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	<title>An der Baumgrenze - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T05:44:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=An_der_Baumgrenze&amp;diff=2220381&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: typografische Anführungszeichen, Kleinkram</title>
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		<updated>2025-06-06T20:56:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typografische Anführungszeichen, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;An der Baumgrenze&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Erzählung des österreichischen Schriftstellers [[Thomas Bernhard]]. Sie erschien erstmals im Jahr 1967 in der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Jahresring&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Jahresring 67/68, Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt, 1967 – Angabe aus &amp;#039;Nachbemerkung&amp;#039; (durch einen nur mit D.B. gekennzeichneten Verfasser) in: Thomas Bernhard: &amp;#039;&amp;#039;An der Baumgrenze; Erzählungen&amp;#039;&amp;#039;, Reclam-Verlag, 1986, S. 51&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie zwei Jahre später, 1969, in dem gleichnamigen Sammelband &amp;#039;&amp;#039;An der Baumgrenze&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.suhrkamp.de/buecher/an_der_baumgrenze-thomas_bernhard_22453.pdf |wayback=20160304195624 |text=Bibliothek Suhrkamp }} (PDF; 310&amp;amp;nbsp;kB) Angaben zum Erzählband{{Abrufdatum |1=2024-04-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; zusammen mit den Erzählungen [[Der Kulterer]] und [[Der Italiener (1972)#Literarische Vorlage|Der Italiener]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;An der Baumgrenze&amp;#039;&amp;#039; gehört zu den am häufigsten nachgedruckten Erzählungen des Autors.&amp;lt;ref&amp;gt;Angabe aus &amp;#039;Nachbemerkung&amp;#039; (durch einen nur mit D.B. gekennzeichneten Verfasser) in: Thomas Bernhard: &amp;#039;&amp;#039;An der Baumgrenze; Erzählungen&amp;#039;&amp;#039;, Reclam-Verlag, 1986, S. 52&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Mit den Augen eines jungen [[Polizeibeamter|Polizeibeamten]] wird der Leser durch die Handlung geführt. Der Ich-Erzähler, einer Anstellung in Mühlbach nachgehend, berichtet, wie er in einem Wintermonat abends in ein Gasthaus einkehrt, wo er „ein Mädchen und ein[en] junge[n] Mann“&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Er, S. 99&amp;lt;/ref&amp;gt; beobachtet. Das Zuschauen und Zuhören gestaltet sich immer intensiver, bis er das eigentliche Anliegen, seiner [[Verlöbnis|Verlobten]] einen Brief zu schreiben, nur noch als [[Täuschung|Vortäuschung]] nutzt, um ungestört dem von ihm plötzlich so empfundenen „Gesetzesbruch“&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Er, S. 103&amp;lt;/ref&amp;gt; nachzugehen. Dabei versucht er, Beweise für seine [[Intuition]] zu sammeln. Er gibt verschiedene Wortfetzen aus dem Gespräch der beiden wieder, darunter „angewandte Brutalität“ und „[[Frühgeburt]]“. Zwischenzeitlich wehrt der Erzähler den Annäherungsversuch der Wirtin ab und ist auch am nächsten Morgen nicht von seinem Verdachtsfall loszureißen. Er verschafft sich schließlich Zugang zum Zimmer der beiden und entdeckt das Mädchen mit einer schweren Medikamentenvergiftung. Während die Beteiligten auf den Arzt warten, stirbt sie. Die Eltern werden zum Gasthof gerufen; es stellt sich heraus, dass die beiden Geschwister sind. Der junge Mann wird einige Zeit später tot „unterhalb der Baumgrenze über Mühlbach“ aufgefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Intertextuelle Bezüge ==&lt;br /&gt;
Es lassen sich vielfältige Bezüge zu anderen [[Schriftsteller]]n und Werken feststellen. So erinnert die Ausgangssituation, ein Gasthaus spätabends im [[Winter]], an [[Franz Kafka]]s „Das Schloss“ von [[1922]]. Auch in diesem [[Prosastück]] kehrt der [[Protagonist]] abends in ein abgelegenes Dorf ein, „um im Wirtshaus ein Zimmer zu suchen“. Auch [[Robert Musil]]s „Der Vorstadtgasthof“ von [[1924]] stellt ein ähnliches Setting dar&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. von Hoff, S. 61&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass die Frau des [[Inspektor]]s aus „Cilli“ stammt und die beiden Personen, die vom Ich-Erzähler beobachtet werden, einer ungnädigen [[Umwelt]] unterliegen, erinnert stark an Heinrich von Kleists „Das [[Erdbeben]] in Chili“ (1810).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Schlusssequenz mag auf andere [[Literatur]] verweisen. &amp;#039;&amp;#039;Von Hoff&amp;#039;&amp;#039; sieht beispielsweise eine Nähe der Endszene zu [[George Gordon Byron|Lord Byrons]] „Manfred-Fragment“ ([[1817]]) oder zu Franz Kafkas „Der Jäger Gracchus“ ([[1917]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interpretation ==&lt;br /&gt;
Es ist augenscheinlich, dass die Erzählung viele Thematiken anreißt, die auch in späteren Werken Thomas Bernhards eine Rolle spielen. Zum einen zählt dazu jenes diffuse zwischenmenschliche Verhältnis, in dem Fall zwischen [[Verwandtschaftsbeziehung #Geschwister|Bruder]] und [[Verwandtschaftsbeziehung #Geschwister|Schwester]], das auch als Inzest gedeutet wird. Der Bruder agiert [[Dominanz (Psychologie)|dominant]], die Geschwister sind aufeinander bezogen, jedoch in einem labilen Sinne. „Das Verhältnis ist unmöglich und endet […] im Selbstmord beider.“&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Jahraus, S. 130&amp;lt;/ref&amp;gt; Die sexuellen Anklänge&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Finnern, S. 26&amp;lt;/ref&amp;gt; werden im Text nur einmal konkreter, als die Wirtin dem Ich-Erzähler Avancen machen will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Gewalt wird in den unterschiedlichsten Abstufungen dargestellt. Hierzu zählen natürliche Phänomene wie der rigorose Winter, Mühlbach selbst als „locus terribilis“, aber auch menschliche Akte. Schließlich wird von zwei Selbstmorden berichtet und der Ich-Erzähler legt einen erschreckenden Zynismus an den Tag, als er den Tod des Mädchens, den er eventuell sogar hätte verhindern können, mit den Worten quittiert, dies würde nun alles vereinfachen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. von Hoff, S. 63f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hervorzuheben sei übrigens die Wald- und Holzsymbolik. Der Wald suggeriert [[Tradition]] und konventionelle Überzeugungen. Er steht für geordnete, kultivierte Strukturen; zugleich mag man darin auch das Unheimlich-Natürliche und Triebhafte lesen. Insofern wundert es kaum, dass die Erzählung unterhalb der Baumgrenze lokalisiert ist, was einer gewissen Gesetzes- und Normlabilität gleichkommt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Finnern, S. 58&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gast- und Wirtshäuser sind auch an der Baumgrenze lokalisiert. In der Erzählung wird sogar davon berichtet, dass Mühlbach drei Wirtshäuser habe. Das könnte darauf hindeuten, dass sich Schicksalsschläge wie derjenige des Geschwisterpaares auch im nächsten Wirtshaus abspielen oder zumindest denkbar sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Thomas Bernhard: An der Baumgrenze. In: Thomas Bernhard. Werke. Hrsg. von Huber, Martin; Schmidt-Dengler, Wendelin. Bd. 14. Frankfurt/Main: Suhrkamp Verlag 2003, S. 99–107.&lt;br /&gt;
* Dagmar von Hoff: Verfinsterung. Thomas Bernhards Textstrategie der Sinnverdunkelung in der Erzählung An der Baumgrenze. In: Thomas Bernhard. Die Zurichtung des Menschen. Hrsg. von Honold, Alexander, Joch, Markus. Würzburg: Königshausen und Neumann 1999, S. 59–65.&lt;br /&gt;
* Volker Finnern: Der Mythos des Alleinseins. Die Texte Thomas Bernhards. (Europäische Hochschulschriften. Reihe 1. Deutsche Sprache und Literatur. Bd. 998) Frankfurt/Main [u.&amp;amp;nbsp;a.]: Verlag Peter Lang 1987.&lt;br /&gt;
* Oliver Jahraus: Das ‚monomanische’ Werk. Eine strukturale Werkanalyse des Œuvres von Thomas Bernhard. (Münchener Studien zur literarischen Kultur in Deutschland. Hrsg. von Heydebrand, Renate; Jäger, Georg; Scharfschwerdt, Jürgen. Bd. 16) Frankfurt/Main [u.&amp;amp;nbsp;a.]: Verlag Peter Lang 1992.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:An Der Baumgrenze}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werk von Thomas Bernhard]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kurzgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Österreich)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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