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	<title>Ammonitische Sprache - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T00:29:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ammonitische_Sprache&amp;diff=1808445&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Graph Pixel: Tippfehler korrigiert.</title>
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		<updated>2025-12-21T16:49:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Sprache&lt;br /&gt;
|Sprache=Ammonitisch&lt;br /&gt;
|Länder=heutiges Jordanien&lt;br /&gt;
|Sprecher= (ausgestorben)&lt;br /&gt;
|Klassifikation=&lt;br /&gt;
* [[Semitische Sprachen|Semitisch]]&lt;br /&gt;
*: [[Westsemitische Sprachen|Westsemitisch]]&lt;br /&gt;
*:: [[Nordwestsemitische Sprachen|Nordwestsemitisch]]&lt;br /&gt;
*::: [[Kanaanäische Sprachen|Kanaanäisch]]&lt;br /&gt;
|KSprache=Ammonitisch&lt;br /&gt;
|Amtssprache=(ausgestorben)&lt;br /&gt;
|ISO1=-&lt;br /&gt;
|ISO2=sem (sonstige Semitische Sprachen)&lt;br /&gt;
|ISO3=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ammonitische Sprache&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Ausgestorbene Sprache|ausgestorbene]] [[semitische Sprache]] des [[Kanaanäische Sprachen|kanaanäischen Sprachzweigs]], die in der ersten Hälfte des 1. Jahrtausends v. Chr. vom Volk der [[Ammoniter]] nordöstlich des Toten Meeres im Umfeld von [[Amman]] gesprochen wurde. Textzeugnisse existieren vom 9. bis zum 5. Jahrhundert, danach wurde die Sprache offenbar durch das [[Aramäische Sprache|Aramäische]] verdrängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Corpus ==&lt;br /&gt;
Da sich aufgrund der Ähnlichkeiten der übrigen kanaanäischen Sprachen eine Inschrift selten eindeutig als ammonitisch klassifizieren lässt, werden folgende Kriterien zur Einordnung von Inschriften verwendet:&lt;br /&gt;
* Herkunft: Kommt eine Inschrift aus dem allgemein den Ammonitern zugerechneten Gebiet, so kann sie mit einiger Wahrscheinlichkeit als ammonitisch angesehen werden. Dieses Kriterium entfällt jedoch für zahlreiche Siegel, die aus dem Kunsthandel stammen und deren Herkunft damit unklar bleibt. Aber auch bei Funden aus kontrollierten Grabungen bleibt der ammonitische Charakter offen, da selten eindeutig ist, ob die Fundstelle der ammonitischen Einflusssphäre zugerechnet werden darf. Sicherheit besteht allenfalls für die Inschriften aus Amman.&lt;br /&gt;
* [[Paläographie]]: Dieses Kriterium beruht auf der Annahme, dass es eine ammonitische „National“schrift gegeben habe. Während [[Joseph Naveh]] die These vertritt, dass die Ammoniter lediglich eine regional eingefärbte Variante der [[Aramäische Schrift|aramäischen Schrift]] benutzt hätten,&amp;lt;ref&amp;gt;Joseph Naveh: &amp;#039;&amp;#039;The Early History of the Alphabet.&amp;#039;&amp;#039; Jerusalem 1982.&amp;lt;/ref&amp;gt; betonen [[Frank Moore Cross]] und seine Schüler,&amp;lt;ref&amp;gt;So z.&amp;amp;nbsp;B. Larry G. Herr: &amp;#039;&amp;#039;The Scripts of Ancient Northwest Semitic Seals.&amp;#039;&amp;#039; Missoula 1978.&amp;lt;/ref&amp;gt; dass sich ab der Mitte des 8. Jahrhunderts v. Chr. eine eigenständige Entwicklung der ammonitischen Schrift feststellen lasse. Diese Entwicklung ende erst Mitte des 6. Jahrhunderts mit der Ablösung des [[Neubabylonisches Reich|Neubabylonischen Reiches]] durch die persischen [[Achämenidenreich|Achämeniden]] und der damit zusammenhängenden Ausbreitung der aramäischen Sprache als [[Lingua franca]] des Nahen Ostens. Die ersten und die letzten als ammonitisch angesehenen Texte sind demnach in aramäischer Schrift geschrieben.&lt;br /&gt;
* [[Ikonographie]]: Im Vergleich zum vorhergehenden Kriterium ist es noch komplizierter, eine eigenständige ammonitische Ikonographie deutlich zu unterscheiden.&lt;br /&gt;
* [[Onomastik]]: Als typisch ammonitisch angesehen werden Namen, die das [[theophor]]e Element [[Milkom]], welcher biblisch als Hauptgott der Ammoniter galt, enthalten. Sprachlich lassen sich im Onomastikon eventuell auch [[Arabische Sprache|arabische]] Einflüsse erkennen.&amp;lt;ref&amp;gt;Felice Israel: &amp;#039;&amp;#039;Note ammonite 1: Gli arabismi nella documentazione onomastica ammonita.&amp;#039;&amp;#039; In: Studi Epigrafici e Linguistici sul Vicino Oriente Antico 6 (1989), S. 91–96. http://www.sel.cchs.csic.es/sites/default/files/10israel_0328a05b.pdf ([PDF]); siehe auch Michael P. O’Connor: &amp;#039;&amp;#039;The Ammonite Onomasticon: Semantic Problems.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Andrews University Seminary Studies&amp;#039;&amp;#039;, 25 (1987), S. 51–64.&amp;lt;/ref&amp;gt; Neuere Forschungen haben aber insgesamt gezeigt, wie unsicher nationale Zuordnungen aufgrund der Namengebung sind.&lt;br /&gt;
* Sprache: Da die Eigentümlichkeiten der ammonitischen Sprache zunächst aus einem als ammonitisch klassifizierten Corpus zu erheben sind, ist auch dieses Kriterium nur begrenzt verwendbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die genannten Unsicherheiten haben einzelne Forscher dazu geführt, ammonitisch lediglich als kanaanäischen [[Dialekt]] oder Abart der [[Hebräische Sprache|hebräischen Sprache]] zu sehen. Aus der Kombination aller Kriterien lassen sich jedoch einige Texte mit gewissen Wahrscheinlichkeiten als ammonitisch verstehen. Nach dem von [[Walter Aufrecht]] eingeführten System werden diese Texte mit dem Kürzel CAI versehen und dem Funddatum entsprechend chronologisch durchnummeriert.&amp;lt;ref&amp;gt;Walter E. Aufrecht: &amp;#039;&amp;#039;A Corpus of Ammonite Inscriptions. Ancient Near Eastern Texts &amp;amp; Studies 4.&amp;#039;&amp;#039; Lewiston u.&amp;amp;nbsp;a. 1989; fortgesetzt in Walter E. Aufrecht: &amp;#039;&amp;#039;Ammonite Texts and Language.&amp;#039;&amp;#039; In: Burton Macdonald; Randall W. Younker (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ancient Ammon. SHCANE 17.&amp;#039;&amp;#039; Leiden u.&amp;amp;nbsp;a. 1999, S. 163–188.&amp;lt;/ref&amp;gt; Derzeit liegen ca. 300 ammonitische Texte vor, die meisten davon sind allerdings kurze Siegelinschriften, die lediglich den Namen des Besitzers, dessen [[Patronym]] und eventuell seine Funktion nennen. Einige Siegel enthalten lediglich Alphabetanfänge. Daneben existieren einige Inschriften auf [[Ostrakon|Ostraka]] oder Metall ([[Tell Siran-Inschrift]]), aber nur wenige [[Monumentalinschrift]]en auf Stein ([[Amman Citadel Inscription]] und [[Amman Theater Inscription]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachliche Merkmale ==&lt;br /&gt;
=== Phonologie ===&lt;br /&gt;
Phonologisch scheint sich das Ammonitische weitgehend wie die übrigen kanaanäischen Sprachen zu verhalten. Die protosemitischen [[Interdentaler Laut|Interdentale]] ([[ṭ|t’]], [[Stimmloser dentaler Frikativ|{{IPA-Text|θ}}]] und [[Stimmhafter dentaler Frikativ|{{IPA-Text|ð}}]]) werden im Schriftbild durch die korrespondierenden [[Zischlaut|Sibilanten]] /ṣ/ &amp;lt;nowiki&amp;gt;[&amp;lt;/nowiki&amp;gt;[[ṣ|(t)s’]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;]&amp;lt;/nowiki&amp;gt; (צ), /š/ &amp;lt;nowiki&amp;gt;[&amp;lt;/nowiki&amp;gt;[[Stimmloser postalveolarer Frikativ|{{IPA-Text|ʃ}}]]] (ש), /z/ &amp;lt;nowiki&amp;gt;[&amp;lt;/nowiki&amp;gt;[[Stimmhafter alveolarer Frikativ|{{IPA-Text|z}}]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;]&amp;lt;/nowiki&amp;gt; (ז) wiedergegeben. Unsicherheit besteht allerdings bezüglich der Realisierung des /š/.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Ronald S. Hendel: &amp;#039;&amp;#039;Sibilants and &amp;#039;&amp;#039;šibbōlet&amp;#039;&amp;#039; (Judges 12:6).&amp;#039;&amp;#039; In: BASOR 301 (1996), S. 69–75.&amp;lt;/ref&amp;gt; Belegt ist die [[Assimilation (Phonologie)|Assimilation]] des [[Nun (Hebräisch)|Nun]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwieriger ist es, Aussagen über Vokale zu treffen, da diese im Schriftbild in der Regel nicht wiedergegeben werden. Es scheint, dass der Diphthong *aj bereits vollständig zu *ē oder *ī kontrahiert wurde, während *aw noch als Diphthong erhalten bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Morphologie ===&lt;br /&gt;
Das bisher bezeugte Personalpronomen der 2.&amp;amp;nbsp;Person Singular maskulin &amp;#039;&amp;#039;ʾt&amp;#039;&amp;#039;, dessen Suffixform -&amp;#039;&amp;#039;k&amp;#039;&amp;#039; sowie das Suffix der 3.&amp;amp;nbsp;Person Singular maskulin -&amp;#039;&amp;#039;h&amp;#039;&amp;#039; unterscheiden das ammonitische nicht von den übrigen kanaanäischen Sprachen, ebenso wenig das Interrogativpronomen &amp;#039;&amp;#039;m&amp;#039;&amp;#039; und der Artikel &amp;#039;&amp;#039;h&amp;#039;&amp;#039;-.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die maskuline Pluralendung bei Substantiven lautet auf -&amp;#039;&amp;#039;m&amp;#039;&amp;#039; (moabitisch dagegen -&amp;#039;&amp;#039;n&amp;#039;&amp;#039;). Der [[Status constructus]] wird in der Orthographie nicht wiedergegeben. Dies spricht dafür, dass die zu vermutende Grundform mit auslautendem *aj bereits der [[Monophthongierung]] zu *ē oder *ī unterliegt. Der weibliche Singular geht auch im [[Status absolutus]] auf -&amp;#039;&amp;#039;at&amp;#039;&amp;#039; (hebräisch &amp;#039;&amp;#039;-ā&amp;#039;&amp;#039;), der Plural auf -&amp;#039;&amp;#039;ōt&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auffällig ist bei Verben das erhaltene -&amp;#039;&amp;#039;n&amp;#039;&amp;#039; im Imperfekt ([[Jussiv]]) der 3.&amp;amp;nbsp;Person Plural maskulin. Das [[Kausativ]]präfix lautet &amp;#039;&amp;#039;h&amp;#039;&amp;#039;- (phönizisch &amp;#039;&amp;#039;j&amp;#039;&amp;#039;-, aramäisch später &amp;#039;&amp;#039;ʾ&amp;#039;&amp;#039;-).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Syntax ===&lt;br /&gt;
Da die erhaltenen Texte nur kurz sind, lässt sich über die Syntax kaum etwas aussagen. Im Hauptsatz steht das Verb zu Beginn. Bezeugt sind ferner [[Etymologische Figur|Figurae etymologicae]] oder die Wiederholung der Präposition bei Substantivketten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lexikon ===&lt;br /&gt;
Am Lexikon werden die Unterschiede zum Aramäischen und [[Phönizische Sprache|Phönizischen]] deutlich. So lauten die ammonitischen Worte für Sohn &amp;#039;&amp;#039;bn&amp;#039;&amp;#039; und Tochter &amp;#039;&amp;#039;bt&amp;#039;&amp;#039;, während aramäisch &amp;#039;&amp;#039;br&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;brt&amp;#039;&amp;#039; hat. Die Wurzeln für „geben“ ist &amp;#039;&amp;#039;ntn&amp;#039;&amp;#039;, während das Phönizische &amp;#039;&amp;#039;jtn&amp;#039;&amp;#039; benutzt. Allerdings lautet das Relativpronomen &amp;#039;&amp;#039;ʾš&amp;#039;&amp;#039;, was lediglich das Phönizische teilt, während das [[Hebräische Sprache|Hebräische]] und das [[Moabitische Sprache|Moabitische]] &amp;#039;&amp;#039;ʾšr&amp;#039;&amp;#039; verwenden. Eine ammonitische [[Isoglosse]] könnte die Verwendung der Wurzel &amp;#039;&amp;#039;ʿbd&amp;#039;&amp;#039; in der Bedeutung „tun, machen“ betreffen, wo das Phönizische &amp;#039;&amp;#039;pʿl&amp;#039;&amp;#039; benutzt und das Hebräische &amp;#039;&amp;#039;ʿśh&amp;#039;&amp;#039;. Die Personennamen zeigen eventuell eine Nähe zum [[Arabische Sprache|Arabischen]], diese Position ist aber umstritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Walter E. Aufrecht: &amp;#039;&amp;#039;A Corpus of Ammonite Inscriptions&amp;#039;&amp;#039;. Mellen, Lewiston NY u.&amp;amp;nbsp;a. 1989, ISBN 0-88946-089-2 (&amp;#039;&amp;#039;Ancient Near Eastern Texts &amp;amp; Studies&amp;#039;&amp;#039; 4).&lt;br /&gt;
* Walter E. Aufrecht: &amp;#039;&amp;#039;Ammonite Texts and Language.&amp;#039;&amp;#039; In: Burton Macdonald, Randall W. Younker (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ancient Ammon&amp;#039;&amp;#039;. Brill, Leiden u.&amp;amp;nbsp;a. 1999, ISBN 90-04-10762-2, S. 163–188 (&amp;#039;&amp;#039;Studies in the history and culture of the ancient Near East&amp;#039;&amp;#039; 17).&lt;br /&gt;
* Kent P. Jackson: &amp;#039;&amp;#039;The Ammonite Language of the Iron Age&amp;#039;&amp;#039;. Scholars Press, Chico CA 1983, ISBN 0-89130-592-0 (&amp;#039;&amp;#039;Harvard semitic monographs&amp;#039;&amp;#039; 27), [vgl. dazu die kritische und ausführliche Rezension von Walter E. Aufrecht in: &amp;#039;&amp;#039;[[Bulletin of the American Schools of Oriental Research]] – BASOR&amp;#039;&amp;#039;. 266, 1987, {{ISSN|0003-097X}}, S. 85–95].&lt;br /&gt;
* Simon B. Parker: &amp;#039;&amp;#039;Ammonite, Edomite, and Moabite.&amp;#039;&amp;#039; In: John Kaltner, Steven L. McKenzie (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Beyond Babel. A Handbook for Biblical Hebrew and Related Languages&amp;#039;&amp;#039;. Society of Biblical Literature, Atlanta GA 2002, ISBN 1-58983-035-0, S. 43–60 (&amp;#039;&amp;#039;Resources for Biblical Study&amp;#039;&amp;#039; 42).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4207444-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Einzelsprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kanaanäische Sprachen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ausgestorbene Sprache]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Graph Pixel</name></author>
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