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	<title>Amtsgericht Lechenich - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-25T18:47:40Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;GeroO am 22. Oktober 2024 um 14:55 Uhr</title>
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		<updated>2024-10-22T14:55:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das ehemalige &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amtsgericht Lechenich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein bedeutendes Beispiel der Ende der  1890er Jahre entstandenen preußischen Justizbauten hinsichtlich seiner baulichen Qualität und seines noch vollständigen Erhaltungszustandes. Das historische Gebäude steht unter [[Denkmalschutz]] und befindet sich im [[Erftstadt|Erftstädter]] Stadtteil [[Lechenich]] im [[Rhein-Erft-Kreis]] in [[Nordrhein-Westfalen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Amtsgericht Lechenich.jpg|miniatur|Ehemaliges Amtsgericht Lechenich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==  Geschichte ==&lt;br /&gt;
Bis zum [[Erster Koalitionskrieg#Feldzug von 1794|Einmarsch der französischen Revolutionstruppen]] im Jahre 1794 war [[Lechenich]] Gerichtszentrale des [[kurköln]]ischen [[Amt Lechenich (Kurköln)|Amtes Lechenich]] mit [[Blutgerichtsbarkeit|Hochgerichtsrechten]], [[Niedere Gerichtsbarkeit|Niederer Gerichtsbarkeit]] und [[Freiwillige Gerichtsbarkeit (Deutschland)|Freiwilliger Gerichtsbarkeit]]. Bei der 1798 von der [[Linkes Rheinufer|französischen Verwaltung]] durchgeführten umfassenden Gebiets- und Gerichtsreform erhielt Lechenich als Hauptort des [[Kanton Lechenich|gleichnamigen Kantons]] ein [[Friedensgericht]], das für kleine Gerichtsfälle der Orte des Kantons zuständig war.&lt;br /&gt;
Auch unter der [[Preußen|preußischen Regierung]] blieb das Friedensgericht, das im Rathaus in Lechenich untergebracht war, bestehen. Der Gerichtsbezirk umfasste die Bürgermeistereien des ehemaligen Kantons, [[Bürgermeisterei Erp|Erp]], [[Bürgermeisterei Friesheim|Friesheim]], [[Bürgermeisterei Gymnich|Gymnich]], [[Bürgermeisterei Lechenich|Lechenich]], [[Bürgermeisterei Liblar|Liblar]], [[Bürgermeisterei Lommersum|Lommersum]] und [[Bürgermeisterei Weilerswist|Weilerswist]].&lt;br /&gt;
Nach der preußischen Neuordnung des Gerichtswesens und der Einführung der Amtsgerichte wurde das Amtsgericht 1879 nach [[Euskirchen]] verlegt und das Friedensgericht in Lechenich aufgehoben.&lt;br /&gt;
Die folgenden Verhandlungen des Lechenicher Gemeinderates mit der preußischen Regierung um Einrichtung eines Amtsgerichtes in Lechenich dauerten Jahre, führten aber schließlich zum Erfolg.&lt;br /&gt;
Das Justizministerium erklärte sich 1892 bereit, auf dem von der Gemeinde zu diesem Zweck erworbenen Grundstück ein Amtsgericht mit einem Gefängnistrakt zu errichten, und durch Gesetz vom 20. April 1892&amp;lt;ref&amp;gt;Gesetz, betreffend die Errichtung eines Amtsgerichts in der Gemeinde Lechenich vom 20. April 1892, [https://digital.staatsbibliothek-berlin.de/werkansicht?PPN=PPN781619343&amp;amp;PHYSID=PHYS_0139&amp;amp;DMDID=DMDLOG_0001 PrGS S. 81]&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde die Einrichtung des Gerichts angeordnet. Es wurde 1896 mit finanzieller Beteiligung der Gemeinde Lechenich nach dem Plan des königlichen Regierungsbaumeisters Hermann Weisstein gebaut und nahm 1897 – formell zum 1. Juli&amp;lt;ref&amp;gt;Verordnung, betreffend das Inkrafttreten des Gesetzes vom 20. April 1892, vom 20. April 1897, [https://digital.staatsbibliothek-berlin.de/werkansicht?PPN=PPN781551544&amp;amp;PHYSID=PHYS_0148&amp;amp;DMDID=DMDLOG_0001 PrGS S. 104].&amp;lt;/ref&amp;gt; – seine Arbeit auf. Der neu gebildete Gerichtsbezirk umfasste die Bürgermeistereien Erp, Friesheim, Gymnich, Lechenich und Liblar.&lt;br /&gt;
Der Bau des Gefängnisses mit sieben [[Gefängniszelle|Zellen]] machte die 1853 im Bonner Tor eingerichteten Arrestzellen entbehrlich.&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Bartsch: &amp;#039;&amp;#039;Kontinuität und Wandel auf dem Lande. Die rheinpreußische Bürgermeisterei Lechenich im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert (1815–1914).&amp;#039;&amp;#039; S. 100–111.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast 100 Jahre bestand das Amtsgericht in Lechenich, dann wurde es nach einem Landtagsbeschluss zum 31. Dezember 1983 aufgelöst und dem [[Amtsgericht Brühl]] zugewiesen. Wegen Raummangel in [[Brühl (Rheinland)|Brühl]] blieb es als Zweigstelle von Brühl bis 1992 erhalten, danach erfolgte die endgültige Auflösung. Das Gebäude wurde an einen Privatmann verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Bartsch, Hanna Stommel: &amp;#039;&amp;#039;Lechenich von der Römerzeit bis heute. Eine illustrierte Stadtgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Erftstadt-Lechenich 2004.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1995 bis 2020 nutzte die unteren Räume ein Restaurant mit [[Vinothek]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Weisstein berücksichtigte den Vorschlag der Gemeindevertreter, das Amtsgericht in [[Neugotik|neugotischem Stil]] nach den Vorbildern der schon bestehenden neugotischen Bauten, dem [[Historisches Rathaus Lechenich|Rathaus auf dem Marktplatz]] und dem nach Plänen des späteren Wiener Dombaumeisters [[Friedrich von Schmidt]] erbauten Wohnhaus an der Nordseite des Platzes zu errichten.&lt;br /&gt;
[[Datei:Lechenich-Eingang-des-neugtischen-Amtsgerichtes-von-1890.JPG|miniatur|hochkant|Eingang ins Gebäude und Treppenhaus]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Amtsgericht-Lechenich.jpg|miniatur]]&lt;br /&gt;
Das zweigeschossige neugotische [[Backstein]]gebäude wird durch einen breiten weit hinausragenden leicht außenmittigen [[Risalit]] mit hohem [[Staffelgiebel|Treppengiebel]] von den anschließenden seitlichen Gebäudeteilen abgehoben. Durch seine Fassade in roten Verblendsteinen unterscheidet es sich von den übrigen Backsteinbauten am Markt.&lt;br /&gt;
In beiden Geschossen befinden sich je drei Fenster in [[Sandstein]]fassung. Die großen [[Kreuzstockfenster]] im Obergeschoss ähneln denen des Rathauses.&lt;br /&gt;
Die Zeichen der öffentlichen Funktion des Gebäudes, die in Metallbuchstaben angebrachte Aufschrift „Königliches Amtsgericht“ über den Fenstern im Obergeschoss wie auch der [[Wappen Preußens|preußische Adler]] in der [[Blende (Architektur)|Blendnische]] des Risalits wurden später abgeschlagen. Der Adler wurde vor einigen Jahren in einer sehr vereinfachten Form in schwarzer Farbe auf weißem Grund wieder aufgemalt. Über dem Adler steht die vergoldete Inschrift: „Jedem das Seine“.&amp;lt;ref&amp;gt; Frank Bartsch: &amp;#039;&amp;#039;Kontinuität und Wandel auf dem Lande. Die rheinpreußische Bürgermeisterei Lechenich im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert (1815–1914).&amp;#039;&amp;#039; S. 646–650 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine seitliche Außentreppe im schmäleren Trakt des Gebäudes führt zu einem spitzbogigen Portal. Zwischen dem breiteren Seitentrakt und der Mauer des Nachbargebäudes führt eine flach gerundete Einfahrt in den Innenhof und von dort zum Gefängnis. Der Innenhof ist heute glasüberdacht und wurde vom Restaurant genutzt, das dort auch Veranstaltungen wie Musikevents, Dichterlesungen und Modenschauen veranstaltete.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.restaurant-amtsgericht.de/ |wayback=20120808003140 |text=Webseite des Restaurants }}. Abgerufen am 7.&amp;amp;nbsp;April 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Frank Bartsch: &amp;#039;&amp;#039;Kontinuität und Wandel auf dem Lande. Die rheinpreußische Bürgermeisterei Lechenich im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert (1815–1914).&amp;#039;&amp;#039;  (Geschichte im Kreis Euskirchen Band 26.) Weilerswist 2012. ISBN 978-3-941037-91-5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Amtsgerichte im Landgerichtsbezirk Köln}}&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=50.799819|EW=6.765497|type=landmark|region=DE-NW}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Erftstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lechenich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Justizgebäude in Nordrhein-Westfalen|Lechenich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Amtsgericht (Nordrhein-Westfalen)|Lechenich]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;GeroO</name></author>
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