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	<title>Amme - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Amme&amp;diff=71345&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Doc Taxon: /* Einleitung */</title>
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		<updated>2026-01-26T18:10:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einleitung&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die stillende Frau&amp;amp;nbsp;– zu anderen Bedeutungen siehe [[Amme (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Louis XIV and his nurse.jpg|mini|hochkant|&amp;#039;&amp;#039;Louis XIV et la Dame Longuet de La Giraudière&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;– der spätere König [[Ludwig XIV.]] mit seiner Amme (Gemälde von [[Charles und Henri Beaubrun|Charles Beaubrun]], um 1640)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Heinrich Zille Die Amme.jpg|mini|hochkant|&amp;#039;&amp;#039;Die Amme&amp;#039;&amp;#039; (Kreide&amp;amp;shy;zeichnung von [[Heinrich Zille]], 1904)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amme&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird eine [[Frau]] bezeichnet, die nach einer eigenen [[Schwangerschaft]] durch den [[Laktation|Milcheinschuss]] oder durch [[induzierte Laktation]] (Relaktation) in ihre [[Weibliche Brust|Brüste]] [[Stillen|stillfähig]] ist und ein fremdes Kind stillt, entweder zusätzlich zum Stillen des eigenen Kindes oder aufgrund der fortdauernden Milcherzeugung nach dem Abstillen des eigenen Kindes (oder gar seinem Verlust).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ursprünglichen Sinn des Wortes ist jede stillende Frau eine Amme,&amp;lt;ref&amp;gt;Worteintrag: &amp;#039;&amp;#039;Amme.&amp;#039;&amp;#039; In &amp;#039;&amp;#039;Mittelhochdeutsches Wörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; Ausgearbeitet von Wilhelm Müller und Friedrich Zarncke. Nachdruck der Ausgabe Leipzig 1854–1866, 5 Bände. Stuttgart 1990, S. ??; Zitat: {{&amp;quot;|Auch die Mutter heißt, insofern das Kind von ihr genährt wird, Amme}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!--SEITE ?--&amp;gt; sodass die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Amme&amp;#039;&amp;#039; für Frauen, die ein fremdes Kind gegen Entlohnung an die Brust legen, eigentlich eine spezielle Bedeutung des Wortes ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Worteintrag: &amp;#039;&amp;#039;Amme.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Universallexikon der Sittengeschichte und Sexualwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Band 3: &amp;#039;&amp;#039;Sexualwissenschaft&amp;#039;&amp;#039;. Herausgegeben vom Institut für Sexualforschung, Wien 1928–1932, S. ??.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!--SEITE ?--&amp;gt; Das Stillen an sich heißt im [[Dänische Sprache|Dänischen]] und [[Norwegische Sprache|Norwegischen]] &amp;#039;&amp;#039;amme&amp;#039;&amp;#039;, im [[Schwedische Sprache|Schwedischen]] &amp;#039;&amp;#039;amma&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;amning&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;!--BELEGE ?--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der von einer (Lohn-)Amme gestillte Säugling wurde früher &amp;#039;&amp;#039;Amming&amp;#039;&amp;#039; genannt; dieses Wort ist heute außer Gebrauch gekommen.&amp;lt;!--BELEG ?--&amp;gt; Die leiblichen Kinder der (Lohn-)Amme wurden zu „[[Milchverwandtschaft|Milchgeschwistern]]“ des Ammings (vergleiche [[Muttermilch]]).&amp;lt;!--BELEG ?--&amp;gt; Das Verb „ammen“ kann mit &amp;#039;&amp;#039;Kind pflegen&amp;#039;&amp;#039; oder allgemein &amp;#039;&amp;#039;pflegen&amp;#039;&amp;#039; übersetzt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Matthias Lexer: &amp;#039;&amp;#039;Mittelhochdeutsches Handwörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; Nachdruck der Ausgabe Leipzig 1872–1878 mit einer Einleitung von Kurt Gärtner, 3 Bände. Stuttgart 1992, S. ??.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!--SEITE ?--&amp;gt; Die Bezeichnung „[[Hebamme]]“ (Geburtshelferin) stammt allerdings nicht von &amp;#039;&amp;#039;Amme&amp;#039;&amp;#039; ab.&amp;lt;ref&amp;gt;Das Wort „[[Hebamme]]“ stammt vom &amp;#039;&amp;#039;Hebanna&amp;#039;&amp;#039;, dem althochdeutschen &amp;#039;&amp;#039;hev(i)anna&amp;#039;&amp;#039;. Die heutige Schreibweise ist eine später entstandene Angleichung an &amp;#039;&amp;#039;Amme&amp;#039;&amp;#039;; siehe den Eintrag &amp;#039;&amp;#039;Hebamme.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Meyers Enzyklopädisches Lexikon]].&amp;#039;&amp;#039; Band 31. S. 1168 (nach Allmer).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das Stillen der eigenen Kinder durch Lohnammen ist bereits im Altertum belegt. Aus dem alten Orient ist die Verehrung [[Hethitisch-hurritische Ammen-, Geburtshelfer- und Hebammen-Göttinnen|Hethitisch-hurritischer Ammen-, Geburtshelfer- und Hebammen-Göttinnen]] bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das babylonische [[Codex Hammurapi|Gesetzbuch]] [[Hammurapi I. (Babylon)|Hammurapis]] (ca. 1780 v. Chr.) enthielt einen eigenen Paragraphen für Ammen&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bilderlexikon der Erotik]], Band I., Stichwort &amp;#039;&amp;#039;Amme&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. v. Institut für Sexualforschung in Wien 1931&amp;lt;/ref&amp;gt;, im [[Altes Ägypten|Alten Ägypten]] hatten sie oftmals eine hohe Stellung in den Familien und am Hof,&amp;lt;ref&amp;gt;D. Stefanović, &amp;#039;&amp;#039;Göttinger Miszellen&amp;#039;&amp;#039; 216 (2008), S. 79–90&amp;lt;/ref&amp;gt; das [[Altes Testament|Alte Testament]] berichtet über den Tod Deboras, der Amme der [[Rebekka]], als einer wichtigen Persönlichkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Gen 35,8. Das hebr. Wort מֵינֶ֣קֶ bedeutet zunächst schlicht &amp;quot;die Stillende&amp;quot;. Weitere Stellen: Gen 24,59; Ex 2,7 (der Säugling Mose); 2. Kön 11,2; 2. Chr. 22,11; Jes 49,23.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der [[Römische Mythologie|römischen Mythologie]] war die Amme der als Säuglinge ausgesetzten späteren Gründer [[Rom]]s, [[Romulus und Remus]], eine Wölfin. In römischer Zeit wurde eine Amme als [[Nutrix]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der persische Arzt [[Avicenna]] beschäftigte sich in seinem „Kanon der Medizin“ mit der Tätigkeit der Ammen.&amp;lt;ref&amp;gt;Erhart Kahle: &amp;#039;&amp;#039;Das Ammenregimen des Avicenna (Îbn Sinâ) in seinem Qânûn.&amp;#039;&amp;#039; Erlangen 1980.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die britische Historikerin [[Antonia Fraser]] nennt in ihrem Werk über die sechs Frauen [[Heinrich VIII. (England)|Heinrichs VIII.]] die (fälschliche) Annahme, dass stillende Frauen nicht schwanger werden können, als Grund für den Einsatz von Ammen. Frauen der Oberschicht sollten jedoch so viele Kinder, wie es irgendwie möglich war, bekommen, um die Nachfolge zu sichern, weshalb sie ihre Kinder nicht selbst stillen durften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Heinrich Zille Spreewald-Ammen.jpg|mini|links|&amp;#039;&amp;#039;Spreewald-Ammen&amp;#039;&amp;#039; (Zeichnung von [[Heinrich Zille]], 1911)]]&lt;br /&gt;
Doch noch um 1880 waren im Stadtbild [[Berlin]]s die mit ihren Pfleglingen ausgehenden Ammen aus der [[Niederlausitz]] in ihrer [[Sorbische Trachten|sorbischen Tracht]] auffällig (Volksmund: &amp;#039;&amp;#039;Wennste &amp;#039;ne [[Spreewald]]amme hast, | die Dich jenährt als Rangen, | dann kannste, wennste Zwanzig bist, | von ihr det nich valangen.&amp;#039;&amp;#039;). Auch in Wien sind die Ammen aus Böhmen und Mähren neben den Köchinnen, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kamen, in den Bürgerhäusern legendär geworden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Rwien|tschechen-in-wien|Tschechen in Wien|12. November 2009}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Stillen durch Lohnammen ging in Europa etwa ab den 1920er/1930er Jahren stark zurück, als brauchbare Ersatzmilch verfügbar wurde. In Berlin wurde das auch dadurch sichtbar, dass die auffällig gekleideten Spreewälderinnen und Iglauerinnen fast völlig aus dem Straßenbild verschwanden.&amp;lt;ref&amp;gt;Stichwort &amp;#039;&amp;#039;Amme&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;[[Bilderlexikon der Erotik]]&amp;#039;&amp;#039;, Bd. I, hrsg. vom Institut für Sexualforschung, Wien 1931&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Bern]] wurden die letzten beruflichen Ammen in den [[1950er]] Jahren in den Ruhestand geschickt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:SelbstAmme.jpeg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Mütter, seid selbst&amp;lt;br /&amp;gt;die Ammen eurer Kinder!&amp;#039;&amp;#039; (propagandistischer Kupferstich, Frankreich 1784)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Lohnammen verdingten sich sowohl ledige als auch verheiratete Frauen. Eine Anstellung als Amme war für eine alleinstehende Mutter in manchen Fällen der einzige Ausweg aus einer sozialen Misere und konnte oftmals einen sozialen Aufstieg in bessere Verhältnisse bedeuten. Die Amme hatte in der Regel im Hausgesinde eine hohe Stellung und wurde gut ernährt. Da geglaubt wurde, dass schlechte Stimmungen über die Milch auf das Kind übergehen würden, erfuhr die Amme oft eine bevorzugte Behandlung.&amp;lt;ref&amp;gt;Stichwort &amp;#039;&amp;#039;Amme&amp;#039;&amp;#039;, in: Louis Pappenheim, &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Sanitätspolizei. Nach eigenen Untersuchungen&amp;#039;&amp;#039;. Veröffentlicht 1858. Hirschwald.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der städtischen Gesellschaft wurde es mancherorts üblich, Säuglinge an Bäuerinnen zu übergeben, die diese als nebenberufliche Ammen aufnahmen, ohne dass regelmäßige Besuche stattfanden. Speziell in Frankreich wurden im 18. Jahrhundert Kampagnen durchgeführt, um diese Entwicklung&amp;lt;ref&amp;gt;Aufzeichnungen des Polizeipräfekten Lenoir, 1780 Paris: 21.000 Geburten, davon 1.000 Kinder von den eigenen Müttern gestillt, 1.000 von Hausammen, 19.000 von Ammen, die auf dem Land zumeist als Bäuerinnen lebten.&amp;lt;/ref&amp;gt; und die damit verbundenen Folgen einzudämmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
Das Einstellen fremder Ammen ist schon früh kritisiert worden. Die Gesundheit der zu dingenden Amme konnte nicht sicher festgestellt werden und es wurde angenommen, dass manche Krankheiten über die Milch auf das Kind übergehen könnten. Ab dem 19. Jahrhundert wurden in verschiedenen Ländern ärztliche Kontrollen vor der Ammenvermittlung nach dem damaligen Stand der Wissenschaft vorgeschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.focus.de/familie/babyernaehrung/von-ammen-und-ideologie-die-geschichte-des-stillens-von-ammen-und-ideologie-die-geschichte-des-stillens_id_4175189.html |hrsg=Focus |titel=Von Ammen und Ideologie: Die Geschichte des Stillens |datum=2014-10-02 |abruf=2025-05-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Soziologie ==&lt;br /&gt;
[[Familiensoziologie|Soziologisch]] ist bedeutsam, dass sich – besonders in der europäischen [[Oberschicht|Ober-]] und gehobenen Bürgerschicht bis an die Schwelle des 20. Jahrhunderts – Mütter früh von ihren Kleinstkindern distanzierten und Ammen übergaben, die zum festen Bestandteil des [[Gesinde|Hausgesindes]] wurden. Daraus ergab sich für die heranwachsenden Kinder oft eine respektbetonte [[soziale Distanz]] zur leiblichen Mutter, hingegen zur [[Urvertrauen|vertrauten]] Amme eine intime soziale Nähe, die als häufiges Motiv in der Dichtung&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[William Shakespeare]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Romeo und Julia]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; aufgegriffen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schutzpatron ==&lt;br /&gt;
Die heiligen Zwillingsbrüder [[Kosmas und Damian]] sind als Heilkundige unter anderem auch [[Schutzpatron]]e der Ammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ammenmärchen]]&lt;br /&gt;
* [[Kindertagespflege]]&lt;br /&gt;
* [[Mutterliebe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{RE|I,2|1844||Ammen|[[August Mau]]|RE:Ammen}}&lt;br /&gt;
* [[Herta E. Harsch]]: Mutter-Kind-Amme-Darstellungen in der italienischen Renaissance, in: G. Schneider (Hrsg.), Psychoanalyse und bildende Kunst, S. 111–135, Tübingen: Edition Discord, 1999&lt;br /&gt;
* [[Herta E. Harsch]]: Wie Kinder aufwuchsen. Zur Geschichte und Psychodynamik der Doppelbemutterung, Zeitschrift Psyche, 2001, 55(4), S. 358–378&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Wet nurses|Ammen}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4269947-2|LCCN=sh85146322}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stillen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Kindheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historischer Beruf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dienstleistungsberuf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weibliche Berufsbezeichnung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Doc Taxon</name></author>
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