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	<title>An der Stechbahn - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T09:49:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=An_der_Stechbahn&amp;diff=1379589&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bamberka am 5. November 2023 um 19:27 Uhr</title>
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		<updated>2023-11-05T19:27:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Berlin Kaiser Wilhelm Nationaldenkmal Lageplan.jpg|mini|Historischer Lageplan von 1896]]&lt;br /&gt;
[[Datei:ZLB-Berliner Ansichten-Januar.jpg|mini|Berlin 1688. &amp;lt;br /&amp;gt;Pos. B.&amp;amp;nbsp;h.: &amp;#039;&amp;#039;die Stechbahn&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:An der Stechbahn Berlin kl.jpg|mini|Neue Stechbahn am [[Schloßplatz (Berlin)|Schloßplatz]], um 1830, Stich nach einer Zeichnung von [[Johann Heinrich Hintze]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:An der Stechbahn, Berlin 1865.jpg|mini|An der Stechbahn, Fotografie von [[F. Albert Schwartz|Friedrich Albert Schwartz]], 1865]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;An der Stechbahn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war der Name einer [[Berlin]]er Straße am [[Berliner Schloss]]. Sie lag seit Mitte des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts am südlichen Ende der [[Schloßfreiheit]] und erstreckte sich von dort bis zur [[Brüderstraße (Berlin-Mitte)|Brüderstraße]]. Mit ihrer Rückseite grenzte sie an einen Arm der [[Spree]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Straßenname ==  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die geschichtliche Entwicklung der Häuserzeile, die sich in dem Straßennamen wiederfindet, wurde 1833 von [[Samuel Heinrich Spiker]] beschrieben: &lt;br /&gt;
{{Zitat|In früheren Zeiten lag zwischen der [[Breite Straße (Berlin-Mitte)|Breiten Strasse]] und der [[Rathausbrücke (Berlin)|langen Brücke]] ein mit Schranken eingeschlossener 300&amp;amp;nbsp;[[Fuß (Einheit)|Fuss]] langer und 65&amp;amp;nbsp;Fuss breiter [[Rennwiese|Tournierplatz]], welchen Kurfürst [[Joachim II. (Brandenburg)|Joachim&amp;amp;nbsp;II.]] im Jahre 1537 einrichten liess, um auf demselben, bei Gelegenheit der Geburt seiner ältesten Tochter, der Prinzessin [[Elisabeth Magdalene von Brandenburg|Elisabeth Magdalena]], ein [[Ritterspiele|Ritterspiel]] zu geben. Der Kurfürst [[Joachim Friedrich (Brandenburg)|Joachim Friedrich]] liess diese alte Stechbahn im Jahre 1600 restauriren, und mit 31 Figuren, von [[Caspar Zimmermann]] angefertigt, ausschmücken. Nach und nach entstand an der innern Seite der Stechbahn eine Reihe [[Bude]]n. Der Kurfürst [[Friedrich Wilhelm (Brandenburg)|Friedrich Wilhelm]] liess die Stechbahn abbrechen und dafür das [[Reithaus (Berlin)|Reithaus]] auf dem [[Friedrichswerder|Werder]] zu [[Turnier|Tournieren]] und [[Kampfspiele]]n einrichten, die Buden aber wurden auf seinen Befehl von [[Johann Gregor Memhardt|Memhardt]] in steinerne Kaufläden verwandelt, vor denen sich eine [[Dorische Ordnung|dorische]] [[Laubengang|Bogenlaube]] hinzog.|Samuel Heinrich Spiker: &amp;#039;&amp;#039;Berlin und seine Umgebungen im neunzehnten Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlegung und Neubau um 1800 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Beim weiteren Ausbau des Schlosses wurden diese Kaufläden, welche immer noch unter dem Namen Stechbahn bestanden hatten, um eine freiere Aussicht zu gewinnen, abgerissen, und auf den Platz versetzt, wo die heutige Stechbahn steht. Die Häuser, welche sie bilden, wurden im Jahre 1702 nach einem Plan von [[Bodt]] aufgeführt; sie bilden, wie auch aus dem gedrängten Bilde hervorgeht, dem Anschein nach, nur ein grosses mit [[Ionische Ordnung|jonischen]] [[Wandpfeiler]]n verziertes Haus [Anm.: das erste dreigeschossige Kauf- und Wohnhaus Berlins]. In der Mitte bemerkt man einen Balkon. Er gehört zu dem Lokale des Volpischen (ehemals Martinetschen) Kaffeehauses. Die Aussicht von demselben über den Schlossplatz und den in seiner Mitte stehenden Gas-[[Kandelaber]], auf die lange Brücke, in die belebte [[Rathausstraße (Berlin)|Königs-Strasse]] und auf die freundliche, längs dem Wasser hinziehende Häuserreihe der [[Burgstraße (Berlin)|Burgstrasse]], ist vortrefflich.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Die offene Bogenlaube ist 200 Fuss lang; man findet unter derselben die Buchhandlung des Herrn Mittler und die Musikalienhandlung des Herrn Lischke. Die feine Welt wählt unter den Putz-, Mode-, Kunst- und Industrie-Waaren des Herrn Quittel, – der Gastronom schlürft mit grossem Wohlbehagen die Original-Chocolade in dem weitbekannten Etablissement der Herren [[Café Josty|Josty &amp;amp;&amp;amp;nbsp;Comp.]] – Der Geschäftsmann sucht die Wechselladen der Herren [[Jacquier &amp;amp; Securius]] auf, – die Hoffnung führt Hunderte in Herrn Matzdorff’s vielbenutztes Lotterie Comtoir, – der Militair findet die Gegenstände seiner Bekleidung in dem Waarenlager des Herrn Bock,&amp;amp;nbsp;[…]|Samuel Heinrich Spiker: &amp;#039;&amp;#039;Berlin und seine Umgebungen im neunzehnten Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Schilderung geben die Eigentümer und Mieter der Stechbahn in einem Schreiben vom 28. März 1840 an das Ministerium des Innern und der Polizei:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Vor unseren unter der Stechbahn belegenen Häusern werden alljährlich verschiedene Böttcher-Märkte und zur Weihnachtszeit der Pyramidenmarkt abgehalten. […] [Daraus erwachsen] mancherlei Unannehmlichkeiten, Störungen, Nachtheile und Gefahren. Zu den Nachtheilen gehört das Beschädigen der die Colonaden bildenden Pfeiler, deren Kalkputz, namentlich durch die Böttchergefäße, stets abgestoßen ist, so oft wir ihn auch ausbessern lassen mögen; ferner werden nicht selten Scheiben der Vorfenster eingestoßen. Der wesentliche Nachtheil besteht jedoch in der Hemmung unserer Geschäfte: denn da diese alle von der Art sind, daß wir nur mit dem vornehmen Publikum verkehren, und es diesem, namentlich den Damen, zur Unmöglichkeit gemacht ist, sich durch die dichte Menschen- und Waaren-Menge, welche die Eingänge fast gänzlich versperren, durchzuwinden, so haben wir besonders in der letzten Weihnachtszeit, ansehnlichen Schaden dadurch erlitten, und schon ist von mehren Miethern die Aufkündigung der Locale angedroht worden, wenn diesen Störungen nicht abgeholfen wird. Die oben erwähnten Gefahren bestehen hauptsächlich in der Benutzung von Kohlenbecken, deren die Marktfrauen, aller Verbote ungeachtet, sich zu bedienen pflegen, welcher Umstand dadurch um so bedenklicher ist, daß der betreffende Raum sich über unseren Kellern befindet, deren Zweck die Aufbewahrung von Brennbedarf ist, und daß diese Keller mit nach außen führenden Licht- und Luftlöchern versehen sind und sein müssen.|GStA PK I. HA Rep. 93 B Nr. 1479}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 19. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Rote Burg, Berlin 1880.jpg|mini|Das „Rote Schloss“ um 1880]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Durchgang vom [[Schloßplatz (Berlin)|Schloßplatz]] zum [[Werderscher Markt|Werderschen Markt]] wurde 1866 erweitert, was einen Umbau des Straßenzuges zur Folge hatte; die „Neue Stechbahn“ wurde abgerissen und das „Rote Schloss“, auch „Rote Burg“ genannt, 1867 erbaut. Das viergeschossige Wohn- und Geschäftshaus mit der Adresse An der Stechbahn 1/2 verdankte seinen Namen der Ähnlichkeit mit dem [[Berliner Rathaus]]. Die Brüder Castan eröffneten hier das erste Berliner [[Castans Panoptikum|Panoptikum]], das jedoch kurze Zeit später in die [[Kaisergalerie]] in der [[Friedrichstraße]] umzog. Der Bau beherbergte viele Jahre die „Hirsch’sche Schneider-Akademie Berlin“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 20. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1936 senkten sich Teile des „Roten Schlosses“ ab, sodass der Mittelbau abgerissen werden musste. Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurde das Haus schließlich weitgehend zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Haus An der Stechbahn 3/4 befand sich ab 1939 das ursprünglich in der [[Oranienburger Straße]] 20 beheimatete [[Büro Grüber]]. Die 1938 von dem Berliner Pastor und späteren [[Propst]] [[Heinrich Grüber]] gegründete Organisation der [[Bekennende Kirche|Bekennenden Kirche]] verfolgte in erster Linie den Zweck, rassisch verfolgten evangelischen Christen die Auswanderung aus dem [[Zeit des Nationalsozialismus|nationalsozialistischen Deutschland]] zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 2012 sollte am ehemaligen Standort des Roten Schlosses das [[ThyssenKrupp Haus]], die Hauptstadtrepräsentanz des gleichnamigen [[Thyssen-Krupp|Konzerns]], entstehen. Aufgrund der scharfen öffentlichen Kritik hat ThyssenKrupp auf den Neubau verzichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.tagesspiegel.de/berlin/schlossplatz-kubus-neubau-thyssen-krupp-gibt-auf/6834790.html Kubus-Neubau: Thyssen-Krupp gibt auf.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Tagesspiegel]]&amp;#039;&amp;#039;, 27. Juni 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=http://www.zlb.de/schlossplatz/geschichte/stechbahn.htm |titel=An der Stechbahn |archiv-url=https://web.archive.org/web/20071221130135/http://www.zlb.de/schlossplatz/geschichte/stechbahn.htm |archiv-datum=2007-12-21 |autor=[[Zentral- und Landesbibliothek Berlin]] |zugriff=2010-03-02}}&lt;br /&gt;
* {{LuiseLexStr|art=h|bez=01|id=A769|name=An der Stechbahn}}&lt;br /&gt;
** {{LuiseLexStr|art=h|bez=01|id=A702|name=An den Werderschen Mühlen|abk=Luise}}&lt;br /&gt;
* [http://berlin1880.de/ Berlin 1880: 3D-Modelle von Berlins Mitte rund um den Schloßplatz], abgerufen am 22. Februar 2018&lt;br /&gt;
* [https://www.bildindex.de/document/obj20558252 Fassadenaufriss Rotes Schloss an der Stechbahn Berlin], Bildindex&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=52/30/56.94|EW=13/24/1.6|type=landmark|region=DE-BE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straße in Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berlin-Mitte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straße in Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bamberka</name></author>
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