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	<title>Andesit - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T17:25:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Andesit&amp;diff=45269&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-153033: /* Kulturgeographische Bedeutung der Andesitlinie Ozeaniens */</title>
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		<updated>2025-07-10T09:20:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Kulturgeographische Bedeutung der Andesitlinie Ozeaniens&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Gestein Andesit. Zu anderen Bedeutungen siehe [[Andesite]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Amygdaloidal andesite.jpg|mini|Andesit mit sekundär entstandenen Hohlraumfüllungen aus [[Zeolithgruppe|Zeolith]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Streckeisen andesite.svg|mini|Andesite im [[Streckeisendiagramm]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Andesite pillar.jpg|mini|Andesitsäule, [[Vogelgebirge]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Blethrow merapi1.jpg|mini|Andesitvulkan [[Merapi (Java)|Merapi]], Indonesien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Andesit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Islandit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist ein [[vulkanisches Gestein]] mit mittlerem [[Siliziumdioxid|SiO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]]-Gehalt (intermediärer Vulkanit). Sein [[Plutonit|plutonisches]] Pendant ist der [[Diorit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie und Geschichte ==&lt;br /&gt;
Bei seinen Untersuchungen an süditalienischen Vulkanen identifizierte [[Leopold von Buch (Geologe)|Leopold von Buch]] das Mineral [[Albit]] in Gesteinen, bei denen er eine Ähnlichkeit mit den Trachyten vermutete. Aus seinen diesbezüglichen Untersuchungen schloss er auf eine neue [[Gestein]]sart. Unter Berücksichtigung von Gesteinsproben, die [[Gustav Rose]] auf den [[Liparische Inseln|Liparischen Inseln]] gesammelt hatte, und von Ergebnissen über Vulkane aus den Humboldtschen Reisen in Südamerika sowie weiterer Beobachtungen von [[Franz Julius Ferdinand Meyen]] und [[Eduard Friedrich Poeppig]] auf diesem Kontinent schloss Buch 1835 in seinem Bericht vor der Königlichen Akademie in Berlin auf eine vergleichbare Zusammensetzung. Wegen der von ihm daraufhin vermuteten großen Verbreitung in den [[Anden]] prägte er den Begriff &amp;#039;&amp;#039;Andesit&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=8zA4AAAAMAAJ&amp;amp;pg=PA169&amp;amp;dq=%22Ueber+Erhebungscratere+und+Vulcane%22++Buch Leopold von Buch: &amp;#039;&amp;#039;Ueber Erhebungscratere und Vulcane&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Poggendorfs Annalen der Physik und Chemie.&amp;#039;&amp;#039; Jg. XXXV (1836), S. 188-&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;190&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;F. Loewinson-Lessing: &amp;#039;&amp;#039;Petrographisches Lexikon, Repertorium der petrographischen Termini und Benennungen&amp;#039;&amp;#039;. Jurjew [Dorpat] 1893, S. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Alexander von Humboldt]] lehnte jedoch seine Einschätzung bzw. diesen Vorschlag ab. Erst [[Justus Roth]] brachte 1861 den Namen wieder in die Gesteinsnomenklatur ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Kurt Leuchs]]: &amp;#039;&amp;#039;Junge Gebirgsbildung und vulkanische Tätigkeit im Gebiete von Ankara.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen der geologischen Gesellschaft in Wien.&amp;#039;&amp;#039; Band 32, 1939, S. 149–166 ({{ZOBODAT|pfad=pdf/MittGeolGes_32_0149-0166.pdf|KBytes=634}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gestein wurde von [[Friedrich Johann Karl Becke]] im Jahre 1900 auf der Grundlage modernerer mineralogischer Gesichtspunkte als Ergussäquivalent des [[Diorit]]s neu definiert. Hierzu führt [[Walter Ehrenreich Tröger]] als [[Typlokalität]] bei [[La Hoyada]] ([[Catamarca (Provinz)|Provinz Catamarca]]) in den [[Argentinien|argentinischen]] Anden an.&amp;lt;ref&amp;gt;Ehrenreich Tröger: &amp;#039;&amp;#039;Spezielle Petrographie der Eruptivgesteine&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1935, S. 142, Nr. 324.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler wählte Andesit zum [[Gestein des Jahres]] 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung und Umwandlungen ==&lt;br /&gt;
Andesit ist ein vulkanisches Gestein („[[Ergussgestein]]“), das insbesondere in [[Subduktionszone]]n und in den vulkanischen Zonen der [[Mittelozeanischer Rücken|ozeanischen Rücken]] (beispielsweise auf Island) auftritt. Andesite sind, neben ihren Begleitgesteinen, den [[Dacit]]en, [[Rhyolith]]en und Kalkalkali-[[Basalt]]en, die typischen Gesteine der [[Inselbogen|Inselbögen]] und [[Orogenese|Orogene]]. Sie treten in Form von [[Lava]]strömen, [[Lavadom]]en, als Bestandteil von [[Pyroklastisches Sediment|pyroklastischen Ablagerungen]] und vulkanischen [[Brekzie]]n sowie als [[Dyke|Gänge]] und [[Lagergang|Lagergänge]] in Erscheinung.&amp;lt;ref&amp;gt;Wimmenauer: &amp;#039;&amp;#039;Petrographie&amp;#039;&amp;#039;. S. 186–187.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gestein tritt bei [[Temperatur]]en von etwa 950 bis 1.000 Grad Celsius als [[Lava]] aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch [[hydrothermale Lösung]]en können Andesite in ihrem Mineralbestand stark [[Alteration (Geologie)|alteriert]] werden. Dabei entstehen auf dem Wege einer [[Metasomatose]] mehrere neue Minerale im Ausgangsgestein. Diese Folgeprodukte werden als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Propylite&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Der Vorgang der Propylitisierung ist nicht allein auf Andesite beschränkt.&amp;lt;ref&amp;gt;Wimmenauer: &amp;#039;&amp;#039;Petrographie&amp;#039;&amp;#039;. S. 186, 345–346.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mineralbestand ==&lt;br /&gt;
Andesite bestehen aus 0 bis 20 Prozent Quarz und aus [[Feldspat|Plagioklas-Feldspat]], [[Pyroxen]], [[Amphibol]] und [[Biotit]]. Fehlt Quarz, so führen Andesite Foide und werden als &amp;#039;&amp;#039;Foidführende Andesite&amp;#039;&amp;#039; bestimmt. Es gibt auch [[Granat]]- und [[Cordierit]]-führende Andesite; sie werden &amp;#039;&amp;#039;Granat-führende&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Cordierit-führende Andesite&amp;#039;&amp;#039; genannt. Kommt [[Hornblende]] vor, werden sie als &amp;#039;&amp;#039;Hornblende-Andesit&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Maresch, O. Medenbach: Steinbachs Naturführer Gesteine. S. 104, Mosaikverlag, München 1996.&amp;lt;/ref&amp;gt; Beim Vorhandensein von [[Olivin]] ist der Andesit nicht quarzführend (Olivin wird nur bei einer Silikatuntersättigung gebildet); stehen Andesite den [[Basalt]]en nahe, besitzen diese jedoch meist weder Amphibol noch Biotit und der Anteil von Plagioklas ist gering.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor= Myron G. Best | Titel= Igneous and Metamorphic Petrology | Verlag= W.H. Freemann &amp;amp; Company | Ort= San Francisco | Jahr= 1982 | Seiten=67 | ISBN= 0-7167-1335-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Andesite haben meist eine braunviolette bis graue Farbe und oft ein [[porphyrisches Gefüge]]. Porphyrische Andesite prä-permischen Alters werden mit anderen „alten“ intermediären Vulkaniten auch unter dem Sammelbegriff &amp;#039;&amp;#039;Porphyrit&amp;#039;&amp;#039; zusammengefasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen und Verwendung ==&lt;br /&gt;
Das [[Synonymie|Synonym]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Islandit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wurde vom britischen Geologen Ian S.E. Carmichael eingeführt, der den [[Tertiär|tertiären]] Vulkan Thingmuli ([[Þingmúli]]) in [[Island|Ostisland]] um 1960 untersuchte. Dabei fand er eine ihm bislang unbekannte Gesteinsart, bei der im Gegensatz zu Gesteinen vom Festland die Eisenkonzentration mit steigendem Silikatanteil ebenfalls stieg. Er nannte diese Gesteinsart Islandit.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.minsocam.org/ammin/AM52/AM52_1815.pdf Carmichael, Ian S. E., &amp;#039;&amp;#039;The Mineralogy of Thingmuli, a Tertiary Volcano in Eastern Iceland,&amp;#039;&amp;#039; American Mineralogist, V. 52, Nov.-Dez. 1967, S. 1815–1841; abgerufen: 3. Oktober 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Heute ist sie als Andesit bekannt. Islandit enthält häufig [[Porphyrisches Gefüge|porphyrische]] Einsprenglinge ([[Zeolithgruppe|Zeolithe]], [[Leucit]] etc.). Gegenwärtig eruptiert in Island vor allem der Vulkan [[Hekla]] Andesit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://earthice.hi.is/hekla_volcano |wayback=20130215105645 |text=Archivierte Kopie }}  Institute of Earth Sciences: &amp;#039;&amp;#039;Hekla&amp;#039;&amp;#039;, Univ. of Iceland; abgerufen: 3. Oktober 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Europa befinden sich Vorkommen von Andesit in [[Griechenland]] in Krokees bei [[Sparta]] auf dem [[Peloponnes]], in [[Italien]] bei [[Predazzo]] im [[Bozen]]er Raum und in den [[Euganeische Hügel|Euganeischen Hügeln]], in Ungarn bei [[Szentendre]], in [[Finnland]] bei [[Rovaniemi]], in Spanien in den [[Pyrenäen]] in der Nähe des Ortes [[El Pont de Suert]] und in Deutschland in der [[Hallesche Mulde|Halleschen Mulde]], im [[Flechtinger Höhenzug]] und im Raum von [[Saar]] und [[Nahe (Rhein)|Nahe]].&amp;lt;ref&amp;gt;Reinsch: Gesteinskunde, S. 231 (siehe Literatur)&amp;lt;/ref&amp;gt; In [[Ungarn]] existieren zahlreiche Abbaustellen, die hauptsächlich Straßenbauzuschlagstoffe und andere Brecherprodukte herstellen. Meist werden die Vorkommen für Schotter und Splitt verwendet und nur wenige Sorten gelangen als [[Naturwerkstein]] in den Handel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Natursteinsorten ==&lt;br /&gt;
* [[Krokeischer Stein|Porfido Verde Antico]], [[Krokees]] bei Sparta auf dem [[Peloponnes]] in Griechenland&lt;br /&gt;
* Augit-Andesit (früher Augit-Porphyr genannt), bei [[Predazzo]] in Italien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturgeographische Bedeutung der Andesitlinie Ozeaniens ==&lt;br /&gt;
Die Einteilung in die drei Gebiete [[Ozeanien]]s: [[Polynesien]], [[Melanesien]] und [[Mikronesien]] stammt von [[Dumont d’Urville]], einem der letzten großen Entdecker, der die Welt zwischen 1822 und 1840 dreimal umsegelte. Sie ist vor allem sprachlich-kulturell orientiert. Die Einwohner Mikronesiens und der westlichen Bereiche Polynesiens haben eine relativ helle, die Melanesiens eine sehr dunkle bis schwarze Haut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausschlaggebend für die Einteilung ist außerdem die so genannte &amp;#039;&amp;#039;Andesitlinie&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Andesitgrenze&amp;#039;&amp;#039;). Sie bezeichnet nicht nur eine geologisch markante Grenze, sondern ist auch für die unterschiedliche kulturelle Entwicklung bis hin zur sozialen Struktur, zur Religion und zur Kultur von entscheidender Bedeutung gewesen, auch als Zeichen dafür, wie tief und direkt sogar geologische Voraussetzungen in die Geschichte der Völker hinein gewirkt haben (nicht nur durch den spektakulären Vulkanismus oder Erdbeben, sondern durch die Präsenz oder das Fehlen eines einzigen, noch dazu keineswegs direkt als Rohstoff verwendeten Gesteins).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pacific Ring of Fire-de.svg|mini|hochkant=1.2|Pazifischer Feuerring]]&lt;br /&gt;
Der Begriff Andesitline entstand, bevor man die Geologie der Plattentektonik verstand. Erstmals verwendet wurde er 1912 durch den neuseeländischen Geologen [[Patrick Marshall]], um die eindeutige strukturelle und vulkanologische Grenze zu bezeichnen, die sich vom Osten Neuseelands zu den Fidschi-Inseln bis nördlich der Neuen Hebriden und der Salomonen erstreckt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;dnzbmp_1&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Linie ist nach dem Gestein Andesit benannt. Es kommt als vulkanisches Gestein in vielen Vulkangebieten vor (in Deutschland zum Beispiel in der [[Vulkaneifel]]), insbesondere am vulkanischen Rand ([[Pazifischer Feuerring]]) der großen pazifischen [[Becken (Geomorphologie)|Bassins]], dessen Verlauf sie in etwa folgt, und es sorgt in deren Umgebung für fruchtbare Böden, so dass die Bauern den fast stets vorhandenen Vulkanismus in Kauf nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Linie folgt der Westkante der Inseln vor [[Kalifornien]] und passiert den [[Aleuten]]bogen südlich entlang der Ostkante der Halbinsel [[Kamtschatka]], verläuft weiter entlang den [[Kurilen]], [[Japan]], den [[Marianen]], [[Salomonen]] und stößt auf die Nordinsel [[Neuseeland]]s. Auf der anderen Seite des Pazifiks verläuft die Linie nordöstlich entlang der Westkante der südamerikanischen [[Anden]] in Richtung [[Mexiko]] und von dort wieder zu den Inseln vor Kalifornien. [[Indonesien]], die [[Philippinen]], Japan, [[Neuguinea]] und Neuseeland – sie alle sind östliche Ausläufer der Kontinentalplatten von [[Australien]] und [[Asien]] – liegen außerhalb der Andesitlinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese geologische Bruchlinie trennt im Pazifik zwei Großbereiche voneinander. Im Bereich östlich davon bestehen die Inseln vor allem aus den Spitzen unterseeischer Vulkane, die auch [[Korallenriff]]e- und -[[atoll]]e bilden, und klimatisch sehr unterschiedlich ausfallen, je nach ihrer Lage im Wind, der Regen bringt oder nicht. Westlich davon liegen als Reste teilweise nacheiszeitlich überfluteter Regionen aus [[pleistozän]]en Sedimenten und [[Metamorphose (Geologie)|metamorphem]], kieselsäurereichem Andesitgestein aufgebaute „kontinentale“ Inseln, die landschaftlich sehr vielfältig und unterschiedlich sind (so genannte „Hohe“ Vulkan-Inseln mit Bergen, Tälern mit Schwemmland etc.), und schon wegen der günstigen Lage nahe dem Äquator auch klimatisch beste Voraussetzungen für eine Besiedlung boten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inseln östlich der Linie sind hingegen aus kieselsäurearmen, basaltischen dünnflüssigen Laven aufgebaute, durch [[Hotspot (Geologie)|Hotspots]] ([[Hawaii]]) und ozeanische [[Verwerfung (Geologie)|Querverwerfungen]] entstandene [[Schildvulkan]]e und entsprechen in ihrer Struktur nicht der [[Australische Platte|australischen Kontinentalplatte]], sondern dem [[Ozeanische Kruste|ozeanischen Grund]]. Sie besitzen wegen der weit ärmeren Böden viel weniger Ressourcen als die westlichen Bereiche, ragen dazu oft nur wenige Meter über den Meeresspiegel. Dazu fehlt häufig das [[Süßwasser]], und Tier- und Pflanzenwelt sind relativ verarmt. Ein entscheidender Grund für die kulturelle Bevorzugung andesitreicher Gegenden ist, dass die Böden, die sich auf vulkanischem Ausgangsgestein entwickeln, wegen des Reichtums an verschiedenen löslichen Mineralien äußerst fruchtbar sind. Die Bedeutung dieser Fruchtbarkeit wird umso größer, da vor allem unter tropischen Klimabedingungen die Böden vielfach nährstoffarm sind oder sehr schnell ausgelaugt werden, falls nicht, wie im Regenwald, ein biologischer Nährstoffkreislauf zwischen Wachstum und Verrottung existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gegen Osten immer schwieriger werdenden Bedingungen hinderten die während des Pleistozäns von Neuguinea kommenden Jäger und Sammler, die ab 1500 v. Chr. die [[Lapita-Kultur]] ausbildeten, zunächst daran, weiter nach Ozeanien vorzudringen, so dass diese Besiedelung erst sehr spät und nach der Zeitenwende etwa ab 300 n. Chr. durch Völker erfolgte, die über eine hochentwickelte Schifffahrtstechnik verfügten, welche ihnen erlaubte, ihre Nahrung zum größten Teil aus dem Meer zu beziehen. Diese Völker haben sowohl sprachliche wie [[phänotyp]]ische (Hautfarbe etc.) Gemeinsamkeiten.&amp;lt;ref&amp;gt;Encyclopedia Britannica&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Cambridge Enzyklopädie Archäologie, S. 324ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Encyclopedia Britannica.&amp;#039;&amp;#039; 15. Auflage. 1993, ISBN 0-85229-571-5.&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Müller (Gesteinskundler)|Friedrich Müller]]: &amp;#039;&amp;#039;Internationale Natursteinkartei.&amp;#039;&amp;#039; 10. Band. Ebner Verlag, Ulm 1987.&lt;br /&gt;
* Dietmar Reinsch: &amp;#039;&amp;#039;Gesteinskunde.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Steinmetzpraxis. Das Handbuch für die tägliche Arbeit mit Naturwerkstein.&amp;#039;&amp;#039; 2.,&amp;amp;nbsp;überarbeitete Auflage. Hrsg. vom Bildungszentrum für das Steinmetz- und Bildhauerhandwerk, Ebner Verlag, Ulm 1994, ISBN 3-87188-139-2.&lt;br /&gt;
* Andrew Sherratt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Cambridge Enzyklopädie der Archäologie.&amp;#039;&amp;#039; Christian Verlag, München 1980, ISBN 3-88472-035-X.&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=Wolfhard Wimmenauer | Titel=Petrographie der magmatischen und metamorphen Gesteine | Verlag=Ferdinand Enke Verlag | Ort=Stuttgart | Datum=1985 | ISBN=3-432-94671-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Andesite|Andesit}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4142389-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;dnzbmp_1&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle | autor={{lang|en|W. A. Watters}} | url=http://www.teara.govt.nz/en/biographies/3m44/1 | titel={{lang|en|Marshall, Patrick}} | werk={{lang|en|[[Dictionary of New Zealand Biography]]}} | hrsg={{lang|en|[[Ministry for Culture &amp;amp; Heritage]]}} | datum=2010-09-01 | zugriff=2012-08-24 | sprache=en}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Gestein des Jahres in Deutschland}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4142389-6|LCCN=sh88003494|NDL=00575816}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vulkanisches Gestein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Andesit| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-153033</name></author>
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