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	<title>Andor Hencke - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T22:12:30Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Andor_Hencke&amp;diff=614728&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Tilman Berger: /* Leben */</title>
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		<updated>2025-12-27T16:08:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Andor Hencke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. Juli]] [[1895]] in [[Berlin]]; † [[31. Januar]] [[1984]] in [[Tegernsee (Stadt)|Tegernsee]]&amp;lt;ref&amp;gt;Sterbeort laut „[[Akten der Reichskanzlei]]“ ist [[Kreuth]].&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein deutscher [[Diplomat]] in der [[Weimarer Republik]] und in der [[Zeit des Nationalsozialismus]] sowie Mitglied der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]]. Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] war er Mitarbeiter des [[Bundesnachrichtendienst]]es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nach dem Besuch der [[Kadettenanstalt]] in [[Groß-Lichterfelde|Lichterfelde]] diente Hencke zunächst als [[Preußen|preußischer]] Offizier und nach Ende des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] als Offizier der [[Reichswehr]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17. Oktober 1922 wurde er auf Veranlassung von [[Ulrich von Brockdorff-Rantzau]] ins [[Auswärtiges Amt|Auswärtige Amt]] berufen, wo er vom 2. November 1922 bis zum Tod des Grafen am 8. September 1928 dessen persönlicher [[Sekretär]] an der [[Deutsche Botschaft Moskau|deutschen Botschaft in Moskau]] wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom 24. April 1933 bis 12. November 1935 war Hencke [[Konsul]] in [[Kiew]] und arbeitete ab dem 26. September 1936 ebenfalls als Konsul in [[Prag]]. Am 12. November 1936 wurde Hencke zum Gesandten II. Klasse und am 16. Juni 1937 zum Gesandten I. Klasse befördert. Hencke trat zum 1. November 1935 der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 3.465.491).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/14760385&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;„Akten der Reichskanzlei. Weimarer Republik“ online: &amp;#039;&amp;#039;1935 Mitglied der NSDAP.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem der deutsche Gesandte [[Ernst Eisenlohr]] während der [[Sudetenkrise]] ins Auswärtige Amt berufen worden war, übernahm Hencke am 16. September 1938 dessen Funktion als deutscher Geschäftsträger und wurde am 15. März 1939 zum Vertreter des Auswärtigen Amtes beim [[Reichsprotektor]] für das [[Protektorat Böhmen und Mähren]] [[Konstantin von Neurath]] ernannt. Nach eigenen Aussagen erklärte Hencke anlässlich der [[Zerschlagung der Tschechoslowakei]] seinen Mitarbeitern, dass sie „wahrscheinlich die Geburtsstunde eines neuen [[Zweiter Weltkrieg|Weltkrieges]]“ miterleben würden. Trotzdem verblieb er im Amt, wurde nach Abschluss des [[Deutsch-Sowjetischer Grenz- und Freundschaftsvertrag|Deutsch-Sowjetischen Grenz- und Freundschaftsvertrags]] vom 28. September 1939 Delegationsleiter in der &amp;#039;&amp;#039;Gemischten Zentralkommission des Deutschen Reichs und der UdSSR für Grenzfragen&amp;#039;&amp;#039; in [[Moskau]], und im Juni 1940, nach der [[Waffenstillstand von Compiègne (1940)|Kapitulation Frankreichs]], Vertreter des Auswärtigen Amtes bei der [[Deutsche Waffenstillstandskommission (1940–1944)|Deutschen Waffenstillstandskommission]] in [[Wiesbaden]]. Am 16. August 1940 wurde Hencke zum Gesandten befördert und nahm bis Ende 1942 Sonderaufträge in der &amp;#039;&amp;#039;Informationsstelle III&amp;#039;&amp;#039; des Auswärtigen Amtes wahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- auskommentiert, noch nicht belastbar&lt;br /&gt;
Spanische Note zur deutschen Forderung, dass Spanien sich an der Verfolgung der Juden beteilige, wurde Hencke übergeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.elreloj.com/article.php?id=26016 elreloj, 05 de junio de 2008]&amp;lt;/ref&amp;gt; Lit: Bernd Rother: &amp;#039;&amp;#039;Spanien und der Holocaust&amp;#039;&amp;#039;. Niemeyer Verlag, Tübingen;&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 11. Januar 1943 wurde Hencke stellvertretender [[Botschafter]] in [[Madrid]] und übernahm in der spanischen Hauptstadt am 12. März 1943 die Funktion eines Gesandten I. Klasse. Allerdings wurde er noch im selben Monat ins AA zurückberufen, um dort die Leitung der Politischen Abteilung zu übernehmen. Seine letzte Beförderung erfolgte am 29. April 1943, als er zum [[Ministerialdirigent]]en mit der Amtsbezeichnung Unterstaatssekretär ernannt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Auswärtige Amt war nicht nur bei der [[Wannseekonferenz]] vertreten gewesen, sondern in der Folge auch an der [[Deportation#Deportationen während des Nationalsozialismus|Deportation]] der Juden beteiligt, und Hencke [[Paraphe|paraphierte]] solche Schriftstücke, so verlangte „Der Außenminister“, hier unterzeichneten: Werner von Grundherr&amp;lt;ref&amp;gt;zu Werner von Grundherr siehe Eintrag im [[Munzinger-Archiv]]&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[Otto von Erdmannsdorff]] und Hencke, am 17. September 1943 von der Botschaft in [[Kopenhagen]] „über die Art des Abtransports der Juden, der im Prinzip beschlossen ist, genaue Vorschläge zu machen“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Léon Poliakov]], [[Joseph Wulf]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Dritte Reich und seine Diener.&amp;#039;&amp;#039; Fourier, Wiesbaden 1989, ISBN 3-925037-45-4. S. 102; siehe auch: [[Rettung der dänischen Juden]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachkriegszeit ==&lt;br /&gt;
Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Hencke interniert und befragt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;State Department Special Interrogations&amp;#039;&amp;#039; bei [https://www.archives.gov/research/holocaust/finding-aid/military/rg-165.html archives.gov]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der beim [[Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher]] angeklagte Außenminister [[Joachim von Ribbentrop]] hatte 1946 vergeblich um seine Vorladung als Entlastungszeuge gebeten. Henckes Vorgänger im Amt als Leiter der „Politischen Abteilung“ [[Ernst Woermann]] wurde im [[Wilhelmstraßen-Prozess]] zu fünf Jahren Haft verurteilt. Hencke wurde 1947 aus der Haft entlassen und konnte zunächst als Sachbearbeiter im Finanzamt [[Reutlingen]] wieder im Öffentlichen Dienst beginnen. Über seine [[Entnazifizierung]] ist nichts bekannt. Seit 1951 hatte Hencke seinen Wohnsitz in München.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Bundesrepublik war Hencke zuerst Mitarbeiter der [[Organisation Gehlen]] unter dem Decknamen „Heinze“ und anschließend über viele Jahre Mitarbeiter des [[Bundesnachrichtendienst]]es.&amp;lt;ref&amp;gt; Thomas Wolf: &amp;#039;&amp;#039;Die Entstehung des BND. Aufbau, Finanzierung, Kontrolle.&amp;#039;&amp;#039; Ch. Links Verlag, Berlin 2018, S. 370 ff. &amp;lt;/ref&amp;gt; Dafür war er als ehemaliger Diplomat in der Sowjetunion, Unterstaatssekretär im Auswärtigen Amt mit weitreichenden Kontakten und Sprachenkenner besonders prädestiniert. Die vormalige Mitgliedschaft in der NSDAP und seine Tätigkeit als Leiter der Politischen Abteilung waren hierfür kein Hindernis. Seine Erinnerungen wurden später von der [[Ukrainische Freie Universität München|Ukrainischen Freien Universität München]] herausgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
Über einzelne Etappen seiner Laufbahn verfasste Hencke ausführliche [[Manuskript]]e, von denen jedoch nur zwei veröffentlicht wurden:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Augenzeuge einer Tragödie. Diplomatenjahre in Prag 1936–1939&amp;#039;&amp;#039; Veröffentlichung des Sudetendeutschen Archivs in München; 11, München : Fides-Verlagsgesellschaft 1977.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen als Deutscher Konsul in Kiew in den Jahren 1933–1936&amp;#039;&amp;#039; Mit einer Vorbemerkung von [[Georg Stadtmüller]]. Aus: Mitteilungen der Arbeits- und Förderungsgemeinschaft der Ukrainischen Wissenschaften e.&amp;amp;nbsp;V. Nr. 14. 1977 u. Nr. 15. 1978 München: Ukrainische Freie Universität 1979.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Maria Keipert (Red.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch des deutschen Auswärtigen Dienstes 1871–1945.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben vom Auswärtigen Amt, Historischer Dienst. Band 2: Gerhard Keiper, Martin Kröger: &amp;#039;&amp;#039;G–K.&amp;#039;&amp;#039; Schöningh, Paderborn u. a. 2005, ISBN 3-506-71841-X.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118549081}}&lt;br /&gt;
* [https://www.bundesarchiv.de/aktenreichskanzlei/1919-1933/0011/adr/adrhl/kap1_1/para2_190.html Lebenslaufdaten] im Bundesarchiv&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118549081|LCCN=n/78/27631|VIAF=115490146}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hencke, Andor}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Botschafter in der Tschechoslowakei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatssekretär im Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Protektorat Böhmen und Mähren)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Dänemarks 1940–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Frankreichs 1940–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Organisation Gehlen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bundesnachrichtendienst)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der deutschen Außenpolitik 1933–1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1895]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1984]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hencke, Andor&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Diplomat und Unterstaatssekretär&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. Juli 1895&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=31. Januar 1984&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Tegernsee (Stadt)|Tegernsee]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Tilman Berger</name></author>
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