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	<title>Amtsvormund - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T04:49:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Amtsvormund&amp;diff=705988&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Florian S. Müller: +Quelle</title>
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		<updated>2025-07-21T15:30:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+Quelle&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Staatslastig|DE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amtsvormundschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man im [[Familienrecht (Deutschland)|deutschen Familienrecht]] eine [[Vormundschaft]], also die umfassende [[gesetzlicher Vertreter|gesetzliche Vertretung]] für einen [[Minderjährigkeit|Minderjährigen]], durch das jeweils zuständige [[Jugendamt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesetzliche und bestellte Amtsvormundschaft ==&lt;br /&gt;
Eine Amtsvormundschaft ist eine Vormundschaft, die das Jugendamt kraft Gesetzes oder aufgrund familiengerichtlicher Anordnung und Bestellung zu übernehmen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gesetzliche Amtsvormundschaft liegt bei zwei Konstellationen vor: Gesetzlicher Amtsvormund (ohne vorherigen gerichtlichen Entzug des Sorgerechtes) ist das Jugendamt bei [[unehelich|nicht ehelichen]] Kindern, solange die Mutter noch minderjährig ist ({{§|1786|bgb|juris}} BGB) sowie während eines laufenden [[Adoption]]sverfahrens ({{§|1751|bgb|juris}} Abs. 1 BGB).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Birgit Hoffmann |Titel=Amtsvormundschaft |Hrsg=[[Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge]] |Sammelwerk=Fachlexikon der Sozialen Arbeit |Auflage=8 |Verlag=Nomos |Ort=Baden-Baden |Datum=2017 |ISBN=978-3-8487-2374-4 |Seiten=30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Familiengericht kann eine Amtsvormundschaft beschließen (bestellte Vormundschaft), wenn keine andere als Vormund geeignete Person vorhanden ist ({{§|1774|bgb|juris}} i. V. m.  {{§|1779|bgb|juris}}BGB). In diesem Fall tritt das Jugendamt als „Ausfallbürge“ ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufgabenübertragung auf Jugendamtsmitarbeiter ==&lt;br /&gt;
Im landläufigen Sprachgebrauch wird oft der Mitarbeiter des Jugendamtes, dem gemäß {{§|55|sgb_8|juris}} SGB VIII die tatsächliche Aufgabenwahrnehmung übertragen wird, als Amtsvormund bezeichnet. Tatsächlich ist aber das Jugendamt (als Teil der öffentlich-rechtlichen [[Gebietskörperschaft (Deutschland)|Gebietskörperschaft]] [[kreisfreie Stadt]] bzw. [[Landkreis]]) Inhaber der Vertretungsbefugnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Befreite Vormundschaft ==&lt;br /&gt;
Das Jugendamt hat den Status eines „[[befreiter Vormund|befreiten Vormundes]]“, ist also z. T. von gerichtlicher Aufsicht und Beschränkungen bei der Vermögensanlage von [[Mündelgeld]] befreit ({{§|1801|bgb|juris}} BGB).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Amtsvormundschaft ==&lt;br /&gt;
Die Amtsvormundschaft wurde 1924 im Rahmen des [[Reichsjugendwohlfahrtsgesetz]]es in Deutschland etabliert. Sie trat für alle [[Unehelichkeit|unehelichen]] Kinder ein und ersetzte landesrechtlich unterschiedliche Formen der Berufs- und Anstaltsvormundschaft und Einzelvormundschaft für uneheliche Kinder. Der gesetzliche Eintritt der Amtsvormundschaft durch Geburt hatte den Vorteil, dass sich die oft langwierige Suche nach einem geeigneten Einzelvormund erübrigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die materielle Lage der unehelichen Kinder soll sich durch die Einrichtung der Amtsvormundschaft, sozusagen eines speziellen Berufsstandes mit Fachkenntnissen insbesondere auf dem Gebiet der [[Vaterschaftsfeststellung|Abstammung]] und [[Kindesunterhalt (Deutschland)|Unterhaltsgeltendmachung]], deutlich verbessert haben. Die Übertragung der [[Elterliche Sorge (Deutschland)|elterlichen Gewalt]] auf die Mutter schien im damaligen Recht kein diskutabler Punkt gewesen zu sein; jedenfalls ist aus den Materialien nichts erkennbar, was auf diesbezügliche Vorstellungen hinweisen könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rechtslage blieb auch nach der Gründung der Bundesrepublik (im Rahmen des novellierten [[Jugendwohlfahrtsgesetz (Deutschland)|Jugendwohlfahrtsgesetzes]]) gleich. Erst zum 1. Juli 1970 wurde im Rahmen des [[Nichtehelichengesetz]]es die obligatorische Amtsvormundschaft für die nun „nichtehelich“ genannten Kinder beendet. Die Kinder standen dann grundsätzlich unter elterlicher Gewalt der [[Mutter]], doch das Kind erhielt mit Geburt einen [[Amtspfleger]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1998 wurde auch diese Einschränkung des [[Elterliche Sorge (Deutschland)|Sorgerechtes]] durch die [[Kindschaftsrechtsreformgesetz|Kindschaftsrechtsreform]] aufgehoben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[DDR]] war die Amtsvormundschaft für uneheliche Kinder bereits 1950 abgeschafft worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Beistandschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Helga Oberloskamp: &amp;#039;&amp;#039;Vormundschaft, Pflegschaft und Beistandschaft für Minderjährige&amp;#039;&amp;#039;, 4. Auflage, 2017, C. H. Beck, ISBN 978-3-406-70280-8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4350682-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienrecht (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berufliche Funktion des Öffentlichen Dienstes]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Florian S. Müller</name></author>
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