<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Amt_Dorheim</id>
	<title>Amt Dorheim - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Amt_Dorheim"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Amt_Dorheim&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-08T15:44:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Amt_Dorheim&amp;diff=617153&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gustav moenus: Ergänzungen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Amt_Dorheim&amp;diff=617153&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2022-05-18T00:16:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ergänzungen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amt Dorheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein [[Amt (historisches Verwaltungsgebiet)|Amt]] der [[Grafschaft Hanau-Münzenberg]] und ihrer Nachfolgestaaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktion ==&lt;br /&gt;
In der [[Frühe Neuzeit|Frühen Neuzeit]] waren Ämter eine Ebene zwischen den Gemeinden und der [[Landesherrschaft]]. Die Funktionen von Verwaltung und Rechtsprechung waren hier nicht getrennt. Dem Amt stand ein [[Amtmann]] vor, der von der Landesherrschaft eingesetzt wurde. {{Hauptartikel|Amt (historisches Verwaltungsgebiet)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bestandteile ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Amt Dorheim.png|miniatur|hochkant=2]]&lt;br /&gt;
Das Amt Dorheim bestand aus den Dörfern&lt;br /&gt;
* [[Assenheim (Niddatal)|Assenheim]], [[Kondominat]], 1/6 zu Hanau&lt;br /&gt;
* [[Dorheim (Friedberg)|Dorheim]]&lt;br /&gt;
* [[Bad Nauheim|Nauheim]]&lt;br /&gt;
* [[Rödgen (Bad Nauheim)|Rödgen]]&lt;br /&gt;
* [[Schwalheim]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Das Amt Dorheim wurde 1597 unter der Regierung von Graf [[Philipp Ludwig II. (Hanau-Münzenberg)|Philipp Ludwig II.]] aus zwei Bestandteilen, insgesamt vier Dörfern und einem [[Kondominat]]santeil, neu gebildet. Dieser Schritt war Bestandteil einer umfassenden Umstrukturierung seiner Grafschaft im Jahr nach seinem persönlichen Regierungsantritt – bis 1596 hatte er unter [[Vormundschaft]] gestanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dorf [[Bad Nauheim|Nauheim]] war am Ende des 15. Jahrhunderts als Kompensation und Entschädigung für Schulden, die das [[Kloster Seligenstadt]] bei Graf [[Philipp I. (Hanau-Münzenberg)|Philipp I.]] von [[Hanau (Adelsgeschlecht)|Hanau-Münzenberg]] hatte, zu Hanau-Münzenberg gekommen. Die Dörfer [[Dorheim (Friedberg)|Dorheim]], [[Rödgen (Bad Nauheim)|Rödgen]] und [[Schwalheim]] dagegen wurden von den Grafen von [[Stolberg (Adelsgeschlecht)|Stolberg]] 1572 an die Grafschaft Hanau-Münzenberg verpfändet und schließlich 1578 verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt;Pauschardt, S. 33.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aufgrund der [[Saline]] in Nauheim war das Amt Dorheim in der Grafschaft wirtschaftlich von hoher Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
In der Grafschaft Hanau-Münzenberg wurde Mitte des 16. Jahrhunderts nach und nach die [[Reformation]] eingeführt. Dies geschah zunächst im [[Luthertum|lutherischen]] Sinn. In einer „zweiten Reformation“, wurde die [[Konfession]] der Grafschaft Hanau-Münzenberg erneut gewechselt: Graf Philipp Ludwig II. verfolgte ab 1597 eine entschieden [[Calvinismus|reformierte]] Kirchenpolitik. Er machte vom &amp;#039;&amp;#039;[[Cuius regio, eius religio|Jus reformandi]]&amp;#039;&amp;#039;, seinem Recht als Landesherr Gebrauch, die Konfession seiner Untertanen zu bestimmen, und setzte dies für die Grafschaft Hanau-Münzenberg weitgehend als verbindlich durch, so auch im Amt Dorheim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie in der übrigen Grafschaft Hanau-Münzenberg wurde seit der Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert das [[Solmser Landrecht]] zum Gewohnheitsrecht.&amp;lt;ref&amp;gt; [[Arthur Benno Schmidt]]: &amp;#039;&amp;#039;Die geschichtlichen Grundlagen des bürgerlichen Rechts im Großherzogtum Hessen&amp;#039;&amp;#039;. Curt von Münchow, Gießen 1893, S. 75, Anm. 65, sowie beiliegende Karte. &amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[Gemeines Recht|Gemeine Recht]] galt nur, wenn Regelungen des Solmser Landrechts für einen Sachverhalt keine Bestimmungen enthielten. Das Solmser Landrecht blieb im Amt Dorheim auch im 19. Jahrhundert geltendes Recht, auch in [[Kurfürstentum Hessen|kurhessischer]] und [[Großherzogtum Hessen|großherzoglich hessischer]] Zeit. Erst das [[Bürgerliches Gesetzbuch|Bürgerliche Gesetzbuch]] vom 1. Januar 1900, das einheitlich im ganzen [[Deutsches Reich|Deutschen Reich]] galt, setzte das alte [[Partikularrecht]] weitgehend außer Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des letzten Hanauer Grafen, [[Johann Reinhard III. (Hanau)|Johann Reinhard III.]], 1736 erbte [[Landgraf]] [[Friedrich (Schweden)|Friedrich I.]] von [[Landgrafschaft Hessen-Kassel|Hessen-Kassel]] aufgrund eines Erbvertrages aus dem Jahr 1643 die Grafschaft Hanau-Münzenberg und damit auch das Amt Dorheim. 1803 wurde der Landgraf von Hessen-Kassel zum [[Kurfürst]]en erhoben. 1806 kam das Amt Dorheim unter französische Verwaltung, da [[Erstes Kaiserreich|Frankreich]] das [[Kurfürstentum Hessen]] besetzte, weil es sich weigerte, dem [[Rheinbund]] beizutreten. Am 11. Mai 1810 schlossen das [[Großherzogtum Hessen]] &amp;#039;&amp;#039;(Hessen-Darmstadt)&amp;#039;&amp;#039; und Frankreich einen [[Staatsvertrag]]&amp;lt;ref&amp;gt; Text (in [[Französische Sprache|französischer Sprache]]) in: Schmidt, S. 30ff, Anm. 100. &amp;lt;/ref&amp;gt;, mit dem Frankreich Gebiete, die es 1806 Kurhessen abgenommen hatte, an das Großherzogtum weiter gab. Der im Mai geschlossene Vertrag wurde von [[Napoleon Bonaparte|Napoléon]] aber erst am 17. Oktober 1810 unterschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt; Schmidt, S. 30. &amp;lt;/ref&amp;gt; Das hessische Besitzergreifungspatent datiert vom 10. November 1810&amp;lt;ref&amp;gt; Schmidt, S. 33. &amp;lt;/ref&amp;gt; und umfasste auch das &amp;#039;&amp;#039;Amt Dorheim&amp;#039;&amp;#039;. Nach dem [[Wiener Kongress]] kam es 1816 wieder an das Kurfürstentum Hessen zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;Zimmermann, S. 772.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der [[Kurfürstentum Hessen#Verwaltungsgliederung|Verwaltungsreform des Kurfürstentums Hessen]] von 1821, im Rahmen derer Kurhessen in vier Provinzen und 22 Kreise eingeteilt wurde, ging das Amt Dorheim im neu gebildeten [[Kreis Hanau]] auf. Es hatte damals 2119 Einwohner.&amp;lt;ref&amp;gt; Johann Peter Eyring: &amp;#039;&amp;#039;Der Landkreis Hanau&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Georg-Wilhelm Hanna]] (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Der Landkreis Hanau und seine Landräte&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg.: [[Kreissparkasse Hanau]]. Hanau 1989, S.&amp;amp;nbsp;7.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gleichzeitig wurde die Verwaltung organisatorisch von der Rechtsprechung getrennt. Für die erstinstanzliche Rechtsprechung wurde das [[Amtsgericht Bad Nauheim|Justizamt Dorheim]] eingerichtet. 1847 wurde das Justizamt nach Nauheim verlegt und nannte sich nun „Justizamt Nauheim“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während dieser gesamten Zeit bildete das Amt Dorheim eine [[Exklave]], vollständig umgeben von fremdem Territorium, zuletzt dem des Großherzogtums Hessen-Darmstadt und dem [[Herzogtum Nassau|nassauischen]] [[Amt Reichelsheim]]. Nach dem [[Deutscher Krieg|Krieg von 1866]] [[Annexion|annektierte]] [[Königreich Preußen|Preußen]] das Kurfürstentum Hessen, gab das Amt Nauheim im [[Friedensvertrag vom 3. September 1866]] aber an das Großherzogtum Hessen.&amp;lt;ref&amp;gt; Art. 15, Nr. 2 des Friedensvertrages, abgedruckt bei: Ernst Rudolf Huber: &amp;#039;&amp;#039;Dokumente zur deutschen Verfassungsgeschichte&amp;#039;&amp;#039; 2 = Deutsche Verfassungsdokumente 1851–1900. 3. Aufl., Stuttgart 1986. ISBN 3-17-001845-0, Nr. 192, S. 260ff. &amp;lt;/ref&amp;gt; Dort wurde es in den [[Kreis Friedberg (Hessen)|Kreis Friedberg]] eingegliedert, der zur [[Oberhessen (Provinz Hessen-Darmstadt)|Provinz Oberhessen]] gehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rödgen und Schwalheim sind heute Ortsteile von Bad Nauheim, Dorheim ist ein Stadtteil von [[Friedberg (Hessen)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Erich Brücher: &amp;#039;&amp;#039;Die Rückkehr des Amtes Dorheim zu Kurhessen am 12. Juli 1816&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Wetterauer Geschichtsblätter&amp;#039;&amp;#039; 34 (1985), S. 87–94.&lt;br /&gt;
* Regnerus Engelhard: &amp;#039;&amp;#039;Erdbeschreibung der Hessischen Lande Casselischen Antheiles mit Anmerkungen aus der Geschichte und aus Urkunden erläutert&amp;#039;&amp;#039;. Teil 2. Cassel 1778, ND 2004, S. 782f.&lt;br /&gt;
* Fritz Herrmann: &amp;#039;&amp;#039;Zur Bevölkerungsstatistik des Amtes Dorheim&amp;#039;&amp;#039;. In: Wetterauer Geschichtsblätter 4 (1954), S. 147.&lt;br /&gt;
* Fritz Herrmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Untertanen von Dorheim, Schwalheim, Rödgen im Jahre 1600&amp;#039;&amp;#039;. In: Wetterauer Geschichtsblätter 5 (1956), S. 222–224.&lt;br /&gt;
* Herbert Pauschardt: &amp;#039;&amp;#039;Aus der Geschichte eines Dorfes im Wettertal – Rödgen&amp;#039;&amp;#039; = Festschrift zur 750-Jahrfeier (2010) des Bad Nauheimer Stadtteils. Hrsg.: Magistrat der Stadt Bad Nauheim. Bad Nauheim 2010.&lt;br /&gt;
* Regina Schäfer: &amp;#039;&amp;#039;Die Herren von Eppstein&amp;#039;&amp;#039; = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Nassau, Wiesbaden 2000, S. 434.&lt;br /&gt;
* [[Arthur Benno Schmidt]]: &amp;#039;&amp;#039;Die geschichtlichen Grundlagen des bürgerlichen Rechts im Großherzogtum Hessen&amp;#039;&amp;#039;. Curt von Münchow, Gießen 1893.&lt;br /&gt;
* Alexander Schneider: &amp;#039;&amp;#039;Das Amtsgericht Bad Nauheim&amp;#039;&amp;#039;. In: Wetterauer Geschichtsblätter 34 (1985), S. 137–142.&lt;br /&gt;
* Alexander Schneider: &amp;#039;&amp;#039;Das Justizamt Dorheim (Nauheim)&amp;#039;&amp;#039;. In: Wetterauer Geschichtsblätter 32 (1983), S. 157–167.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Amt der Grafschaft Hanau-Münzenberg|Dorheim]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Verwaltungsgliederung (Kurfürstentum Hessen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Rhein-Main)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Wetteraukreis)|Dorheim]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Wetterau]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gustav moenus</name></author>
	</entry>
</feed>