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	<title>Anasyrma - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T00:36:07Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Anasyrma&amp;diff=2083551&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;WolfgangRieger: /* Siehe auch */</title>
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		<updated>2025-04-29T06:44:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Siehe auch&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:La Fontaine - Tales and Novels in verse - v2 p130.jpg|miniatur|hochkant|Anasyrma schreckt den Dämon (Illustration zu [[Jean de La Fontaine]] von [[Charles Eisen]])]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pompeii - Lupanar - Priapus.jpg|miniatur|hochkant|Der doppelte Phallos bringt doppeltes Glück (Fresko mit Anasyrma des [[Priapos]] aus dem [[Lupanar (Pompeji)|Lupanar]] in [[Pompeji]])]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anasyrma&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|ἀνάσυρμα|anásyrma}}, von {{lang|grc|ἀνασύρειν|anasýrein|de=sich die Kleider hochziehen, sich entblößen}}) bezeichnet das Entblößen des [[Geschlechtsorgan|Genitals]] oder des [[Gesäß|Hinterns]], um Lachen zu erregen oder in einem kultisch-magischen Zusammenhang, insbesondere als [[apotropäische Handlung]]. So herrscht in den Mythologien zahlreicher Kulturkreise der Glaube vor, dass durch das selbstbestimmte Enthüllen der [[Vulva]] Unheil abgewendet werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://taz.de/Autorin-ueber-Genitalien/!5166983/ &amp;#039;&amp;#039;Die Vulva rettete die Welt&amp;#039;&amp;#039;], Taz (abgerufen am 5. Februar 2012).&amp;lt;/ref&amp;gt; Heutzutage hat ein Anasyrma vor allem eine politisch-ermächtigende Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mythologie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ägyptische Mythologie ===&lt;br /&gt;
Die erste Erwähnung des Anasyrma findet sich im Papyrus [[Papyrus Chester Beatty I (Ramessidenzeit)|&amp;#039;&amp;#039;Chester Beatty I&amp;#039;&amp;#039;]] im Mythos &amp;#039;&amp;#039;Contendings of Horus and Seth&amp;#039;&amp;#039; (4, 2-3) ca. 1149 – 1145 v. Chr., in welcher die Göttin [[Hathor]] vor dem Sonnengott [[Re (ägyptische Mythologie)|Re]] ihr Kleid hebt, nachdem dieser von dem Gott [[Babi (ägyptische Mythologie) |Bebon]] geschmälert wurde. Diese Handlung hat zur Folge, dass der verletzte Sonnengott anfängt zu lachen und aus seinem Versteck kommt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Valentina Alessia Beretta. The Anasyrma Fertility Ritual in Ancient Egypt: from Hathor to Hermaphroditus. Birmingham Egyptology Journal, 2024, 10, pp.22-35. ffhal-04447049ff&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses Anasyrma wurde im rituellen Tanz zur Preisung von Hathor aufgegriffen, wie eine Schale von ca. 500 v. Chr. vermuten lässt.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.britishmuseum.org/collection/object/Y_EA47992&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; [[Serge Sauneron]] berichtet von einer Inschrift im [[Tempel von Esna]], welche die empfohlenen Handlungen zur Ehrung der Göttin Hathor beschreibt. Demnach soll eine Frau ihre Brüste entblößen und eine andere ihr Bein heben, um den Gott Re und den Pharaoh zu schützen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres bekanntes Beispiel des Anasyrma ist die von [[Herodot]] berichtete Entblößung der auf dem [[Nil]] zum Heiligtum der (von Herodot mit [[Artemis]] identifizierten) [[Bastet]] in [[Bubastis]] reisenden Frauen. Herodot erzählt, dass die sehr zahlreichen Pilger während der Reise sängen, in die Hände klatschen, die Männer die Flöte spielen und die Frauen mit den [[Sistrum|Sistren]] Lärm machen würden. Wenn sie aber an einer am Ufer gelegenen Stadt vorbeikämen, gehe man an Land, man tausche mit den Frauen der Stadt Neck- und Spottreden ([[Aischrologie|Tothasmos]]) aus, und einige der Pilgerinnen würden das Gewand heben und sich so entblößen.&amp;lt;ref&amp;gt;Herodot, &amp;#039;&amp;#039;Historien&amp;#039;&amp;#039; 2,60.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Diodor]] beschreibt in der &amp;#039;&amp;#039;[[Bibliotheca historica|Bibliotheca Historica]]&amp;#039;&amp;#039; ca. 55 v. Chr., wie Frauen vor dem heiligen Stier [[Apis (ägyptische Mythologie)|Apis]] ihre Röcke heben, um von ihm gesegnet zu werden oder um ihn zu segnen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; [[Auguste Mariette]] beobachtete, wie noch im 19. Jahrhundert n. Chr. Frauen vor den Apis-Statuen ihre Röcke hoben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Griechische Mythologie ===&lt;br /&gt;
Das klassische Beispiel aus der griechischen Mythologie ist die Erzählung von [[Baubo]], einer Einwohnerin von [[Eleusis]], welche die von der Suche nach ihrer Tochter völlig erschöpfte Göttin [[Demeter]] bei sich aufnimmt. Alle Versuche, den Gast aus ihrer stumpfen Verzweiflung zu reißen, schlagen fehl. Da greift Baubo zu anderen Mitteln: sie geht und macht ihren Unterleib glatt und weich wie ein Kind (d.&amp;amp;nbsp;h. wohl, dass sie [[Intimrasur|die Schambehaarung rasiert]]), dann kehrt sie zurück, beginnt Scherze zu treiben und deckt schließlich ihren glatten Unterleib auf, worauf die Göttin schallend lachen muss.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.thelatinlibrary.com/arnobius/arnobius5.shtml |titel=Arnobius: Adversus Nationes Liber V |abruf=2022-11-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und [[Clemens von Alexandria]] zitiert aus den [[Orphische Dichtung|Orphika]] die entsprechende Stelle:&amp;lt;ref&amp;gt;Clemens, &amp;#039;&amp;#039;Protreptikus&amp;#039;&amp;#039; 20–21, auch &amp;#039;&amp;#039;Orphische Fragmente&amp;#039;&amp;#039; 52 ([[Otto Kern (Philologe)|O. Kern]]: &amp;#039;&amp;#039;Orphicorum fragmenta.&amp;#039;&amp;#039; Weidmannsche Buchhandlung, Berlin 1922).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;font-style:italic; margin-left:2em;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sprach’s und raffte empor die Gewänder und zeigte&lt;br /&gt;
die ganze Bildung des Leibs und schämte sich nicht.&lt;br /&gt;
Und der kleine [[Iakchos]]&lt;br /&gt;
Lachte und schlug mit der Hand der Baubo unter die Brüste.&lt;br /&gt;
Wie nun die Göttin dies merkte,&lt;br /&gt;
da lächelte gleich sie von Herzen,&lt;br /&gt;
Nahm dann das blanke Gefäß, in dem ihr der Mischtrank gereicht war.&amp;lt;ref&amp;gt;Übersetzung von [[Otto Stählin]] aus: &amp;#039;&amp;#039;Des Clemens von Alexandreia ausgewählte Schriften.&amp;#039;&amp;#039; J. Kösel &amp;amp; F. Pustet, Kempten &amp;amp; München 1934 ([http://www.unifr.ch/bkv/kapitel2118-9.htm BKV]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Arnobius der Ältere|Arnobius]] bemerkt ausdrücklich, dass die Geste der Baubo als Parallele und Entsprechung zur Präsentation des [[Phallus|Phallos]] im Kult des [[Dionysos]] zu sehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch vom [[Hermaphroditos]] sind viele Funde bekannt, bei welchem die Gottheit ein &amp;#039;&amp;#039;Anasyromenos&amp;#039;&amp;#039; vollzieht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die Funde reichen bis ins 4. Jahrhundert v. Chr. zurück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Japanische Mythologie ===&lt;br /&gt;
Auch in der [[Shintō]]-Mythologie lässt sich ein Anasyrma-Akt finden: Nachdem die Sonnengöttin [[Amaterasu]] von ihrem Bruder [[Susanoo|Susanowo]] gekränkt worden war, versteckte sie sich niedergeschlagen in einer Höhle. [[Amenouzume]] konnte sie durch das Offenbaren ihrer Brüste und ihrer Vulva dazu bewegen, aus der Höhle zu kommen und der Menschheit das Sonnenlicht zurückzubringen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== 6. Jahrhundert v. Chr. ===&lt;br /&gt;
[[Datei:The Persian women, by Otto van Veen.jpg|mini|[[Otto van Veen]] (1556–1629): Die Persischen Frauen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:The Bravery of the Persian Women.jpg|mini|[[Frans II Francken|Frans Francken der Jüngere]] (1581–1642): Die Tapferkeit der Persischen Frauen]]&lt;br /&gt;
[[Plutarch]] berichtet in seinen &amp;#039;&amp;#039;Moralia&amp;#039;&amp;#039; von den persischen Frauen im 6. Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr., die ihren in einer Schlacht unter [[Kyros II.]] gegen die [[Meder (Volk)|Meder]] besiegten und fliehenden Männern entgegentraten, ihre Röcke hoben und sprachen: „Wohin eilt ihr so rasch, ihr größten Feiglinge in der ganzen Welt? Denn sicher könnt ihr bei eurer Flucht nicht wieder hier hineinkriechen, von wo ihr herausgekommen seid.“ Die solcherart gedemütigten Perser sammelten ihre Kräfte, griffen den Feind erneut an und besiegten ihn.&amp;lt;ref&amp;gt;Plutarch, &amp;#039;&amp;#039;Moralia – De Mulierum Virtutibus&amp;#039;&amp;#039; 5,246; [[Polyainos]], &amp;#039;&amp;#039;Strategemata&amp;#039;&amp;#039; 7,45,2; [[Marcus Iunianus Iustinus]], &amp;#039;&amp;#039;Epitoma historiarum Philippicarum&amp;#039;&amp;#039; 1,6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 11. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Im 11. Jahrhundert waren an Kirchen vor allem in England und Irland Figuren, die ihre Vulva präsentieren, geläufig. Diese werden [[Sheela-na-Gig|&amp;#039;&amp;#039;Sheela-na-gig&amp;#039;&amp;#039;]] genannt. Es wird vermutet, dass ihnen damals eine apotropäische Wirkung zugesagt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Aktionen ==&lt;br /&gt;
Heute wird das Anasyrma vor allem für politische Zwecke genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1922 zeigte [[Mary Muthoni Nyanjiru]] ihre Vulva im Kampf gegen das autoritäre, [[Patriarchat (Soziologie)|patriarchale]] System [[Kenia]]s angeblich begleitet mit den Worten:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=M |url=https://owaahh.com/ageless-defiance-muthoni-nyanjiru/ |titel=The Ageless Defiance of Muthoni Nyanjiru |werk=Owaahh |datum=2016-03-22 |sprache=en-US |abruf=2024-10-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Take my dress and give me your trousers! You men are cowards! What are you waiting for? (...)&lt;br /&gt;
 |Autor=Mary Muthoni Nyanjiru&lt;br /&gt;
 |Übersetzung=Nehmt mein Kleid und gebt mir eure Hosen. Ihr Männer seid Feiglinge. Worauf wartet ihr noch?&lt;br /&gt;
 |ref=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das Anasyrma was [[Mary Muthoni Nyanjiru]] vollzog, war nicht allein ein Anasyrma, sondern noch dazu ein &amp;#039;&amp;#039;Guturamira ng’ania&amp;#039;&amp;#039;, eine Beleidigung für die [[Kikuyu (Ethnie)|Kikuyu]] Männer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Friedensnobelpreis]]trägerin [[Wangari Maathai]] nutzte die Symbolik des Anasyrma für ihre Pro-Demokratie-Proteste.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Nangayi Guyson |url=https://africanarguments.org/2016/06/anything-to-get-justice-the-rise-of-naked-protests-africa/ |titel=Undress for redress: The rise of naked protests in Africa |werk=African Arguments |datum=2016-06-10 |sprache=en-GB |abruf=2024-10-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Friedensnobelpreisträgerin [[Leymah Gbowee]] vollzog das Anasyrma in ihrem Protest gegen den [[Bürgerkrieg in Liberia]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.nobelprize.org/prizes/peace/2011/gbowee/biographical/ |titel=The Nobel Peace Prize 2011 |sprache=en-US |abruf=2024-10-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bei den [[Black Lives Matter]] Protesten im Juli 2020, bei welchen die sogenannte Jen die aufgerüstete Bundespolizei durch das Präsentieren ihrer Vulva zurückwies.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Elke Schmitter |Titel=Proteste in Portland: Deeskalation in Eva-Gestalt |Sammelwerk=Der Spiegel |Datum=2020-07-28 |ISSN=2195-1349 |Online=https://www.spiegel.de/kultur/portland-usa-deeskalation-in-eva-gestalt-a-95bf320c-1a00-4d4e-956d-8660c53268aa |Abruf=2024-10-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als das schottische Parlament im Dezember 2022 die Gender Recognition Bill beschloss, wodurch die Änderung des Geschlechtseintrags vor dem Gesetz erleichtert wurde, entblößte die Frauenrechtsaktivistin und Komödiantin Elaine Miller im schottischen Parlament eine [[Schamhaarperücke]] unter ihrem Rock und rief dabei: „If this parliament will not respect the rights of women then you have no decency“, was so viel bedeutet wie „Wenn dieses Parlament die Rechte von Frauen nicht respektiert, haben Sie keinen Anstand“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Elly Blake |url=https://www.dailymail.co.uk/news/article-11569705/amp/Womens-rights-activist-flashed-Scottish-Parliament-comedian-pelvic-physiotherapist.html |titel=Women&amp;#039;s rights activist who flashed is &amp;#039;pelvic physiotherapist&amp;#039; |datum=2022-12-23 |sprache=en |abruf=2024-10-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aktionskunst ==&lt;br /&gt;
Das Anasyrma wurde auch als Stilmittel durch mehrere [[Aktionskunst|Aktionskünstlerinnen]] eingesetzt, so unter anderem 1969 durch [[Valie Export]] bei ihrer [[Performance (Kunst)|Performance]] &amp;#039;&amp;#039;Aktionshose: Genitalpanik&amp;#039;&amp;#039; und 2014 durch [[Deborah De Robertis]] bei ihrer Performance &amp;#039;&amp;#039;Miroir de lʼorigine&amp;#039;&amp;#039; im [[Musée d’Orsay]] in [[Paris]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktion und Wirkung ==&lt;br /&gt;
In der ägyptischen, griechischen, wie auch japanischen Mythologie hat das Anasyrma die Absicht, eine Konfliktsituation durch Humor zu lösen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Was auch Wirkung zeigt: Re, Demeter und Amaterasu sind nach der Performance eines Anasyrma durch eine Gottheit getröstet und haben wieder Kraft, ihren Aufgaben nachzukommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die auf den Mythen aufbauenden Rituale zielten darauf ab, Götter zu ehren, sie zu segnen und zu schützen oder auch sich von ihnen segnen zu lassen und der Menschheit, Tieren und dem Land Ertrag und Fruchtbarkeit zu wünschen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die späteren geschichtlichen Belege eines Anasyrmas deuten vor allem auf eine [[Apotropäische Handlung|apotropäische]] Funktion hin, wie bei dem Gemälde von [[Charles Eisen]] nach [[Jean de La Fontaine]] und auch den Sheela-na-gigs zu sehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heutige Anasyrma wird als weibliche Ermächtigung in einer patriarchalen Unterdrückung gesehen und wirkt somit verunsichernd (wie bei der Black-Lives-Matter-Bewegung auffällt) oder auch provozierend bis verachtend (wie bei [[Mary Muthoni Nyanjiru]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aktionskünstlerin [[Deborah De Robertis]] meint:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Ouvrir mon sexe, c&amp;#039;est ouvrir mon bouche.&lt;br /&gt;
 |Autor=Déborah De Robertis&lt;br /&gt;
 |Quelle=ARTE&lt;br /&gt;
 |Übersetzung=Mein Geschlecht öffnen, heißt meinen Mund öffnen.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
De Robertis sieht die starke Wirkung des Anasyrma darin, dass Anhängern patriarchaler Strukturen ihre Macht und ihre Handlungen vorgehalten würden. Das löse Angst aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Exhibitionismus]]&lt;br /&gt;
* [[Flashing]], das öffentliche Entblößen von Geschlechtsorganen&lt;br /&gt;
* [[Mooning]], das öffentliche Entblößen des Hinterns&lt;br /&gt;
* [[Sheela-na-Gig]], irisch-englische Steinreliefs weiblicher Figuren, die ihre Vulva präsentieren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Valentina Alessia Beretta: &amp;#039;&amp;#039;The Anasyrma Fertility Ritual in Ancient Egypt: from Hathor to Hermaphroditus.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Birmingham Egyptology Journal.&amp;#039;&amp;#039; Band 10, 2024, S. 22–35 ([https://hal.science/hal-04447049v1/file/beretta_the-anasyrma-fertility-ritual-in-ancient-egypt-from-hathor-to-hermaphrodius.pdf PDF])&lt;br /&gt;
* [[Georges Devereux]]: &amp;#039;&amp;#039;Baubo. Die mythische Vulva&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Taschenbücher Syndikat EVA.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 63). Aus dem Französischen übersetzt von [[Eva Moldenhauer]]. Syndikat, Frankfurt am Main 1985, ISBN 3-434-46063-2.&lt;br /&gt;
* [[Miroslav Marcovich]]: &amp;#039;&amp;#039;Demeter, Baubo, Iacchus, and a Redactor.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Vigiliae Christianae.&amp;#039;&amp;#039; Band 40, Nr. 3, September 1986, S. 294–301, {{DOI|10.1163/157007286X00130}}.&lt;br /&gt;
* Ann Suter: &amp;#039;&amp;#039;The Anasyrma: Baubo, Medusa, and the Gendering of Obscenity.&amp;#039;&amp;#039; In: Dorota Dutsch, Ann Suter (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ancient Obscenities: Their Nature and Use in the Ancient Greek and Roman Worlds.&amp;#039;&amp;#039; University of Michigan Press, Arbor, Michigan 2015, ISBN 978-0-472-11964-6, S. 21–43.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.arte.tv/de/videos/100170-005-A/flick-flack/ Flick Flack – Warum macht die Vulva Angst?] Auf: Arte.tv&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geste]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religionsethnologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kult der Demeter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kult des Dionysos]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nacktheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sheela-na-Gig|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Humor der Antike]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;WolfgangRieger</name></author>
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