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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Amidine</id>
	<title>Amidine - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T13:45:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Amidine&amp;diff=949151&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Johannes Schneider: /* Synthese */</title>
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		<updated>2025-05-29T12:07:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Synthese&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amidine&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind eine [[Stoffgruppe]] [[Organische Chemie|organisch-chemischer]] Verbindungen, die man formal als [[Derivat (Chemie)|Derivate]] von  [[Carbonsäureamide]]n beschreiben kann, bei denen die [[Carbonylgruppe]] durch eine [[Imine|Carbiminogruppe]] ersetzt ist. Entsprechend leitet sich auch die Bezeichnung ab.&lt;br /&gt;
Die Chemie der Amidine wurde grundlegend durch [[Adolf Pinner]] (1842–1909) erforscht.&lt;br /&gt;
== Struktur ==&lt;br /&gt;
Die nicht cyclischen Amidine haben die allgemeine Strukturformel R&amp;lt;sup&amp;gt;4&amp;lt;/sup&amp;gt;–C(=NR&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;)–NR&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;R&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;, wobei die Reste R Wasserstoff-Atome oder [[Organylgruppe|Organyl-Reste]] sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ABC Chemie&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Brockhaus ABC Chemie&amp;#039;&amp;#039;, VEB F. A. Brockhaus Verlag Leipzig 1965, S.&amp;amp;nbsp;63.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{Formel |datei=[[Datei:Amidines.svg|rahmenlos|hochkant=0.7|klasse=skin-invert-image|Allgemeine Strukturformel von Amidinen. Die Amidingruppe ist &amp;lt;span style=&amp;quot;color:blue;&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;blau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/span&amp;gt; markiert.]] |text= }}&lt;br /&gt;
Das strukturell einfachste Amidin mit R&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt; bis R&amp;lt;sup&amp;gt;4&amp;lt;/sup&amp;gt; = H nennt sich [[Formamidin]] und leitet sich von der [[Ameisensäure]] (lat. acidum formicum) ab. Bei R&amp;lt;sup&amp;gt;4&amp;lt;/sup&amp;gt; = CH&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt; ([[Methylgruppe]]) und R&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt; bis R&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt; = H handelt es sich um das von der [[Essigsäure]] abgeleitete [[Acetamidin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als starke organische Basen sind die [[Bicyclen|bicyclischen]] Amidine [[1,5-Diazabicyclo(4.3.0)non-5-en|DBN]] und [[Diazabicycloundecen|DBU]] wichtig, bei denen beide N-Atome Bestandteile der Ringsysteme sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Synthese ==&lt;br /&gt;
Amidine lassen sich in einem mehrstufigen Prozess mit der [[Pinner-Reaktion]] herstellen. Diese Reaktion geht aus von den entsprechenden [[Nitrile]]n R&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;–CN, die mit HCl aktiviert und dann mit Alkoholen zu [[Imidsäureester]]n, den Pinner-Salzen, umgesetzt werden. Aus diesen Salzen entstehen durch Zugabe von Aminen die Amidine. &lt;br /&gt;
{{Formel |datei=[[Datei:Synthesis Amidines (Pinner-Reaction).svg|rahmenlos|hochkant=1.95|klasse=skin-invert-image|Synthese von Amidinen über die Pinner-Reaktion]] |text= }}&lt;br /&gt;
Die Herstellung von Formamidinen als den Derivaten der Ameisensäure ist auf diese Weise nicht möglich, denn um die betreffenden Pinnersalze herzustellen, müsste an Stelle eines Nitrils die flüchtige und giftige [[Blausäure]] selbst eingesetzt werden. Deshalb gibt es z.&amp;amp;nbsp;B. zur Herstellung von tri-substituierten Formamidinen spezielle Methoden, die von  tri-substituierten [[Thioharnstoff]]en R–NH–C(=S)–NR&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; ausgehen. Die Thioharnstoffe werden durch Oxidation mit [[Peressigsäure]] in die betreffenden [[Thioharnstoff-S,S-dioxide|Thioharnstoff-&amp;#039;&amp;#039;S&amp;#039;&amp;#039;,&amp;#039;&amp;#039;S&amp;#039;&amp;#039;-dioxide]] R–NH-C(=SO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;)–NR&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; überführt. Diese instabilen Verbindungen spalten Schwefeldioxid SO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; ab und dadurch bilden sich die entsprechend substituierten Formamidine R–N=CH–NR&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur| Autor=[[Wolfgang Walter]], Klaus-Peter Rueß| Titel=Über die Oxydationsprodukte von Thiocarbonsäureamiden, XXIV. Darstellung der S.S-Di- und S.S.S-Trioxide trisubstituierter Thioharnstoffe und eine neue Methode zur präparativen Gewinnung trisubstituierter Formamidine| Sammelwerk=Chemische Berichte| Band=102| Nummer=8| Datum=August 1969| Seiten=2640–2650| DOI=10.1002/cber.19691020820}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Formel |datei=[[Datei:Synthesis Formamidines.svg|rahmenlos|hochkant=2.5|klasse=skin-invert-image|Synthese trisubstituierter Formamidine]] |text= }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften und Verwendung  ==&lt;br /&gt;
Amidine sind zusammen mit [[Diketone|1,3-Diketonen]] die Bausteine zur Synthese von [[Pyrimidine]]n.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Clay&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amidine sind mit einem [[Säurekonstante|pK-Wert]] von 13,6 nahezu so starke Basen wie Natriumhydroxid und bilden mit Säuren stabile Salze. Protoniert wird die sp2-hybridisierte Iminogruppe =NH unter Bildung eines [[Mesomerie|mesomeriestabilisierten Kations]], das sich nur nach Protonierung am Iminostickstoff bilden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die beiden bicyclischen Amidine [[Diazabicycloundecen|DBU]] und [[1,5-Diazabicyclo(4.3.0)non-5-en|DBN]] sind sehr starke Basen und haben für die Anwendung in der synthetischen organischen Chemie gegenüber anderen starken Basen wie Alkalihydroxiden, Alkali[[Alkoholate|alkoholaten]] oder [[Hydride|Alkalihydriden]] noch einen weiteren Vorteil: Die großen, voluminösen bicyclischen organischen Basen sind in organischen Lösungsmitteln gut löslich und zeigen keine [[Nucleophilie|nucleophilen]] Eigenschaften, sie sind nicht-nucleophile Basen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;150&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Pyrimidin.svg|Pyrimidin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2,3,4,6,7,8,9,10-octahydropyrimido(1,2-a)azepine 200.svg|DBU&lt;br /&gt;
DBN.png|DBN&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Moleküle sind zwar sehr voluminös, können aber leicht erreichbare Protonen angreifen und binden. Sie eignen sich gut dazu, [[Eliminierungsreaktion]]en einzuleiten (z.&amp;amp;nbsp;B. Eliminierung von HCl aus Chloralkanen unter Bildung von [[Alkene]]n). Die voluminösen Basen sind jedoch nicht in der Lage, abgeschirmte C-Atome nucleophil anzugreifen, sodass es nicht zu unerwünschten [[Substitutionsreaktion]]en kommt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Clay&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Clayden, Greeves Warren, Wothers |Hrsg= |Titel=Organic Chemistry|Verlag=Oxford University Press Inc |Ort=New York |Datum= 2001 |ISBN=978-0-19-850346-0|Seiten=202, 482}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stoffgruppe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Amidin| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Johannes Schneider</name></author>
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