<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Amtmann</id>
	<title>Amtmann - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Amtmann"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Amtmann&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-31T07:26:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Amtmann&amp;diff=130455&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;M Huhn: Geschichte; die einzelnen Territorien, in denen es Amtmänner / Amtleute gab</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Amtmann&amp;diff=130455&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-08-25T08:12:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Geschichte; die einzelnen Territorien, in denen es Amtmänner / Amtleute gab&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Leisnig, Burg Mildenstein - Amtsstube im Vorderschloss (01-2).jpg|miniatur|Amtmann in einer Amtsstube, Darstellung auf [[Burg Mildenstein]] (Verwaltungssitz im [[Amt Leisnig]])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amtmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (in [[Deutschland]]) oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ammann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (in der [[Schweiz]] und in Teilen [[Süddeutschland]]s) war im deutschsprachigen Raum seit dem Mittelalter der oberste [[Dienstmann]] eines vom [[Landesherr]]n zur Territorialverwaltung von [[Gutshof|Gutshöfen]], Burgen und Dörfern geschaffenen [[Amt (historisches Verwaltungsgebiet)|&amp;#039;&amp;#039;Amtes&amp;#039;&amp;#039;]], das zugleich ein Verwaltungs- und Gerichtsbezirk war. Er gehörte meist dem Adel oder dem Klerus an, in Städten oft auch den wohlhabenden Schichten des Bürgertums. Er residierte im [[Amthaus]] und trieb im Amtsbezirk die Steuern ein, [[Rechtsprechung|sprach Recht]] und sorgte mit einer kleinen bewaffneten Einheit für [[Innere Sicherheit|Sicherheit und Ordnung]]. Seine Entsprechung in Teilen von [[Preußen]] und im [[Kurfürstentum Sachsen]] war der [[Amtshauptmann]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später bürgerte sich für das alte Wort &amp;#039;&amp;#039;Amtmann&amp;#039;&amp;#039; das Wort [[Beamtentum|Beamter]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Holstein ===&lt;br /&gt;
Im [[Holstein]] der dänischen Zeit (bis 1864) war der Amtmann der Oberbeamte eines landesherrlichen Amtes. Als Leiter der Verwaltung unterstand er seit 1546 dem Ministerium &amp;#039;&amp;#039;([[Deutsche Kanzlei (Kopenhagen)|Deutsche Kanzlei]])&amp;#039;&amp;#039; in Kopenhagen. Der Amtmann war zugleich weltlicher Richter erster Instanz und bildete mit dem [[Propst]] zusammen das geistliche Gericht ([[Konsistorium]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schweiz ===&lt;br /&gt;
In der Schweiz war der Ammann&amp;lt;ref&amp;gt;{{HLS|10252|Ammann|Autor=Peter Steiner}}&amp;lt;/ref&amp;gt; im Mittelalter und in der älteren Neuzeit das von den Bürgern gewählte Oberhaupt der [[Landsgemeinde]] und ist seit dem frühen 19. Jahrhundert der Vorsitzende der Exekutive einiger Kantone ([[Landammann]]), verschiedener Städte oder Gemeinden ([[Stadtammann]], [[Gemeindeammann]]) sowie von [[Korporation#Nutzungsgenossenschaften|Korporationen]] (beispielsweise der „Talammann der Korporation Urseren“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tirol und Herzogtum Österreich ===&lt;br /&gt;
In [[Tirol]] sind Amtleute seit dem [[Spätmittelalter]] belegt und zwar als landesfürstliche Beamte ebenso wie als Verwalter adeliger Großgrundbesitzer. Sie werden dort auch als [[Pfleger (Mittelalter)]] bezeichnet und sind von den Richtern, welchen die Rechtsprechung in den Verwaltungsbezirken oblag, unterschieden worden. Seit 1392 wurden im [[Herzogtum Österreich]] oberste Amtleute eingesetzt, welche die Kontrolle über die Landesverwaltung führten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg und Königreich Hannover ===&lt;br /&gt;
Im [[Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg]] und (nach dem [[Königreich Westphalen]] von 1807 bis 1814) im [[Königreich Hannover]] gab es wie in anderen absolutistisch regierten deutschen Staaten in den Ämtern, also auf der unteren staatlichen Ebene der Gemeinden und (kleineren) Städte, bis 1852 keine [[Gewaltenteilung]]: Der königliche Amtmann war in seinem Amt zuständig sowohl für die Herausgabe von Erlassen als auch für die Verwaltung und die Rechtsprechung. Nur größere Städte wie etwa [[Hameln]] waren „amtsfrei“, hatten also eine eigene Verwaltung, so dass sich die Funktion des Amtmanns dort auf die Rechtsprechung beschränkte. Um vom Landesherrn als Amtmann eingesetzt zu werden, hatte man in der Regel eine universitäre Ausbildung und eine zweistufige praktische Bewährung zu absolvieren: Beispielsweise bot die [[Universität Göttingen]] das Studium der „[[Kameralwissenschaft]]en“ an. „[[Auditor#In Verwaltung und Gerichtsbarkeit|Auditor]]“ war jemand, der daraufhin die untere der beiden damals üblichen staatlichen Richterprüfungen, das Auditorexamen, abgelegt hatte, nach unseren heutigen Begriffen also so etwas wie ein [[Referendar]]. „Amts-Assessor“ war dann die nächste praktische Probephase im Lauf der Ausbildung eines Amtmanns, etwa entsprechend dem heutigen Assessor. Nach bestandener zweiter Prüfung wurden aus den adeligen Assessoren „supernumerare Droste“, aus den bürgerlichen „supernumerare Amtsschreiber“. Auditoren und Assessoren galten als Arbeitshilfe für den Amtmann und wurden durch ihn bezahlt. Der Amtmann selbst erhielt von seinem Landesherrn oft keinen festen Sold (also kein Gehalt), sondern lediglich Erträge aus Teilen des Amtsbezirks, die er gepachtet hatte, außerdem aus Gebühren („[[Sportel]]n“ und „Taxen“), welche bei Inanspruchnahme der Gerichte an ihn persönlich (nicht an die Staatskasse) zu zahlen waren. Erst im Ruhestand zahlte der Landesherr eine Pension. Das Gerichtsverfassungsgesetz vom 8. November 1850 bestimmte dann im Sinne der Gewaltenteilung auch für die Ämter eine Aufteilung einerseits in Amtsgerichte, andererseits in Verwaltungen. Sowohl nach [[Annexion]] des Königreichs durch [[Preußen]] 1866 und Bildung der [[Provinz Hannover]] als auch nach Eingang Preußens als Bundesstaat des [[Deutsches Kaiserreich|Deutschen Reichs]] 1871 wurden viele Bestimmungen und Strukturen als vorbildlich angesehen und in die jeweils größere politische Einheit übernommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.amtsgericht-hameln.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=18868&amp;amp;article_id=70633&amp;amp;_psmand=118 |wayback=20140714225633 |text=Henning Fließ: &amp;#039;&amp;#039;Entstehung des Amtsgerichts. 150 Jahre Amtsgericht – über 1000 Jahre Rechtsprechung in Hameln&amp;#039;&amp;#039;. Vortrag aus Anlass des Tages der offenen Tür des Amtsgerichts Hameln am 17. Mai 2003 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Preußen und Nordrhein-Westfalen ===&lt;br /&gt;
In der preußischen [[Provinz Westfalen]] bzw. im Land [[Nordrhein-Westfalen]] bildeten die Ämter von 1843 bis 1974 die Verwaltungsebene unterhalb der [[Landkreis|Kreisebene]]. Die [[Ämter in Westfalen]] leitete ein Amtmann, später „Amtsbürgermeister“ genannt. Im Land Nordrhein-Westfalen hieß der Leiter eines Amtes [[Amtsdirektor]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Amtsbezeichnung ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Amtmann (Amtsbezeichnung)}}&lt;br /&gt;
Heute ist &amp;#039;&amp;#039;Amtmann&amp;#039;&amp;#039; in Deutschland die [[Amtsbezeichnung]] für einen [[Beamter (Deutschland)|Beamten]] der [[Besoldungsgruppe]] A&amp;amp;nbsp;11 der [[Bundesbesoldungsordnung&amp;amp;nbsp;A]] des [[Bundesbesoldungsgesetz]]es im [[Gehobener Dienst|gehobenen Dienst]] und im [[Burgenland]] (Österreich) die Bezeichnung für einen Gemeindebeamten (siehe auch [[Amtmann (Burgenland)]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weibliche Amtsbezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Amtfrau&amp;#039;&amp;#039; (z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;[[Regierungsamtfrau]]&amp;#039;&amp;#039; (RAmtfr) oder &amp;#039;&amp;#039;Zollamtfrau&amp;#039;&amp;#039; (ZAF)) hat sich weitgehend durchgesetzt. Eine Zeit lang wurde statt Amtfrau auch die Amtsbezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Amtmännin&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;– diese Amtsbezeichnung war vorher die Regel&amp;amp;nbsp;– in einigen [[Land (Deutschland)|Bundesländern]] und der [[Bundesverwaltung (Deutschland)|Bundesverwaltung]] verwendet. Diese Amtsbezeichnung ist weitgehend verschwunden, allerdings kann in der Bundeszollverwaltung noch immer die Amtsbezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Zollamtmännin&amp;#039;&amp;#039; (alternativ zu &amp;#039;&amp;#039;Zollamtfrau&amp;#039;&amp;#039;) gewählt werden. Ursprünglich ging die Einführung der Amtsbezeichnung z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;Justizamtfrau&amp;#039;&amp;#039; in den 1970er-Jahren von einer [[Niedersachsen|niedersächsischen]] Beamtin/[[Rechtspfleger]]in aus, die sich weigerte, die [[Ernennungsurkunde|Beförderungsurkunde]] entgegenzunehmen, solange sie nicht in der weiblichen Form ausgestellt war. In der Schweiz wird ein weiblicher [[Landammann]] gewöhnlich als &amp;#039;&amp;#039;Frau Landammann&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet und angeredet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hans-Cord Sarnighausen: &amp;#039;&amp;#039;Die alten Amtschreiber und Amtmänner&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Zeitschrift für Niederdeutsche Familienkunde]], Heft 4/2000, S. 147–152.&lt;br /&gt;
* [[Dietmar Willoweit]]: &amp;#039;&amp;#039;Staatsbildung und Jurisprudenz. Spätmittelalter und frühe Neuzeit. Gesammelte Aufsätze 2003–2016&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Würzburger rechtswissenschaftliche Schriften.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 105). Ergon Verlag, Baden-Baden 2019, ISBN 978-3-95650-551-5. S.&amp;amp;nbsp;13.; 59 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://fhi-legacy.rg.mpg.de/articles/0201kroeschell/0201kroeschell.htm Karl Kroeschell: &amp;#039;&amp;#039;Der Amtmann. Zur Kulturgeschichte eines Juristenberufs.&amp;#039;&amp;#039; 2000] &lt;br /&gt;
* {{Zedler Online|1|Amtmann|1814|}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Grundamtsbezeichnungen (Deutschland)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4142294-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Amtmann| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Titel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Feudalismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Amtsbezeichnung (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Amtsbezeichnung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M Huhn</name></author>
	</entry>
</feed>