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	<title>Analerotik - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;growthexperiments-addlink-summary-summary:1|0|2&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Analerotik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; beschrieb [[Sigmund Freud|Freud]] in seinem 1908 veröffentlichten Werk &amp;#039;&amp;#039;Charakter und Analerotik&amp;#039;&amp;#039; zwanghafte Tugenden aus „[[Libido|libinösen]] Tendenzen“, die in einer [[Zwangsneurose]] münden können. In seiner [[Psychoanalyse]] bezieht er sich dabei auf die infantilen [[Infantile Sexualität#Phasen der sexuellen Entwicklung|Phasen der psychosexuellen Entwicklung]] („anale Phase“). Demzufolge sind der After und die Darmschleimhaut erogene Zonen, die der Säugling in autoerotischer Weise im Rahmen der ganz normalen Entwicklung für sich entdeckt und sich im Sinne eines Lustgewinns („Halten und Hergeben“) zunutze macht. Die Reinlichkeitserziehung führt in der Regel zur vollständigen Verdrängung der Analerotik, sodass Erwachsene nur selten die Afterzone als erogen empfinden. Verschiedene Abwehrmechanismen wie die [[Sublimierung (Psychoanalyse)|Sublimierung]] und Reaktionsbildung können somit aus der verdrängten infantilen Analerotik beim Erwachsenen zu neurotischen Symptomen führen. Freud ordnete [[Charaktereigenschaft]]en wie [[Ordnungsliebe]], [[Sparsamkeit]] oder [[Eigensinn]] des erwachsenen Menschen in diesem Sinne den frühkindlichen [[Fixierung (Psychoanalyse)|Fixierungen]] analer Reizempfindungen, möglicherweise infolge einer zu strengen bzw. zu frühen Reinlichkeitserziehung, zu.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Peter Fiedler (Psychologe)|Peter Fiedler]]: &amp;#039;&amp;#039;Persönlichkeitsstörungen.&amp;#039;&amp;#039; Beltz Psychologie Verlags Union 2007, S.&amp;amp;nbsp;38, [https://books.google.de/books?id=hrQT-FR8licC&amp;amp;pg=PA38&amp;amp;dq=Analerotik&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=ezWmTZr3No_pOcOdqP8J&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result#v=onepage&amp;amp;q=Analerotik&amp;amp;f=false hier online]&amp;lt;/ref&amp;gt; Er prägte in diesem Zusammenhang den Begriff [[Analcharakter]]. Wichtige Beiträge zur Weiterentwicklung der psychoanalytischen Charakterologie lieferten die Psychoanalytiker [[Ernest Jones]], [[Karl Abraham]] und [[Wilhelm Reich]] und [[Isidor Sadger]] (vgl. Literatur).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl Abraham fasst das Konzept der Analerotik folgendermaßen zusammen:  &amp;lt;blockquote&amp;gt;„Freud’s erste Beschreibung des analen Charakters besagte daß gewisse Neurotiker drei Charakterzüge in besonderer Ausprägung darbieten: eine Ordnungsliebe, die oft in Pedanterie ausarte, eine Sparsamkeit, die leicht in Geiz übergehe, und einen Eigensinn, der sich zu heftigem Trotz steigere. Er stellte fest, daß bei solchen Individuen die primäre Lust an der Darmentleerung und ihren Produkten besonders betont war. Er ermittelte, daß die Koprophilie dieser Personen nach gelungener Verdrängung sublimiert werde zu einer Lust am Malen, Modellieren und ähnlichen Tätigkeiten, oder daß sie auf dem Wege der Reaktionsbildung in einen besonderen Drang nach Reinlichkeit übergehe. Endlich betonte er die unbewußte Gleichsetzung des Kotes mit Geld oder anderen Kostbarkeiten. Sadger fügte neben andern die Beobachtung hinzu, daß Personen mit ausgeprägtem Analcharakter der Überzeugung zu sein pflegen, sie könnten alles besser machen als irgend ein anderer. Auch verwies er auf eine Gegensätzlichkeit in ihrem Charakter: große Beharrlichkeit finde sich neben der Neigung, jede Leistung bis zum letzten Augenblick hinauszuschieben.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Karl Abraham |url=https://archive.org/details/InternationaleZeitschriftFrPsychoanalyseIx1923Heft1/page/n37/mode/2up |titel=Ergänzungen zur Lehre vom Analcharakter, S. 28 |werk=The Collection Of The International Psychoanalytical University Berlin |hrsg=International Psychoanalytical University Berlin |abruf=2022-07-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  &amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Sigmund Freud |Titel=Über Triebumsetzungen insbesondere der Analerotik |Hrsg=Sigmund Freud |Sammelwerk=Internationale Zeitschrift für Ärztliche Psychoanalyse |Band=Band IV |Nummer=3 |Ort=Wien |Datum=1917 |Seiten=125-130}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Sigmund Freud&lt;br /&gt;
   |Titel=Charakter und Analerotik&lt;br /&gt;
   |Datum=}} Gesammelte Werke, Band 7, 1908, S. 203–209.&lt;br /&gt;
* Isidor Sadger, Analerotik und Analcharaker, Die Heilkunde, 1910, Nr. 2, S. 43–46.&lt;br /&gt;
* Ernest Jones: Über analerotische Charakterzüge. In: Internationale Zeitschrift für ärztliche Psychoanalyse, Band 5, 1919, S. 69–92.&lt;br /&gt;
* Karl Abraham, Ergänzungen zur Lehre vom Analcharakter. In: Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, Band IX, Nr. 1, 1923, S. 27–47.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Karl Abraham |url=https://archive.org/details/InternationaleZeitschriftFrPsychoanalyseIx1923Heft1/page/n35/mode/2up |titel=Ergänzungen zur Lehre vom Analcharakter |werk=The Collection Of The International Psychoanalytical University Berlin |hrsg=International Psychoanalytical University Berlin |abruf=2022-07-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Wilhelm Reich: Der triebhafte Charakter, Internationaler Psychoanalytischer Verlag, Leipzig, Wien, Zürich, 1925.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Wilhelm Reich |url=https://archive.org/details/DerTriebhafteCharakter/mode/2up |titel=Der triebhafte Charakter |werk=The Collection Of The International Psychoanalytical University Berlin |hrsg=International Psychoanalytical University Berlin |abruf=2022-07-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4358375-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psychoanalyse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sigmund Freud]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;-haznK</name></author>
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