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	<title>An sich - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T12:01:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=An_sich&amp;diff=1098202&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-12-30T03:37:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|An und für sich|Zum Album siehe [[An und für sich (Album)]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;An sich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;per se&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;für sich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;für uns&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) sind Begriffe der philosophischen [[Fachsprache]]. Mit „an sich“ bezeichnet man Gegenstände und Tatsachen, insofern sie unabhängig vom [[Bewusstsein]] einer [[Person]] sind. Den Gegensatz hierzu bilden Gegenstände, insofern sie „für uns“ sind, also uns in einer bestimmten Weise subjektiv erscheinen. Zahlreiche Theoretiker vertreten die Auffassung, dass bei bestimmten Typen von Objekten deren Ansichten „für uns“ und ihre Beschaffenheit „an sich“ systematisch verschieden sind. Dieser [[Unterschied]] wird [[Differenz (Philosophie)|differenziert]] erklärt. Von einigen Philosophen wird er bestritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umgangssprachlich bezeichnet „an sich“ einen Gegenstand als solchen oder eine Tatsache als solche. Die Verwendung ist jedoch meistens einschränkend. So lässt die Aussage: „Das Erlebnis war an sich schön“ eine Erläuterung erwarten, welche Aspekte oder Rahmenbedingungen bei dem Erlebnis weniger schön waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Der Begriff „an sich“ ist eine Übersetzung des griechischen &amp;#039;&amp;#039;kath’auto&amp;#039;&amp;#039; bzw. des lateinischen &amp;#039;&amp;#039;per se&amp;#039;&amp;#039; und bezeichnet, was einem [[Sein (Philosophie)|Seienden]] von sich aus, seinem Wesen nach, zukommt. Bereits [[Demokrit]] unterschied die [[Atom]]e, denen allein echte Wahrheit zukommt, von den Sinnesqualitäten, die durch [[Meinung]] entstehen. Systematisch ausgearbeitet ist der Unterschied zwischen Objekten „an sich“ und „für uns“ bereits in der [[Erkenntnistheorie|Epistemologie]], [[Ontologie]] und [[Logik]] des [[Aristoteles]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Dass nun bei demjenigen, was als ein Erstes und ein an sich Seiendes bezeichnet wird, das Wesen des Einzelnen mit dem Einzelnen selbst ein und dasselbe ist, das ist offenbar.|Aristoteles&amp;lt;ref&amp;gt;[[Metaphysik (Aristoteles)|Metaphysik]] Z 6, 1032 a 5-6&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele [[Scholastik|scholastische]] Denker knüpfen an Aristoteles an. So wird etwa das dingliche [[Sein (Philosophie)|Sein]] (&amp;#039;&amp;#039;esse in re&amp;#039;&amp;#039;) dem Gedachtsein (&amp;#039;&amp;#039;esse in intellectu&amp;#039;&amp;#039;) gegenübergestellt. Der Mensch kann das [[Wesen (Philosophie)|Wesen]] der Dinge nur mit einer intuitiven Erkenntnis erfassen ([[Duns Scotus]] und später [[Baruch de Spinoza|Spinoza]]). Demgegenüber sind die im menschlichen Verstand gebildeten Vorstellungen (&amp;#039;&amp;#039;imaginatio&amp;#039;&amp;#039;) nur begrenzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei [[Gottfried Wilhelm Leibniz|Leibniz]] sind die durch die Sinne vermittelten Vorstellungen bloß „verworren“. Erst die Verstandeserkenntnis führt zu klaren Vorstellungen. Die Unterscheidung des „an sich“ von den Erscheinungen findet sich u.&amp;amp;nbsp;a. bereits bei [[Christian Wolff (Aufklärer)|Christian Wolff]] und [[Johann Heinrich Lambert]], zwei Denkern, die [[Immanuel Kant]] beeinflussten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ding an sich bei Kant ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Ding an sich}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Kant spielt das „Ding an sich“ eine zentrale Rolle in der [[Kritik der reinen Vernunft]]. Bei ihm ist das „an sich“ ein Sein unabhängig von den [[Anschauung]]sformen, aber auch von den Formen des Denkens. Das Ding an sich (auch: die Dinge an sich) ist als solches nicht erkennbar und steht den Verstandesgegenständen als Erscheinungen gegenüber. Nur die Erscheinungen sind der menschlichen [[Erkenntnis]] zugänglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Der Idealismus besteht in der Behauptung, daß es keine andere als denkende Wesen gebe, die übrige Dinge, die wir in der Anschauung wahrzunehmen glauben, wären nur Vorstellungen in den denkenden Wesen, denen in der That kein außerhalb diesen befindlicher Gegenstand correspondirte. Ich dagegen sage: es sind uns Dinge als außer uns befindliche Gegenstände unserer Sinne gegeben, allein von dem, was sie an sich selbst sein mögen, wissen wir nichts, sondern kennen nur ihre Erscheinungen, d.&amp;amp;nbsp;i. die Vorstellungen, die sie in uns wirken, indem sie unsere Sinne afficiren. Demnach gestehe ich allerdings, daß es außer uns Körper gebe, d.&amp;amp;nbsp;i. Dinge, die, obzwar nach dem, was sie an sich selbst sein mögen, uns gänzlich unbekannt, wir durch die Vorstellungen kennen, welche ihr Einfluß auf unsre Sinnlichkeit uns verschafft, und denen wir die Benennung eines Körpers geben; welches Wort also blos die Erscheinung jenes uns unbekannten, aber nichts desto weniger wirklichen Gegenstandes bedeutet. Kann man dieses wohl Idealismus nennen? Es ist ja gerade das Gegentheil davon.&lt;br /&gt;
|{{Kant|4|288|||||289}}|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können&amp;#039;&amp;#039;, A 63/64&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== An und für sich bei Hegel ==&lt;br /&gt;
In [[Georg Wilhelm Friedrich Hegel|Hegels]] Philosophie geht es um die [[Spekulation (Philosophie)|spekulative]] Überwindung der [[Subjekt-Objekt-Spaltung]].&lt;br /&gt;
Gibt es die Vorstellung eines Dinges an sich (Kant), eines [[Objekt (Philosophie)|Objektes]] unabhängig von uns, so wird darin ein Mangel erkennbar. Die Einheit aller Dinge ist unterbrochen.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.hegel.net/werkstatt/artikel/logik/an_sich.htm&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Hegels Logik, Klaus Hartmann, Olaf L. Müller; Walter de Gruyter, 1999 ISBN 9783110137637&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Haben andererseits Menschen [[subjektiv]] für sich die [[Wahrheit]] gepachtet, so wird darin ein Mangel erkennbar. Wieder ist die Einheit aller Dinge unterbrochen. Diese Spaltung ist ein berühmtes Kernproblem der Philosophie und kennzeichnet den Gegensatz von [[Realismus (Philosophie)|Realismus]] und [[Idealismus (Philosophie)|Idealismus]]. In Hegels Dialektik hebt der spekulative Geist diese Spaltung auf. Es wird mit der Zusammenstellung der Gegensätze:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;an sich&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;für uns&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in einem Ausdruck „an und für sich“ die Einheit der Welt und des Geistes spekulativ als Synthese fusioniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klasse „an sich“ und „für sich“ bei Marx ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Klassenbewusstsein}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung bei Sartre ==&lt;br /&gt;
In [[Jean-Paul Sartre]]s [[Philosophie|philosophischem]] Werk &amp;#039;&amp;#039;[[Das Sein und das Nichts]]&amp;#039;&amp;#039; sind die Begriffe &amp;#039;&amp;#039;An sich&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Für sich&amp;#039;&amp;#039; zwei wichtige Kategorien. Das Für sich ist das menschliche [[Bewusstsein]], die menschliche [[Realität]] oder auch einfach der [[Mensch]]. Sartre grenzt diese Begriffe nicht voneinander ab und benutzt sie bedeutungsgleich. Das An sich hingegen ist alles, was dem Bewusstsein transzendent ist, so die Dinge in der Welt. Die zentrale Aufgabe von &amp;#039;&amp;#039;Das Sein und das Nichts&amp;#039;&amp;#039; ist es nun, nicht einem [[Dualismus (Ontologie)|Dualismus]] von An sich und Für sich zu verfallen, sondern eine Verbindung zwischen beiden zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Dietmar Eickelschulte: Art. &amp;#039;&amp;#039;An sich/für sich; an und für sich.&amp;#039;&amp;#039; In: Joachim Ritter (Hrsg.): Historisches Wörterbuch der Philosophie, Band 1, Basel 1971, 352–355&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Krüger (Philosoph)|Gerhard Krüger]]: &amp;#039;&amp;#039;Ansichsein und Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; In: Zeitschrift für philosophische Forschung 3/4 (1949).&lt;br /&gt;
* Uwe Töllner: &amp;#039;&amp;#039;Sartres Ontologie und die Frage einer Ethik.&amp;#039;&amp;#039; Lang, Frankfurt am Main 1996, ISBN 3-631-49634-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|per se}}&lt;br /&gt;
* [[Michael Vester]]: [http://www.inkrit.de/hkwm/artikel/HKWM-7-1-klasseansich-fursich.pdf Klasse an und für sich] (PDF-Datei; 234&amp;amp;nbsp;kB), in: [[Historisch-kritisches Wörterbuch des Marxismus]], Bd. 7/1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hegelianismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jean-Paul Sartre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erkenntnistheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ontologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Noumenon]]&lt;br /&gt;
[[fi:An sich]]&lt;br /&gt;
[[id:An sich]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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