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	<title>Anachronismus - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Anachronismus&amp;diff=46416&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Surajr7 am 22. März 2026 um 21:22 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Saurier.jpg|mini|hochkant|Ein [[Dinosaurier]] (starb vor ca. 65&amp;amp;nbsp;Mio.&amp;amp;nbsp;Jahren aus) betrachtet den Schädel eines [[Mensch|Menschen]] (existiert seit ca. 2&amp;amp;nbsp;Mio.&amp;amp;nbsp;Jahren): [[Cartoon]] &amp;#039;&amp;#039;Anachronism&amp;#039;&amp;#039; von [[Gerhard Gepp]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:The Nativity - Lorenzo Lotto (1523) National Gallery of Art.jpg|mini|hochkant|&amp;#039;&amp;#039;Die Geburt Christi&amp;#039;&amp;#039; von [[Lorenzo Lotto]] (1523) mit einem [[Kruzifix]] im linken Hintergrund.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anachronismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|ἀναχρονισμός|anachronismós}} „Verwechslung der Zeiten“, aus {{lang|grc|ἀνα-}} &amp;#039;&amp;#039;ana-&amp;#039;&amp;#039; „gegen-“ und {{lang|grc|χρόνος|chrónos}} „Zeit“) bezeichnet entweder die absichtliche oder irrtümliche Einordnung von Vorstellungen, Ereignissen, Dingen oder Personen in einen falschen zeitlichen [[Kontext (Sprachwissenschaft)|Kontext]] oder aber eine Bewertung, einen Sachverhalt oder eine Vorstellung, die in einer bestimmten Zeit nicht (mehr) angemessen erscheint. Der erste Fall meint daher eine Zeitwidrigkeit, der zweite eine Zeitunangemessenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend bedeutet das Adjektiv &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;anachronistisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; einerseits im rein chronologischen Sinn „nicht in eine bestimmte Zeit passend“ oder „zeitwidrig“, andererseits im wertenden Sinne „unzeitgemäß“ oder „überholt“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Formen und Beispiele ==&lt;br /&gt;
Wird ein Gegenstand in einen [[Geschichte|historischen]] Zusammenhang gestellt, in dem er tatsächlich noch nicht existierte, spricht man von einem &amp;#039;&amp;#039;vorgreifenden Anachronismus&amp;#039;&amp;#039;. Existierte er hingegen zur betreffenden Zeit bereits nicht mehr, handelt es sich um einen &amp;#039;&amp;#039;rückgreifenden Anachronismus&amp;#039;&amp;#039;. Anachronismen können unwissentlich oder irrtümlich, aber auch bewusst als [[Rhetorisches Stilmittel|Stilmittel]] eingesetzt werden, etwa um eine [[Komik|komische]] Wirkung zu erzielen. Der Ausweis von Anachronismen in vorgeblichen [[Quelle (Geschichtswissenschaft)|historischen Quellen]] kann ein Zeugnis unter Umständen als [[Fälschung]] entlarven.&amp;lt;ref&amp;gt;Ein Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit ist etwa die Debatte um den sog. [[Artemidor von Ephesos#Der Artemidor-Papyrus|Artemidor-Papyrus]], in der auch mit Anachronismen argumentiert wurde.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Fiktion|fiktionalen]] Darstellungen können Anachronismen z.&amp;amp;nbsp;B. Gegenstände, Handlungen oder Gedanken sein, die historisch gesehen in der implizit vorausgesetzten oder explizit genannten zeitlichen Kontext noch nicht existierten. Häufig handelt es sich dabei um vorgreifende Anachronismen: In [[Novalis]]’ Romanfragment &amp;#039;&amp;#039;[[Heinrich von Ofterdingen]]&amp;#039;&amp;#039; kommt eine Wanduhr vor, die es zur Zeit der Handlung noch nicht gab. Gleiches ist der Fall in [[Shakespeare]]s Tragödie &amp;#039;&amp;#039;[[Julius Caesar (Drama)|Julius Caesar]]&amp;#039;&amp;#039;, in der ein Vertrauter Caesars sagt, „es habe acht geschlagen“ (&amp;#039;&amp;#039;‘tis strucken eight’&amp;#039;&amp;#039;, II,2). In mehreren &amp;#039;&amp;#039;[[Asterix]]&amp;#039;&amp;#039;-Bänden, die ausdrücklich 50&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. spielen, sieht man das für das heutige Stadtbild von Rom charakteristische [[Kolosseum]] stehen, das erst zwischen 72 und 80&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr. erbaut wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls vorausgreifend lässt [[Christoph Hein]] in seinem Stück &amp;#039;&amp;#039;[[Die Ritter der Tafelrunde (Christoph Hein)|Die Ritter der Tafelrunde]]&amp;#039;&amp;#039; [[Parzival]] als sensationshungrigen Zeitschriftenredakteur auftreten und schafft so aus der Verbindung einer [[Frühmittelalter|frühmittelalterlichen]] Sagengestalt mit einem modernen Berufsbild eine komische Figur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weniger leicht erkennbar sind abstrakte Vorstellungen, die eine spätere Entwicklung vorwegnehmen. Das Konzept der modernen [[Nationalität]] ist z.&amp;amp;nbsp;B. eine relativ neue Entwicklung, so dass es als anachronistisch betrachtet werden kann, einem Menschen der vormodernen Zeit eine solche Nationalität zuzuweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kreativer Anachronismus ==&lt;br /&gt;
Während der Anachronismus in den [[Geschichtswissenschaft|Geschichtswissenschaften]] ein zentrales Methodenproblem darstellt, existieren gesellschaftliche Gruppen, die ihn bewusst pflegen. Im [[Rollenspiel (Spiel)|Rollenspiel]] werden so Berufe, Sozialstrukturen, Kleidung oder Waffen vergangener, teils [[Fiktion|fiktiver]] Zeiten wiederbelebt, zum Beispiel von der [[Society for Creative Anachronism]]. Anachronismen sind auch ein häufiges Element in der [[Steampunk]]-Szene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturhinweise ==&lt;br /&gt;
* Hanns Braun: &amp;#039;&amp;#039;Hier irrt Goethe – unter anderem. Eine Lese von Anachronismen von Homer bis auf unsere Zeit.&amp;#039;&amp;#039; DTV, München 1966, {{OCLC|174380779}}.&lt;br /&gt;
* Philipp Geitner: &amp;#039;&amp;#039;Anachronismus und Aktualisierung in Ovids ›Metamorphosen‹. Eine Ästhetik uneigentlicher Zeitlichkeit&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Millennium-Studien.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;94). De Gruyter, Berlin / Boston 2021, ISBN 978-3-11-073557-4 ([https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/9783110735574/html online]).&lt;br /&gt;
* Antje Junghanß, Bernhard Kaiser, [[Dennis Pausch]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zeitmontagen. Formen und Funktionen gezielter Anachronismen.&amp;#039;&amp;#039; Steiner, Stuttgart 2019, ISBN 978-3-515-12366-2.&lt;br /&gt;
* [[Jacques Rancière]]: &amp;#039;&amp;#039;Le concept d’anachronisme et la vérité de l’historien.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;l’Inactuel.&amp;#039;&amp;#039; Band 6, 1996, S. 53–68.&lt;br /&gt;
* Tim Rood, Carol Attack, Tom Phillips: &amp;#039;&amp;#039;Anachronism and Antiquity.&amp;#039;&amp;#039; Bloomsbury Academic, London u.&amp;amp;nbsp;a 2020, ISBN 978-1-3501-1520-0.&lt;br /&gt;
* [[Carlos Spoerhase]]: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen den Zeiten. Anachronismus und Präsentismus in der Methodologie der historischen Wissenschaften.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Scientia Poetica.&amp;#039;&amp;#039; Band 8, 2004, S. 169–240.&lt;br /&gt;
* André Wendler: &amp;#039;&amp;#039;Anachronismen. Historiografie und Kino.&amp;#039;&amp;#039; Fink, Paderborn 2010, ISBN 978-3-7705-5711-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Anachronismus}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4200594-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chronologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Surajr7</name></author>
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