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	<title>Amole - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T00:51:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Amole&amp;diff=813090&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bertramz: weblinkfix, k</title>
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		<updated>2024-03-08T09:23:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;weblinkfix, k&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zum gleichnamigen Volumenmaß siehe [[Amole (Einheit)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Amole1.jpg|miniatur|Amole]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amole&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Amharisch]] አሞሌ&amp;lt;ref name=EA&amp;gt;[[Richard Pankhurst (Historiker)|Richard Pankhurst]]: &amp;#039;&amp;#039;Amole&amp;#039;&amp;#039;, in: Siegbert Uhlig (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Encyclopaedia Aethiopica]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, 2003, ISBN 3-447-04746-1.&amp;lt;/ref&amp;gt;) ist die Bezeichnung von Salzgeld, das in [[Äthiopien]] traditionell als [[Primitivgeld|außermünzliches Zahlungsmittel]] gebräuchlich war und zugleich aufgrund seines [[Gebrauchswert]]s getauscht wurde. Es besaß eine Doppelfunktion als Ware und symbolischer Geldwert. Amoli sind noch Handelsware auf lokalen Märkten. Die zum Schutz mit Pflanzenfasern umwickelten Salzbarren haben ein Gewicht zwischen 700 und 950 Gramm und Abmessungen um etwa 30&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;5&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;3 oder 21&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;6&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;3,5 Zentimeter. Das [[Speisesalz|Salz]] wird in den Lagerstätten der [[Afar-Dreieck|Afar-Tiefebene]] auf traditionelle Weise gebrochen und mit Lasttieren ins [[Hochland von Abessinien|äthiopische Hochland]] gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Wie die [[Römisches Reich|römische]] Salzstraße [[Via Salaria]] bildeten in [[Afrika]] [[Salzhandel|Salztransportrouten]] eine Grundlage für das alte Wegenetz. Als Zahlungsmittel war Salz im [[Demokratische Republik Kongo|Kongo]], in [[Nigeria]] (kleine &amp;#039;&amp;#039;Mangul&amp;#039;&amp;#039;-Salzbarren im Königreich [[Kanem-Bornu|Bornu]]) und seit über tausend Jahren vor allem in Äthiopien in Gebrauch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der griechische Reisende und Händler [[Kosmas Indikopleustes]] besuchte um 525 n. Chr. das [[Aksumitisches Reich|Reich von Aksum]]. Vom 3. bis zum Beginn des 7. Jahrhunderts wurden hier Münzen aus Gold, Silber, Bronze und Kupfer geprägt, nach römischem Vorbild mit dem Abbild des Herrschers. Diese Münzen wurden für den internationalen Handel bevorzugt. Kosmas schildert, dass auch Amolen als Zahlungsmittel verwendet wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Pankhurst: {{Webarchiv|text=&amp;#039;&amp;#039;A Brief History of Trade and Business in Ethiopia from Ancient to Modern Times&amp;#039;&amp;#039;. |url=http://web.linkethiopia.org/guide-to-ethiopia/the-pankhurst-history-library/a-brief-history-of-trade-and-business-in-ethiopia-from-ancient-to-modern-times-2/ |wayback=20151228200757 }} ({{enS}})&amp;lt;/ref&amp;gt; Er liefert damit die erste schriftliche Erwähnung dieses Zahlungsmittels in Äthiopien.&amp;lt;ref name=EA/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezahlung von Dienstleistungen als Kombination aus Münzen, Salzgeld und Handelswaren wie Tiere, Getreide und Baumwollstoffen war bis ins 18. Jahrhundert üblich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.nbe.gov.et/History/history_notesandcoins.htm | wayback=20070922015202 | text=NBE: &amp;#039;&amp;#039;History of Banking and Money in Ethiopia.&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf den Märkten waren die Amoli das wichtigste Zahlungsmittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende des 18. Jahrhunderts und bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 war der [[österreich]]ische, mit dem Datum 1780 geprägte [[Maria-Theresien-Taler]] anerkanntes Zahlungsmittel in [[Ostafrika]] und dem [[Arabische Halbinsel|arabischen]] Raum. In Äthiopien kam diese Münze durch den Export von Sklaven ins Land. Amoli waren für die arabischen Händler zu unbequem, um sie über lange Strecken zu transportieren. Daneben kamen im 19. Jahrhundert durch [[Indien|indische]], [[Griechenland|griechische]] und [[Armenien|armenische]] Händler auch Indische Rupien, besonders in [[Tigray (Region)|Tigray]] und [[Harar]] in Umlauf. Anfang des 20. Jahrhunderts gab es die Währungen: Maria-Theresien-Taler (&amp;#039;&amp;#039;Talari&amp;#039;&amp;#039;), [[Indische Rupie|Indische Silber-Rupien]], [[Italienische Lira|Italienische Papier-Lire]], Amole und Baumwollstoff.&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Pankhurst: &amp;#039;&amp;#039;„Primitive Money“ in Ethiopia.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal de la Societé des Africanistes,&amp;#039;&amp;#039; Band 32, Nr. 2, 1962, S. 213–247.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1900 berechneten äthiopische Herrscher Einnahmen und Ausgaben in Gold, Talari, Salz, Elfenbein und Baumwolle. So betrugen die eingenommenen Steuergelder 1903 insgesamt 2.421.000 Talari, davon 27 Prozent Amoli, die als 907.000 Maria-Theresien-Taler umgerechnet wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Akinobu Kuroda in: [http://journals.cambridge.org/production/action/cjoGetFulltext?fulltextid=972460 Financial History Review 14.1. 2007] S. 89–110, Tabelle S. 99.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relativer Wert ==&lt;br /&gt;
Der Wert einer Amole war abhängig von der Jahreszeit, dem Transportweg und seiner Beschaffenheit. Der Arbeitsaufwand bei der Gewinnung des Salzes hatte gegenüber Transport und Zwischenhandel den geringsten Anteil an der Wertbemessung. Die Amoli mussten beim Handel umständlich geprüft und gewogen werden. Zu saisonalen Preisschwankungen kam es, weil die Kamel[[karawane]]n nur während der Trockenzeit von September bis Mai ins Hochland hinauf ziehen konnten. In der [[Regenzeit]] konnte der Wert einer Amole um 50 Prozent steigen. Am stärksten variierte der Wert mit der Entfernung vom Abbaugebiet. Auf den Märkten in abgelegenen Regionen betrug er ein Vielfaches, bedingt durch die schlechten Verkehrswege und gesteuert durch das Angebot der Händler. Laut [[Francisco Álvares]], der im 16. Jahrhundert Äthiopien besuchte, erhielt man im Tausch für eine bestimmte Menge Gold in der Nähe der Salzlagerstätten 120 bis 130 Salzbarren, in der Hauptstadt der Provinz [[Shewa]] hingegen nur fünf Barren&amp;lt;ref name=EA/&amp;gt;. Erst mit Einführung des Maria-Theresia-Talers war eine feste Größe gegenüber der Amole gefunden. Damit konnten um 1880 zwischen 8 und 100 Amoli für einen Taler gefordert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine sorgfältige Aufbewahrung war erforderlich, um Wertverluste durch Beschädigung zu verhindern, vor allem in der Regenzeit. Amoli wurden zu diesem Zweck am Dach über dem Feuer aufgehängt oder in der Holzasche des Herdes vergraben.&amp;lt;ref name=EA/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abbau und Transport ==&lt;br /&gt;
Salzlagerstätten – entstanden aus in den [[Grabenbruch]] eingedrungenem und später verdunstetem Meerwasser – befinden sich in der Afar-Tiefebene am [[Assalsee (Dschibuti)|Assalsee]] in [[Dschibuti]], im Norden der äthiopischen [[Afar (Region)|Afar-Region]] am [[Afrerasee]] und am nördlich des Vulkans [[Erta Ale]] gelegenen [[Karumsee|Assalesee]]. Das Salz am Boden wird von [[Afar (Volk)|Afar]]-Arbeitern mit Äxten aufgebrochen. Danach werden, zu mehreren vereint, metergroße Platten mit Holzbrechstangen abgelöst und auf annähernd quadratische Plattenformate zu je sieben Kilogramm behauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pro Kamel werden 20 Salzblöcke geladen. Karawanen mit mehreren Hundert Tieren reisen von den Salzlagern den [[Höhenstufen in Äthiopien|Steilanstieg zum Hochland]] hinauf bis in die Gegend von [[Mekele]]. Dort werden die Platten von Händlern in die übliche Barrenform gesägt und mit Bändern umwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.adrianomarzi.com/stories/danakil-salt-way/ &amp;#039;&amp;#039;Ethiopia – Danakil Salt Way.&amp;#039;&amp;#039;] www.adrianomarzi.com (Fotos der Salzgewinnung in der Danakilwüste)&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Afar tauschen traditionell das Salz gegen &amp;#039;&amp;#039;durra&amp;#039;&amp;#039; ([[Sorghumhirsen|Sorghumhirse]]) von den äthiopischen Hochlandbauern.&amp;lt;ref&amp;gt;Daoud Aboubaker Alwan, Yohanis Mibrathu: &amp;#039;&amp;#039;Amolle&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Food&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Historical Dictionary of Djibouti&amp;#039;&amp;#039;. Scarecrow Press 2000, ISBN 978-0-8108-3873-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Antoine Thomson d’Abbadie]] schrieb fälschlicherweise, dass &amp;#039;&amp;#039;Amole&amp;#039;&amp;#039; der Name eines Afar-Clans sei. Tatsächlich ist die Bezeichnung jedoch von einem [[Afar (Sprache)|Afar]]-Wort &amp;#039;&amp;#039;amolé&amp;#039;&amp;#039; für „das einen Kopf hat“&amp;lt;!--qui a une tête--&amp;gt; abgeleitet.&amp;lt;ref&amp;gt;Didier Morin: &amp;#039;&amp;#039;Amolé&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Dictionnaire historique afar (1288-1982)&amp;#039;&amp;#039;. Frankreich 2004, ISBN 2-84586-492-2, S. 53f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Akinobu Kurodaa: &amp;#039;&amp;#039;The Maria Theresa dollar in the early twentieth-century Red Sea region: a complementary interface between multiple markets.&amp;#039;&amp;#039; Financial History Review 14, Cambridge University Press, 2007, S. 89–110&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaft (Äthiopien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Währungsgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unbarer Zahlungsverkehr]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Salzwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Salzmaß]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Primitivgeld]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bertramz</name></author>
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