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	<title>Anathon Aall - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Oskar71 am 3. September 2022 um 13:29 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:AnathonAall.jpg|mini|hochkant|Anathon Aall]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anathon Aall&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|oːl}}] (* [[15. August]] [[1867]] in [[Nesseby]]; † [[9. Januar]] [[1943]] in [[Oslo]]) war ein [[Norwegen|norwegischer]] [[Philosoph]] und [[Psychologe]]. Ursprünglich als Theologe ausgebildet, verfasste er später religionskritische Werke, ferner, meist in deutscher Sprache, Arbeiten über [[Philosophiegeschichte]], Psychologie und [[Rechtsphilosophie]]. Er befasste sich auch mit [[Logik]] und [[Erkenntnistheorie]]. In seinem Heimatland führte er, durch Studienaufenthalte in Deutschland beeinflusst, die [[experimentelle Psychologie]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Anathon Aall war ein Urgroßneffe des norwegischen Politikers [[Jacob Aall]] sowie ein Sohn des Gemeindepfarrers Niels Anton Aall (1833–1896) und dessen Gattin Mathilde Susanne Dahl (1842–1910). Er wechselte in seinen Jugendjahren öfters den Wohnort und lebte dabei in [[Finnmark (Fylke)|Finnmark]], [[Sunnford (Landschaft)|Sunnfjord]] und [[Vesterålen]], je nachdem, wohin sein Vater in neue Priesterstellen versetzt wurde. Den Besuch der höheren Lateinschule in [[Stavanger]] im südwestlichen Norwegen schloss er 1886 mit der Ablegung des Abiturexamens ab. Im Anschluss daran studierte er sechs Jahre an der Universität von Kristiania (dem heutigen [[Oslo]]) [[Theologie]] und [[Philosophie]]. 1892 erreichte er den akademischen Grad eines &amp;#039;&amp;#039;Candidatus theologiae&amp;#039;&amp;#039;, der höher als ein Magister der Theologie ist. 1891 war sein Traktat über das [[Johannesevangelium]] vom Kronprinzen mit der Goldmedaille ausgezeichnet worden. Mit einem [[Stipendium]] der Universität Kristiania versehen trat er 1893 eine mehrjährige Auslandsreise an, die ihn nach [[Dänemark]], [[Deutschland]], [[Frankreich]] und [[England]] führte. Auf dieser Bildungsreise beschäftigte er sich u. a. mit der Vertiefung seiner Kenntnisse in [[Kirchengeschichte]]. Bei seinem Aufenthalt in Deutschland studierte er 1893 an der Universität Berlin beim protestantischen Theologen [[Adolf von Harnack]], sowie 1894 in [[Leipzig]]. 1894/95 weilte er in [[Paris]]. Des Weiteren besuchte er [[London]] und [[Kopenhagen]].&amp;lt;ref name=CPH&amp;gt;{{CPH}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=Korsvolds&amp;gt;Håkon Korsvolds: [https://nbl.snl.no/Anathon_Aall &amp;#039;&amp;#039;Aall, Anathon&amp;#039;&amp;#039;], in &amp;#039;&amp;#039;[[Norsk biografisk leksikon]]&amp;#039;&amp;#039; online.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten Impulse zum Philosophieren fand Aall im Widerstreit zwischen dem Absolutheitsanspruch des [[Christentum]]s und den Resultaten einer kritischen Auseinandersetzung mit der Theologie. Einfluss auf ihn übten auch die Werke von [[Hermann Lotze]] und [[Harald Høffding]], die Sozialdramen [[Henrik Ibsen]]s sowie die zeitgenössische naturwissenschaftliche Philosophie aus. Insbesondere aber befasste er sich schon früh mit den Ideen des antiken Philosophen [[Platon]] sowie mit den Standpunkten von [[Søren Kierkegaard]]. In seinem ersten größeren Werk &amp;#039;&amp;#039;Der Logos&amp;#039;&amp;#039; (Bd. 1 1896, Bd. 2 1899) untersuchte er den Begriff des [[Logos]] in der [[Griechische Philosophie|griechischen Philosophie]] und [[Patristik|patristischen]] Literatur. Wegen seiner darin gezeigten kritischen Haltung gegenüber zentralen theologischen Dogmen war es Aall nicht möglich, an der Universität Kristiania zu habilitieren. Eine Kommission der Hochschule befand 1897, dass er zu weit von der offiziellen Lehrmeinung abweiche, um eine Lehrbefugnis zu erhalten.&amp;lt;ref name=Ziegenfuss-1&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Aall, Anathon&amp;#039;&amp;#039;, in: Werner Ziegenfuß und Gertrud Jung: &amp;#039;&amp;#039;Philosophenlexikon&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1949, S. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=CPH/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraufhin ging Aall wieder nach Leipzig sowie anschließend nach [[Halle/Saale|Halle]], wo er sich insbesondere mit den Ideen [[Immanuel Kant]]s beschäftigte. 1899 begab er sich nach England, um in [[Oxford]] experimentelle Philosophie zu studieren. Dort gehörte er zu den Mitbegründern der [[Ruskin College|Ruskin Hall]], einem unabhängigen Bildungsinstitut. Im Folgejahr 1900 reiste er nach Berlin, um dort die neue Wissenschaft der [[Experimentelle Psychologie|experimentellen Psychologie]] kennenzulernen. Zu seinen Lehrern in diesem Fach gehörten [[Carl Stumpf]] und [[Friedrich Schumann (Psychologe)|Friedrich Schumann]]. Daneben studierte er [[Rechtswissenschaft]]. Er schrieb damals Artikel für anerkannte deutsche Zeitschriften und besuchte Kongresse. Mit der Thesis &amp;#039;&amp;#039;Über die Wirkung der Wiederholung eines Elements bei gleichzeitiger Vorführung mehrerer Schriftzeichen&amp;#039;&amp;#039; erlangte er 1903 an der [[Universität Halle]] die Doktorwürde. Bei [[Wilhelm Wundt]] und [[Felix Krüger]] vertiefte er an der [[Universität Leipzig]] seine Kenntnisse über experimentelle Psychologie. Diese Disziplin sowie [[Philosophiegeschichte]] lehrte er von 1904-08 als [[Privatdozent]] in Halle. Vorlesungen hielt er u. a. über Ibsen.&amp;lt;ref name=Ziegenfuss-1/&amp;gt;&amp;lt;ref name=CPH/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1908 wurde Aall als [[ordentlicher Professor]] für Philosophie nach Kristiania (Oslo) berufen. Sogleich gründete er sein eigenes Institut für Psychologie, das er bis 1937 leitete. Dort lehrte er in Verbindung mit seinen Forschungen Experimentalpsychologie. Seine philosophischen Hauptinteressensgebiete waren die Geschichte dieses Fachs und die Daseinsphilosophie. So veröffentlichte er Arbeiten über nordische Philosophiegeschichte (&amp;#039;&amp;#039;Filosofien i Norden&amp;#039;&amp;#039;, 1919). Als Universitätslehrer hielt er vor allem Vorbereitungskurse auf das Studium und verfasste zu diesem Zweck für angehende Hochschüler Lehrbücher für [[Logik]], Psychologie und Philosophiegeschichte. Er engagierte sich auf stark für [[Sozialethik]] und trat für die friedliche Völkerverständigung ein.&amp;lt;ref name=Korsvolds/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Aall von 1924-25 eine Gastprofessur an der [[Columbia University]] in [[New York City]] innegehabt hatte, heiratete er am 1. Oktober 1928 in [[Wien]] in zweiter Ehe die österreichische Volkskundlerin [[Lily Weiser-Aall]]; das Paar hatte drei Kinder. Aall prägte maßgebend die philosophischen Anschauungen und die Entwicklung der Philosophie in Norwegen. Er verfasste seine [[Autobiographie]] in dem von R. Schmidt herausgegebenen Werk &amp;#039;&amp;#039;Die Philosophie der Gegenwart in Selbstdarstellungen&amp;#039;&amp;#039; (Band 5, 1924). Am 9. Januar 1943 starb er im Alter von 75 Jahren in Oslo.&amp;lt;ref name=Korsvolds/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Logos. Geschichte seiner Entwicklung in der griechischen Philosophie und der christlichen Literatur&amp;#039;&amp;#039;, 2 Bde. Leipzig 1896/1899.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Glaube. Eine psychologische Analyse und wissenschaftliche Inhaltbestimmung des Begriffs&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1901.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Macht und Pflicht. Eine natur- und rechtsphilosophische Untersuchung&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig 1902.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Henrik Ibsen]] als Dichter und Denker&amp;#039;&amp;#039;, 1906.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Sokrates]] – Gegner oder Anhänger der [[Sophistik]]&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Philosophische Abhandlungen Max Heinze zum 70. Geburtstag&amp;#039;&amp;#039;, 1906.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die norwegisch-schwedische Union, ihr Bestehen und ihre Lösung&amp;#039;&amp;#039;, Breslau 1912&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Filosofiens historie i oldtiden og mellemalderen&amp;#039;&amp;#039;, 1923&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Leben des Rechtes und das internationale Friedensgericht&amp;#039;&amp;#039;, 1932&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aall, Anathon&amp;#039;&amp;#039;, in: Werner Ziegenfuß und Gertrud Jung: &amp;#039;&amp;#039;Philosophenlexikon&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1949, S. 1 f.&lt;br /&gt;
* Håkon Korsvold: [https://nbl.snl.no/Anathon_Aall &amp;#039;&amp;#039;Aall, Anathon&amp;#039;&amp;#039;], in &amp;#039;&amp;#039;[[Norsk biografisk leksikon]]&amp;#039;&amp;#039; online&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116000236}}&lt;br /&gt;
* {{CPH}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116000236|LCCN=nr/98/4400|NDL=|VIAF=84446000}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Aall, Anathon}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Oslo)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosoph (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Norwegischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Norweger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1867]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1943]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Aall, Anathon&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=norwegischer Philosoph&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. August 1867&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Nesseby]], Norwegen&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=9. Januar 1943&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Oslo]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Oskar71</name></author>
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