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	<title>Amt Reifenberg - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T01:57:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Amt_Reifenberg&amp;diff=2806683&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-61413-2: /* Konflikt um die Besitzergreifung durch Nassau-Usingen */ Name korrigiert</title>
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		<updated>2026-01-28T10:53:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Konflikt um die Besitzergreifung durch Nassau-Usingen: &lt;/span&gt; Name korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bassenheimer Palais Oberreifenberg.jpg|mini|Bassenheimer Palais - Der Amtssitz]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amt Reifenberg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (früher &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herrschaft Reifenberg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) war ein [[Reifenberg (Adelsgeschlecht)|Reifenberg]]er, dann [[Waldbott von Bassenheim|Bassenheim]]er und schließlich [[Amt (Herzogtum Nassau)|Nassauer]] Amt auf dem Gebiet des heutigen [[Hochtaunuskreis]]es ([[Hessen]]). Amtssitz war [[Oberreifenberg]], es bestand bis 1810.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Oberreifenberg, Burg Reifenberg.JPG|mini|[[Burg Reifenberg (Oberreifenberg)|Burg Reifenberg]]]]&lt;br /&gt;
Seit dem 15. Jahrhundert entwickelte sich ein kleines Herrschaftsgebiet des niederadligen Geschlechtes Reifenberg im hohen [[Taunus]]. Es umfasste Ober- und [[Niederreifenberg]], [[Arnoldshain]], [[Schmitten im Taunus|Schmitten]] und [[Seelenberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte Reifenberger Ritter [[Philipp Ludwig von Reiffenberg]], ein [[Kurmainz]]er Domherr, war zuletzt von 1676 bis zu seinem Tod 1686 auf der Veste Königstein als kurmainzischer Gefangener eingekerkert. Mit ihm starb das Adelsgeschlecht aus und die Herrschaft Reifenberg ging als Erbschaft an das Haus der [[Waldbott von Bassenheim]]. Allerdings befand sich die Herrschaft seit 1681 in Kurmainzer [[Pfand (Recht)|Pfandschaft]] und verblieb darin bis etwa 1725.&amp;lt;ref&amp;gt;Gottlieb Schnapper-Arndt: {{Webarchiv |url=http://edocs.ub.uni-frankfurt.de/volltexte/2007/9279/ |text=Fünf Dorfgemeinden auf dem Hohen Taunus : eine socialstatistische Untersuchung über Kleinbauernthum, Hausindustrie und Volksleben |wayback=20130504034038}}, Leipzig 1883. Zur Kurmainzer Pfandschaft siehe Seite 19 (PDF, 38 MB)&amp;lt;/ref&amp;gt; 1781 wird das Amt Reifenberg mit dem ebenfalls Bassenheimer [[Amt Kransberg|Amt Cransberg]] in einer Hand vereinigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem [[Reichsdeputationshauptschluss]] (1803) fallen die Bassenheimer Ämter Reifenberg und Kransberg an [[Nassau-Usingen]] und in der Folge an das [[Herzogtum Nassau]] (1806). Mit der Ämterreform in Nassau am 16. Juli 1810 wurde das Amt Reifenberg dem [[Amt Usingen]] zugeordnet und ging darin auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konflikt um die Besitzergreifung durch Nassau-Usingen ==&lt;br /&gt;
Im Reichsdeputationshauptschluss war 1803 beschlossen worden, die [[Reichsritterschaft|reichsritterschaftlichen]] Gebiete den benachbarten Fürstentümern zuzuordnen. Fürst [[Friedrich August (Nassau-Usingen)|Friedrich August von Nassau-Usingen]] erließ daher am 3. Januar 1804 ein Besitzergreifungspatent bezüglich der Herrschaft Reifenberg. Der Nassau-Usinger Amtsmann Justizrat Brückner wurde mit 5 Ausfertigungen dieses Patentes und 7 bewaffneten Männern von seinem Amtssitz [[Kronberg im Taunus]] ausgeschickt, um die 5 Dörfer förmlich Nassau-Usingen zu unterwerfen. Jedoch stieß er auf Widerstand. Der Vertreter des Grafen Waldbott von Bassenheim, Kammerrat Krebs erklärte, lediglich Schmitten und Arnoldshain seien reichsritterschaftlich, Reifenberg selbst aber hätte den Charakter eines eigenen [[Reichsstände|Reichsstandes]]. Damit müssten Schmitten und Arnoldshain eben Reifenberg als eigenem Reichsstand angegliedert werden und nicht Usingen. Brückner und seine Truppe mussten unverrichteter Dinge abziehen; die Patente wurden in allen 5 Dörfern wieder abgehängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nassau-Usingen entsandte nun eine ganze Kompanie, die das Amt Reifenberg besetzte. Gegen diese Besetzung erklagte Graf Waldbott von Bassenheim vor dem [[Reichskammergericht]] am 9. Januar 1804 ein Urteil, dass Usingen die Truppen abzuziehen habe, was dann auch geschah.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1806 trat Nassau-Usingen dem [[Rheinbund]] bei und aus dem [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reich]] aus. Mit dem Ende des Heiligen Römischen Reiches endete auch die Möglichkeit Waldbott von Bassenheims, die Eingliederung des Amtes Reifenberg nach Nassau-Usingen zu verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 12. September 1806 reiste Justizrat Brückner erneut in die 5 Taunusorte. Diesmal wurde dem Anschlagen der Besitzergreifungspatente kein Widerstand entgegengesetzt. Auch wenn sich Kammerrat Krebs weigerte, der Besitzergreifung zuzustimmen, setzte Nassau-Usingen am folgenden Tag einen nassauischen Oberschulheiß als Amtmann in Reifenberg ein.&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg-Reifenberg-JR-E-85-2010-04-24.jpg|mini|[[Burg Reifenberg (Oberreifenberg)|Burg Reifenberg]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwaltungssitz ==&lt;br /&gt;
Sitz des Amtmanns war zunächst die [[Burg Reifenberg (Oberreifenberg)|Burg Reifenberg]] und später das [[Bassenheimer Palais]] in Oberreifenberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herzoglich nassauisch Gräflich Waldbott-Bassenheimsches Amt ==&lt;br /&gt;
Während das Amt Reifenberg mit der Eingliederung in das Amt Usingen aufgehört hatte, zu bestehen, bestanden auch nach der [[Mediatisierung]] teilweise [[Standesherr (Deutscher Bund)|Standesvorrechte]] der Grafen von Waldbott-Bassenheim fort. Zusätzlich waren die Grafen die größten Grundbesitzer im ehemaligen Amt Reifenberg. Organisatorisch wurden diese Rechte im &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herzoglich nassauisch Gräflich Waldbott-Bassenheimschen Amt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; verwaltet. Räumlich umfasste dieses Amt die ehemaligen Herrschaften Reifenberg und Kransberg, also Cransberg, Pfaffenwiesbach, Wernborn, Reifenberg, Seelenberg, Schmitten und Arnoldshain.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regelungen in Bezug auf die Waldbott-Bassenheim verbleibenden Rechte waren in einem herzoglich-nassauischen Organisationsedikt vom 11./19. Juni 1807&amp;lt;ref&amp;gt;das doppelte Datum resultiert daher, dass der Herzog und der Mitregent das Edikt zu unterschiedlichen Zeitpunkten unterzeichneten&amp;lt;/ref&amp;gt; geregelt. Waldbott-Bassenheim behielt das [[Kirchenpatronat]] der katholischen Kirchen (eingeschränkt durch eine [[Präsentation (Ernennung)|Präsentationspflicht]] beim Herzog). Auch die Schullehrer wurden auf gleiche Weise durch den Grafen nach Präsentation ernannt.&lt;br /&gt;
Der Graf behielt das Recht der niederen und mittleren Gerichtsbarkeit einschließlich der Forstgerichtsbarkeit. Weiterhin blieben die gräflichen Rechte aus [[Zehnt]]en und vergleichbaren Abgaben bestehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Harry Müzing, Die Mediatisierung der, ehemaligen reichsunmittelbaren Standesherren und Reichsritter im Herzogtum Nassau, Diss. 1980, S. 108–109&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus war der Graf größter Grundeigentümer im Amt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bemühen um eine weitere Vereinheitlichung im Herzogtum Nassau legte die nassauische Regierung dem Grafen mit Schreiben vom 11. September 1823 ein Angebot vor, das dieser mit Schreiben vom 2. Juli 1824 annahm. Hierdurch gingen alle Rechte in der Rechtsprechung an die herzoglichen Gerichte über. Die Gerichte sollten aber weiter im Namen des Herzoglich nassauisch Gräflich Waldbott-Bassenheimschen Amtes Recht sprechen. Der Graf behielt das Patronatsrecht, die Jagdberechtigung und die Zehnten und anderen Reallasten. Im Gegenzug für seinen Verzicht erhielt der Graf eine jährliche Entschädigungsrente.&amp;lt;ref&amp;gt;Harry Müzing, Die Mediatisierung der, ehemaligen reichsunmittelbaren Standesherren und Reichsritter im Herzogtum Nassau, Diss. 1980, S. 156–157&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Deutsche Revolution 1848/1849|Märzrevolution 1848]] wurden die Standesvorrechte aufgehoben und Graf [[Hugo Waldbott von Bassenheim]] verblieben nur noch die zivilrechtlichen Einkünfte aus seinem Grundbesitz. Das Waldbott-Bassenheimsche Amt endete damit.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Wagner: Die 48er Revolution im Usinger Land; In: Klaus Wagner (Hrsg.): Geliebtes Usinger Land - Geschichte und Erzählungen unserer Heimat, 1982, ISBN 3-923658-01-X, S. 29–35&amp;lt;/ref&amp;gt; In der [[Reaktionsära]] wurden diese Änderungen jedoch wieder rückgängig gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Verträgen vom 23. Oktober 1852 und 1. Februar 1853 verkaufte Graf von Bassenheim die Herrschaften Kransberg und Reifenberg an den Gutsbesitzer J.F. Umber. Mit diesem Verkauf gingen nach Auffassung der nassauischen Regierung die standesrechtlichen Vorrechte endgültig unter. In den Folgejahren erwarb der nassauische Domänenfiskus die ehemals Waldbott-Bassenheimer Besitzungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Harry Müzing, Die Mediatisierung der, ehemaligen reichsunmittelbaren Standesherren und Reichsritter im Herzogtum Nassau, Diss. 1980, S. 158&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jost Kloft: &amp;#039;&amp;#039;Territorialgeschichte des Kreises Usingen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriften des Hessischen Landesamtes für Geschichtliche Landeskunde.&amp;#039;&amp;#039; Stück 32). Elwert, Marburg 1971, ISBN 3-7708-0421-X, S. 191–192, S. 210 (Zugleich: Marburg, Univ., Diss. 1957).&lt;br /&gt;
* Gottlieb Schnapper-Arndt: {{Webarchiv |url=http://edocs.ub.uni-frankfurt.de/volltexte/2007/9279/ |text=Fünf Dorfgemeinden auf dem Hohen Taunus : eine socialstatistische Untersuchung über Kleinbauernthum, Hausindustrie und Volksleben |wayback=20130504034038}}, Leipzig 1883&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Amt (Herzogtum Nassau)|Reifenberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schmitten im Taunus]]&lt;/div&gt;</summary>
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