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	<title>Ambrosius Moibanus - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ambrosius_Moibanus&amp;diff=608890&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Polluks: Relief</title>
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		<updated>2024-12-10T11:34:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Relief&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:598598 Wrocław Katedra Marii Magdaleny, epitafia 09.JPG|mini|rechts|Ambrosius Moibanus (ganz rechts)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ambrosius Moibanus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Moyben, Moiban, Moybin, Moywen, Mecodiphrus,&amp;#039;&amp;#039; (* [[4. April]] [[1494]] in [[Breslau]], [[Fürstentum Breslau]]; † [[16. Januar]] [[1554]] ebenda) war ein deutscher Humanist, [[Evangelische Kirche|evangelischer]] [[Theologe]] und [[Reformator]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Der Sohn des Schuhmachers Georg Moiban und seiner Frau Magarethe,&amp;lt;ref&amp;gt;geb. Jener, war die Tochter eines Schuhmachers&amp;lt;/ref&amp;gt; stammte aus gutbürgerlichen Verhältnissen. Er besuchte die [[Pfarrschule]] [[Magdalenenkirche (Breslau)|St. Maria Magdalena]] seiner Heimatstadt, wo er durch sein Talent aufmerksam machte und man ihn ungefähr im zehnten Lebensjahr an die Jakobi-Pfarrschule in [[Nysa|Neiße]], der Residenzstadt des bischöflichen [[Fürstentum Neisse|Fürstentums Neisse]] schickte. Nach dem Abschluss seiner Ausbildung kehrte Moibanus nach Breslau zurück, wo er Lehrer an der Schule &amp;#039;&amp;#039;Zum Heiligen Leichnam&amp;#039;&amp;#039; wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1510 bezog er die angesehene [[Universität Krakau]], aus der zahlreiche Humanisten, Dichter, Mathematiker und Astronomen hervorgingen. Traditionsgemäß absolvierte Moibanus das Studium der [[Sieben freie Künste|Sieben freien Künste]], das er Pfingsten 1514 mit dem akademischen Grad eines Baccalaureus der Artes liberales abschloss. Im Wintersemester 1515 studierte er an der [[Universität Wien]], wo er unter [[Ambrosius Salzer]] (1476–1568) Philosophie studierte und 1517 den Magistergrad der Philosophischen Wissenschaften erwarb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort gab er 1517 unter dem humanistischen Namen &amp;#039;&amp;#039;Ambrosius Mecodiphrus&amp;#039;&amp;#039; drei heroische Hymnen des italienischen Mystikers [[Pico de Mirandola]] heraus, ein Gedicht auf den Ursprung der verschiedenen Religionen und einen Hymnus auf das [[Mysterium]] der [[Trinität|Heiligen Dreifaltigkeit]] mit Abdrucken, begleitet von einem empfehlenden Beigedicht des Gräzisten [[Jacobus Bedrotus Pludentinus]] († 1541). Nach einer Gelehrtenreise durch Süddeutschland, wo er unter anderem [[Johannes Reuchlin]] kennenlernte, berief ihn der Breslauer Rat 1520 zur Leitung der Pfarrschule bei St. Maria Magdalena. Für seine Schüler gab er dort 1520 eine Sammlung von kürzeren Briefen des [[Erasmus von Rotterdam]] heraus und 1521 eine eigene lateinische Grammatik „Paedia artis Grammaticae“, der „Erasmus’ Libellus de constructione octo partium orationis“ als Syntax beigedruckt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tode des Bischofs trat er von der Leitung der Domschule zurück und übernahm stattdessen die Schule an der [[Magdalenenkirche (Breslau)|Magdalenenkirche]] (ab 1643 [[Maria-Magdalenen-Gymnasium]]). In [[Leipzig]] ließ er 1522 eine lateinische Grammatik und andere Lehrbücher erscheinen und mühte sich um die Hebung des Bildungsstandes. Da seinen Bemühungen kein Erfolg beschieden war, gab er das Schulamt auf und widmete sich seit 1523 in Wittenberg ausschließlich der Theologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Freund der [[Reformation]] hatte sich Moiban Anfang 1520 zeitweilig zu [[Philipp Melanchthon]] an die [[Universität Wittenberg]] begeben, um sich von diesem über pädagogische Fragen in Beziehung auf Partikularschulen belehren zu lassen. Ende 1521 begab er sich wieder nach Wittenberg, wo er die Anfänge der [[Wittenberger Bewegung]] erlebte. Da sein Vater 1522 gestorben war, zog es ihn kurze Zeit wieder nach Breslau, von wo er 1522 nach Wittenberg zurückkehrte. Am 16. April 1523 immatrikulierte er sich abermals in Wittenberg zum Studium der Theologie. Seine Lehrer waren damals [[Martin Luther]], [[Caspar Cruciger der Ältere|Caspar Cruciger]], [[Johannes Bugenhagen]] und [[Justus Jonas der Ältere]]. Zu [[Joachim Camerarius der Ältere|Joachim Camerarius]], [[Paul Eber]] und [[Veit Dietrich]] baute er ein freundschaftliches Verhältnis auf und wandelte sich vom [[Humanist]]en zum [[Evangelische Theologie|Evangelischen Theologen]]. In Wittenberg hielt er philosophische Vorlesungen, dichtete den Choral „Eyn Lobgesang vom Vater uneser“, der 1525 Eingang ins [[Zwickauer Gesangbuch]] und 1618 ins [[Breslauer Gesangbuch]] fand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sich 1524 in Breslau die Reformation durchgesetzt hatte, wurde Moibanus auf Vorschlag seines Freundes [[Johann Heß]] vom Rat zum Pfarrer an der [[Elisabethkirche (Breslau)|Elisabethkirche]] gewählt. Am 16. Mai 1525 erfolgte seine Berufung und ihm wurden die finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt, so dass er, nachdem er das [[Lizenziat]] erworben hatte, am 26. Juni 1525 in Wittenberg zum [[Doktor der Theologie]] promoviert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Gottfried Suevo: &amp;#039;&amp;#039;Academieae Wittebergensis ab anno fundationes 1502…&amp;#039;&amp;#039;. Usque ad annum 1655. Wittenberg 1655&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem ihm auch [[Jakob von Salza]] als Bischof am 3. August 1525 die [[Investitur]] erteilt hatte, begann er in Breslau zunächst verhalten zu wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Durchsetzung der reformatorischen Ordnung erfolgte zögerlich. Auch Johann Heß war vorsichtig. Das [[Kelchkommunion|Abendmahl unter beiderlei Gestalt]] wurde nur heimlich denen gereicht, die danach begehrten. Das [[Heilige Messe|römische Messopfer]] wurde noch gefeiert. Beide Prediger verständigten sich nun, konsequenter vorzugehen und eine neue Gottesdienstordnung aufzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles, was dem evangelischen Gewissen nicht anstößig war, wurde beibehalten. Verschwinden musste das Messopfer. Von allen Neuerungen machte der Rat dem Bischof Mitteilung. Gottesdienste mit der Predigt im Mittelpunkt wurden an allen Festtagen und Wochentagen gehalten. Für den Abendmahlsgottesdienst wurde ein eigener [[Kanon (Kirchenrecht)|Kanon]] aufgestellt. Indirekt fand diese Ordnung die Bestätigung der Obrigkeit. Den Gegnern war Moibanus, der neben Heß als tatkräftigster Reformator galt, ein Dorn im Auge. Sie streuten [[Schießpulver|Pulver]] in seinen [[Kanzel|Predigtstuhl]], wo er bei der [[Frühpredigt]] den Docht des Lichtes hinzuwerfen pflegte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Seelsorger muss er größere Gaben besessen haben denn als Prediger. Auch [[Katechetik|katechetisch]] war er begabt. Sein [[Katechismus]] von 1533 wurde mehrfach in lateinischer Sprache nachgedruckt. Die Vorrede zur deutschen Ausgabe stammt von [[Caspar Cruciger der Ältere|Caspar Cruciger]], die der lateinischen Ausgabe von Melanchthon&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://melanchthon.hadw-bw.de/regest.html?reg_nr=1978 |titel=M. an den Leser. Vorrede zu: Ambrosius Moibanus, Catechismi capita decem. Wittenberg, Hans Weiß, 1537/1538. - &amp;amp;#91;Wittenberg, Ende 1537/Anfang&amp;amp;#93; 1538&lt;br /&gt;
 |werk=Melanchthons Briefwechsel – Regesten online|hrsg= |datum= |abruf=2023-05-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Darstellung in Gesprächsform hat seinen Schüler [[Zacharias Ursinus]] später zur Gestalt des [[Heidelberger Katechismus]] angeregt. Auch [[Bibel|biblische Texte]] verarbeitete er literarisch. Zu aktuellen kirchlichen Fragen nahm er Stellung: Kinderkommunion, Zeremonialwesen, Fürstenpflichten und die Stellung in den [[Türkengefahr|Türkennöten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Bischof mühte er sich, zu einer freundlichen Lösung der Reformationsprobleme zu kommen. Noch Ende 1539 und bis in die 1540er Jahre wandte er sich an den neuen Bischof mahnend mit einer Gratulationsepistel. Aber die Gegner, vor allem [[Johannes Cochläus]], ruhten nicht, so dass er bald die Hoffnung, den Bischof zu gewinnen, aufgab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch innere Kämpfe hatte er in der Breslauer Kirche zu bestehen, vor allem mit den Anhängern [[Kaspar Schwenckfeld]]s und [[Valentin Krautwald]]s. Diese Auseinandersetzungen, die brieflich ausgetragen wurden, gingen über ganz [[Schlesien]]. Melanchthon unterstützte ihn dabei von Wittenberg aus. 1537 schrieb er sein Hauptwerk gegen die Spiritualisten „Das herrliche Mandat Jesu Christi unseres Herrn und Heilandes Marci 16. Denen zu einem Unterricht, so das Predigtamt und die Sacrament Christi für unnötig zur Seelen Heil achten wollen, gehandelt!“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schrift erschien mit einer Vorrede Luthers. Durch diese Auseinandersetzung gewann er Verbindung mit dem Liegnitzer Herzog [[Friedrich II. (Liegnitz)|Friedrich II.]] und Herzog [[Albrecht (Preußen)|Albrecht&amp;amp;nbsp;I. von Brandenburg-Ansbach]]. Er zeigte sich durch seine Fürsorge für die Schule und die Studien als Schüler Melanchthons und sorgte für die Verbreitung der Schriften Melanchthons in Schlesien. Auch mit [[Johannes Calvin]] stand er in Verbindung und [[Lelio Sozzini]] war sein Gast. Über dogmatische Streitigkeiten war er erhaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Moibanus hatte sich am 30. April 1526 mit Anna Broncke († 6. April 1569) der Tochter eines Bürgers in Schweinitz verheiratet. Aus der Ehe gingen 12 Kinder hervor. Neun Kinder überlebten ihren Vater. Von den Kindern sind bekannt:&lt;br /&gt;
# Johannes (1527–1562) hatte die Elisabethschule in Breslau besucht, studierte in Wittenberg, war Hauslehrer in Nürnberg und ging für Studien nach Italien. Dort promovierte er am 11. Oktober 1554 zum Doktor der Medizin, hatte verschiedene Werke von griechischen Ärzten übersetzt und sich auch als Maler hervorgetan.&lt;br /&gt;
# Zacharias war erst Rektor in Schweinitz und später dort Ratsherr&lt;br /&gt;
# Gemaliel wurde Lehrer edler Schüler in Italien und kehrte 1561 nach Breslau zurück&lt;br /&gt;
# Lazarus (* um 1540- 1572) war Notar in Speyer&lt;br /&gt;
# Ambrosius (1546–1598) war Diakon an der St. Elisabethkirche&lt;br /&gt;
# Elisabeth heiratete Salomo Frenzel (Diakon Elisabethkirche und dann Pastor in [[Brzeg|Brieg]], sowie Friedenthal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* Sogenannter Messkanon aus den Evangelien und dem Apostel Paulus, Jesaias und Daniel, den Propheten, für den Christlichen Bruder.&lt;br /&gt;
* vom Turcken&lt;br /&gt;
* de consecratione Palmarum et aliis caeremoniis ecclesiasticis. Breslau 1541&lt;br /&gt;
* Catechismus Auff zehn Artikel Götlicher schrifft wie man fur Gott und den menschen ein christch frumes leben furen sol. 1535, 1537, 1544, 1546&lt;br /&gt;
* Inständige Bitte der Schlesier an Bischof Balthasar.&lt;br /&gt;
* Das herrliche Mandat Jesu Christi unseres Herrn und Heilands. 1537&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ADB|22|81|82|Moibanus, Ambrosius|[[Adolf Schimmelpfennig (Historiker)|Adolf Schimmelpfennig]]|ADB:Moibanus, Ambrosius}}&lt;br /&gt;
* [[David Erdmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Luther und Schlesien&amp;#039;&amp;#039;. Schriften des Vereins für Reformationsgeschichte 19. Halle 1887.&lt;br /&gt;
* Paul Konrad: &amp;#039;&amp;#039;Dr. Ambrosius Moibanus. Ein Beitrag zur Geschichte der Kirche und Schule Schlesiens im Reformationszeitalter&amp;#039;&amp;#039; Schriften des Vereins für Reformationsgeschichte 34. Halle 1891&lt;br /&gt;
* {{Zedler Online|21|457|872|873|Moibanus, Ambrosius}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Moibanus, Ambrosius |Hrsg=[[Heinz Scheible]] |Sammelwerk=Melanchthons Briefwechsel |Band=Bd. 13, Personen L–N |Ort=Stuttgart–Bad&amp;amp;nbsp;Cannstatt |Datum=2019 |Seiten=402–403}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|123964709}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=123964709|LCCN=no/00/4821|VIAF=30458843}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Moibanus, Ambrosius}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherischer Theologe (16. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherischer Geistlicher (16. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Renaissance-Humanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchenlieddichter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reformator]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Christentums (Breslau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1494]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1554]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Moibanus, Ambrosius&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Ambrosius Moyben&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=evangelischer Theologe und Reformator&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. April 1494&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Breslau]], [[Fürstentum Breslau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. Januar 1554&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Breslau]], [[Fürstentum Breslau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Polluks</name></author>
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