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	<title>Anatoli Stepanowitsch Djatlow - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-21T18:22:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Anatoli_Stepanowitsch_Djatlow&amp;diff=959599&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-24926-80: /* Arbeit in Tschernobyl */</title>
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		<updated>2026-04-23T19:19:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Arbeit in Tschernobyl&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anatoli Stepanowitsch Djatlow&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{ruS|Анатолий Степанович Дятлов}}; * [[3. März]] [[1931]] in [[Atamanowo]], [[Sowjetunion]]; † [[13. Dezember]] [[1995]]) war ein sowjetischer [[Ingenieur]]. Er war stellvertretender Chefingenieur des [[Kernkraftwerk Tschernobyl|Kernkraftwerkes Tschernobyl]], [[Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik]] Leiter des Versuchs, der zur [[Nuklearkatastrophe von Tschernobyl]] führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frühes Leben ==&lt;br /&gt;
Anatoli Stepanowitsch Djatlow wurde 1931 in Atamanowo, 60&amp;amp;nbsp;km nordöstlich von [[Krasnojarsk]], geboren. Sein Vater war ein Kriegsinvalide aus dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]], der als [[Schifffahrtszeichen|Tonnenwart]] auf dem [[Jenissei]] arbeitete, seine Mutter war Hausfrau.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wieswar&amp;quot; details=&amp;quot;3&amp;quot; /&amp;gt; Mit 14 Jahren riss er von zuhause aus. Zuerst besuchte er in [[Norilsk]] die technische Fachschule für Bergbau und Metallurgie, Fachbereich Elektrotechnik, in der er einen Abschluss mit Auszeichnung erhielt. In Norilsk arbeitete er für drei Jahre bei einem [[Minsredmasch]]-Unternehmen, bevor er am Moskauer Institut für Technische Physik [[Nationale Forschungsuniversität für Kerntechnik „MIFI“|MIFI]] weiterstudierte. Im Jahr 1959 schloss er sein Studium mit einer Spezialisierung auf Automatisierung und Elektronik ab, um daraufhin in einer Werft in [[Komsomolsk am Amur]] zu arbeiten. In der Werft war Djatlow im Labor 23 beschäftigt, wo Kernreaktoren in U-Boote eingebaut wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;xenia&amp;quot; /&amp;gt; Dort wurde er bei einem Unfall einer großen Strahlendosis ausgesetzt. Kurz darauf starb sein Sohn an [[Leukämie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeit in Tschernobyl ==&lt;br /&gt;
1973 zog Djatlow nach [[Prypjat (Stadt)|Prypjat]], [[Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik]], um seine neue Arbeit im [[Kernkraftwerk Tschernobyl]] aufzunehmen. In den 13 Jahren bis zur Reaktorkatastrophe stieg er vom stellvertretenden Leiter einer Reaktorhalle bis zum stellvertretenden Chefingenieur des Kraftwerks auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;xenia&amp;quot; /&amp;gt; Am 26. April 1986 wurde im Block 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl ein Test der [[Stromerzeugungsaggregat|Notstromversorgung]] durchgeführt. Der Schichtleiter [[Alexander Fjodorowitsch Akimow|Akimow]] und der Ingenieur [[Leonid Toptunow ]] lehnten die Durchführung des letztlich zum Unglück von Tschernobyl führenden Tests aufgrund des Zustands des Reaktors ab, Akimow wurde von Djatlow als Vorgesetztem mit der Drohung einer Kündigung aber zur Fortsetzung des Tests angehalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Will Mara: &amp;#039;&amp;#039;The Chernobyl Disaster: Legacy and Impact on the Future of Nuclear Energy.&amp;#039;&amp;#039; Marshall Cavendish, New York 2011, ISBN 978-0-7614-4984-3, S. 21–23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Djatlow wurde während des Unglücks einer [[Strahlendosis]] von 3,9&amp;amp;nbsp;[[Sievert (Einheit)|Sv]] ausgesetzt und entwickelte Symptome einer schweren [[Strahlenkrankheit]]. Bis Anfang November 1986 blieb er im Krankenhaus und wurde einen Monat nach seiner Entlassung verhaftet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=N8__v9EswN4#t=54m06s Interview aus dem Jahr 1994]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schuldfrage ==&lt;br /&gt;
Er bekannte sich des „kriminellen Leitens eines potenziell explosionsgefährlichen Versuchs“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Wolfgang Wiedlich |url=https://www.general-anzeiger-bonn.de/news/panorama/um-124-uhr-explodiert-das-experiment_aid-42830541 |titel=30 Jahre Tschernobyl: Um 1.24 Uhr explodiert das Experiment |werk=General-Anzeiger Bonn |hrsg=Rheinische Post Mediengruppe |datum=2016-04-26 |abruf=2020-01-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; schuldig und wurde im Juli 1987 zu zehn Jahren Haft verurteilt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.tagesschau.de/jahresrueckblick/meldung117252.html |titel=Tschernobyl: Verurteilung der Verantwortlichen |werk=tagesschau |hrsg=ARD |datum=2010-12-17 |abruf=2020-01-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, aus der er wegen seines schlechten Gesundheitszustandes 1990 frühzeitig entlassen wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;xenia&amp;quot; /&amp;gt; Djatlow schrieb in seinem Buch&amp;lt;ref name=&amp;quot;wieswar&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor=A. S. Djatlow | Titel=Tschernobyl. Wie es war | Originaltitel=Чернобыль. Как это было | Originalsprache=ru | Verlag= | Ort=| Datum=1995 | Online = http://accidont.ru/memo/ChNPP.pdf}}&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie in einem Artikel in Nuclear Engineering International&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Anatoly Dyatlov |url=https://www.neimagazine.com/features/featurehow-it-was-an-operator-s-perspective |titel=How it was: an operator&amp;#039;s perspective |werk=Nuclear Engineering International |hrsg=Global Trade Media |datum=1991-11 |abruf=2020-01-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, dass nicht das Kraftwerks&amp;amp;shy;personal, sondern die Konstruktionsweise des Reaktors für die Katastrophe verantwortlich gewesen sei. Der Bericht der International Nuclear Safety Advisory Group vom November 1992 stützt diese Sichtweise, bemängelt aber die fehlende Sicherheitskultur der sowjetischen Nuklearindustrie.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=INSAG-7 |url=https://www-pub.iaea.org/MTCD/Publications/PDF/Pub913e_web.pdf |titel=The Chernobyl Accident: Updating of INSAG-1 |werk=Safety Report Series |hrsg=[[Internationale Atomenergie-Organisation|IAEA]] |datum=1992-11 |zitat= The accident is now seen to have been the result of the concurrence of the following major factors: specific physical characteristics of the reactor; specific design features of the reactor control elements; and the fact that the reactor was brought to a state not specified by procedures or investigated by an independent safety body. Most importantly, the physical characteristics of the reactor made possible its unstable behaviour. |seiten=23 |abruf=2020-01-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1994 berichtete Djatlow in einem ausführlichen Video-Interview über den Tag des Unglücks und seine Handlungen nach der Explosion.&amp;lt;ref&amp;gt;{{YouTube|IVthWR4cR1g|Чернобыльская авария А.С.Дятлов – воспоминания|2021-04-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{YouTube|N8__v9EswN4|Chernobyl Anatoly Dyatlov’s real interview (English)|2021-04-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sich Djatlow zur medizinischen Behandlung unter anderem nach Deutschland begeben hatte, starb er am 13. Dezember 1995 im Alter von 64 Jahren an Herzversagen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;xenia&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ksenia Subatschjowa |url=https://de.rbth.com/geschichte/82054-war-anatoli-djatlow-wirklich-hauptschuldige-tschernobyl-katastrophe |titel=War Anatoli Djatlow wirklich der Hauptschuldige der Tschernobyl-Katastrophe? |werk=Russia Beyond |hrsg=TV-Novosti |datum=2019-06-17 |abruf=2019-08-06 |sprache=de-DE}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* [[Orden des Roten Banners der Arbeit]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;xenia&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Darstellungen in den Medien ==&lt;br /&gt;
Djatlow wurde 2004 im Dokumentarfilm &amp;#039;&amp;#039;Disaster at Chernobyl&amp;#039;&amp;#039; aus der Reihe &amp;#039;&amp;#039;[[Zero Hour]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Igor Nikolajewitsch Slawinski|Igor Slawinski]], 2006 in der [[British Broadcasting Corporation|BBC]]-Produktion &amp;#039;&amp;#039;Chernobyl Nuclear Disaster&amp;#039;&amp;#039; aus der Reihe &amp;#039;&amp;#039;[[Surviving Disaster]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Roger Alborough]] und 2019 in der [[Home Box Office|HBO]]-Miniserie &amp;#039;&amp;#039;[[Chernobyl (Fernsehserie)|Chernobyl]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Paul Ritter (Schauspieler)|Paul Ritter]] dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=N8__v9EswN4 Interview mit Anatoli Djatlow] zum Tschernobyl-Unfall (1994), in Russisch mit englischen Untertitel (ca. 1 h)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Djatlow, Anatoli Stepanowitsch}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kerntechnikingenieur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Nuklearkatastrophe von Tschernobyl)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens des Roten Banners der Arbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Russe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1931]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1995]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Djatlow, Anatoli Stepanowitsch&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Дятлов, Анатолий Степанович (russisch)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=sowjetischer Ingenieur, stellvertretender Chefingenieur des Kernkraftwerkes Tschernobyl&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. März 1931&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Atamanowo]], [[Region Krasnojarsk]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=13. Dezember 1995&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-24926-80</name></author>
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