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	<title>Amorphes Eis - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T04:54:59Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Amorphes_Eis&amp;diff=350837&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;R*elation: erg.+link</title>
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		<updated>2023-12-12T05:03:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;erg.+link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amorphes Eis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Form von festem [[Wasser]], welche dadurch ausgezeichnet ist, dass die Wassermoleküle in diesem [[Eis]] wie in einem [[Glas]] unregelmäßig angeordnet sind, also keine [[Fernordnung]] besteht. Hierdurch unterscheidet sich amorphes Eis von den rund zwanzig bekannten kristallinen Eisformen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die auf der Erde vorherrschende feste Form von Wasser ist [[Eis]] I&amp;lt;sub&amp;gt;h&amp;lt;/sub&amp;gt;, das eine regelmäßige [[Hexagonales Kristallsystem|hexagonale Kristallstruktur]] besitzt. Im [[Interstellarer Raum|interstellaren Raum]] hingegen gelten die [[Amorphes Material|amorphen Formen]] als dominant.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Kapitälchen|Jenniskens}}, Peter; {{Kapitälchen|Blake}}, David F.: Structural Transitions in Amorphous Water Ice and Astrophysical Implications&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Science&amp;#039;&amp;#039; 65 (1994), S. 753–755&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie auch bei [[Kristallin|kristallinem]] Eis gibt es verschiedene Formen amorphen Eises, dieser Umstand wird Polyamorphismus genannt. Die verschiedenen amorphen Formen werden anhand ihrer Dichte unterschieden:&lt;br /&gt;
* niederdichtes amorphes Eis (LDA)&lt;br /&gt;
* mitteldichtes amorphes Eis (MDA)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spektrum.de/news/wasser-eiskalte-stahlkugeln-erzeugen-neue-art-von-eis/2105067]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* hochdichtes amorphes Eis (HDA) und&lt;br /&gt;
* sehr-hochdichtes amorphes Eis (VHDA).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Formen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Niederdichtes amorphes Eis (LDA) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Niederdichtes amorphes Eis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;low-density amorphous ice&amp;#039;&amp;#039; (LDA) ist die am längsten bekannte Form von amorphem Eis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Möglichkeit, [[amorphes Material|amorphe Materialien]] zu erzeugen, besteht darin, diese so schnell abzukühlen, dass das Material keine kristalline Struktur ausbilden kann (siehe [[Vitrifizierung]]). Durch Kondensation von Wasserdampf auf einem abgekühlten Kupferstab konnte mit Hilfe des [[Debye-Scherrer-Verfahren]]s schon im Jahr 1935 gezeigt werden, dass sich unterhalb der [[Glasübergangstemperatur]] von Wasser (etwa 130&amp;amp;nbsp;[[Kelvin|K]] bei 1&amp;amp;nbsp;[[Bar (Einheit)|bar]]) ein Festkörper ohne kristalline Struktur bildet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Kapitälchen|Burton}}, E.F.; {{Kapitälchen|Oliver}}, W.F.: The crystal structure of ice at low temperatures. In: &amp;#039;&amp;#039;Proc. R. Soc. London Ser. A&amp;#039;&amp;#039; 153 (1935), S. 166–172&amp;lt;/ref&amp;gt;  Diese Form wurde zunächst &amp;#039;&amp;#039;amorphous solid water&amp;#039;&amp;#039; (ASW) genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Herstellungsmöglichkeiten wurden 1980 entwickelt, bei welchen eine [[n-Heptan]]-Wasser-Emulsion in eine tiefkalte Flüssigkeit gesprüht wird, oder ein Wasser-Aerosol mit Überschallströmung auf eine tiefkalte Kupferplatte gesprüht wird. Dabei werden Kühlraten von 10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt; bis 10&amp;lt;sup&amp;gt;7&amp;lt;/sup&amp;gt; K/s erreicht. Diese Form wird aufgrund ihrer Herstellung als &amp;#039;&amp;#039;hyperquenched glassy water&amp;#039;&amp;#039; (HGW) bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Kapitälchen|Brüggeler}}, Peter; {{Kapitälchen|Mayer}}, Erwin: Complete Vitrification in pure liquid water and dilute aqueous solutions. In: &amp;#039;&amp;#039;Nature&amp;#039;&amp;#039; 288 (1980), S. 569–571 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine dritte Möglichkeit besteht darin, HDA (siehe unten) bei Umgebungsdruck aufzuwärmen. Diese Form wandelt sich bei etwa 120&amp;amp;nbsp;K in niederdichtes amorphes Eis um.&amp;lt;ref name=&amp;quot;refLDA&amp;quot;&amp;gt;{{Kapitälchen|Mishima}}, Osamu; {{Kapitälchen|Calvert}}, L. D.; {{Kapitälchen|Whalley}}, Edward: An apparently first-order transition between two amorphous phases of ice induced by pressure. In: &amp;#039;&amp;#039;Nature&amp;#039;&amp;#039; 314 (1985), S. 76–78 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese drei Arten der Erzeugung, die alle zu einer Dichte von etwa 0,94 g/cm&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt; führen, wurden zunächst als unterschiedliche Formen erachtet. Johari u.&amp;amp;nbsp;a. publizierten 1996, dass ASW und HGW eine Glasübergangstemperatur von 135 K bei Umgebungsdruck besitzen, während diese für LDA bei 129 K liege.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Kapitälchen|Johari}}, Gyan P.; {{Kapitälchen|Hallbrucker}}, Andreas; {{Kapitälchen|Mayer}}, Erwin: Two calorimetrically Distinct States of Liquid Water Below 150 Kelvin. In: &amp;#039;&amp;#039;Science&amp;#039;&amp;#039; 273 (1996), S. 90–92&amp;lt;/ref&amp;gt; Neueren Erkenntnissen zufolge dürften allerdings alle drei Erzeugungsarten zur selben Form amorphen Eises führen, die als LDA bezeichnet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Kapitälchen|Bowron}}, Daniel T.; {{Kapitälchen|Finney}}, John L.; {{Kapitälchen|Kohl}}, Ingrid; u.&amp;amp;nbsp;a.: The local and intermediate range structures of the five amorphous ices at 80 K and ambient pressure. In: &amp;#039;&amp;#039;J. Chem. Phys.&amp;#039;&amp;#039; 125 (2006), S. 194502–1-194502-14 [http://homepage.uibk.ac.at/~c724117/publications/bowron06-jcp.pdf PDF]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Kapitälchen|Elsäßer}}, Michael S.; {{Kapitälchen|Winkel}}, K.; {{Kapitälchen|Mayer}}, Erwin; {{Kapitälchen|Lörting}}, Thomas: Reversibility and isotope effect of the calorimetric glass → liquid transition of low-density amorphous ice. In: &amp;#039;&amp;#039;Phys. Chem. Chem. Phys&amp;#039;&amp;#039; 12 (2010) 708–712 [http://homepage.uibk.ac.at/~c724117/publications/elsaesser10-pccp.pdf PDF]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hochdichtes amorphes Eis (HDA) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1984 entdeckten Physiker um [[Osamu Mishima]] eine weitere Form amorphen Eises, die sich statt durch eine Temperaturänderung durch Kompression herstellen lässt. Sie zeigten, dass bei einer Temperatur von 77 Kelvin und einem Druck von 10&amp;amp;nbsp;[[Vorsätze für Maßeinheiten|k]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;bar hexagonales Eis gewissermaßen „schmilzt“ und in einen glasartigen, amorphen Zustand wechselt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Kapitälchen|Mishima}}, Osamu; {{Kapitälchen|Calvert}} L.D.; {{Kapitälchen|Whalley}}, Edward: &amp;quot;Melting ice&amp;quot; I at 77 K and 10 kbar: a new method of making amorphous solid. &amp;#039;&amp;#039;Nature&amp;#039;&amp;#039; 310 (1984), S. 393–395&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Form amorphen Eises hat eine höhere Dichte von 1,17 g/cm&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt; und wird daher auch &amp;#039;&amp;#039;High-density amorphous ice&amp;#039;&amp;#039; (HDA) genannt. HDA und LDA lassen sich durch Änderung von Druck bzw. Temperatur ineinander überführen. Hierbei wurde ein scharfer Übergang beobachtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;refLDA&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sehr-Hochdichtes amorphes Eis (VHDA) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch diese Form wurde 1996 von Mishima entdeckt, als er HDA bei Drücken zwischen 1 und 2 GPa auf 160 K erwärmte. Die erhaltene Form besitzt eine Dichte von 1,26 g/cm&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt; – &amp;#039;&amp;#039;very-high density amorphous ice&amp;#039;&amp;#039; (VHDA).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfänglich wurde VHDA nicht als eigene Form angesehen, bis 2001 Lörting u.&amp;amp;nbsp;a. dies vorschlugen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Kapitälchen|Lörting}}, Thomas; {{Kapitälchen|Salzmann}}, Christoph G.;{{Kapitälchen|Kohl}}, Ingrid; u.&amp;amp;nbsp;a.: A second distinct structural &amp;quot;state&amp;quot; of high-density amorphous ice at 77 K and 1 bar. &amp;#039;&amp;#039;Phys. Chem. Chem. Phys.&amp;#039;&amp;#039; 3 (2001) S. 2810–2818 [http://homepage.uibk.ac.at/~c724117/publications/loerting01-pccp.pdf PDF]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendung von amorphem Eis ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Kryo-Elektronenmikroskopie]] werden wasserhaltige biogene Proben durch tiefkalte Flüssigkeiten wie [[Flüssigstickstoff|flüssigem Stickstoff]] oder flüssigem [[Helium]] vitrifiziert. So können die nativen Strukturen der Proben erhalten bleiben, ohne durch Eiskristalle verändert zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|[[C. Austen Angell|Angell]]}}, C. Austen: Amorphous Water. In: Annu. Rev. Phys. Chem. 55 (2004), S. 559–583&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Mishima}}, Osamu; {{Kapitälchen|Stanley}}, H. Eugene: The relationship between liquid, supercooled and glassy water. &amp;#039;&amp;#039; Nature&amp;#039;&amp;#039; 396 (1998), S. 329–335 [http://www.nims.jp/water/Publications/MS1998nature-b.pdf PDF]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Mishima}}, Osamu: Polyamorphism in water. In &amp;#039;&amp;#039;Proc. Jpn. Acad., Ser. B.&amp;#039;&amp;#039; 86 (2010), S. 165–175 [https://www.jstage.jst.go.jp/article/pjab/86/3/86_3_165/_article Downloadseite]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eis]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;R*elation</name></author>
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