe [[Krieg in Afghanistan seit 2001]]) erstellt. In diesen Dossiers unterbreitete Buro zum Teil die Ergebnisse seiner Arbeit zur zivilen Konfliktbearbeitung (als ein Teil-Themenfeld der [[Friedensforschung]]) am konkreten Konfliktbeispiel. Aufgrund seiner Arbeit in diesem Bereich wurde ihm 2008 neben der israelischen Frauenfriedensorganisation &amp;#039;&amp;#039;[[Machsom Watch]]&amp;#039;&amp;#039; und dem palästinensischen Pfarrer der [[Weihnachtskirche (Bethlehem)|Weihnachtskirche]] in [[Bethlehem]], [[Mitri Raheb]], der Aachener Friedenspreis verliehen. 2013 folgte die Verleihung des [[Göttinger Friedenspreis]]es für sein „jahrzehntelanges, außergewöhnliches Wirken für Frieden und die Verwirklichung der Menschenrechte“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andreas Buro starb am 19. Januar 2016 im Alter von 87 Jahren in seinem Haus in Grävenwiesbach im Taunus.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.grundrechtekomitee.de/pressespiegel?tx_ggnews_newsdetailsplugin%5Baction%5D=details&amp;amp;tx_ggnews_newsdetailsplugin%5Buid%5D=735&amp;amp;cHash=c793851ad5eefbd4cb7c360edc8df1d8 &amp;quot;Trauer um Andreas Buro&amp;quot; – Nachruf des Grundrechtekomitees vom 19. Januar 2016]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 2008: [[Aachener Friedenspreis]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.aachener-friedenspreis.de/preistraeger/archiv/jahr-2008.html |wayback=20130617101309 |text=Fotografie der Träger des Aachener Friedenspreises 2008, links: Andreas Buro}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2013: [[Göttinger Friedenspreis]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.goettinger-friedenspreis.de/?page_id=838 Zur Verleihung des Göttinger Friedenspreises 2013 an Andreas Buro] (Unterseite www.goettinger-friedenspreis.de, abgerufen am 19. Januar 2016)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen über den Abbau von Kiefern- und Buchenholz durch holzzerstörende Pilze und dessen Beeinflussung durch Hitzebehandlungen und Kunstharztränkungen des Holzes&amp;#039;&amp;#039;, Springer, Berlin / Göttingen / Heidelberg 1954, {{DNB|480488576}} (Dissertation Universität Göttingen, Forstwissenschaftliche Fakultät, 29. Juli 1954, 108 Seiten).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vom Handelskapitalismus zum Neo-Imperialismus der Gegenwart: eine Einführung in die Entwicklung der bürgerlichen Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039;, zusammen mit [[Leo Kofler]]; Hrsg. Sozialistisches Büro, Verlag 2000, Offenbach 1972.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Autozentrierte Entwicklung durch Demokratisierung? Lehren aus Vietnam und anderen Ländern der Dritten Welt&amp;#039;&amp;#039;. Campus, Frankfurt am Main 1981, ISBN 3-593-32840-2 (Habilitationsschrift Universität Frankfurt 1979).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zwischen sozial-liberalem Zerfall und konservativer Herrschaft – zur Situation der Friedens- und Protestbewegung in dieser Zeit,&amp;#039;&amp;#039; Verlag 2000, Offenbach 1982, ISBN 3-88534-310-X.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vietnam! Vietnam? Die Entwicklung der Sozialistischen Republik Vietnam nach dem Fall Saigons&amp;#039;&amp;#039;, zusammen mit [[Karl Grobe-Hagel|Karl Grobe]], Suhrkamp, Frankfurt am Main 1984, ISBN 3-518-11197-3.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;100 Thesen zu Frieden und Menschenrechten,&amp;#039;&amp;#039; zusammen mit [[Wolf-Dieter Narr]] und [[Klaus Vack]], Hrsg.: Komitee für Grundrechte und Demokratie, Sensbachtal 1984, ISBN 3-88906-012-9.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hatte die Friedensbewegung doch Recht? Ein Reader über Hintergründe, Fakten und Zusammenhänge zum Golfkrieg,&amp;#039;&amp;#039; mit [[Roland Roth]], Hrsg. Komitee für Grundrechte und Demokratie, Sensbachtal 1991, ISBN 3-88906-042-0.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Totgesagte leben länger – die Friedensbewegung, von der Ost-West-Konfrontation zur zivilen Konfliktbearbeitung&amp;#039;&amp;#039;, Komzi-Verlag, Idstein 1997, ISBN 3-929522-42-X.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die neue NATO – Instrument zur Durchsetzung westlicher Interessen,&amp;#039;&amp;#039; mit Wolf-Dieter Narr, Hrsg.: Komitee für Grundrechte und Demokratie, Köln 1999, ISBN 3-88906-080-3.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Krieg auf dem Balkan – Deutschland ist wieder dabei.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg.: Komitee für Grundrechte und Demokratie, Köln 1999, ISBN 3-88906-081-1.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Pazifismus mit kriegerischen Mitteln? Argumente gegen Staatsminister Volmers Belli-Pazifismus.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg.: Komitee für Grundrechte und Demokratie, Köln 2002, ISBN 3-88906-097-8.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Israel – Palästina – Gewalt ohne Ende oder Verständigung und Kooperation?&amp;#039;&amp;#039; Hrsg.: Komitee für Grundrechte und Demokratie, Köln 2002, ISBN 3-88906-104-4.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bürger- und Bürgerinnen-Information: EU-Militarisierung zerstört die „Zivilmacht Europa,“&amp;#039;&amp;#039; mit [[Volker Böge]] und [[Martin Singe]]; Hrsg.: Komitee für Grundrechte und Demokratie, Köln 2004, ISBN 3-88906-105-2.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dokumentation über die Konferenz „Die EU-Kandidatin Türkei und die Kurdenfrage“. Dokumentation über die Konferenz im Abgeordnetenhaus Berlin am 11. Juni 2004,&amp;#039;&amp;#039; mit [[Mehmet Salin]], Hrsg.: Dialog-Kreis „Die Zeit ist Reif für eine Politische Lösung im Konflikt zwischen Türken und Kurden“, Mithrsg. IPPNW, Komitee für Grundrechte und Demokratie, Köln 2004, ISBN 3-933884-10-1.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geschichten aus der Friedensbewegung – Persönliches und Politisches,&amp;#039;&amp;#039; als Herausgeber, zusammen mit weiteren Autoren, Komitee für Grundrechte und Demokratie, Köln 2005, ISBN 3-88906-114-1.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der türkisch-kurdische Konflikt&amp;#039;&amp;#039; (Monitoring-Projekt, Dossier 2), Hrsg.: Kooperation für den Frieden, Bonn 2007.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Afghanistan-Konflikt&amp;#039;&amp;#039; (Monitoring-Projekt, Dossier 4), Hrsg.: Kooperation für den Frieden, Bonn 2008.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gewaltlos gegen Krieg. Lebenserinnerungen eines streitbaren Pazifisten&amp;#039;&amp;#039;. Brandes &amp;amp; Apsel, Frankfurt am Main 2011, ISBN 978-3-86099-709-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|121307891}}&lt;br /&gt;
* {{Perlentaucher|andreas-buro}}&lt;br /&gt;
* [https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005206.html Volker Böge: &amp;#039;&amp;#039;Andreas Buro wird 80 Jahre alt.&amp;#039;&amp;#039;, In: Komitee für Grundrechte und Demokratie e.&amp;amp;nbsp;V. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Informationen&amp;#039;&amp;#039; Nr. 4/2008, August 2008, auf www.lebenshaus-alb.de]&lt;br /&gt;
* [https://www.friedenskooperative.de/themen/ageb.htm Artikel von 1998 anlässlich des 70. Geburtstags von Andreas Buro]&lt;br /&gt;
* [https://www.lebenshaus-alb.de/cgi-bin/cms/mt-view.cgi/1/category/303/ Links zu verschiedenen online verfügbaren Texten/Artikeln von und über Andreas Buro]&lt;br /&gt;
* [https://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=23603 Andreas Buro auf freie-radios.net] (mit Link zu einem anhörbaren Interview vom 10. August 2008 ([[M3U]]; ca. 15 Minuten): Buro zur Darstellung und Begründung des Konzepts der Zivilen Konfliktbearbeitung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einzelne online verfügbare Primärtexte von Andreas Buro&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [http://www.aixpaix.de/autoren/buro/buro.html Links zu Texten von Andreas Buro im &amp;#039;&amp;#039;Aachener Friedensmagazin&amp;#039;&amp;#039;], online auf aixpaix.de&lt;br /&gt;
* [http://www.wissenschaft-und-frieden.de/index.php?mid=1&amp;amp;pid=12&amp;amp;avar=0279 Links zu Texten von Andreas Buro auf wissenschaft-und-frieden.de]&lt;br /&gt;
* [https://www.friedenskooperative.de/friedensforum/artikel/vor-50-jahren-in-aldermaston-der-erste &amp;#039;&amp;#039;Vor 50 Jahren in Aldermaston - Der erste Ostermarsch&amp;#039;&amp;#039; ], [[FriedensForum]] 1/2008&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.uni-muenster.de/PeaCon/wuf/wf-97/9720203m.htm | wayback=20071008125812 | text=Andreas Buro: &amp;#039;&amp;#039;Militärgewalt und Globalisierungsprozeß&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.uni-muenster.de/PeaCon/wuf/wf-98/9840300m.htm | wayback=20080921211252 | text=Andreas Buro: &amp;#039;&amp;#039;Die Herrscher über Nahost; Das militärische Dreieck Türkei – Israel – USA&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
* [https://www.friedenskooperative.de/gifs/dossier4.pdf &amp;#039;&amp;#039;Der Afghanistan-Konflikt&amp;#039;&amp;#039;]; Überblicks-Dossier zur Entstehung und Entwicklung des Afghanistan-Konflikts sowie Aspekte/Vorschläge alternativer Konfliktlösungsstrategien, Hrsg.: Kooperation für den Frieden, Hauptautor: Andreas Buro (32 S.; PDF; 384&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv|url=http://www.koop-frieden.de/index.html|wayback=20120414134615|text=&amp;#039;&amp;#039;Eine Antwort der Kooperation für den Frieden zu der Diskussion über das Gedicht von Günter Grass – mit den Worten des Friedens- und Konfliktforschers Andreas Buro, ebenfalls in Form eines Gedichtes.&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege/Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=121307891|LCCN=n/81/82852|VIAF=7464197}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Buro, Andreas}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politikwissenschaftler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Friedensforscher]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1928]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2016]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Buro, Andreas&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politikwissenschaftler und Autor&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. August 1928&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. Januar 2016&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Grävenwiesbach]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Zollernalb</name></author>
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