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	<title>Amusie - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Amusie&amp;diff=208009&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gib Senf dazu!: tk kl</title>
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		<updated>2026-03-10T09:59:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;tk kl&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
| BREITE = &lt;br /&gt;
| 01-CODE = R48.8&lt;br /&gt;
| 01-BEZEICHNUNG = Sonstige und nicht näher bezeichnete Werkzeugstörungen&lt;br /&gt;
| 02-CODE = F80.8&lt;br /&gt;
| 02-BEZEICHNUNG = entwicklungsbedingte Amusie&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amusie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[synonym]]: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amusia, Dysmusie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dysmusia&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; von {{grcS|ἄμουσος|amousos|de=unmusikalisch}}) ist die Unfähigkeit, trotz intakter [[Sinnesorgan]]e Tonfolgen und/oder [[Rhythmus (Musik)|Rhythmen]] zu erkennen und diese [[vokal]] oder [[Instrumentalmusik|instrumental]] wiederzugeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedrich Dorsch]], Hartmut Häcker, Kurt-Hermann Stapf (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Dorsch - Lexikon der Psychologie|Psychologisches Wörterbuch]].&amp;#039;&amp;#039; 11. Auflage. Verlag Hans Huber, Bern / Stuttgart / Toronto 1992, ISBN 3-456-81614-6, S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Begriff der Amusie wurde 1888 von dem [[Neurologie|Neurologen]] [[August Knoblauch]] (1863–1919) [[Erstbeschreiber|geprägt]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Walter Guttmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Medizinische Terminologie.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Verlag Urban &amp;amp; Schwarzenberg, Berlin / Wien 1909, Spalte 47.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[August Knoblauch]]: &amp;#039;&amp;#039;Ueber Störungen der musikalischen Leistungsfähigkeit infolge von Gehirnläsionen.&amp;#039;&amp;#039; Mit graphischen Darstellungen, [[Inaugural-Dissertation]], C. L. Hirschfeld-Verlag, Leipzig / Heidelberg 1888.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Julene K. Johnson, Amy B. Graziano: &amp;#039;&amp;#039;August Knoblauch and amusia: A nineteenth-century cognitive model of music.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Brain and Cognition&amp;#039;&amp;#039;, Februar 2003, Volume 51, Issue 1, S. 102–114; [[doi:10.1016/S0278-2626(02)00527-4]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Fritz Giese]] definierte 1921 die Amusie als „Notenblindheit, Tontaubheit, Unfähigkeit Noten oder Töne wiederzuerkennen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Fritz Giese]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Dorsch – Lexikon der Psychologie|Psychologisches Wörterbuch]]&amp;#039;&amp;#039;. 1. Auflage. B. G. Teubner Verlag, Leipzig / Berlin 1921, S. 6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gegenteil ==&lt;br /&gt;
Das [[Gegenwort]] ist die Musikalität. „Musikalität bezeichnet keineswegs die Fähigkeit, Musik auszuüben, sondern das vielseitig abgestufte Aufnahmevermögen für jede, auch primitivste musikalische Äußerungen aller Art.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ernst Bücken]]: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der Musik.&amp;#039;&amp;#039; Dieterichsche Verlagsbuchhandlung, Wiesbaden ohne Jahr [Vorwort im Herbst 1953], S. 363.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definitionen ==&lt;br /&gt;
Genauer wird mit &amp;#039;&amp;#039;rezeptiver Amusie&amp;#039;&amp;#039; ein Defizit in der Musikwahrnehmung und mit &amp;#039;&amp;#039;expressiver Amusie&amp;#039;&amp;#039; eine Störung der musikalischen Produktion bezeichnet. Die Amusie ist damit eine Form der (auditiven) [[Agnosie]]. Die Unmusikalität ist „die Unfähigkeit, im Musikbereich zweckmäßig zu handeln“ oder „eine nennenswerte Leistung zu erbringen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Daniel Cerny: &amp;#039;&amp;#039;Niemand ist unmusikalisch.&amp;#039;&amp;#039; Aura, Brügg 2005, ISBN 3-9523103-0-1, S. 2 und 57.&amp;lt;/ref&amp;gt; Betroffenen fehlt das Verständnis für [[Melodik]], [[Harmonik]] und [[Intonation (Musik)|Intonation]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analog wird in der [[Neurologie]] auch zwischen der sensorischen Amusie und der motorischen Amusie unterschieden. Die sensorische Unmusikalität heißt auch &amp;#039;&amp;#039;Tontaubheit&amp;#039;&amp;#039;; die Betroffenen sind unfähig, [[Melodie]]n aufzufassen (&amp;#039;&amp;#039;Melodientaubheit&amp;#039;&amp;#039;). Bei der motorischen (oder konstruktiven) Unmusikalität kann man weder [[Lied]]er [[Gesang|singen]] noch [[Ton (Musik)|Töne]] [[pfeifen]], weder [[Musik]] spielen noch [[Tanz|Tänze]] tanzen. [[Musikinstrument]]e können also nicht angemessen genutzt werden. Drittens ist die &amp;#039;&amp;#039;musikalische [[Dyslexie|Alexie]]&amp;#039;&amp;#039; abzugrenzen; das ist die so genannte &amp;#039;&amp;#039;Notenblindheit&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=TGünter Thiele |Titel=Handlexikon der Medizin |Band=Band I (A–E) |Verlag=Urban &amp;amp; Schwarzenberg |Ort=München / Wien / Baltimore |Datum=1980 |Seiten=79 f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Frieder Láhoda (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der klinischen Neurologie.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Einhorn Presse Verlag, Reinbek 1990, ISBN 3-88756-209-7, S. 21 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Medizin&amp;#039;&amp;#039; definiert die Amusie als Verlust der [[Musikalität]] als rezeptorische Leistung mit den drei Formen Störung des Musikverständnisses, Tontaubheit und Melodientaubheit.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Maxim Zetkin]], [[Herbert Schaldach]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Wörterbuch der Medizin]]&amp;#039;&amp;#039; ( WdM). Ullstein Medical, Wiesbaden 1999, ISBN 3-86126-126-X; 16. Auflage: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; Sonderausgabe, Elsevier / Fackelträger Verlag, München / Köln ohne Jahr (2005), ISBN 3-7716-4326-0, S. 76.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wilhelm Kühns &amp;#039;&amp;#039;Neues medizinisches Fremdwörterbuch&amp;#039;&amp;#039; definierte schon 1913 die Amusie als „Fehlen oder Verlust des musikalischen Verständnisses.“&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Kühn: &amp;#039;&amp;#039;Neues medizinisches Fremdwörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Verlag von Krüger &amp;amp; Co., Leipzig 1913, S. 10.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Duden]] definierte die Amusie als das Fehlen einer Musikalität (auch durch Verlust einer ursprünglich vorhandenen) als [[Symptom]] einer Erkrankung der [[Großhirnrinde]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Duden]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Wörterbuch medizinischer Fachausdrücke.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Mannheim / Wien / Zürich 1985, ISBN 3-13-437804-3, S. 94.&amp;lt;/ref&amp;gt; und allgemein als die {{&amp;quot; |Text=Unfähigkeit, Musisches (= Künstlerisches) zu verstehen, und im engeren Sinne als die Unfähigkeit zu musikalischem Verständnis sowie in der [[Medizin]] als eine [[Pathologisch|krankhafte]] Störung des Singvermögens oder der Tonwahrnehmung. |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;[[Duden]]: &amp;#039;&amp;#039;Der große Duden&amp;#039;&amp;#039;, Fremdwörterbuch. Band 5. 2. Auflage. Bibliographisches Institut, Mannheim / Wien / Zürich 1971, ISBN 3-411-00905-5, S. 46.&amp;lt;/ref&amp;gt;}} Der aktuelle Medizin-Duden definiert: „Amusie: Fehlen beziehungsweise Verlust der (ursprünglich vorhandenen) Musikalität, des Singvermögens als Symptom einer Erkrankung der Großhirnrinde.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Duden|Medizin-Duden]]: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch medizinischer Fachbegriffe&amp;#039;&amp;#039;. 10. Auflage. Dudenverlag, Berlin 2021, ISBN 978-3-411-04837-3, S. 104.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnlich „verweist der Begriff der Musikalität den wirklich ‚unmusikalischen‘ Menschen in das Gebiet der Pathologie.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ernst Bücken]]: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der Musik&amp;#039;&amp;#039;. Band 20. 2. Auflage. Dieterich’sche Verlagsbuchhandlung, Wiesbaden ohne Jahr [1953], S. 363 (Sammlung Dieterich).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Adjektiv]] &amp;#039;&amp;#039;amusisch&amp;#039;&amp;#039; bezieht sich im Alltagsgebrauch nicht auf die Amusie, sondern bedeutet nach dem Duden „ohne Kunstverständnis“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=[[Duden]] |Titel=Die deutsche Rechtschreibung |Band=1 |Auflage=25. |Verlag=Dudenverlag |Ort=Mannheim / Leipzig / Wien / Zürich |Datum=2009 |ISBN=978-3-411-04015-5 |Seiten=197}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und „ohne Kunstsinn“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Duden]]: &amp;#039;&amp;#039;Der kleine Duden&amp;#039;&amp;#039;, Fremdwörterbuch. 3. Auflage. Dudenverlag, Mannheim / Leipzig / Wien / Zürich 1991, ISBN 3-411-04673-2, S. 30.&amp;lt;/ref&amp;gt; (zurückgehend auf die altgriechische Bedeutung „musenlos“). Nur fachsprachlich wird der Begriff gelegentlich verwendet, um auf die Amusie Bezug zu nehmen, meint dann aber nicht ein generelles Fehlen von Kunstverständnis oder Kunstsinn, sondern das Vorliegen einer neurologischen Funktionsstörung oder Normvariante wie oben beschrieben. Patienten mit expressiver Amusie sind nicht oder nur einschränkt in der Lage, Musik zu reproduzieren; es fehlt ihnen aber nicht notwendigerweise an Kunstverständnis oder Kunstsinn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen ==&lt;br /&gt;
Amusie ist in den meisten Fällen durch [[Läsion|Hirnläsionen]] nach [[Schlaganfall|Schlaganfällen]] verursacht, kann aber auch angeboren sein. In letzteren Fällen ist sie genetisch mitbedingt und ist eine [[Teilleistungsschwäche]]. In manchen Fällen ist insbesondere die [[Tonhöhenwahrnehmung]] eingeschränkt und nicht die [[Rhythmus (Musik)|Rhythmuswahrnehmung]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Isabelle Peretz, Stephanie Cummings, Marie-Pierre Dube |Hrsg= |Titel=The Genetics of Congenital Amusia (Tone Deafness): A Family-Aggregation Study |Sammelwerk=[[The American Journal of Human Genetics]] |Band=81 |Nummer= |Auflage= |Verlag= |Ort= |Datum=2007 |ISBN= |Seiten= |DOI=10.1086/521337}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Julie Ayotte, Isabelle Peretz, Krista Hyde |Titel=Congenital amusia. A group study of adults afflicted with a music-specific disorder |Sammelwerk=[[Brain (Fachzeitschrift)|Brain]] |Band=125 |Nummer=2 |Datum=2002-02-01 |ISSN=0006-8950 |Seiten=238–251 |Sprache=en |Online=https://academic.oup.com/brain/article/125/2/238/296988/Congenital-amusiaA-group-study-of-adults-afflicted |Abruf=2017-04-12 |DOI=10.1093/brain/awf028}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Häufigkeit ==&lt;br /&gt;
Etwa vier Prozent der Menschen leiden an einer angeborenen Form der Amusie. Nach einem Schlaganfall leiden, je nach betroffener Hirnregion, bis zu 70 Prozent der Betroffenen an einem Defizit im musikalischen Bereich, allerdings wird diesem Umstand oft weder [[Psychologische Diagnostik|diagnostisch]] noch therapeutisch Rechnung getragen, da die Problematik meist hinter anderen, schwereren Leiden zurücksteht und den Betroffenen oft nicht sofort auffällt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnose ==&lt;br /&gt;
Die Amusie ist oft mit einer sensorischen oder motorischen [[Aphasie]] vergesellschaftet.&amp;lt;ref&amp;gt;Günter Thiele, [[Heinz Walter (Pharmazeut)|Heinz Walter]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Reallexikon der Medizin und ihrer Grenzgebiete]].&amp;#039;&amp;#039; [[Urban &amp;amp; Schwarzenberg]], [[Loseblattsammlung]] 1966–1977, 1. Ordner (&amp;#039;&amp;#039;A–Carfimatum&amp;#039;&amp;#039;), ISBN 3-541-84000-5, S. A 171.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Diagnose kann mittels der {{lang|en|&amp;#039;&amp;#039;Montreal Battery of Evaluation of Amusia&amp;#039;&amp;#039;}} stattfinden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Isabelle Peretz, Annie Sophie Champod, Krista Hyde |Titel=Varieties of musical disorders. The Montreal Battery of Evaluation of Amusia |Sammelwerk=[[Annals of the New York Academy of Sciences]] |Band=999 |Datum=2003-11-01 |ISSN=0077-8923 |Seiten=58–75 |Sprache=en |PMID=14681118}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
Daniel Cerny beschreibt zwei [[Versuchsanordnung]]en zur Widerlegung einer angeblichen Unmusikalität:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Heinrich Jacoby]] suchte mit [[Inserat|Zeitungsinseraten]] gezielt nach Menschen, die glaubten, unmusikalisch zu sein. Er spielte ihnen mit einem [[Musikinstrument]] Musikpassagen mit harmoniefremden [[Akkord]]en vor. Die Probanden erkannten diese und waren damit überführt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Heinrich Jacoby]]: &amp;#039;&amp;#039;Jenseits von „Musikalisch“ und „Unmusikalisch“&amp;#039;&amp;#039;. Vorträge 1921–1929. 2. Auflage. Christians Verlag, Hamburg 1995, ISBN 3-7672-0871-7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stefan Kölsch spielte angeblich Unmusikalischen an der [[Universität Leipzig]] am Klavier teilweise sinnlose Akkordfolgen vor. Mit der [[Elektroenzephalographie]] konnte er während des absichtlichen Falschspiels Veränderungen der [[Gehirnaktivität]] als Beweis für ihre Musikalität feststellen.&amp;lt;ref&amp;gt;Daniel Cerny: &amp;#039;&amp;#039;Niemand ist unmusikalisch.&amp;#039;&amp;#039; Aura, Brügg 2005, ISBN 3-9523103-0-1, S. 207 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Man könne diese „so genannte Unmusikalität in Musikalität verwandeln“.&amp;lt;ref&amp;gt;Daniel Cerny: &amp;#039;&amp;#039;Niemand ist unmusikalisch.&amp;#039;&amp;#039; Aura, Brügg 2005, ISBN 3-9523103-0-1, S. 202.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Ansätze übersehen aber den Unterschied zwischen sensorischer und expressiver, d.&amp;amp;nbsp;h. produktiver oder reproduktiver, Amusie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039; zitierte den [[Musikermedizin]]er und Neurologen [[Eckart Altenmüller]]: „Musik sei keine Wahl. «Unmusikalische» Menschen gebe es nicht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ullrich Fichtner: &amp;#039;&amp;#039;Ein Gefühl von Ewigkeit.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039;, 14/2024, S. 40–45.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
Erfolgreiche Behandlungsverfahren sind nicht verfügbar. Weitere Forschungsergebnisse bleiben abzuwarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen]]&lt;br /&gt;
* [[Virtuosität]]&lt;br /&gt;
* [[Universalien der Musikwahrnehmung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Isabelle Peretz, Annie Sophie Champod, Krista Hyde: &amp;#039;&amp;#039;Varieties of Musical Disorders: The Montreal Battery of Evaluation of Amusia.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Annals of the New York Academy of Sciences]]&amp;#039;&amp;#039;, 2003, Vol. 999, S. 58–75; [http://www.brams.umontreal.ca/plab/downloads/PeretzChampo_Hyde-2003.pdf brams.umontreal.ca] (PDF; 10,6&amp;amp;nbsp;MB).&lt;br /&gt;
* T. F. Münte: &amp;#039;&amp;#039;Brain out of tune.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Nature]]&amp;#039;&amp;#039;, 2002, Band 415, S. 589–590.&lt;br /&gt;
* L. Stewart: &amp;#039;&amp;#039;Congenital amusia.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Current Biology]]&amp;#039;&amp;#039;, 2006, Band 16, Nr. 21, S. R904–R906.&lt;br /&gt;
* Isabelle Peretz, E. Brattico, M. Tervaniemi: &amp;#039;&amp;#039;Abnormal Electrical Brain Responses to Pitch in Congenital Amusia.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Annals of Neurology]]&amp;#039;&amp;#039;, 2005, Band 58, Nr. 3, S. 478–482.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Hans-Otto Karnath]], Peter Thier&lt;br /&gt;
   |Titel=Kognitive Neurowissenschaften&lt;br /&gt;
   |Auflage=3.&lt;br /&gt;
   |Verlag=Springer-Verlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Berlin&lt;br /&gt;
   |Datum=2012&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-642-25526-7&lt;br /&gt;
   |Seiten=536}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Amusie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitssymptom in der Neurologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Neurologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musikpsychologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gib Senf dazu!</name></author>
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