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	<title>Analytisches Urteil - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T16:14:01Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Analytisches_Urteil&amp;diff=486498&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Tippfehler korrigiert (https://www.duden.de/rechtschreibung/PDF)</title>
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		<updated>2025-11-08T15:07:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert (https://www.duden.de/rechtschreibung/PDF)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Redundanztext&lt;br /&gt;
|3=Analytisches Urteil&lt;br /&gt;
|4=Analytisches Urteil a priori&lt;br /&gt;
|12=f|2=September 2017|1=[[Spezial:Beiträge/84.163.73.84|84.163.73.84]] 11:24, 14. Sep. 2017 (CEST)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Philosophie]] wird von einem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;analytischen Urteil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bzw. einem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;analytischen Satz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; gesprochen, wenn die [[Wahrheit]] oder Falschheit des [[Urteil (Logik)|Urteils]] bzw. [[Logische Aussage|Satzes]] bereits durch eine [[Analyse]] der darin vorkommenden [[Begriff (Philosophie)|Begriffe]] bzw. ihrer [[Intension|intensionalen Merkmale]] bestimmt ist. So ist insbesondere ein Urteil analytisch wahr, das einem Begriff eines seiner Merkmale zuspricht, etwa „Alle Körper sind ausgedehnt“. Die Unterscheidung analytischer und synthetischer Urteile stammt aus der [[Transzendentalphilosophie]] [[Immanuel Kant]]s, der Sache nach ist der Begriff der analytischen Urteile bedeutend älter. In der [[Analytische Philosophie|analytischen Philosophie]] wurde die Unterscheidung in Anlehnung an [[Ludwig Wittgenstein]]s und [[Rudolf Carnap]]s früher Arbeit erneut prominent, dann jedoch vor allem von [[Willard Van Orman Quine]] kritisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Analytische Urteile bei Kant ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Immanuel Kant portrait c1790.jpg|miniatur|170px|In Kants Erkenntnistheorie spielt die Idee analytischer Urteile eine zentrale Rolle.]]&lt;br /&gt;
Bei Kant spielt die Rede von analytischen Urteilen im Kontext der Gegenüberstellungen von analytisch – [[synthetisch]] und [[a priori]] – [[a posteriori]] eine zentrale Rolle. Analytische Urteile sind a priori wahr, da sich ihre Wahrheit aus der [[Bedeutung (Sprachphilosophie)|Bedeutung]] der [[Begriff (Philosophie)|Begriffe]] ergibt. Man lernt daher aus ihnen nichts wirklich Neues, weshalb Kant sie auch als „Erläuterungsurteile“ bezeichnet. Im Gegensatz dazu sind synthetische Urteile erkenntniserweiternd (sog. „Erweiterungsurteile“) und in ihrer apriorischen Form das zentrale Thema von Kants Erkenntnistheorie, deren berühmte Leitfrage lautet: „Wie sind synthetische Urteile a priori möglich?“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Beispiel für ein analytisches Urteil wäre folgendes: „Alle Junggesellen sind unverheiratet.“&lt;br /&gt;
Die Eigenschaft, unverheiratet zu sein, ist bereits in dem Begriff „Junggeselle“ impliziert. Man fügt dem Begriff also nichts Neues hinzu. Ein synthetisches Urteil wäre beispielsweise: „Alle Raben sind schwarz.“ Durch den Begriff des Raben ist nämlich noch nicht ausgeschlossen, dass es auch etwa weiße Raben gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die analytische Philosophie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der frühen analytischen Philosophie, insbesondere im [[Wiener Kreis]], galten analytische Sätze als das eigentliche Thema der Philosophie. Es wurde behauptet, dass empirische Sätze von den [[Naturwissenschaft]]en formuliert würden. Die einzigen wahrheitsfähigen nichtempirischen Sätze seien begriffliche Wahrheiten, die durch analytische Sätze formuliert würden. Alle Sätze, die keine analytischen Sätze und auch nicht empirisch überprüfbar sind, waren nach Ansicht der frühen analytischen Philosophie sinnlos. Diese Überzeugung führte dazu, dass weite Teile der klassischen [[Metaphysik]] als sinnlos betrachtet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Problem dieser Position ist, dass die Behauptung, dass alle sinnvollen Sätze empirisch oder analytisch sein müssen, selbst ein nicht-empirischer und nicht-analytischer Satz ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gegenwartsphilosophie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gegenwärtige Debatte über das Analytische ist geprägt durch den 1951 veröffentlichten Aufsatz &amp;#039;&amp;#039;[[Zwei Dogmen des Empirismus|Two Dogmas of Empiricism]]&amp;#039;&amp;#039; (dt. &amp;#039;&amp;#039;Zwei Dogmen des Empirismus&amp;#039;&amp;#039;) von [[Willard Van Orman Quine]]. Quine griff in diesem Aufsatz die Unterscheidung zwischen analytischen und synthetischen Sätzen als letztlich unhaltbares [[Dogma]] an. Auch wenn Quines generelle [[Argumentation]] heute von vielen anerkannt wird, wird doch meist zumindest [[Heuristik|heuristisch]] an der Unterscheidung zwischen analytischen und synthetischen Sätzen festgehalten. Eine neuere Verteidigung dieses Vorgehens findet sich etwa bei [[Olaf Müller (Philosoph)|Olaf Müller]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Analytisches Urteil a priori]]&lt;br /&gt;
* [[Synthetisches Urteil a priori]]&lt;br /&gt;
* [[a posteriori]]&lt;br /&gt;
* [[a priori]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{SEP|https://plato.stanford.edu/entries/analytic-synthetic/}}&lt;br /&gt;
* [https://userweb.ucs.louisiana.edu/~kak7409/EpistPapersBySubject.html#Analyticity Aufsätze] zum Thema Analytizität in der neueren [[Erkenntnistheorie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Christian Nimtz: &amp;#039;&amp;#039;analytisch/synthetisch.&amp;#039;&amp;#039; In: Jordan/Nimtz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Philosophie: hundert Grundbegriffe.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart, Reclam 2009, S. 24–26&lt;br /&gt;
* [[Olaf Müller (Philosoph)|Olaf Müller]]: &amp;#039;&amp;#039;Synonymie und Analytizität: Zwei sinnvolle Begriffe. Eine Auseinandersetzung mit W.V.O. Quines Bedeutungsskepsis.&amp;#039;&amp;#039; Schöningh, Paderborn 1998. ([https://www.philosophie.hu-berlin.de/institut/lehrbereiche/natur/mitarbeiter/mueller/texte/Olaf_Mueller.%20Synonymie%20und%20Analytiziaet.pdf  Diss. Kapitel 6-12 als PDF])&lt;br /&gt;
* [[Albert Newen]], Jochim Horvath (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Apriorität und Analytizität&amp;#039;&amp;#039;. mentis, Paderborn 2007, ISBN 978-3-89785-412-3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4225276-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kantianismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erkenntnistheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachphilosophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Analytische Philosophie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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