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	<title>Anathema - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Anathema&amp;diff=58569&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mike Krüger: doch richtig</title>
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		<updated>2026-04-18T17:58:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;doch richtig&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Villa di agnano, lapide gregorio XI.JPG|mini|Anathema (im Sinn einer Verfluchung), Papst [[Gregor XI.]] zugeschrieben]]&lt;br /&gt;
Der Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anathema&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|ἀνάθημα}} oder {{lang|grc|ἀνάθεμα}} „das Gottgeweihte, Verfluchung“), auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anathem&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bannstrahl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirchenbann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder – in Verbindung mit einer [[Fluch|Verfluchung]] – &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bannfluch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, bezeichnet eine Verurteilung durch eine [[Kirche (Organisation)|Kirche]], die mit dem dauerhaften [[Exklusion|Ausschluss]] aus der kirchlichen Gemeinschaft einhergeht und [[kirchenrecht]]lich mit der Exekution der [[Exkommunikation]] gleichzusetzen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriff ==&lt;br /&gt;
Die Ursprungsbedeutung des Wortes ist &amp;#039;&amp;#039;Aufgestelltes&amp;#039;&amp;#039; ([[Nomen]] zu ἀνατιθέναι aufstellen). Von dort verengte sich der Begriff zu &amp;#039;&amp;#039;der Gottheit im Tempel Aufgestelltes, Weihegeschenk&amp;#039;&amp;#039; (siehe [[Anathem]]) und weiter zu &amp;#039;&amp;#039;der Gottheit Ausgeliefertes, ihrer Gnade oder ihrem Zorn Überlassenes&amp;#039;&amp;#039; (so in der [[Septuaginta]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus ergab sich &amp;#039;&amp;#039;anáthema&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Wie die Betonung zeigt, liegt nicht das griechische ἀνάθημα, sondern ἀνάθεμα zugrunde.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;estô&amp;#039;&amp;#039; als Formel: &amp;#039;&amp;#039;Er sei (dem Gott) dahingegeben!&amp;#039;&amp;#039; In diesem Sinne erscheint das Wort mehrmals im [[Neues Testament|Neuen Testament]] ({{B|Gal|1|8}}; {{B|1 Kor|12|3}} [von [[Jesus Christus|Jesus]]]; {{B|1 Kor|16|22}}; {{B|Röm|9|3}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schwerpunkt seines ursprünglich dualistischen Segen- und Fluchcharakters lag bereits in der Septuaginta und vor allem im Neuen Testament auf dem Fluch. Damit war die Aussonderung aus dem göttlich geschützten Bereich, verbunden mit der Preisgabe an das Urteil Gottes gemeint. So wurde er in die Sprache der Kirche ([[Kirchenlatein]]) und auch ins Deutsche übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Orthodoxe Kirchen|Orthodoxen Kirchen]] definieren immer noch strikt nach der ursprünglichen Bedeutung, dass ein Anathema keine Verfluchung durch die Kirche ist, sondern der Betreffende außerhalb der Kirche sich selbst überlassen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Textbeispiel ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Si quis unum verum Deum visibilium et invisibilium creatorem et Dominum negaverit: anathema sit.&amp;#039;&amp;#039; ([[Vaticanum I]]: Constitutio dogmatica „[[Dei Filius]]“ de fide catholica, Canon 1.1)&amp;lt;ref&amp;gt;[[Denzinger-Schönmetzer]]: &amp;#039;&amp;#039;Enchiridion Symbolorum.&amp;#039;&amp;#039; Editio XXXIV. Herder, Freiburg 1965, S.&amp;amp;nbsp;592.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Wenn jemand den einen wahren Gott, den Schöpfer und Herrn des Sichtbaren und des Unsichtbaren, leugnet, sei er ausgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das Anathema war seit dem Neuen Testament die traditionelle Reaktion der Kirche auf [[Häresie]] {{Bibel|Gal|1|8}} sowie auf schwerwiegende Fälle von [[Sünde]] ohne Willen zur Umkehr (vgl. {{B|1 Kor|5|12f.}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der [[Synode von Elvira]] (um 306) wurden [[konzil]]iare Lehrverurteilungen durch die Anathemaformel ausgesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Papst [[Honorius I.]] wurde vierzig Jahre nach seinem Tod durch das [[Drittes Konzil von Konstantinopel|dritte Konzil von Konstantinopel]] (680/681) wegen seiner nachgiebigen Haltung gegenüber den [[Monotheletismus|Monotheleten]] mit dem Anathema belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1054 belegten sich die östlichen und die westlichen Kirchen wechselseitig mit Anathemata (während des sog. &amp;#039;&amp;#039;[[Morgenländisches Schisma|Morgenländischen Schismas]]&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Kirchenlatein]] wurde das Wort nach Gal 1,8 zum Fachausdruck für den &amp;#039;&amp;#039;Ausschluss aus der Kirchengemeinschaft&amp;#039;&amp;#039; ([[Exkommunikation]]), der über [[Häresie|Häretiker]] und Gehorsamsverweigerer verhängt bzw. ihnen angedroht wurde. Der vollzogene Bann trennte nach der zu Grunde liegenden Überzeugung nicht nur von der [[Kirche (Organisation)|Kirche]], sondern auch von [[Gott]]. Das Anathema wurde gemäß dem [[Pontificale Romanum]] in feierlicher Form verhängt (c. 2257 §&amp;amp;nbsp;2 [[Codex Iuris Canonici|CIC]]/1917), was später vom CIC/1983 so nicht übernommen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Inflationierung und Gebrauch als politisches Druckmittel vieler [[Papst|Päpste]] verlor das Anathema bereits im Mittelalter den Charakter einer ausschließlichen [[Kirchenstrafe]] und damit seine Wirksamkeit. Ein bekanntes Beispiel ist die [[Bannbulle]] &amp;#039;&amp;#039;[[Decet Romanum Pontificem]]&amp;#039;&amp;#039;, nach der [[Martin Luther]] am 3. Januar 1521 exkommuniziert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden dogmatischen Konstitutionen &amp;#039;&amp;#039;[[Dei Filius]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Pastor Aeternus]]&amp;#039;&amp;#039; des [[Erstes Vatikanisches Konzil|Ersten Vatikanischen Konzils]] (1870) wurden durch Canones abgeschlossen, die als Anathem formuliert sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Denzinger-Schönmetzer: &amp;#039;&amp;#039;Enchiridion Symbolorum Definitionum et Declarationum&amp;#039;&amp;#039; Editio XXXIV. Herder, Freiburg 1965, S.&amp;amp;nbsp;592–601.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Texte des [[Zweites Vatikanisches Konzil|Zweiten Vatikanischen Konzils]] verwenden das Anathema nicht, da dieses Konzil eher als [[Pastoral]]konzil konzipiert war und Lehrverurteilungen bewusst vermied. Am letzten Tag des Zweiten Vatikanischen Konzils im Jahre 1965 wurden in Rom und in Konstantinopel feierlich im gleichzeitigen Akt die Anathemata des Jahres 1054 {{&amp;quot;|aus dem Gedächtnis und aus der Mitte der Kirche getilgt und die Verurteilungen der Östlichen Kirchen gegen die Westlichen und der Westlichen gegen die Östlichen aufgehoben}}.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Nikolaus Wyrwoll]] in https://www.oki-regensburg.de/was_ist.htm&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das aktuelle römisch-katholische Kirchenrecht (CIC/1983) kennt keinen Kirchenbann, wohl aber die [[Kirchenstrafe]] der [[Exkommunikation]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Großer und Kleiner Kirchenbann ==&lt;br /&gt;
Man unterschied bis 1869 zwischen dem &amp;#039;&amp;#039;Kleinen Kirchenbann&amp;#039;&amp;#039; und dem &amp;#039;&amp;#039;Großen Kirchenbann&amp;#039;&amp;#039;:&lt;br /&gt;
* Der &amp;#039;&amp;#039;Kleine Kirchenbann&amp;#039;&amp;#039; war eine [[Beugestrafe]], mit der Gläubige zeitweilig von den [[Sakrament]]en ausgeschlossen wurden. Auch kirchliche Ämter waren dem Gebannten verwehrt. Der Kleine Bann wurde meist für begrenzte Zeit verhängt.&lt;br /&gt;
* Der &amp;#039;&amp;#039;Große Kirchenbann&amp;#039;&amp;#039; schloss den Betroffenen gänzlich und ohne festgesetzte zeitliche Begrenzung aus der [[Kirchengemeinde|Gemeinde]] aus (volle [[Exkommunikation]]). In der Zeit zwischen der [[Confoederatio cum principibus ecclesiasticis]] (1220) und dem [[Augsburger Religionsfrieden]] (1555) zog ein kirchlicher Bann im [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reich]] automatisch die weltliche [[Reichsacht]] nach sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Bannbulle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Konrad Zawadzki: &amp;#039;&amp;#039;Die Anfänge des „Anathema“ in der Urkirche&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
** Teil 1: &amp;#039;&amp;#039;Status quaestionis.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Vox Patrum.&amp;#039;&amp;#039; 28, Nr.&amp;amp;nbsp;52, 2008, {{ISSN|0860-9411}}, S.&amp;amp;nbsp;1323–1343.&lt;br /&gt;
** Teil 2: &amp;#039;&amp;#039;Anhaltspunkte für das Anathem im Neuen Testament.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Vox Patrum.&amp;#039;&amp;#039; 29, Nr.&amp;amp;nbsp;53/54, 2009, S.&amp;amp;nbsp;495–520.&lt;br /&gt;
** Teil 3: &amp;#039;&amp;#039;Anathematisierungspraxis in den Schriften der Apostolischen Väter und im apokryphen Korintherbrief.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Vox Patrum&amp;#039;&amp;#039; 30, Nr.&amp;amp;nbsp;55, 2010, S.&amp;amp;nbsp;721–766.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchenstrafe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alte Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchenrecht (Orthodoxe Kirchen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Griechische Phrase]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biblische Redewendung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mike Krüger</name></author>
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