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	<title>Analogfotografie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T07:49:12Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Analogfotografie&amp;diff=2687805&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Succu: /* Hybridfotografie */ -toter EN</title>
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		<updated>2026-02-01T21:50:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Hybridfotografie: &lt;/span&gt; -toter EN&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Negativ-2.jpg|mini|hochkant=1.2|Analoges Filmmaterial aus den 1980er- und 1990er-Jahren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Analogfotografie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;analoge Fotografie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Pendant zu [[Digitalfotografie]]) ist ein [[retronym]]er Begriff aus der [[Fototechnik]] und bezeichnet die [[Fotografie]] auf [[Fotografischer Film|fotografischem Film]], auf [[Fotoplatte]]n, auf [[Sofortbildkamera|Sofortbildmaterial]] sowie (bei [[Edeldruckverfahren]]) auf beschichtetem Papier oder auf Metallplatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Fotografie kann weder [[Analogsignal|analog]] noch [[Digitalsignal|digital]] sein. Lediglich die Bildinformation kann punktuell mittels [[physik]]alischer, analog messbarer Signale ([[Densitometrie (Farbdichtemessung)|Densitometrie]], [[Spektroskopie]]) bestimmt und gegebenenfalls nachträglich digitalisiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Belichtung des Films liegt die Bildinformation zunächst nur [[Entwicklung (Fotografie)#Latentes Bild und Entwicklung|latent]] vor. Gespeichert wird diese Information nicht in der Analogkamera, sondern erst bei der [[Entwicklung (Fotografie)|Entwicklung]] des Films mittels [[Chemische Reaktion|chemischer Reaktion]] in einer dreidimensionalen [[Gelatine]]schicht ([[Fotografischer Film|Film]] hat mehrere übereinander liegende [[Sensibilisierung (Fotografie)|Sensibilisierungsschichten]]). Die Bildinformation liegt danach auf dem ursprünglichen Aufnahmemedium (Diapositiv oder Negativ) unmittelbar vor. Sie ist ohne weitere Hilfsmittel als Fotografie ([[Unikat]]) in Form von [[Entwicklung (Fotografie)|entwickelten]] [[Silberhalogenid]]en bzw. [[Farbkuppler]]n sichtbar. Gegebenenfalls kann aus solchen Fotografien in einem [[Fotografie#Der Abzug|zweiten chemischen Prozess]] im Fotolabor ein Papierbild erzeugt werden, bzw. kann dies nun auch durch Einscannen und Ausdrucken erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der digitalen Speicherung werden die analogen Signale aus dem Kamerasensor in einer zweiten Stufe [[Digitalisierung|digitalisiert]] und werden damit elektronisch interpretier- und weiterverarbeitbar. Die digitale Bildspeicherung mittels [[Analog-Digital-Wandler]] nach Auslesen aus dem [[Bildsensor|Chip]] der [[Digitalkamera]] arbeitet (vereinfacht) mit einer lediglich zweidimensional erzeugten digitalen Interpretation der analogen Bildinformation und erzeugt eine beliebig oft (praktisch verlustfrei) kopierbare [[Datei]] in Form von differentiell ermittelten digitalen Absolutwerten. Diese Dateien werden unmittelbar nach der Aufnahme innerhalb der Kamera in [[Speicherkarte]]n abgelegt. Mittels geeigneter Bildbearbeitungssoftware können diese Dateien danach ausgelesen, weiter verarbeitet und auf einem Monitor oder Drucker als sichtbare Fotografie ausgegeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturwissenschaftliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Fotografie wird subjektiv als &amp;#039;&amp;#039;gut&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;interessant&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;beeindruckend&amp;#039;&amp;#039;, niemals aber &amp;#039;&amp;#039;digital&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;analog&amp;#039;&amp;#039; empfunden. Für den Betrachter spielt die Aufnahmetechnik inzwischen kaum noch eine Rolle, weil der Unterschied bei kleinen Bildformaten nicht mehr erkennbar ist. Der Bildeindruck beim Betrachten einer Fotografie wird maßgeblich durch [[kultur]]elle und [[Physiologie|physiologische]] Faktoren bestimmt und nicht durch die dabei verwendete [[Datenspeicher|Speichertechnik]]. [[Kulturwissenschaft]]lich werden die beiden Techniken jedoch unterschiedlich behandelt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Für den Erzeuger des Bildes spielt es sehr wohl eine Rolle, ob er ein einmalig vorhandenes &amp;#039;&amp;#039;Original&amp;#039;&amp;#039; (das Dia bzw. Negativ) in Händen hält oder eine binärcodierte Beschreibung dessen, was als Bild erst wiederhergestellt werden muss.&lt;br /&gt;
* Die manuelle Herstellung einer klassischen Fotografie stellt eine kulturelle Leistung dar; ein Handwerk, das unmittelbar an eine Reihe traditioneller und [[proprietär]]er Verfahren, Kenntnisse und Fertigkeiten im [[Fotostudio|Studio]], [[Atelier]] oder [[Fotolabor]] gekoppelt ist, ohne die das Bild letztlich nicht realisierbar wird. Mittels dieses Handwerks erzeugt man jedes Mal ein neues, unverwechselbares Original.&lt;br /&gt;
* Die [[kognitiv]] erfahrbare Information des Bildes liegt bei der Fotografie jedem Betrachter unmittelbar vor. Eine Fotografie, die unabhängig vom situativen Kontext aufgefunden wird, lässt sofort erkennen, dass es sich um eine Fotografie handelt. Man hält das [[Dia (Fotografie)|Dia]]/[[Negativfilm|Negativ]] gegen das Kerzenlicht und erkennt: Eine Fotografie! Damit wird der Zugang zum fotografischen Bild auch strukturschwachen Kulturkreisen überhaupt erst möglich.&lt;br /&gt;
* Eine auf einer [[DVD]] (oder älteren Speicherform) digital gespeicherte Bildinformation bedarf zur Basis-Interpretation zumindest einer [[Kompatibilität (Technik)|kompatiblen]] digitalen [[Decodierung]]s-Struktur, die, zumindest was das Lesen des [[Datenspeicher|Speichermediums]] betrifft, als [[Hardware]] vorliegen muss. Diese notwendige Struktur unterliegt einer schnell wechselnden Entwicklung, der einzelne Kulturkreise in der Breite nicht ohne weiteres folgen können.&lt;br /&gt;
* Die Geschwindigkeit, mit der eine fotografische Bildinformation weltweit zur Verfügung steht, ist durch den Einsatz digitaler Netzwerke erheblich gestiegen, setzt letztere aber zwingend voraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verwendung und Bedeutung als allgemein bildgebendes Instrument im Alltag tritt in den Industriestaaten immer weiter zurück. Einige Amateure und Hobbyfotografen sind aber den Schritt zur Digitalkamera nie gegangen und setzen die Analogfotografie wie gewohnt auch weiterhin ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter einigen professionellen Fotografen und „Fine-Art“-Künstlern sowie beim Einsatz von [[Großformatkamera]]s genießt die Fotografie mit Analogkameras bis hin zur klassischen Ausarbeitung der Bilder im [[Fotolabor]] durchaus ein Dasein. Für die archivfeste Einlagerung von Bildmaterial über lange Zeiträume hinweg werden zum Teil auch heute noch professionelle Reprokameras mit Filmmaterial verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesentliches auch weiterhin bestehendes Anwendungsfeld der Analogfotografie ist daneben die professionelle Sofortbildfotografie. Sofort verfügbare Papierbilder sind außer im Kunstgewerbe namentlich noch bei der Dokumentation technischer oder juristischer Sachverhalte von Bedeutung. Sofortbilder (Papierbilder) können dabei grundsätzlich ebenso von digitalen wie von fotochemischen Bildaufzeichnungen her gewonnen werden. Einige Fotografen nutzen die analoge [[Sofortbildkamera|Sofortbildfotografie]] auch, um sowohl ein einmaliges Original als auch eine ungewöhnliche und besondere Bildwirkung zu erzielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Renaissance der Analogfotografie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Helac Fine Art.jpg|mini|Helac Fine Art. New York]]&lt;br /&gt;
Die Analogfotografie erfährt nur wenige Jahre nach ihrem vermeintlichen Ende als [[Künstlerische Fotografie|Kunstform]] eine Renaissance. In Ausstellungen für großformatige Fotografien tauchen mehr und mehr sogenannte [[Fine-Art]]-Prints auf. Es handelt sich meist um aufwendig hergestellte [[Vergrößerung (Fotografie)|Handvergrößerungen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Ende des 20. Jahrhunderts entdecken einige Fotografen wieder die frühen [[Edeldruckverfahren]] sowie die Technik der [[Kollodium-Nassplatte|Kollodiumfotografie]]. Der Prozess und die aufwendige Herstellung wird dabei oft als Herausforderung empfunden. Die Ergebnisse zeigen zum Teil außergewöhnliche Tonwerte, die mit modernen Techniken nicht zu realisieren sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Alex Timmermans: [http://collodion-art.blogspot.de/ Collodion Photography] (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den 2010er-Jahren erfreut sich die gewöhnliche [[Kleinbild]]-Fotografie, aber auch [[Aufnahmeformat#Mittelformatfotografie_(120er,_220er_und_weitere)|Mittelformat]]-, [[Aufnahmeformat#Großformatfotografie|Großformat-]] und [[Sofortbild]]fotografie, steigender Beliebtheit als künstlerisches Hobby; der unperfekte Stil besonders alter Aufnahmen gilt selbst in der modernen Digitalfotografie als modisch und wird als inhaltliches Stilmittel eingesetzt. Unterstützt wird diese Renaissance durch den immer leichter werdenden Zugang zu dem alten Wissen über digitale Medien wie etwa Blogs und Foren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://kleinbildphotographie.de/ |titel=kleinbildphotographie.de |werk= |hrsg= |datum= |abruf=2019-12-22 |sprache=de-DE}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.fotocommunity.de/forum/ |titel=Forum der Fotocommunity |werk= |hrsg= |datum= |abruf=2019-12-22 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hybridfotografie ==&lt;br /&gt;
Zu Beginn der 2010er-Jahre entwickelte sich ein Trend, vorhandene Analogkameras auch professionell wieder für die Aufnahme auf [[Fotografischer Film|Filmmaterial]] zu verwenden. Die entwickelten Negative werden dabei anschließend nicht mehr in der [[Dunkelkammer (Fotografie)|Dunkelkammer]] vergrößert, sondern [[Scanner (Datenerfassung)|eingescannt]], um diese danach digital weiter zu verarbeiten. Diese Technik der Hybridfotografie ist ein Teilbereich der Analogfotografie. Sie verbindet die Vorteile beider Systeme, digital und analog. Die schnelle und komfortable Speichermöglichkeit und die elektronische Weiterverarbeitung sowie die Möglichkeit, ein unverwechselbares Original in Händen zu haben und die hohe Auflösung und unregelmäßige Struktur klassischen Filmmaterials nutzen zu können. Für letzteres kommt dann gegebenenfalls als Option das klassische Fotolabor zur Anwendung. Inzwischen gibt es auch wieder Hersteller für neue Kameras innerhalb dieses Nischenmarktes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Udo Berns: &amp;#039;&amp;#039;Fotografie und Fotolabortechnik.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Beruf+Schule, 1990, ISBN 3-88013-410-3.&lt;br /&gt;
* [[William J. Mitchell (Kunsthistioriker)|William J. Mitchell]]: &amp;#039;&amp;#039;The reconfigured eye: visual truth in the post-photographic era.&amp;#039;&amp;#039; MIT Press, 1994 (Englisch, → Begriff &amp;#039;analog photography&amp;#039; wird erstmals verwendet).&lt;br /&gt;
* Klaus Kindermann: &amp;#039;&amp;#039;Fotografieren für Fortgeschrittene&amp;#039;&amp;#039;. Franzis Verlag, 2008, ISBN 978-3-7723-6777-9.&lt;br /&gt;
* [[Michael Fried (Kunstkritiker)|Michael Fried]]: &amp;#039;&amp;#039;Why Photography Matters as Art as Never Before&amp;#039;&amp;#039;. Yale University Press, Yale 2008. ISBN 978-0-300-13684-5 (englisch).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über den Wert der Fotografie.&amp;#039;&amp;#039; Wissenschaftliche Kriterien für die Bewahrung von Fotosammlungen. Protokoll, Internationale und interdisziplinäre Tagung Aarau (Schweiz), 23.–24. März 2012.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Photographic processes|Entwicklung}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://www.dirkbaumbach.de/unterschied-analog-digital-fotografie/ Dirk Baumbach: Analoge Fotografie im Vergleich zur digitalen Technik (deutsch)]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=https://kleinbildphotographie.de/dein-start-in-die-welt-der-fotografie/grundlagen-und-einstieg/ |wayback=20170108231842 |text=Analoge Fotografie für Einsteiger - eine kleine Starthilfe}}&lt;br /&gt;
* Steffen Eller: {{Webarchiv | url= http://www.uni-bayreuth.de/departments/ddchemie/umat/swfotografie1/swfotografie.htm | wayback = 20071011033815 | text = Fällungs- und Komplexbildungsgleichgewichte am Beispiel der s/w-Fotografie}} (Artikel über die chemischen Vorgänge beim Entwickeln)&lt;br /&gt;
* Damian Zimmermann: [http://www.taz.de/Polaroid-Fotoaustellung-in-Duesseldorf/!96978/ Die Renaissance des Analogen], taz.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Genre der Fotografie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fotolabortechnik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Succu</name></author>
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